Archiv für die Kategorie ‘Antisemitismus’

Bushido vs. Augstein

Januar 16, 2013
Die Palästinenser als die Juden von heute

Die Palästinenser als die Juden von heute

Das neue Jahr ist noch jung, und dennoch hat es uns bereits zwei Antisemitismusdebatten beschert. Die halbe Medienlandschaft solidarisiert sich mit Jakob Augstein, nachdem er bei einem Simon-Wiesenthal-Center in einem Ranking der schlimmsten antisemitischen Zitate auf Platz 9 landete. Und vor kurzem sorgte Bambi-Preisträger Bushido für Aufruhr, nachdem er auf seinem Twitter eine Landkarte ohne Israel mit der Aufschrift “Free Palestine” als neues Profilbild auswählte. Die israelische Botschaft in Berlin reagierte wie gewohnt cool: “Erst Frauen, dann Schwule, nun Israel: Wir sind stolz darauf, zu den Opfern des Integrationspreisgewinners Bushido zu gehören.”

Was erstaunlich ist, ist dass diese beiden Fälle repräsentativ für zwei Erscheinungsformen von Antisemitismus sind: Der “Ich bin kein Antisemit”-Antisemitismus, der sich als (wohlmeinende, judenfreundliche) Israelkritik tarnt und den klassischen, offenen Antisemitismus, den man bei Islamisten und Rechtsextremen sieht. Der linke, auf Israelkritik bezogene Antisemitismus ist in Deutschland am stärksten verbreitet. Umfragen zeigen, dass etwa die Hälfte der Deutschen der Meinung ist, dass Israel die größte Gefahr für den Weltfrieden ist und dass Israel einen “Vernichtungskrieg” gegen die Palästinenser führt.

Für die Juden in Europa ist der offene Antisemitismus gefährlicher als der unter Israelkritik getarnte Antisemitismus. Es wäre falsch, Leuten wie Augstein eine Mitschuld an dem islamistischen Antisemitismus in Malmö oder dem rechtsextremen in Ungarn zu geben, genauso wie es falsch wäre, Noam Chomsky und Michael Moore mitverantwortlich für den al-Qaida-Terror zu machen, weil sie von Osama bin Laden in Videobotschaften zitiert wurden. Hier stimme ich nicht mit Broder überein, der, mit einem Zitat von Sartre, allen Antisemiten, von Augstein bis Achmedinedschad, das gleiche Ziel unterstellt: “Den Tod des Juden”. (weiterlesen…)

Morsigate

Oktober 27, 2012

Seit einigen Tagen kursiert im Internet ein Video, das den ägyptischen Präsidenten Mohamed Morsi bei einem Gebet zeigt, indem ein Kleriker zur Zerstörung der Juden aufrief:

Der genaue Wortlaut wurde teilweise falsch wiedergegeben. In einigen Seiten heißt es, dass der Imam “Oh Allah, vernichte die Juden und diejenigen, die sie unterstützen” gerufen hätte, in anderen heißt es, dass Morsi gemeinsam mit dem Imam das Gebet gesprochen hätte. Der genaue Wortlaut des Imams lautete: “Oh Allah, spreche uns von der Sünde frei, stärke uns, und erteile uns Sieg über die Ungläubigen. Oh Allah, bestreite die Juden und ihre Unterstützer. Oh Allah, vertreibe sie, reiße sie entzwei. Oh Allah, zeige deine Macht und Größe über sie. Zeig uns deine Allmacht, oh Herr.”

Daraufhin sagte Morsi wie alle Anwesenden “Amen” und nickte. Was erstaunlich ist, ist das Morsi gleichzeitig vor einigen Tagen einen Brief an den israelischen Präsidenten Shimon Peres geschrieben hat, indem er ihn als seinen Freund bezeichnete. Einige Muslimbrüder behaupteten, dass der Brief gefälscht war, doch ein Regierungssprecher bestätigte später, dass der Brief echt war. Der von den Medien komplett ignorierte Vorfall lässt nun Zweifel aufkommen, wie ernst er es mit seinem Friedenskurs meint. (weiterlesen…)

Wer ist ein Antisemit?

September 27, 2012
Die Palästinenser als die Juden von heute

Die Palästinenser als die Juden von heute

Niemand will heute noch als “Antisemit” bezeichnet werden. Hitler hat dafür gesorgt, dass es unmöglich ist, sich öffentlich als “Antisemit” zu outen, ohne gesellschaftlichen Selbstmord zu begehen. Aber das bedeutet natürlich nicht, dass es keine Antisemiten gibt. Es bedeutet nur, dass es viele Tricks gibt, mit denen man sein Antisemitismus verschleiert. Der erste Trick ist, dass man sagt, dass das Wort “Antisemitismus” ja gar nicht Judenfeindlichkeit bedeutet, weil zu den Semiten auch die Araber gehören. Es stimmt, dass das Wort “semitisch” nicht für Juden steht, sondern für die hebräische und die arabische Sprache. Ein “Antisemit” ist wörtlich genommen jemand, der die Sprachen Hebräisch und Arabisch hasst.

Allerdings wurde das Wort “Antisemitismus” nicht von Juden, sondern von Judenhassern erfunden. Man muss sich das mal vorstellen: Da erfinden Judenhasser ein Wort für ihren Judenhass, sagen dann aber später, dass sie keine Judenhasser sein können, weil das Wort, das sie für ihren Judenhass erfunden haben, ja “eigentlich” auch Araber meint. Pech gehabt, ihr eigens erfundenes Wort hat sich nun mal durchgesetzt. Darüber zu jammern kommt 133 Jahre zu spät, sie haben ihre Chance verpasst. Hätten sie der Begriffsverwirrung damals Einhalt geboten, müssten sie nicht heute darüber meckern.

Antisemitismus und Antizionismus

Die moderne Form von Antisemitismus ist der sogenannte “Antizionismus”. Schon der Begriff ist lächerlich. Der Zionismus ist nichts weiter als die jüdische Nationalbewegung mit dem Ziel, einen jüdischen Staat zu errichten. Diese Bewegung hatte verschiedene Strömungen. Theodor Herzl hätte z.B. nichts dagegen gehabt, wenn der jüdische Staat in Uganda gegründet und Deutsch die Amtssprache geworden wäre. Andere, radikalere Strömungen dagegen wollen das gesamte biblische Kernland zurück und fordern deshalb auch die Annexion von Jordanien. Dies kann man zurecht kritisieren. Es gibt in so gut wie jeder Bewegung radikale Strömungen. Aber den Zionismus komplett abzulehnen, bedeutet, einen jüdischen Staat komplett abzulehnen bzw. das Existenzrecht Israels zu negieren. (weiterlesen…)

Ehrung für eine Antisemitin

August 15, 2012

Das moderne Gesicht des Antisemitismus

Es gibt in Deutschland viele Preise, die besondere Leistungen würdigen und die auch einigermaßen bekannt sind, wie z.B. den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland (oder einfach Bundesverdienstkreuz), der alljährlich an mehreren Tausend Menschen verliehen wird. Dann gibt es aber auch Preise, die kaum einer kennt, bis ein Diktator ausgezeichnet wird und die Öffentlichkeit sich darüber empört, wie den Quadriga-Preis (Preisträger 2011: Vladimir Putin) oder den Steiger-Award (Preisträger 2012: Recep Tayyip Erdogan).

Einer dieser weniger bekannten Preise ist der Theodor-W.-Adorno-Preis, der “zur Anerkennung herausragender Leistungen in den Bereichen Philosophie, Musik, Theater und Film” verliehen wird. In diesem Jahr wird die jüdische Philosophin Judith Butler, die für ihre Gender Studies und Cultural Studies bekannt ist, mit dem Preis ausgezeichnet. Er soll ihr am 11. September verliehen werden. Soweit, so gut. Nur gibt es da etwas, dass bei Butler aus der Reihe fällt: Sie ist eine Antisemitin.

Sie beteiligt sich an der BDS (Boykott, Desinvestition und Sanktionen)-Kampagne, ruft zu einem Boykott aller akademischen und kulturellen Institutionen und Personen Israels auf, wenn diese sich nicht gegen die israelische Besatzungspolitik aussprechen. In Toronto beteiligte sie sich an der “Israeli Apartheid Week”, die Hamas und Hisbollah bezeichnete sie als “soziale, progressive Bewegung” und “Teil einer globalen Linken” kurz gesagt: Sie ist der Prototyp des modernen Antisemiten. (weiterlesen…)

Entlarvende Parallelen

Mai 1, 2012

Adolf Hitler mit der Hitler-Jugend

Ismail Haniyah mit der Hamas-Jugend

Der Stürmer zeigt die jüdische Krake, 1938

Hier verschlingt der “jüdische” Kraken gerade “Hamas”, “Jihad” und “Fatah”

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Das Märchen von der Israel-Lobby

April 15, 2012
Werden die USA von Israel regiert?

Werden die USA von Israel regiert?

Kein Mensch kann heute öffentlich von sich sagen “Ich bin ein Antisemit”. Es würde gesellschaftlichen Selbstmord bedeuten, genauso wie wenn er sagen würde “Ich hasse alle Türken” oder “Ich bin ein Pädophiler”. Man muss deshalb eine subtilere Form wählen. Was liegt da näher als die Kritik am Staate Israel? Natürlich ist Kritik an Israel völlig legitim und in keinster Weise antisemitisch. Doch die Kritik an Israel unterscheidet sich von allen anderen Staaten.

Nehmen wir mal an, dass alle Vorwürfe, die Israelkritiker an Israel erheben, der Wahrheit entsprechen. Israel ist ein Apartheidstaat, unterdrückt ein fremdes Volk, dessen Land es geraubt hat, begeht ständig Kriegsverbrechen, Verbrechen an die Menschlichkeit und Völkermord hält sich an keine Vereinbarungen, weil eine übermächtige “Israel-Lobby” die USA beherrscht. Würde das den weltweiten Hass auf Israel erklären?

Nein.

Denn selbst dann würde Israel in der Welt nicht herausragen. Die Türkei, der Iran, Saudi-Arabien sind Apartheidstaaten, aber kaum jemanden interessiert es. In der Geschichte des Sudan gab es in den letzten 50 Jahren ununterbrochen Völkermord, ohne dass ein bekannter Nobelpreisträger und Dichter ein Gedicht dazu geschrieben hätte. Und wenn es um Vereinbarungen geht, hält es sich um eine Wahrnehmungsstörung. Ja, Israel hält sich nicht an viele UN-Resolutionen. Aber das liegt nicht daran, dass Israel sich das als einziges Land ungestraft erlauben darf, sondern daran, dass Israel als einziges Land bei jeder Korinthenkackerei mit einer UN-Resolution verurteilt wird.

Wenn in Ruanda oder Kambodscha Millionen Zivilisten abgeschlachtet werden, handelt es sich um Kriegsverbrechen, Verbrechen an die Menschlichkeit und Völkermord, aber sie werden im UN-Menschenrechtsrat ignoriert. Nicht Israel darf sich alles erlauben, sondern die Türkei, der Iran, Saudi-Arabien, der Sudan, Ruanda, Kambodscha und ein Haufen anderer Staaten, die in der Weltöffentlichkeit nicht beachtet werden, wenn sie gegen Menschenrechte verstößen. Israel ist in Wirklichkeit der einzige Staat, der sich so gut wie nichts erlauben darf, nicht mal Selbstverteidigung, ohne dafür verurteilt zu werden. (weiterlesen…)

Günter Grass- der neue Sarrazin

April 6, 2012
Günter Grass- Der neue Held der Leserforen

Günter Grass- Der neue Held der Leserforen

Das Gedicht von Günter Grass hat in der deutschen Medienlandschaft massive Kritik hervorgerufen. Mit Ausnahme der Süddeutschen Zeitung hat jede Zeitung die Thesen von Grass- oder, wie einige ihn nun nennen: GraSS- kritisch überprüft. Die deutschen Medien sind zwar weitgehend anti-israelisch eingestellt, Grass’ Gedicht war aber so eindeutig antisemitisch, dass nicht mal die deutschen Medien ein gutes Wort dafür finden konnten. Unabhängig davon, ob man nun seinen Thesen zustimmt oder nicht, ähneln die Reaktionen auf das Gedicht den Reaktionen auf Sarrazins Buch “Deutschland schafft sich ab”. Natürlich gibt es viele Unterschiede zwischen Grass und Sarrazin. Aber eines war gleich: In den Leserforen haben beide große Zustimmung erhalten.

Diese Tatsache ist ein Grund, warum ich kritisch gegenüber sogenannten “Tabubrechern” bin. Es ist erstmal nichts Schlechtes, das es in einer Gesellschaft Tabus gibt. Ein Problem wird es nur dann, wenn sie die Meinungsfreiheit einschränken. Das ist in Deutschland nicht der Fall. Jeder kann sich israel- und islamkritisch äußern, wenn er will. Die Tatsache, dass Israelkritik weit stärker verbreitet ist als Islamkritik, hat mit der persönlichen Meinung der Journalisten zu tun, es gibt keine obere Instanz, die entscheidet, wer was schreiben darf oder nicht. Wenn jemand etwas gegen den Mainstream sagt, dann wird er kritisiert- aber nicht zensiert. Weder Sarrazin noch Broder wurden je Opfer von Zensur, im Gegenteil, ihre Bücher wurden zu Bestsellern (wobei Broders Bücher natürlich um einiges qualitativer sind als Sarrazin). Nicht nur das: Bundeskanzlerin Merkel erklärte Multikulti für gescheitert, Horst Seehofer forderte eine Beschränkung für Einwanderung aus “fremden Kulturkreisen”. (weiterlesen…)

Der Mossad in Toulouse?

März 23, 2012

Steckt hinter jedem Kindermord der Welt: Der Mossad

Onur Kahraman von Turkish-Press hat eine eigene Theorie zum Roller-Mörder:

“Sarkozy hat durch sein “entschlossenes Vorgehen” Stimmen im Wahlkampf gesichert.
Die Bevölkerung Frankreichs und Israels tobt und sinnt sich nach Rache.
Rache gegen wen? Gegen den Iran? Gegen die Palästinenser? Auf jeden Fall werden es wieder Muslime sein, die daran glauben müssen, sei es bei Luftanschlägen gegen den Gaza-Streifen oder in einem bevorstehenden Krieg gegen den Iran.”

“Nun, was ist jetzt aber in Toulouse passiert? Und wie konnte der Mossad das alles inszenieren? An dieser Stelle empfehle ich jedem sich den Film “Arlington Road” anzusehen, denn genauso wie in es im Film der Fall ist denke ich, dass der Attentäter mehr ein verwirrtes, manipuliertes, Opfer war statt einem “Mudschahedin, einem radikal-islamischen kaltblütigen Killer, der für Allah Kinder mordet” denn welcher Mensch auf dieser Welt erschießt bitteschön Kinder?

Norman Finkelstein zur Israelboykott-Bewegung

März 19, 2012

“Es ist eine Sekte”

“Es ist eine Sekte. Man produziert Zahlen, man fantasiert, und alle Anhänger sollen nicken. Und wisst Ihr was, ich bin 58 Jahre alt, ich war 30 Jahre daran beteiligt, ich habe mein Leben dieser Sache gewidmet – als Westlicher, nicht als Palästinenser – und ich werde nicht irgendjemandes Trottel sein. Ich werde keine Zeit mehr verschwenden, ich bin müde, ich bin es wirklich, ich habe die Geduld damit verloren. Ich bin der Gurus müde, ich bin der Sekten müde. Entweder wir ergreifen die Gelegenheit, Menschen erreichen zu können oder vergesst es einfach. Es ist eine Zeitverschwendung.

Der Versuch diese albernen kleinen Spielchen zu spielen, dieser dreischichtige Kuchen, Ihr und ich wissen genau, wovon wir sprechen. Denn wenn wir die Besatzung beenden, und 6 Millionen Palästinenser zurückbringen, und gleiche Rechte für Araber und Juden haben, dann gibt es kein Israel. Darum geht es wirklich.

Und Ihr glaubt, Ihr könnt jemanden an der Nase herumführen? Ihr denkt, Ihr seid so clever, dass die Menschen das nicht herausfinden können? Sie verstehen die Rechnung bestens. Werdet ihr eine breite Öffentlichkeit erreichen, die von der israelischen Seite hören: “Sie wollen uns zerstören”? Nein, das werdet Ihr nicht. Und ehrlich, wisst Ihr was: Ihr solltet es auch nicht. Ihr solltet keine breite Öffentlichkeit erreichen, denn Ihr seid unehrlich. Ich würde diesen Menschen auch nicht trauen, wenn ich in diesem Staat leben müsste. Ich würde es nicht. Es ist Unehrlichkeit, und ich will diese Art Anführer nicht.

Ihr müsst zumindest ehrlich sein über das, was Ihr wollt: “Wir wollen Israel verbannen, und das ist unsere Strategie, um es zu erreichen.” Okay, dann seid aufrichtig damit. Aber diese Art Doppelsprech, dieses einfallsreiche “Oh, wir sind agnostisch über Israel”, Nein, Ihr seid nicht agnostisch. Ihr wollt es (Israel) nicht. Dann sagt es doch. Aber Ihr wisst ganz genau, wenn Ihr das sagt, habt Ihr kein Gebet, das die breite Öffentlichkeit erreicht.”

Die Zehn Gebote des modernen Antisemitismus

Februar 9, 2012
Die Palästinenser als die Juden von heute

Die Palästinenser als die Juden von heute

In den letzten Tagen haben einige offensichtlich antisemitische Gestalten den Kommentarbereich meines Blogs verunstaltet. Ihre Thesen basieren auf den üblichen rhetorischen Tricks der modernen Antisemiten. Diese glauben bekanntlich, wenn man Israel kritisiert, kann es unmöglich Antisemitismus sein. KZ Gaza, Völkermord, Apartheid- alles ist erlaubt, um Israel zu dämonisieren.

Vor einiger Zeit habe ich einen längeren Artikel zum “modernen Antisemitismus” geschrieben. Bereits eineinhalb Jahre zuvor hatte ein User in einem Forum “Zehn Gebote für die modernen Antisemiten” formuliert. Ich habe diese ausführlich erläutert. An dieser Stelle seien aber lediglich die ursprünglich formulierten Zehn Gebote dargestellt. Sie könnten direkt aus der PR-Abteilung der Linkspartei oder der iranischen Regierung stammen.

Erstes Gebot – Hebe so oft wie möglich hervor, dass du kein Antisemit bist! Wenn nötig, lass dir eine möglichst dumme Ausrede einfallen, weshalb du nie und nimmer ein Antisemit sein kannst, z. B. weil die Palästinenser schließlich auch Semiten sind oder weil Jesus auch Jude war.

Zweites Gebot – Betone stets, wie schrecklich du den Holocaust findest, dass es jetzt aber wohl genug damit sei! Wie lange soll sich Deutschland, nach all den großzügigen Entschädigungszahlungen, denn noch kollektiv schuldig fühlen?

Drittes Gebot – Denk immer daran, was für ein mutiger, tabubrechender Held du doch bist, weil du Israel kritisierst! Deklariere dich möglichst als Opfer der „Antisemitismus-Keule“. Ziehe aus dem Holocaust die Lehre, dass du nicht tatenlos zusehen kannst, wie die Israelis heute die Palästinenser unterdrücken. Unterdrückung in anderen Regionen dieser Erde ignorierst du geflissentlich, dort sind ja keine Juden am Werk.

Viertes Gebot – Immunisiere dich gegen jede Kritik. Die Massenmedien werden schließlich eh von den „Weisen von Zion“ – Pardon, ich meinte natürlich die „Israel-Lobby“ – kontrolliert, auch wenn statistisch gesehen rund acht Zehntel der gesamten westlichen Nahost-Berichterstattung neutral bis „israelkritisch“ und nur ein Bruchteil tatsächlich pro-israelisch ist.

Fünftes Gebot – Miss mit zweierlei Maß: Selbst das kleinste Vergehen, dessen sich Israel schuldig macht, wiegt immer noch millionenfach schwerer, als das schlimmste von Palästinensern oder Anderen verübte Verbrechen! Verharmlose „Hamas, Hamas, alle Juden ins Gas“-Sprechchöre palästinensischer Demonstranten. Das meinen die doch eh nicht so… (weiterlesen…)


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