Archiv für die Kategorie ‘Fußball’

Zum Champions League-Finale

Mai 20, 2012

Wir haben es nicht geschafft. Bayern ist erneut nur Zweiter geworden. Auch Lahm, Schweinsteiger, Gomez, Ribery und Robben, die mit ihren Nationalmannschaften in Endspielen standen, haben es wieder nur auf Platz 2 geschafft. Der FC Bayern- Eine Generation von Vizemeistern!

Ich weiß es klingt wie Durchhalteparolen, aber dennoch: Das Leben geht weiter. Klar, die ersten Sekunden nach Drogbas Todesstoß waren schon furchtbar. Aber danach habe ich mir einfach einen netten Film reingezogen und schon ging meine Stimmung wieder nach oben. Und nicht nur das Leben, auch der Fußball geht weiter. Es wird auch nächste Saison eine Champions League ausgetragen, und wir haben eine starke Mannschaft, in die jetzt laut BILD angeblich 60 Millionen investiert werden. Das Finale findet in London statt, und wenn wir es da nicht schaffen, werden wir es übernächstes Jahr versuchen. Und das Jahr danach usw. Außerdem ist da noch die EM 2012.

Wenn man es sich mal genau überlegt, gab es schon viele Mannschaften, die Ähnliches oder sogar noch Schlimmeres durchgemacht haben als wir: AS Rom verlor 1984 sein Heim-Finale gegen Liverpool (im Elfmeterschießen), Portugal 2004 gegen Griechenlands Defensivbollwerk (und eine EM gibt es nicht jedes Jahr), wir 99′ gegen Manchester, Schalkes vier Minuten 2001, Chelseas Ausscheiden 09′ gegen Barcelona (klar die bessere Mannschaft, fünf Elfmeter nicht gegeben und dann Gegentor in der 92.Minute), Barcelonas Ausscheiden 10′ gegen Inter und 12′ gegen Chelsea, River Plates Abstieg 2011, America de Calis drei Finalniederlagen in Folge (1985-87) usw. Das Wichtige ist, es zu akzeptieren und nicht ständig “Das darf nicht wahr sein” oder “Ich kann es nicht glauben” denken.

Zum Spiel: Man kann Chelsea keinen Vorwurf machen, dass sie schlecht gespielt haben, sondern höchstens, das sie schlecht sind. Denn wenn man weiß, dass man das schlechtere Team ist, spielt man eben defensiv, das ist so natürlich wie nur irgendwas. Wie kann aber eine Mannschaft wie Chelsea, in Sachen Finanzen das Griechenland des Fußballs, nur so schlecht sein? Bei Freiburg oder Mainz könnte ich es noch verstehen, bei einer Millionentruppe wie Chelsea aber nicht. Und Mario Gomez ist meiner Meinung nach eben kein Weltklassestürmer. Das hatte ich in meiner Saisonvorschau auch angesprochen. Er ist weder technisch überragend noch sehr effektiv (wenn er effektiv wäre, könnte man ihm seine technischen Schwächen noch verzeihen). Einfach nur ein Luca Toni für Reiche.

Nick Hornby: “Ich verliebte mich in den Fußball, wie ich mich später in Frauen verlieben sollte: plötzlich, unerklärlich, unkritisch und ohne einen Gedanken an den Schmerz und die Zerrissenheit zu verschwenden, die damit verbunden sein würden …”
FCB-Hymne: “… Weil wir in guten wie in schlechten Zeiten zueinander stehen …”

EM oder Timoschenko

April 27, 2012

Die Ukraine steht vor der EM in der Kritik

Clemens Wergin: “Wenn die EU keine Frühstücksdirektorin als Außenministerin hätte, sondern jemanden mit Durchsetzungsvermögen, dann müsste diese nun eine Allianz von Sport und Politik gegen den Autokraten in Kiew schmieden. Denn anders als in internationalen Organisationen gibt es in der Uefa ein klares Übergewicht demokratischer Staaten. Dort ließe sich mit ein wenig Überzeugungsarbeit eine Mehrheit organisieren, die Janukowitsch vor die Alternative stellt: entweder EM oder Timoschenko. Mit Deutschland als alternativem Austragungsort, falls Kiew nicht einlenkt.”

Tatsache ist: In der Vergangenheit fanden viele Sportspektakel in Ländern statt, die von Menschenrechten so viel halten wie Drogenkartelle von der Justiz: Italien 1934, Deutschland 1936, Argentinien 1978 und China 2008. Aber die Fehler der Vergangenheit sind keine Begründung, sie in der Gegenwart zu wiederholen. Ukraine könnte zum Präzedenzfall werden. Es ist auch nicht so, dass die Sportler für die Taten ausländischer Politiker bestraft werden. Im Gegenteil, man kann ja das Ereignis einfach an einen anderen Ort verlegen.

Bis jetzt konnten aber leider nur diktatorische Staaten einen Boykott durchsetzen: So boykottiert die islamische Welt regelmäßig Israel und ausgerechnet die Sowjetunion boykottierte Chile während der Pinochet-Diktatur. Aber es gab auch Ausnahmen: Der Westen boykottierte die Olympischen Spielen 1980 in Moskau (dafür boykottierte der Ostblock die Spiele in Los Angeles 1984) und die FIFA boykottierte Südafrika während der Apartheid-Zeit. Die internationale Gemeinschaft sollte auch die WM 2018 und 2022 in Russland und dem islamistischen Katar boykottieren. Was die Araber mit Israel machen, könnte der Westen auch mit den Arabern machen. Tit for tat. Doch aufgrund der Zusammensetzung der FIFA ist dies wohl ausgeschlossen. (weiterlesen…)

Fußball- Die friedlichste Religion der Welt?

Februar 2, 2012

Fußball als Religion- Gedenken an Pelé im BarBossa Restaurant in New York

Es ist der 29.Juli 2007. Im Irak hat die Polizei ein Fahrverbot verhängt. Die Sicherheitskräfte sind besorgt. In den nächsten Stunden stürmen Menschenmassen die Straßen von Bagdad, Basra und Kirkuk. Sie schießen mit ihren Gewehren, singen Lieder, die Polizei ist machtlos. Was war passiert? Der Irak hatte an diesem Tag mit einem Sieg gegen Saudi-Arabien die asiatische Fußballmeisterschaft gewonnen. Sunniten, Schiiten und Kurden feiern ausgelassen auf den Straßen. Die Gewehre geben Freudenschüsse ab. In den nächsten Stunden werden sieben Menschen durch Querschläger getötet. Für die Iraker war dieser Sieg dennoch das freudigste Ereignis der letzten Jahre. Seit Jahren oder Jahrzehnten hatten die Menschen nicht mehr so ausgelassen gefeiert, ähnliches hatte Deutschland nach dem sensationellen Gewinn der Weltmeisterschaft 1954 (“Wunder von Bern”) erlebt.

Es gibt nur eine Sportart auf der Welt, die so viele verschiedene Menschen, Länder und Kulturen aus den entferntesten Winkeln der Erde in den Bann zieht: Fußball. Als der FC Barcelona im Jahr 2009 alle möglichen Titel gewann, stieg die Geburtenrate in der Stadt um 45%. In Deutschland stieg die Zahl der Herzinfarkte während der WM-Spiele 2006 um das 2,7-fache. In Brasilien sanken die Einnahmen des Einzelhandels während der WM vor zwei Jahren um mehr als 50%, die Verluste beliefen sich auf umgerechnet 55 Milliarden Dollar. In Saudi-Arabien wurden Tests während der WM 2006 verboten, weil die Noten der Schüler abstürzten. In Bolivien bekamen die Schüler während der WM 1994 sogar komplett schulfrei. In Honduras wurde der Tag, an dem man sich zum zweiten Mal für eine WM qualifizierte, zum Feiertag ausgerufen. In Trinidad&Tobago unterbrach das Parlament eine Sitzung, als sie von der Qualifikation für die WM erfuhren, und rief später einen Feiertag aus. In Bangladesch streikten Studenten, um WM-frei zu bekommen. Sie könnten nicht nachts die WM-Spiele im Fernsehen anschauen und sich dann tagsüber auf ihr Studium konzentrieren, argumentierten die Demonstranten.

Vince Ebert vergleicht den Fußball gar mit einer Religion: “Fußball und Religion haben verblüffende Gemeinsamkeiten. Ihre Anhänger entscheiden sich in einer Lebensphase, in der sie jung, unerfahren und schlecht informiert sind. Dann ist für jeden ernsthaften Fan der jeweilige Verein für alle Zeiten heilig. Ohne jedoch zu realisieren, dass die Entscheidung ob Bayern oder Schalke, ob Islam oder Judentum mehr mit dem Breiten- als mit dem Wahrheitsgrad zu tun hat. Während der heiligen Messe – beim Fussball auch „Spiel“ genannt – stärkt man das Gemeinschaftsgefühl durch das Absingen von Liedern, die von Generation zu Generation überliefert wurden. Das berühmte „Ole Ole Oleee“ entspricht hierbei dem „Großer Gott wir loben Dich“. In der Bibel hieß es: Und er scharte 12 Apostel um sich. Im Fussball: 11 Freunde sollt ihr sein. In jedem Club gibt es eine handvoll Fanatiker, die vor den Kathedralen bzw. Stadien Glaubenskriege führen, indem sie sich gegenseitig die Birne einhauen. Kern der ganzen Idee ist ein immaterielles Wesen, das die jeweiligen Anhänger als „Gott“ bezeichnen. Bei den Germanen hatte der Fußballgott sogar einen Namen: Thor.”

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The German Ascension

Oktober 14, 2011

Deutschland und die USA- eine lange Beziehung

Laut Wikipedia sind die deutschstämmigen Amerikaner die größte ethnische Gruppe der USA. In Wisconsin, South Dakota, North Dakota und Nebraska haben sie einen Anteil von mehr 40% an der Bevölkerung. Viele berühmte Amerikaner hatten oder haben deutsche Vorfahren, darunter auch Präsidenten wie Roosevelt oder Eisenhower.

Aber es gibt nicht nur deutschstämmige Amerikaner, sondern amerikastämmige(?) Deutsche. Schuld daran ist natürlich der Zweite Weltkrieg. Es gab Hunderttausende US-Soldaten, die in Deutschland stationiert waren und hier Familien gründeten. Mit Folgen für die Gegenwart: Die Bundesliga verwandelt sich zu einem Ausbildungszentrum für die us-amerikanische Fußballnationalmannschaft.

Es fing an mit Jermaine Jones, danach folgten Timothy Chandler und David Yelldell und ganz aktuell Danny Williams und Fabian Johnson. In Zukunft könnten Jugendspieler wie Shawn Parker oder John Anthony Brooks nachrücken. All diese Spieler sind in Deutschland geboren und aufgewachsen, während ihre Eltern Dienst hatten. (weiterlesen…)

2012: Bayern gegen den Kommerz

August 5, 2011

Der FC Bayern München

Heute ist es soweit. Die Bundesliga startet in ihre 49.Saison. Neben dem Bundesliga-Titel und dem DFB-Pokal, die für den FC Bayern immer Pflicht sind, steht in dieser Saison die Champions League in besonderem Focus, denn das Finale findet in München statt. So eine Gelegenheit bekommt man nicht alle Tage. Aber wie groß sind die Chancen auf den Triple?

Saisonvorschau für den FC Bayern

Noch bin ich nicht ganz von Manuel Neuer, Jerome Boateng und Rafinha beeindruckt, aber sie sind denke ich mal alle eine Verstärkung für unsere Abwehr, die seit mehreren Spielzeiten nicht zu den besten Europas gehört. Mit unserer neuen Formation könnten wir endlich wieder zur Spitze Europas vorstoßen. Lahm repräsentiert vor allem als Linksverteidiger schon lange Weltklasse, Boateng soll das Potenzial dazu haben, Badstuber und Breno dagegen eher nicht, aber sie können gehobenes Durchschnitt erreichen. Rafinha hat auf jeden Fall internationale Klasse, möglicherweise kann man ihn auch zu den 10 besten Rechtsverteidigern der Welt zählen. Die Qualität haben wir, jetzt muss sich die Viererkette einspielen, damit der glorreiche FC Bayern wieder als Abwehr-Bollwerk bekannt wird. Es ist wichtig, dass van Buyten, Contento und Pranjic so wenig Spielzeit wie möglich bekommen.

Für ein Bollwerk benötigt man auch einen guten Torwart. Schalke-Verräter und Fußball-Söldner Neuer hat zwar bei Schalke mit guten Leistungen geglänzt, zeigt aber immer noch ab und zu gravierende Unsicherheiten. Hoffentlich war sein Transfer keine Anti-Bayern-Verschwörung wie die Verpflichtung von Klinsmann. Fairerweise muss man sagen, dass man schon eine Schuhgröße von 98 haben muss, um in die Fußstapfen von Oliver Kahn zu treten. Rensing, Butt und Kraft haben es nicht geschafft, Neuer ist der Vierte, der es versucht. (weiterlesen…)

Bolivien: “La misma historia”

Juli 17, 2011

Bolivianer sein bedeutet manchmal Masochist zu sein

Die Copa America läuft schon seit zwei Wochen, aber für mich ist sie schon jetzt ein bisschen enttäuschend ausgefallen.”Ein bisschen”, weil ich zwar nur wenig Hoffnung hatte, aber eben doch ein bisschen. Für wen? Na, Bolivien natürlich. Ich bin dort nämlich migrationsghintergründig, und das verpflichtet mich als Fußballfan zum “Mitfiebern”.

Trauer, Wut, Enttäuschung?

Als ich nach dem Aufwachen sofort den Computer aufmachte, um zu sehen, wie das Spiel ausgegangen war, hatte ich den Grundsatz im Kopf: Keine Hoffnung, keine Enttäuschung. Daran änderte auch das Ergebnis nichts: Bolivien hatte in Argentinien(!) gegen ihre erste Elf(!) in einem offiziellen Turnier(!) ein Unentschieden rausgeholt(!) und dabei mehr als 20 Minuten in Führung gelegen(!), mit einer vergebenen Chance auf das 2:0(!)- eine Menge Gründe, um davon auszugehen, dass dieses Team die U-22-Mannschaft von Costa Rica besiegen könnte. Aber das war mir einfach nicht genug. Wir hatten ja schon mal Maradonas Elf mit 6:1 besiegt, nur um dann gegen Venezuela zu verlieren. Zum Glück bin ich tatsächlich dabei geblieben, denn meine “Schwarzseherei” sollte sich bewahrheiten. Die “Ticos” besiegten uns 2:0 und vernichteten damit alle Hoffnungen auf ein bisschen Ruhm für Bolivien, ein Land, dass man höchstens für den Koka-Anbau und den Inkas kennt. Die nächste Niederlage gegen Kolumbien (0:2) war zumindest weniger schmerzvoll.

In Bolivien nennt man das dann gewöhnlich “la misma historia” (dieselbe Geschichte) “jugamos como nunca y perdimos como siempre” (wir spielten wie nie und verloren wie immer). (weiterlesen…)

Libyens Fußballelite gegen Gaddafi

Juni 28, 2011

Gaddafis Sohn al Saadi gehört zum Glück nicht zur libyschen Fußballelite

In Libyen ist Fußball wie in ganz Nordafrika und dem arabischen Raum die beliebteste Sportart. Aber nicht nur das: Es ist- und mit solchen Aussagen sollte man gerade in islamischen Ländern vorsichtig sein- eine Art “Ersatzreligion” für die Bevölkerung, die auch in unschönen Zeiten für schöne Momente sorgen kann.

Der Einfluss von Fußball auf die Gesellschaft und die Politik in großen Teilen der Welt ist legendär und einzigartig. Nur Cricket in Südasien oder olympische Wettbewerbe haben ähnlichen Stellenwert. Warum? Weil Fußball in Zeiten der Globalisierung eine Weltsprache geworden ist, ein Kommunikationsmittel zwischen den fremden Kulturen oder Ideologien. Heute spielt z.B. die Frauenfußballmannschaft der USA gegen Nordkorea.

Aber man sollte sich nicht zu viel davon versprechen: Denn Fußball ist letzten Endes ein Spiegelbild der Gesellschaft und der Politik. Und wenn diese negativ ist, wird Fußball auch negativ instrumentalisiert. Egal ob nun die faschistischen Länder bei der WM 1934 und 1938, die kollektive Ausgrenzung Israels in den muslimischen Ländern oder die auch im Westen verbreitete Panik von homosexuellen Fußballern vor ihrem Outing, ob unbegründet oder nicht. Die hässlichste Seite des “schönen Spiels” zeigt sich bei den sogenannten Hooligans, denen schon Hunderte Menschen zum Opfer gefallen sind. Erst gestern kam es in Buenos Aires nach dem auch für mich schockierenden Abstieg vom Traditionsklub und Rekordmeister River Plate zu schweren Ausschreitungen mit vielen Verletzten. (weiterlesen…)

Schönheit gegen Rooney

Mai 28, 2011

Es ist nun da, das große Finale im Wembley, und es ist fast so, als hätte sich seit zwei Jahren nichts verändert, denn es stehen wieder die zwei Großen der zwei großen Ligen Europas im Endspiel:

FC Barcelona gegen Manchester United.

Auf der einen Seite steht die katalanische Kunst des Tiki-Taka, der schönen Variante des Fußballs auf hohem moralischen Niveau (der Verein hatte bis zu dieser Saison keinen Trikotsponsor), auf der anderen Seite die englische Dampfwalze um den verdorbenen Lüstling Wayne Rooney und den amerikanischen Investor Malcolm Glazer, der den Verein trotz großer Erfolge massiv verschuldet hat. Für wen ich bin, sollte da klar sein.

Obwohl Manchester United eine kreative Fangemeinschaft hat, wie dieses Video beweist:

EU, FIFA, UNO: Austreten!

Mai 16, 2011

Drei Organisationen, die sich dringend verändern müssen. Nicht nach dem Wichtigkeitsgrad geordnet.

Die EU-Flagge

EU: Wie war das noch in der Zeit vor der Eurokrise, als ein Land in eine Wirtschaftskrise geriet? Es musste alleine damit klarkommen. Und zwar oft mit Erfolg, wie Deutschland mit der Agenda 2010 gezeigt hat. Jetzt machen wir stattdessen eine Schuldenunion. Das größte Problem ist aber der überbordende EU-Zentralismus, der eine schleichende Entmachtung der nationalen Regierungen mit sich bringt. Und gerade als der Niedergang des Euros sich abzeichnet, kommt jetzt auch noch ernsthaft(!) ein Land wie Tunesien als Beitrittskandidat in Gespräch. Nichts gegen Tunesien, aber jetzt mal ernsthaft: Tunesien in die EU? Die Türkei war schon zu viel, jetzt noch ein Land, das zu 100% außerhalb Europas liegt? Gegen einen lockeren Staatenbund wäre nichts einzuwenden, aber die heutige EU gehört ersatzlos abgeschafft.

FIFA: Es gibt viele Dinge, bei der ich die Politik Sepp Blatters und der FIFA verstehen kann und bei der ich sie unterstütze. Nach den beiden schrecklichen WM-Endspielen 1990 und 1994 machten sie sich Sorgen, dass der Fußball zu defensiv geworden ist und dass man deshalb die Golden-Goal-Regel einführen sollte. Es hat nicht funktioniert und unter ihrer Amtszeit, Herr Blatter, wurde das rückgängig gemacht. Auch die sogenannte “Kommerzialisierung” des Fußballs kann ich teilweise nachvollziehen, da sie einfach nur mit der Zeit gehen und auch bei weitem nicht der einzige sind. Aber dieses ständige Weigern, technische Mittel zu erlauben finde ich absolut unverständlich und inkompetent von ihnen, Herr Blatter. Wieso sind sie gegen mehr Ehrlichkeit im Spiel? (weiterlesen…)

König Fußball

Mai 14, 2011

Robben mit seinem Gehilfen

Nun ist es soweit. Der letzte Spieltag der Bundesliga ist hereingebrochen. Die wichtigsten Entscheidungen sind gefallen: Borussia Dortmund ist Meister, Nuri Sahin geht zu Real Madrid, Leverkusen und Bayern kämpfen um Platz zwei, das Hamburger Derby ist nach nur einer Spielzeit wieder durch eine Spielklasse getrennt, genauso wie das Berliner. Und Manuel Neuer wird wahrscheinlich nach drei Jahren Wartepause der Nachfolger von Oliver Kahn beim besten Klub, den die menschliche Spezies je hervorgebracht hat (dieses Gerücht nehme ich mal nicht ernst, immerhin hat dieser Verein gerade seinen Spielmacher verloren und dort zahlt man sowieso nicht so gut wie in Bayern), obwohl er doch noch vor fünf Jahren unmissverständlich klar machte, das er entweder für Schalke spielt oder mit dem Fußball aufhört.

Haltet mich für verrückt, aber ich bin der Meinung, dass die Bundesliga die aufregendste aller Ligen in Europa ist, sogar aufregender als die englische oder spanische Liga.

Zwei Jahre Arjen Robben

Er kam, sah und siegte. So könnte man es auch zusammenfassen.

Sein Kommen war eine Volksinitiative, vergleichbar mit der Wende in der DDR. Die Bayern-Fans- oder anders ausgedrückt: die Erwählten- machten ihren Wunsch nach Änderungen beim Personal nach der Sintflut, auch bekannt als Jürgen Klinsmann, in einem Brief an den Vorstand deutlich. Eine wichtige Änderung war bereits mit dem Erscheinen des Generals, auch bekannt als Louis van Gaal, geschehen.

Mit ihm ging es nur noch bergauf. Die Zeit der Dunkelheit ging zu Ende, er verwandelte die Allianz Arena in einen Ort des Spektakels, die ganze Bundesliga wurde durch ihn verspektakulisiert. Er hat die Welt besser gemacht und gab Millionen Menschen Hoffnung und Zuversicht in ihrem Leben. Der FC Bayern war der FC Robben. Zu behaupten, er sei wichtig, wäre falsch, es gibt nichts Wichtiges außer ihm.

Um ihn zu ehren, hier noch mal das Tor gegen Manchester im Old Trafford, einer der großen Momente der Menschheit:

WIR SIND ROBBEN!


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