Archiv für die Kategorie ‘Fußball’

FC Bayern Champions-League-Sieger 2013!

Mai 27, 2013

Es ist vollbracht! Der verdiente Lohn für die Generation Lahm, Schweinsteiger, Ribery und Robben! Der FC Bayern München ist Champions-League-Sieger 2013!

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Das Finale hatte Ähnlichkeiten zu vielen vorangegangenen, schmerzvollen Niederlagen: Wir haben wieder eine Führung durch eine Dummheit verspielt, Robben hat wieder Großchancen vergeben und im Stadion war wieder eine israelische Flagge. Aber diesmal gab es ein Happy End. Robben bekam, nach drei verpassten Gelegenheiten, vom Schicksal erneut die Chance zum goldenen Siegtor geschenkt und endlich behielt er die Nerven. Kein Casillas, kein Weidenfeller und kein Cech, der ihn stoppte, jetzt landete der Ball im Tor und der Pokal in seinen Händen.

Nach dem Schlusspfiff verspürte ich mehr Erleichterung als Freude. Wer in vier Jahren zum dritten Mal im Endspiel steht, hat sich an das Gefühl, im Finale zu stehen, gewöhnt, nur die Eröffnungszeremonie hat mich überrascht. Der Titel ist auf jeden Fall verdient. Wer Barcelona mit 7:0 schlachtet, der hält den Henkelpott zurecht in den Händen. Und die Saison ist noch nicht zu Ende, die Mannschaft kann sich jetzt unsterblich machen und zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den Triple holen. Stuttgart dürfte kein schwerer Gegner sein als Dortmund. (weiterlesen…)

WM-Geschichte, Teil 6

Mai 2, 2013
Der Weltmeister dreht eine Ehrenrunde mit der schwedischen Fahne

Der Weltmeister dreht eine Ehrenrunde mit der schwedischen Flagge

Hier nun der sechste Teil der WM-Reihe, die im November 2012 startete und im Mai 2014 ihren Abschluss finden wird. Auf all die legendären Spiele, unglaublichen Tore und unvergessene Spieler, die das größte Sportereignis der Welt von 1930 bis 2010 hervorgebracht hat, sich tief in das Gedächtnis von Millionen Menschen eingebrannt haben und bisweilen zu nationalen Mythen avancierten, wird zurückgeblickt. Dieses Mal ist die WM 1958 dran. Im Norden Europas beginnt die Titeljagd der brasilianischen Ballkünstler und die Karriere der größten Fußballlegende aller Zeiten. Die Alte Welt kann nur ehrfürchtig zuschauen.

Vor der WM

Im Jahr 1958 kämpften die Algerier in einem blutigen Krieg für ihre Unabhängigkeit, rief Mao in China den “Großen Sprung nach vorn” aus, Amerika und die UdSSR starteten den Wettlauf zum Mond, und vom 8. bis zum 29. Juni fand in Schweden die sechste Fußball-Weltmeisterschaft statt. Die FIFA hielt sich nicht an den Europa-Amerika-Rhythmus, die letzte WM hatte nämlich auch in Europa stattgefunden. 52 Mannschaften bewarben sich für die Teilnahme, was einen neuen Rekord darstellte: 29 aus Europa, 8 aus Südamerika, 6 aus Nordamerika, 7 aus Asien (darunter Israel, die Türkei und Zypern) und 2 aus Afrika.

In Südamerika hatten sich mit Ausnahme von Ecuador und Venezuela alle Mannschaften beworben. Brasilien und Argentinien konnten sich in ihrer Gruppe wie erwartete durchsetzen. Die Argentinier nahmen zum ersten Mal seit 1934 an einer WM-Qualifikation teil, die Freude über den Erfolg wurde jedoch von dem Abwandern der vier Offensivstars Sivori, Angelillo, Maschio und Grillo nach Italien getrübt, die daraufhin nicht mehr für die Nationalmannschaft spielen durften (auch der legendäre Di Stefano, der schon 1947 ins Ausland gegangen war und damals mit Real Madrid den europäischen Fußball dominierte, wurde nicht berücksichtigt). (weiterlesen…)

WM-Geschichte, Teil 5

April 1, 2013
Eine ungarische Briefmarke erinnert an das Finale der WM 1954

Eine ungarische Briefmarke erinnert an das Finale der WM 1954

Hier nun der fünfte Teil der WM-Reihe, die im November 2012 startete und im Mai 2014 ihren Abschluss finden wird. Auf all die legendären Spiele, unglaublichen Tore und unvergessene Spieler, die das größte Sportereignis der Welt von 1930 bis 2010 hervorgebracht hat, sich tief in das Gedächtnis von Millionen Menschen eingebrannt haben und bisweilen zu nationalen Mythen avancierten, wird zurückgeblickt. Dieses Mal ist die WM 1954 dran. Die hochfavorisierten Ungarn dominieren das Turnier bis zum Finale, dort schlägt mit einem Mythos die Geburtsstunde der größten europäischen Fußballnation.

Vor der WM

Im Jahr 1954 befand sich die Welt am Beginn des Zeitalters des Kalten Krieges. Der Koreakrieg forderte Millionen Tote, Deutschland und Japan wurden von Wirtschaftswundern erfasst. Und vom 16. Juni bis zum 4. Juli fand die 5. Fußball-Weltmeisterschaft in der Schweiz statt. Es wurde ein Jubiläum: Im Jahr 1954 feierte die FIFA den 50. Jahrestag ihrer Gründung. Seit 1932 befand sich das FIFA-Hauptquartier in Zürich und am 15. Juni, einen Tag vor Beginn der WM, wurde in der Schweiz auch noch der europäische Fußballverband (UEFA) gegründet. Der WM-Erfinder und FIFA-Präsident Jules Rimet legte nach dem Turnier sein Amt nieder.

Es bewarben sich insgesamt 38 Mannschaften: 27 aus Europa (darunter Israel und die Türkei), 3 aus Asien, 4 aus Südamerika, 3 aus Nordamerika und mit Ägypten ein Vertreter aus Afrika, der jedoch in der Europa-Qualifikation teilnahm. Die Gastgeber aus der Schweiz und Titelverteidiger Uruguay waren automatisch qualifiziert. Viele Mannschaften hatten ihre Bewerbung zu spät eingereicht und durften so nicht mehr an der Qualifikation teilnehmen. Dennoch hatte die WM einen neuen Rekord an Bewerbern aufgestellt. Das Turnier begann immer mehr an weltweiter Popularität zu gewinnen. (weiterlesen…)

WM-Geschichte, Teil 4

Februar 28, 2013
Die uruguayische Fußballnationalmannschaftbei der WM 1950

Die uruguayische Fußballnationalmannschaft bei der WM 1950

Hier nun der vierte Teil der WM-Reihe, die im November 2012 startete und im Mai 2014 ihren Abschluss finden wird. Auf all die legendären Spiele, unglaublichen Tore und unvergessene Spieler, die das größte Sportereignis der Welt von 1930 bis 2010 hervorgebracht hat und die sich tief in das Gedächtnis von Millionen Menschen eingebrannt haben und bisweilen zu nationalen Mythen avancierten, wird zurückgeblickt. Dieses Mal ist die WM 1950 dran. Fünf Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wird in Brasilien wieder ein Weltmeister ausgespielt, und das letzte Spiel vor 200.000 Zuschauern im Maracana-Stadion in Rio de Janeiro wird zum unglaublichen Drama.

Vor der WM

Im Jahr 1950 befand sich die Welt teilweise noch immer in den Trümmern des Zweiten Weltkriegs. Aber auch der aufkommende Kalte Krieg zog bereits seine Wolken auf: Einen Tag nach dem Beginn des Turniers begann der Koreakrieg. Die FIFA beschloss in ihrem Kongress von 1946, wieder ein Weltturnier auszutragen, nachdem 1942 und 1946 kein Weltmeister ausgespielt wurde – was sicher vielen Fußballern die Chance nahm, ihre Karriere zu krönen. Das Turnier trug nun offiziell den Namen “Weltmeisterschaft”, zuvor hieß er “Weltpokal”, und die Trophäe wurde in “Coupe Jules-Rimet” umbenannt, um den FIFA-Präsidenten zu ehren.

Als Gastgeber wurde Brasilien ausgewählt, die zwar auf Seiten der Alliierten am Zweiten Weltkrieg teilgenommen hatten, jedoch selbst kaum von Krieg betroffen waren. Es war eine gute Entscheidung, zumal die Brasilianer ein fußballverrücktes Land waren. Die Spiele wurden in Sao Paulo, Porto Alegre, Belo Horizonte, Curitiba, Recife und Rio de Janeiro ausgetragen – in letztgenannter Spielstätte entstand für das Turnier das größte Stadion der Welt: Das Maracana, das 200.000 Zuschauer umfasste, bis heute einer der ehrwürdigsten Fußballtempel ist, und für die damalige Zeit neue Maßstäbe setzte. Hier sollte auch das denkwürdige letzte Spiel stattfinden. (weiterlesen…)

WM-Geschichte, Teil 3

Januar 10, 2013
Eine Szene aus dem Achtelfinalspiel zwischen der Tschechoslowakei und den Niederlanden

Eine Szene aus dem Achtelfinalspiel zwischen der Tschechoslowakei und den Niederlanden

Hier nun der dritte Teil der WM-Reihe, die im November 2012 startete und im Mai 2014 ihren Abschluss finden wird. Auf all die legendären Spiele, unglaublichen Tore und unvergessene Spieler, die das größte Sportereignis der Welt von 1930 bis 2010 hervorgebracht hat, die sich tief in das Gedächtnis von Millionen Menschen eingebrannt haben und bisweilen zu nationalen Mythen avancierten, wird zurückgeblickt. Dieses Mal ist die WM 1938 dran. Italien, das mit schwarzen statt azzuriblauen Hemden antritt, kann seinen Titel auf sportlichem Weg verteidigen, die Brasilianer zeigen der Welt zum ersten Mal ihr Können und Deutschland blamiert sich gegen die Schweiz.

Vor der WM

Das Jahr 1938 war geprägt von der aufkommenden Katastrophe in Europa. Das Deutsche Reich annektierte widerstandslos die Heimat des Führers, Spanien befand sich im Bürgerkrieg und die Sudetenkrise zog Europa bereits beinahe in den Krieg hinein. In dieser angespannten Atmosphäre wurde die 3.Fußballweltmeisterschaft in Frankreich ausgetragen. Eigentlich sollte Argentinien das Turnier austragen, doch die FIFA hielt sich nicht an ihre Versprechen und beschenkte die Franzosen mit der Ausrichtung der WM. Die Qualifikation lief, wie 1934 auch, alles andere als glatt ab. Es hatten sich 36 Mannschaften beworben, aber es hagelte Absagen. (weiterlesen…)

WM-Geschichte, Teil 2

Dezember 11, 2012
Giampiero Combi und Frantisek Planicka vor dem Finale in Rom

Giampiero Combi und Frantisek Planicka vor dem Finale in Rom

Hier nun der zweite Teil der WM-Reihe, die im November 2012 startete und im Mai 2014 ihren Abschluss finden wird. Auf all die legendären Spiele, unglaublichen Tore und unvergessene Spieler, die das größte Sportereignis der Welt hervorgebracht hat, die sich tief in das Gedächtnis von Millionen Menschen eingebrannt haben und bisweilen zu nationalen Mythen avancierten, von 1930 bis 2010, wird zurückgeblickt. Dieses Mal ist die WM 1934 dran. Zum ersten Mal wurde Italien Weltmeister- allerdings mit gehöriger Unterstützung der Schiedsrichter, die wohl von den faschistischen Machthabern gekauft worden waren.

Vor der WM

Im Jahr 1934 hatte Hitler seine totalitäre Diktatur in Deutschland errichtet, die USA standen in der schlimmsten Wirtschaftskrise ihrer Geschichte, Bolivien und Paraguay führten einen blutigen Ölkrieg und in Italien wurde die 2.Fußball-Weltmeisterschaft ausgetragen. Die Italiener hatten sich schon 1930 beworben und bekamen 1932 von der FIFA den Zuschlag. Offenbar war Italien als Gastgeber attraktiver als Uruguay, denn es meldeten sich 32 von insgesamt 47 FIFA-Mitgliedern. Damit wurde erstmals eine Vorqualifikation notwendig. Im Gegensatz zur WM 1930 gab es diesmal keinen Streit über den Amateurstatus. So meldete sich die deutsche Nationalmannschaft für die WM, obwohl in dem Turnier auch Profis teilnahmen. (weiterlesen…)

WM-Geschichte, Teil 1

November 26, 2012

Der erste Fußball-Weltmeister 1930: Uruguay

In 19 Monaten beginnt die 20.Fußball-WM in Brasilien. Die Vorfreude darauf ist im fußballverrückten Land schon jetzt überall spürbar. Der Rekordweltmeister hofft auf den 6.Titel und will das Trauma von 1950 vergessen machen, als man im Maracana-Stadion das entscheidende Spiel gegen Uruguay verlor. Die Europäer dagegen müssen eigentlich schon jetzt auf 2018 hoffen: Immerhin ist bis jetzt kein einziges Mal eine europäische Mannschaft in Südamerika Weltmeister geworden. Aber die brasilianische Mannschaft wirkt auch noch nicht titelreif. Vielleicht krönt Messi seine Karriere und verdirbt den Brasilianern das Fest?

Für Fußballhistoriker ist es jetzt ein guter Zeitpunkt, um auf alle bis jetzt stattgefundenen Weltmeisterschaften zurückzublicken. All die legendären Spiele, unglaublichen Tore und unvergessene Spieler, die das größte Sportereignis der Welt hervorgebracht hat, die sich tief in das Gedächtnis von Millionen Menschen eingebrannt haben und bisweilen zu nationalen Mythen avancierten. Im Mai 2014, also in genau 19 Monaten, findet diese Reihe dann ihren Abschluss, dann wird in Brasilien ein neues Kapitel WM-Geschichte geschrieben werden. Den Start macht aber die erste Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 1930 in Uruguay. (weiterlesen…)

Die besten Fußball-Zitate

Oktober 8, 2012
Es ist wieder Zeit für Fußball

Wer über das runde Leder philosophiert, kann viele Weisheiten produzieren

Vor einigen Tagen kam mir der Einfall, alle legendären Fußballzitate in einem Artikel zu sammeln, da man sie als echter Fußballfan, genauso wie die spektakulärsten Tore und Spiele, die besten Mannschaften und die schönsten Stadien, einfach in Erinnerung halten muss.

Der Kommentator “Besucher” legte bereits vor 2 Tagen mit Horst Hrubeschs Zitat “Ich sage nur ein Wort: Vielen Dank!” vor. Der Artikel wird ständig erweitert. Wer neue Zitate findet, ob aus Deutschland oder aus dem Ausland, kann sie einfach im Kommentarbereich oder im Fußball-Thread posten. Jetzt aber los:

“Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben … Den Rest habe ich einfach verprasst.” (George Best)

“Es war immer ein schönes Gefühl, den Olli hinten drin zu haben.” (Sebastian Kehl über Oliver Kahn)

“Wir müssen jetzt endlich den Arsch hochkriegen und Eier zeigen.” (Martin Pieckenhagen)

“Was er macht, ist unglaublich. Ich genieße es von hinten.” (Khalid Boulahrouz über Rafael van der Vaart)

“Es war ein wunderschöner Augenblick, als der Bundestrainer sagte: “Komm Steffen, zieh deine Sachen aus, jetzt geht’s los.” (Steffen Freund)

“Inzaghi wurde im Abseits geboren.” (Sir Alex Ferguson)

“Das kann vielleicht in der Türkei passieren, aber doch nicht in der zivilisierten Welt!” (Toni Schumacher)

“Ich grüße meine Mutter, mein Vater und ganz besonders meine Eltern.” (Mario Basler)

“Für mich war es wichtig zu sehen, dass ich konditionell mithalten konnte.” (Axel Kruse nach einem 13-Sekunden-Einsatz)

“Er muss jetzt eine klare Linie in sein Leben bringen.” (Lothar Matthäus über Christoph Daum nach seinem Kokain-Skandal) (weiterlesen…)

FC Bayern: Saisonvorschau 2012/13

August 25, 2012

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Nach der letzten tragischen Saison und der darauffolgenden enttäuschenden EM war mein Fußball-Herz bereits etwas abgestumpft. Doch mittlerweile hat mich das Fußballfieber wieder gepackt. In den letzten Tagen bin ich immer mit den beiden Fragen aufgewacht: 1. Ist Assad tot? und 2. Ist Martinez da? Womit wir schon beim wichtigsten Thema wären. Mir fällt kein Transfer ein, um den so viel Theater gemacht wurde wie bei dem des baskischen Mittelfeldjuwel Javi Martinez. Wie die BILD berichtet, sollen ja schon die Eltern beim Präsidenten von Athletic Bilbao gewesen sein, um um seine Freigabe zu bitten.

Obwohl der Preis mit 40 Millionen meiner Meinung nach für das, was er bis jetzt international gezeigt hat, viel zu hoch ist, wünsche ich mir, dass der Transfer noch über die Bühne geht. Denn das zentrale Mittelfeld ist die einzige Position, in der ich noch eklatanten Bedarf bei uns sehe. Schweinsteiger wird vielleicht noch ein bisschen Zeit brauchen, um wieder zu seiner Normalform zurückzukehren, Tymoshchuk und Luiz Gustavo finde ich für internationale Ansprüche einfach nicht gut genug und Kroos und Alaba sind in anderen Positionen besser aufgehoben. Martinez wäre eine gute Verstärkung, dann könnte auch ein Bankdrücker (Tymoshchuk oder Luiz Gustavo) den Verein verlassen.

Während Martinez noch um seine Freigabe kämpft, ist der Schweizer Shaqiri schon da. Ein Allrounder, der für verhältnismäßig wenig Geld zu haben war und uns unberechenbarer macht. Durch seine Einsatzfreude wird er schnell ein Fanliebling werden, ähnlich wie Olic in seiner Zeit bei uns. Er ist jung und kann noch die nächsten 10-15 Jahre im Verein bleiben. Wo seine beste Position ist, kann ich noch gar nicht einschätzen. In den meisten Bayern-Foren wird noch heiß darüber diskutiert. Ich nehme jedoch an, dass er vorerst noch als Joker zum Einsatz kommt, da wir auf der rechten Seite recht stark besetzt sind. In einigen Jahren könnte er aber sicher einen Stammplatz erobern. (weiterlesen…)

Der Kampf gegen den modernen Fußball

Juli 26, 2012
Das neue Logo der FIFA

Das neue Logo der FIFA

Vor zwei Tagen gab es zwei Fußballspiele, die mein Interesse auf sich zogen. In der Champions League-Qualifikation spielte Red Bull Salzburg gegen den luxemburgischen Klub F91 Düdelingen. Die Luxemburger kamen trotz einer 3:4-Niederlage weiter, da sie das Hinspiel mit 1:0 gewonnen hatten. Eine echte Sensation und eine Blamage für die Bullen aus Salzburg. Im zweiten Spiel gewann der FC Bayern in einem Freundschaftsspiel mit 6:0 gegen den chinesischen Klub Beijing Guoan. Beide Spiele haben auf den ersten Blick nichts miteinander gemeinsam. Auf den zweiten Blick stehen beide für die oft beklagte “Kommerzialisierung” des Fußballs. Salzburg gilt in Österreich durch die Unterstützung von Red Bull als ein typischer “Kommerzverein”. Und die Bayern bestreiten nur deshalb ein Freundschaftsspiel in China, weil sie damit den asiatischen Markt erobern wollen.

Die “Kommerzialisierung” des Fußballs wird von vielen als etwas Schlechtes angesehen. Vereine wie Chelsea, Manchester City, Paris SG, Malaga, Anzhi Makhachkala und Shanghai Shenhua werden als “mahnende Beispiele” für diese Entwicklung angeführt. In England haben Manchester United-Fans aus Protest gegen den “modernen Fußball” einen eigenen Verein gegründet: FC United of Manchester. Viele Fans tragen im Stadion aus Protest grün-gelbe Schals, um ihren Protest gegen die Klubführung kund zu tun. Es gehört in den Fußball-Stammtischen zu den üblichen Parolen, gegen die Kommerzialisierung des Fußballs zu wettern und sich die schöne, alte Zeit herbeizusehnen. Der britische Autor Matthew Bazell gab dem modernen Fußball in seinem Buch „The people’s game? Ein Buch gegen den modernen Fußball“ ein vernichtendes Urteil, weil der Fußball nicht mehr allein den Proletariern gehört. Er schreibt:

“Früher nannten sie ihn „the peoples game“, den Volkssport Fußball. Heute nicht mehr. Bazell untersucht anhand der englischen Premier League, warum sich der Fußball vom Sport der arbeitenden Bevölkerung zu einem Freizeitvergnügen für eine wohlhabende Mittelschicht entwickelt hat. Mit beißendem Spott und scharfem Blick demontiert Matthew Bazell den modernen Fußball und seine neuen Konsumenten.” Dass Kulturmarxisten den modernen Fußball kritisieren, ist nicht verwunderlich. Aber wieso kritisiert auch ein Journalist wie Tobias Kaufmann den modernen Fußball, da er ihn für zu ungerecht hält? Ist diese Kritik angebracht oder handelt es sich um bloße Panikmache? (weiterlesen…)


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