Archiv für die Kategorie ‘Atomkraft’

Globale Erwärmung, Atomkraft und Nachhaltigkeit

März 11, 2012

Kühltürme des Three Mile Island’s Atomreaktors.

Im Jahr 2007 sah es noch so aus, als würde der Hype um die Globale Erwärmung die Politik der europäischen Staaten in den nächsten Jahren bestimmen, aber es ist anders gekommen. Egal ob in Großbritannien, Niederlande, Polen oder Tschechien: Regenerative Energien sind mehr oder weniger gescheitert. Als Ersatz für die “schmutzigen” Energien sollte neben den regenerativen Energien die Atomkraft herhalten. Ein Vorhaben, dass von der Bundesregierung ausdrücklich angestrebt wurde. Aber dann kam Fukushima und Deutschland ist im Stil der Massenpanik in den USA 1938 wieder aus der Atomkraft ausgestiegen.

Da stellt sich doch die Frage, ob für die Ökologisten nun die Globale Erwärmung eine weniger schlimme Gefahr darstellt als die Atomkraft. Denn ohne die Atomkraft bleiben eigentlich nur wieder die “schmutzigen” Energien, die jetzt ein großes Comeback erleben: Kohle, Erdgas, Erdöl usw. Ist die Gefahr vor einem nuklearen Super-GAU und die Belastung von 1 Million Jahren Endlagerung schlimmer als die Klimakatastrophe? Was ist “nachhaltiger? Um diese Frage zu beantworten, muss man sich fragen, was gefährlicher ist: Die Klimakatastrophe oder die Atomkraft.

Schauen wir es uns mal an: Die (oft nicht eingetroffenen und widerrufenen) Prognosen der Klima-Apokalyptiker besagen, dass es zwischen 0,2-1 Grad wärmer wird und der Meeresspiegel um 0,2 cm-1,4 Meter ansteigen wird. Der Forscher Björn Lomborg hat errechnet: Das würde bedeuten, dass große Flächen in Sibirien, Skandinavien und Kanada wieder anbaubar wären, dass der Rückgang der Kältetoten sich stärker bemerkbar machen wird als der Anstieg der Hitzetoten und dass der Meeresspiegelanstieg mit einer ganz einfachen Maßnahme zu bekämpfen wäre: Höhere Dämme! (weiterlesen…)

Die Fukushimasierung Deutschlands

August 24, 2011

Japan. Fukushima. Und wir. Zelebranten einer nuklearen Erdbebenkatastrophe- Ein Buch von Reinhard Zöllner

Es gab ein Erdbeben in der US-Ostküste. Das ist auf jeden Fall eine Nachricht wert, keine Frage. Was erstaunlich ist, dass die deutsche Medienlandschaft instinktiv auf den Fukushima-Zug springt:

US-AKW nach Erdbeben vom Netz

Atomkraftwerke offenbar unbeschädigt

Kann man seine Freude über ein Erdbeben nicht ein bisschen mehr verstecken? Das Abschalten von Atomkraftwerken ist genauso wenig eine Nachricht wert wie dass sie unbeschädigt geblieben sind.

Die Wahrheit steht in der ZEIT:

Die Deutschen sind eine Nation von Panikmachern (weiterlesen…)

Als Little Boy die Welt veränderte

August 6, 2011

“Little Boy” detonierte am 6.August 1945 in Hiroshima

Der 6.August ist ein historischer Tag. In Bolivien feiert man heute den Nationalfeiertag, aber das meine ich diesmal nicht. An diesem Tag begann vor 66 Jahren in der japanischen Stadt Hiroshima das Zeitalter der Atomkraft.

Bis heute wird diese Aktion von vielen Historikern als ein ungerechtfertigtes Massaker angesehen. Die Befürworter dieser Aktion argumentieren, dass die Zerstörung Hiroshimas rein rechnerisch mehr Menschenleben gerettet als vernichtet hat. Das japanische Kaiserreich war zu diesem Zeitpunkt keinesfalls in einer aussichtslosen Lage wie das Deutsche Reich im Januar 1945: Die japanischen Inseln waren noch unangetastet, Millionen Soldaten standen bereit, um bis zum letzten Atemzug zu kämpfen und große Teile des chinesischen Festlands befanden sich fest unter japanischer Kontrolle. Eine Fortsetzung des Pazifikkriegs und eine Invasion Japans hätte Hunderttausenden US-Soldaten und wahrscheinlich Millionen Japanern das Leben gekostet. Außerdem soll die japanische Regierung selbst an der Entwicklung von biologischen und atomaren Massenvernichtungswaffen gearbeitet haben, um sie gegen die Alliierten einzusetzen. Aber gab es aber wirklich keine Alternative als dieses Blutbad?

Die Frage stellt sich vor allem, wenn man bedenkt, dass drei Tage später auch die Stadt Nagasaki dem Erdboden gleichgemacht wurde. Das Warten auf den Kriegseintritt der Sowjetunion, eine Demonstration der Bombe und nicht zuletzt der Abwurf der Bombe auf ein militärisches statt ein ziviles Ziel wären andere Wege gewesen, um die Japaner zur Kapitulation zu zwingen. Tatsächlich könnte der Kriegseintritt der Sowjetunion die Japaner mehr beeindruckt haben als die komplette Vernichtung Hiroshimas und Nagasakis, immerhin kosteten beide Aktionen jeweils weniger Opfer als der Luftangriff auf Tokyo fünf Monate zuvor, der mit mehr als 100.000 Todesopfern als der schlimmste aller Zeiten gilt, Japan aber nicht zur Kapitulation zwang. Rückblickend lässt sich sagen, dass obwohl die Amerikaner in diesem Krieg sicher auf der richtigen Seite standen, sie die Alternativen zum Atombombenabwurf nicht gründlich genug untersucht haben. Wenn nicht schon Hiroshima, dann hätte zumindest Nagasaki verschont bleiben müssen. (weiterlesen…)

In wellescher Tradition

Juli 1, 2011

Orson Welles löste 1938 eine Massenpanik aus

Im Jahre 1938  moderierte  der amerikanische Filmregisseur Orson Welles, dessen Film “Citizen Kane” für die meisten Filmkritiker als der beste Film aller Zeiten gilt, eine Radiosendung, in der er die Ankunft von Außerirdischen vom Mars und den darauffolgenden Untergang der Menschheit beschrieb. Viele Menschen hielten die Nachricht für echt und so brach in den USA eine Massenpanik aus, ganz so, als ob die Welt nun wirklich untergehen würde. Welles hatte aber nur vom Buch “Krieg der Welten” vorgelesen- die Panik war also vollkommen unbegründet. Etwas ähnliches geschah in Deutschland im Jahre 2011. Die Rolle von Welles übernahmen die Massenmedien, die in Panik fliehenden Leute wurden von den Grünen mobilisiert und die falsche Katastrophe war nicht die Landung von Außerirdischen, sondern die “Atomkatastrophe” von Fukushima.

Doch diese Massenpanik hatte ein konkretes Ziel, dass sie erreicht haben: Den totalen Atomausstieg. Die zum großen Teil gleichgeschalteten Medien (die Atomenergie wurde sogar zur Energie der totalitären Staaten erklärt, s.auch mein Artikel Gleichschaltung ohne Reichskulturkammer) brachten außerdem den Trommlern von den Grünen, die Fukushima ausschlachteten wie einst die Nazis den Reichstagsbrand, einen erheblichen Aufstieg bei der Gunst des Wählers. Sogar die Schreckensvision von Claudia Roth als Bundeskanzlerin rückte einen Stück näher. (weiterlesen…)

Die Geheimnisse des Abdul Qadeer Khan

Juni 28, 2011

Gestern gab der Abdul Qadeer Khan, der “Vater der pakistanischen Atombombe” (und wahrscheinlich auch der der nordkoreanischen, beinahe der libyschen und vielleicht bald der iranischen) dem “Spiegel” ein Interview mit dem reißerischen Titel “Vielleicht sind wir naiv, Idioten sind wir nicht”. In dem Interview behauptet er, dass er das Wissen über die Herstellung von Atombomben nicht an die meistbietenden Staaten verkauft hat, obwohl dies von verschiedenen Behörden belegt ist.

Abdul Qadeer Khan wird deshalb von vielen sogar als der “gefährlichste Mann der Welt” bezeichnet. Von 2004 bis 2009 hatten die Pakistaner ihn unter Hausarrest gestellt. Zwar war auch sehr nützlich für den pakistanischen Staat und wird im Lande als Volksheld verehrt, aber schließlich begang er auch Verrat und handelte mit Schurkenstaaten.

Hier ist eine Dokumentation über den wahren “Dr.Strangelove”:

Spannend finde ich vor allem, wie nahe Libyen an einer Atombombe gewesen war. Und wir wissen nicht, wen Herr Khan noch so alles mit nuklearem Know-How versorgt hat.

AKW-Phobie immer totalitärer

April 8, 2011

Der 1.FC Nürnberg

Der 1.FC Nürnberg, der traditionsreiche Fußballverein aus den Franken, spielt momentan eine herausragende Saison. Vor allem die Rückrunde hatte es in sich: Während nicht wenige glaubten, dass der Verein gegen den Abstieg spielen würde, spielte sich die Mannschaft in einen wahren Rausch, holte 20 Punkte in 11 Spielen und kletterte bis auf Rang sechs der Tabelle- eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte, vor allem, wenn man bedenkt, dass sie Mannschaften wie Stuttgart, Wolfsburg, Schalke, Bremen, Hoffenheim und Hamburg hinter sich ließen. Eigentlich ein Grund zu überschwänglicher und unbegrenzter Freude-  eigentlich.

Denn jetzt entdeckten plötzlich Wutbürger, dass der Trikotsponsor(!) der Süddeutschen nicht ganz mit ihrer Ideologie politischen Einstellung  zusammenpasst. (weiterlesen…)

Gleichschaltung ohne Reichskulturkammer?

März 30, 2011

So war das früher mit der Gleichschaltung

In meinem Artikel Atomkraft? Ja, bitte! hatte ich die Sorgen der Anti-AKWler widerlegt, aber dann hat die FAZ wohl aus Rache die Argumente der “Atomfreunde” widerlegt (s.hier: Rhetorik und Realität- Die neun Gemeinplätze des Atomfreunds). Für eine Widerlegung der Widerlegung meiner Widerlegung habe ich einfach kein Bock. Das würde einfach zu lange dauern, genauso wie für diesen ganzen anderen Scheiß:

Mindestens 20 TEPCO-Mitarbeiter verstrahlt (Quelle)
Japan: Atomkatastrophe Kühlungsversuch aus der Luft (Quelle)
Atomkatastrophe in Japan: Fragen und Antworten Kommt es zur nuklearen Explosion (Quelle)
Gefährliche Reaktoren Wikileaks-Depesche belastet japanische Regierung (Quelle)
Atomkatastrophe in Japan: Einen Menschen opfern, um Millionen zu retten? (Quelle)
Atomkatastrophe in Japan: Die Kälte nach dem Beben (Quelle)
Atomkatastrophe in Japan: Atomdebatte in Bonn – Merkels märchenhaftes Moratorium (Quelle)
Tschernobyl: Das Leiden der Helfer “Wir wollten Helden sein” (Quelle)
Tagebuch aus Japan: Ich bring meine Familie weg (Quelle)
Japan Atomkatastrophe Strahlendes Essen (Quelle)
Jenseits von Japan: Die gefährlichsten AKW Standorte der Welt (Quelle)
Atomkatastrophe in Deutschland: Der GAU erreicht das Wohnzimmer (Quelle)

Zugegeben, bis auf den ersten Artikel stammen alle von der Süddeutschen, aber die apokalyptischen Meldungen aus Fukushima waren wirklich ein Armutszeugnis für Europa.

Update: Die Japaner haben inzwischen die Medienhetze im Westen bemerkt und haben eine “Wall of Shame” des europäischen Journalismus gegründet, siehe hier.

Atomkraft? Ja, bitte!

März 26, 2011

(Nur zur Info: Ich bin kein Merkel-Fan)

Falls es noch nicht bekannt ist: Ich bin kein Grüner. Und das ist noch ziemlich euphemistisch ausgedrückt, denn ich habe nie verstanden, warum Mehmet Scholl seinen Spruch „Hängt die Grünen, solange es noch Bäume gibt“ als Spaß bezeichnet hat.

Ich bin weder Freund von Bio-Essen noch befürchte ich ein Waldsterben und die Globale Erwärmung ist für mich nach Lukas Podolski die meistüberschätzte  Sache der Welt.

Wie die ganzen Grünen die Vorfälle von Fukushima ausnutzen, um auf gnadenlose (und leider oft erfolgreiche) Stimmjagd zu gehen, finde ich höchst fragwürdig. Als ob sie ein riesengroßes, imaginäres Plakat halten würden mit der Aufschrift:”Wollt ihr den totalen Atomausstieg?!!” (Zitat entstammt von hier).

Deshalb hier nun Argumente gegen die Atomkatastrophenhysterie. Man muss kein Experte sein, um sie zu verstehen. (weiterlesen…)


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