Definition des “modernen Antisemitismus”- oder: Warum die Welt Israel so sehr hasst

Man kann Antisemitismus eigentlich leicht erklären:

Vor nicht allzu langer Zeit forderten Mitglieder der Linken in Bremen einen Boykott israelischer Waren und verteilten in Flugblättern Hass-Propaganda gegen Israel und Juden. Das zeigt auf erschreckende Weise, dass der Antisemitismus, diese barbarische, menschenzerfressende Ideologie und Mutter aller Paranoia, keineswegs ein der Vergangenheit angehörendes Phänomen ist. Es gibt wohl nur zwei Dinge auf der Welt, die Menschen verschiedener Völker, Religionen und Ideologien überall auf der Welt eint: Die Leidenschaft zum Fußball und der Antisemitismus.

Wie kaum eine andere Konstante zieht sich der Hass auf Juden durch die Geschichte hindurch. Doch wie kann es sein, das eine so kleine Gemeinschaft immer wieder zum Opfer von Pogromen, Diffamierungskampagnen oder Weltverschwörungstheorien wird? Die Frage, warum es immer Juden trifft, wurde schon so oft diskutiert, das dieses Forschungsfeld (Antisemitismusforschung) ein eigener Berufsstand geworden ist. Es stellt sich sogar oft die Frage, ob einzelne Positionen von Menschen wirklich als “Antisemitismus” bezeichnet werden können (siehe auch Henryk M.Broder dazu).

Um uns ein Bild von dem zu machen, wovon wir reden, sollten wir den Begriff Antisemitismus erst einmal definieren: Antisemitismus bedeutet, dass man an Juden andere Maßstäbe anlegt als an andere Menschengruppen. Über jedes Volk auf der Welt- seien es nun Italiener, Engländer, Chinesen oder Japaner- gibt es Vorurteile, so auch über Juden. Aber beim Antisemitismus handelt es sich nicht einfach nur um Vorurteile, sondern um Ressentiments. Der Antisemit stellt den Juden vor einer “No-Win”-Situation: Wenn Juden sich integrieren, gelten sie als “Parasiten” in der Gesellschaft, wenn sie sich nicht anpassten, gelten sie als “Fremde”. Waren sie reich, galten sie als Ausbeuter, waren sie arm, galten sie als Schmarotzer.

Als nächstes sollten wir uns die geografische Verbreitung anschauen: Wo ist Antisemitismus “zuhause”? Bis auf einige Ausläufer in China und Japan findet man Antisemitismus eigentlich nur in Ländern, wo Christen und Muslime einen großen Bevölkerungsanteil stellen, also in Europa, im Nahen Osten sowie in Nord- und Lateinamerika und Australien. Dagegen spielt es scheinbar keine Rolle, wie viele Juden in einem Land leben- den Antisemitismus kann es sogar ohne Juden geben. Es gab bis jetzt drei historische Phasen des Judenhasses- der Antijudaismus, der klassische Antisemitismus, der zum Holocaust führte und den modernen Antisemitismus, der in subtiler Form daherkommt wie dem “Antizionismus” und der “Israelkritik”.

Vom religiösen “Antijudaismus” zum “Antisemitismus”

Obwohl es sich anfangs um eine jüdische Sekte handelte, spaltete sich das Christentum spätestens nach dem Brand des Jerusalemer Tempels im Jahre 70 n.Chr. vom Judentum ab und wurden eine eigene Religionsgemeinschaft. Als solche hatten sie durchschlagenden Erfolg in Europa. Die Juden dagegen blieben in ihrer ursprünglichen Heimat und kämpften für Jahrzehnte um ihre Unabhängigkeit im Römischen Reich. Alleine beim “Großen Jüdischen Krieg (66-70)” wurden nach Angaben vom Historiker Josephus 1,1 Millionen Juden getötet (nach Angaben von Tacitus sogar 6 Millionen, aber dies ist sicher eine übertriebene Schätzung).

Durch die sogenannte “Diaspora”, der Zerstreuung der Juden, verloren die Juden für Jahrhunderte eine Heimat und wurden überall, wo sie lebten, zur Minderheit. Das förderte den Antisemitismus genauso wie die Tatsache, dass die Juden ihren Glauben nicht abschwören wollten und an ihre eigenen Sitten und Gebräuchen festhielten. Hauptursache für den Antijudaismus waren religiöse Gründe. Doch wie eh und je gab es auch wirtschaftliche Gründe: So wurde den Juden vorgeworfen, Wucherer zu sein. Ob nun die Ritualmordlegende, der Wucherer-Mythos oder die Pest: Die Juden waren immer die Sündenböcke, wenn etwas Schlechtes passierte.

War der Antisemitismus am Anfang noch eine rein christliche Angelegenheit, so wurde er ziemlich schnell auch von den Muslimen übernommen, die die Juden in ihren Herrschaftsgebieten als “Dhimmis” behandelten. Es entstanden Legenden, wonach die Juden Brunnen vergiften oder christliche Kinder töten würden, um ihr Blut zu trinken. Judenfeindliche Gesetze waren an der Tagesordnung und es kam nicht selten in der Geschichte Europas und des Islams zu blutigen Pogromen mit Hunderten oder Tausenden Toten, wie z.B. während der Kreuzzüge, der Pestepidemie in den Jahren 1347-1351 oder der spanischen Inquisition.

Während des 18. und des 19.Jahrhunderts besserte sich die Lage der Juden. Im Zuge der Französischen Revolution bekamen die Juden in Frankreich im Jahre 1791 dieselben Rechte wie Nicht-Juden. Später wurde dies auch in Preußen durchgesetzt. Der Einfluss von Religionen ging im 19.Jahrhundert in Europa stark zurück, so auch  der Antijudaismus. Für die Juden war dieses Jahrhundert das Jahrhundert der sogenannten “Judenemanzipation”. Die Zeiten änderten sich. Und damit auch die Bedürfnisse der Menschen. Aber eines blieb immer da: Die Suche nach einem Sündenbock. Anstatt zu verschwinden, reformierte sich der Judenhass und kam stärker zurück als je zuvor. Da es nun aus der Mode gekommen war, mit der “Gottesmordtheorie” gegen Juden zu hetzen, entstand der Antisemitismus.

Die Mutter aller Weltverschwörungen

Im Jahre 1905 erschien die “Bibel” des Antisemitismus. Dieses legendäre Hass-Pamphlet ist bis heute die geistige Grundlage aller jüdischen Weltverschwörungstheorien und gleichzeitig auch die Geburtsstunde des Antisemitismus. Zu dieser Zeit gab es gerade in Europa gewaltige Veränderungen in nahezu allen Bereichen: Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaften. Dies hatte auch psychologische Folgen für die Menschen in Europa. Viele konnten sich die ganzen Veränderungen und damit einhergehende Probleme nicht erklären. Bis die Protokolle kamen. Die Protokolle beschreiben eine Verschwörung des sogenannten “Weltjudentums“. Die “Weisen von Zion” planen, alle Regierungen auf der Welt zu unterwandern und damit die Weltherrschaft zu übernehmen. Um diese Pläne zu verwirklichen, würden sie

- Kriege und Revolutionen entfesseln
- die Presse unterwandern, um die öffentliche Meinung zu manipulieren
- Wirtschaftskrisen inszenieren, mit der Folge, das Nationalstaaten und die Reste nationaler Wirtschaft geschwächt werden. Letztlich können sie nur im internationalen Wirtschaftsgeflecht aufgefangen werden und weiterbestehen.
- Krankheiten verbreiten
- den Antisemitismus erschaffen, denn der „ist für sie notwendig, um ihre Brüder aus den unteren Kreisen zusammenzuhalten”.

Das die Protokolle falsch waren, war nicht sonderlich schwer zu erkennen. Sie waren von der satirischen Schrift “Dialogue aux enfers entre Machiavel et” („Gespräche in der Unterwelt zwischen Machiavelli und Montesquieu“), in der der französische Kaiser Napoleon III. kritisiert wurde, inspiriert und wurden an vielen Stellen einfach abgeschrieben. Statt Napoleon III. hieß es nun die Juden. Der Antisemitismus entnahm alle seine modernen Märchen über Juden von den Protokollen. Insofern kann man sagen, das dieses Buch wohl das Buch ist, dass die meisten Menschenleben kostete, vergleichbar mit “Das Kommunistische Manifest” und “Mein Kampf”.

Bis heute ist es so, dass die Protokolle von ihren Anhängern so interpretiert werden, das es nicht darauf ankommt, ob sie echt sind, sondern darauf, ob das, was in den Protokollen steht, aktuell passiert oder nicht. Die aktuellen Ereignisse auf der Welt sehen sie als “Beweis” an, dass die Protokolle “umgesetzt” würden. Aber: Kriege gab es schon immer, genauso wie Krankheiten und Wirtschaftskrisen. Und das Gerede um die “jüdische Weltpresse”, das mit dem Gerede um die sogenannte “Israel-Lobby” wiederbelebt wurde, ist einfach unsinnig. In den Medien wurden Juden oder Israelis nie verschont.

Der “moderne” Antisemitismus

Nach dem Holocaust war die Zeit vorbei, in dem man seinen Antisemitismus einfach so ausleben konnte. 6 Millionen ermordete Juden waren so grausam für die Menschen, dass der “klassische” Antisemitismus (1880-1945) ausstarb. Kein Mensch konnte nun mehr öffentlich von sich sagen “Ich bin ein Antisemit”. Aber mit rasender Geschwindigkeit kehrte der Antisemitismus zum zweiten Mal zurück und trat in seine dritte Phase, dem “modernen Antisemitismus”, der sich im sogenannten “Antizionismus” und der “Israelkritik” offenbart. Natürlich ist Kritik am Staate Israel völlig legitim und in keinster Weise antisemitisch. Aber es gibt einen Unterschied zwischen der Kritik an der Politik des Staates Israel und dem, was Antisemiten darunter verstehen.

Die Definition des modernen Antisemitismus lautet: Dämonisierung, Delegitimierung und doppelte Standards gegenüber dem Staat Israel. Für Antisemiten ist Israel “der Jude unter den Staaten” wie der französische Historiker Leon Poliakov es treffend beschrieb.

- Die Gleichsetzung Israels mit einem Apartheidstaat, der Vergleich von Gaza mit dem Warschauer Ghetto oder der Boykott israelischer Waren haben nichts mehr mit legitimer Kritik an Israel zu tun. (Dämonisierung)

- Das Existenzrecht Israels wird von Islamisten und Antizionisten negiert, da Israel durch die Vertreibung der Palästinenser entstanden ist. Die Vertreibung der Juden aus den arabischen Ländern wird dagegen ignoriert. (Delegitimierung)

- Wie man hier sieht, betrafen 145 aller “cases” oder “reports” im UN-Menschenrechtsrat Israel, mehr als die 3 Staaten, die danach folgen: Sudan, DR Kongo und Somalia. Kein anderer Konflikt bekam dieselbe überragende Stellung in den internationalen Medien. Die Besessenheit vom Leid der Palästinenser wurde auch schon auf satirische Weise kritisiert, siehe hier, hier, hier. (doppelte Standards)

Viele Israelkritiker fantasieren von einer ominösen “Antisemitismuskeule”, mit der angeblich jede Kritik an Israel mit dem Vorwurf des Antisemitismus abgeschmettert wird. Der Mythos, oder besser gesagt- die Paranoia- von den Juden „kontrolliert“ zu werden, ist einer der Bestandteile des Antisemitismus, die sich während der Jahrhunderte kaum geändert haben. Die Strategie der „jüdischen Medien“, falls es sie denn gab, ist jedoch gescheitert, denn kaum ein Land hat in Deutschland einen so schlechten Ruf wie Israel. So stimmten im Jahr 2008 in einer Umfrage 49% der Teilnehmer die Aussage: „Israel führt einen Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser“ zu, 40.5% bejahten die Ansicht: „Was der Staat Israel heute mit den Palästinensern macht, ist im Prinzip auch nichts anderes als das, was die Nazis im Dritten Reichen mit den Juden gemacht haben“ und mehr als die Hälfte hält Israel für die größte Bedrohung für den Weltfrieden.

Islamischer Judenhass

Am schlimmsten zeigt sich der Antisemitismus heute in den islamischen Ländern. Der israelisch-palästinensische Konflikt hat erheblich dazu beigetragen. Nach der Gründung Israels wurden 840.000 Juden aus den arabischen Ländern vertrieben, praktisch alle arabischen Länder sind heute “judenrein”. Antisemitische Hass-Karikaturen wie in Deutschland während der Nazi-Zeit sind in der islamischen Welt an der Tagesordnung. Die israelische Fußballnationalmannschaft kann aktuell nur in Europa auftreten, da sie im Nahen Osten sofort “boykottiert” werden würden. Auch die israelische Tennisspielerin Shahar Peer wurde 2009 in Dubai von den Veranstaltern “boykottiert”.

In diesem Bericht wird gezeigt, wie sehr die Hetze schon vorangeschritten ist:

Der Ministerpräsident des mehrheitlich muslimischen Malaysia sagte bei einer Veranstaltung der OIC im Jahre 2003 ganz unverhohlen, das die Juden “die Welt über Handlanger regieren würden”. Die Aussagen im Wortlaut:

The Europeans killed 6 million Jews out of 12 million, but today the Jews rule the world by proxy … They get others to fight and die for them … They survived 2,000 years of pogroms not by hitting back, but by thinking. They invented . . . socialism, communism, human rights, and democracy so that persecuting them would appear to be wrong – so they may enjoy equal rights with others. With these they have now gained control of the most powerful countries.

Mahathir bin Mohamad hat sich bei zahlreichen Gelegenheiten antisemitisch geäußert. So behauptete er, sie seien nicht bloß hakennasig, sondern verstehen Geld instinktiv“. Schindlers Liste, Steven Spielbergs berühmter Film über den Holocaust, wurde von Mahathirs Regierung mit der Begründung verboten, der Film wäre zu pro-jüdisch. Auch in der Charta der Hamas finden sich antijüdische Verschwörungstheorien, wonach die Juden Schuld an den beiden Weltkriegen wären, an der französischen Revolution und die USA beherrschen würden.

Necmettin Erbakan, ein Islamist, ehemaliger Ministerpräsident der Türkei und der politische “Vater” des türkischen Präsidenten Erdogan, nannte Juden schon mal “Bakterien” und “Krankheiten” und sagte in einem Interview mit der “Welt”, in der er Erdogan kritisierte (“Erdogan ist ein Kassierer des Zionismus”):

Seit 5700 Jahren regieren Juden die Welt. Es ist eine Herrschaft des Unrechts, der Grausamkeit und der Gewalt. Sie haben einen starken Glauben, eine Religion, die ihnen sagt, dass sie die Welt beherrschen sollen. Sehen Sie sich diese Ein-Dollar-Note an. Darauf ist ein Symbol, eine Pyramide von 13 Stufen, mit einem Auge in der Spitze. Es ist das Symbol der zionistischen Weltherrschaft. Die Stufen stellen vier „offene“ und andere geheime Gesellschaften dar, dahinter gibt es ein „Parlament der 300“ und 33 Rabbinerparlamente, und dahinter noch andere, unsichtbare Lenker. Sie regieren die Welt über die kapitalistische Weltordnung.

Die aktuellen Folgen des “modernen Antisemitismus”

Die Folgen des modernen Antisemitismus sind schon jetzt spürbar. Die Situation für Juden in Europa hat sich dramatisch verschlechtert. Wie man in diesem Bericht erfährt, werden Juden in Europa zunehmend für die Politik Israels verantwortlich gemacht. Es kommt zu etlichen Schikanen, die mit dem Palästinakonflikt “begründet” werden. In der schwedischen Stadt Malmö sind viele jüdische Familien mittlerweile nach Israel ausgewandert, da sie den Hass, der ihnen entgegenkam, nicht mehr ertragen konnten. In vielen anderen Städten wird Juden empfohlen, ihre Kinder nicht mehr auf Schulen zu schicken, wo viele Araber sind. Auch in Deutschland ist muslimischer Antisemitismus weitverbreitet.

Propaganda und Hetze gegen Israel ist in der Gesellschaft weit verbreitet. “Israelkritische” Demonstrationen verwandeln sich zu antisemitischen Hass-Veranstaltungen, Boykotte israelischer Waren sind ebenfalls keine Seltenheit mehr. Umfragen zufolge glaubt ein Großteil der Europäer, das Israel die “größte Bedrohung für den Weltfrieden” ist. Nicht wenige Leute behaupten, dass an diesen Zuständen Israels Politik in Palästina Schuld ist, wie z.B. der Bürgermeister von Malmö. Es ist für sie in Ordnung, Juden pauschal für die Taten Israels verantwortlich zu machen. Ist es für sie auch “in Ordnung”, Muslime pauschal für die Taten der Taliban, al-Qaida und Mahmud Achmedinedschad verantwortlich zu machen?

Was die Linken für Kuba und Venezuela empfinden, empfinde ich für Israel. Obwohl das Land eigentlich nichts mit mir zu tun hat, fühle ich eine tiefe Solidarität. Denn: Israel trennt die Spreu vom Weizen. Israel ist sicher nicht “perfekt”, wie kein Land auf der Welt- es gibt auch ultraorthodoxe Juden und radikale Zionisten, die große Probleme bereiten- aber sie stehen als einziges Land im Nahen Osten für Demokratie, Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, Gleichberechtigung von Frauen und Homosexuellen und für Frieden. Die Gegner Israels sind islamistische Organisationen wie die Hamas, der Hisbollah oder den Mullahs, die in ihrem Judenhass der NSDAP in nichts nachstehen. Wer Israel kritisiert, muss kein Antisemit sein, aber wer sich mit der Hamas solidarisiert, ist es auf jeden Fall.

Literaturhinweise

Leon de Winter schrieb im Jahre 2003 folgenden Bericht über den modernen Antisemitismus:

http://www.zeit.de/2003/51/Antisemitismus

Über den “Antizionismus” der Linken:

http://www.d-a-s-h.org/dossier/07/08_grundlagenantizionismus.html

Henryk M.Broder über den Antizionismus:

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/we/

Über die Verlogenheit der “Israelkritiker” während des Gazakriegs:

http://www.bernerzeitung.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/IsraelKritik-basiert-auf-Hass/story/31620088

Andreas Müller, auch Autor bei der Achse des Guten, fragt sich: Wann wäre ich gegen Israel?

http://feuerbringer.com/2011/04/24/wann-ware-ich-gegen-israel/

Über antisemitische Tendenzen in der deutschen Gesellschaft:

http://scepticmaniac.wordpress.com/2010/12/19/herr-h-ware-stolz-auf-uns/

2 Antworten to “Definition des “modernen Antisemitismus”- oder: Warum die Welt Israel so sehr hasst”

  1. Daniel Says:

    Einen sehr schönen Artikel haben sie da geschrieben, auch wenn ich leider noch nicht dazu gekommen bin, ihn komplett zu lesen. Muss ein Haufen Arbeit gewesen sein. Weiter so!

    Grüße, Daniel

  2. Lullermann Says:

    Ich muss zugeben, dass mir ein Hass, wie z.B. der im 3. Reich, so bis heute nicht aufgefallen ist.
    Und ich muss aber auch zugeben, dass ich bis heute dachte, in einer dermassen modernen Welt zu leben, in der man einen latenten Hass auf die Juden ignorieren kann. Wobei ich Hass in keiner Form toleriere.
    Die Israelis übrigens sind nicht alle Juden..!
    Schon ein Grund, jeden Judenhasser für ziemlich dumm halten zu dürfen, wenn er nur ‘mal so gegen Israel wettert.
    Deswegen aber ‘…lang lebe Israel..’! aus zu rufen, fiele mir nicht ein. Die Israelis wussten nämlich bis heute schon, wie sie sich gegen die ewigen Randalierer aus den Nachbarländern zur Wehr setzen können/konnten und ich bewundere diese Leute dafür, dass sie aufzeigen, dass in dieser Region der Erde wohl überwiegend nur Gross-Schnauzen leben, jedenfalls auf seiten der Muslime.
    Aber nein, für mich gibt es immer zwei Seiten, oder auch Pole. Das eine kann ohne dem anderen nicht existieren.
    Es besteht zwar Klarheit darüber, dass ein Zusammenleben nicht durch Hass untermauert sein darf, aber das wäre dann ein weiterer Grund, mich vor einem Juden zu verneigen und ihm ob seiner exorbitanten ‘Geduld’ und ‘Ausdauer’ Respekt zu zollen.
    Respekt; das ist denn auch das Zauberwort!
    Einen Sündenbock suchen?
    Was macht wohl jemand, der einen Sündenbock benötigt? Er lenkt vom eigenen Versagen ab! Ergo reden wir hier über dummfreche Bastarde, die ihr eigenes Leben nicht in den Griff bekommen. DIE sind es mir nicht Wert!
    An Deiner Stelle also würde ich mich da nicht so reinhängen, denn Du wirst an der Situation der Juden nichts ändern können. Klar, EINEN Anhänger Deiner Meinung hast Du ja: MICH!
    Aber ohne resigniert zu haben, finde ich mich mit vielem im Leben ab.
    Jemand, der in meiner Nähe Scheissjude schreit, ist nur eins dieser Grossmäuler. Jemandem, der in meiner Nähe nicht nur verbal angegriffen wird, werde ich so gut es geht zur Hilfe eilen. Allerdings mache ich einen kleinen Unterschied, nämlich KEINEN! Jedenfalls nicht deswegen, weil der Angegriffene schwarz, weiss, bunt, Jude, oder Christ, oder Atheist wäre ;-)

    Ansonsten aber habe ich überhaupt nichts gegen Deinen Einsatz für die Juden ein zu wenden!

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