Archiv für die Kategorie ‘Kulturalismus/Rassismus’

Linker und rechter Kulturalismus

Mai 10, 2013
Multikulti in New York: Little Itlay um 1900

Multikulti in New York: Little Italy um 1900

In dem 2008 erschienen Buch “Multikulturalismus – Ideologie oder Wirklichkeit” setzten sich die beiden dänischen Autoren Jens-Martin Eriksen und Frederik Stjernfelt mit einem Thema auseinander, der sowohl in der dänischen als auch in der europäischen Politik in den letzten Jahren eine zentrale Bedeutung gewonnen hat – den Kulturalismus. Dieser Befund trifft sowohl auf den linken als auch auf dem rechten Spektrum zu. Ein sehr lesenswerter Auszug aus dem Buch findet sich im Kulturmagazin Perlentaucher. Die von Eriksen und Stjernfelt angeführte Definition des Begriffs Kulturalismus lautet:

Kulturalismus nennen wir die Vorstellung, dass Individuen von ihrer Kultur determiniert sind, dass diese Kultur eine abgeschlossene, organische Ganzheit bildet und das Individuum nicht in der Lage ist, seine oder ihre Kultur zu verlassen, sich vielmehr nur innerhalb dieser verwirklichen kann. Zudem behauptet der Kulturalismus, Kulturen hätten Anspruch auf besondere Rechte und Schutzmaßnahmen – auch wenn sie selbst die Rechte des Einzelnen verletzen.

Der linke Kulturalismus

Eriksen und Stjernfelt analysieren, wie sich die Argumentation der Linken in den letzten dreißig Jahren verändert hat. In den 1960ern und 1970ern standen noch wirtschaftliche und soziale Verhältnisse im Vordergrund, die Kultur spielte praktisch keine Rolle. Kein Wunder, immerhin vertritt der Marxismus die Ansicht, dass die Kultur von sozioökonomischen Bedingungen abhängig ist. Die Transformation der Linken begann in den 1980ern und 1990ern. Nach dem Niedergang des Marxismus entstand ein ideologisches Vakuum, der schließlich von der ursprünglich konservativen Idee des Kulturalismus gefüllt wurde.

Die Kultur beanspruchte für die Linken nun weit mehr Aufmerksamkeit als die Wirtschaft oder Gesellschaft. Eriksen und Stjernfelt stellen fest, dass “die schrittweise Einbindung der Linken in das rigorose Konzept von Kultur sowohl in Dänemark als auch international (…) eine der wichtigsten, bislang kaum erhellten politischen Entwicklungen der letzten dreißig Jahre” ist. Der Kulturalismus der Linken ist der Multikulturalismus, der die Gleichheit aller Kulturen, von Mekka bis New York, propagiert. In einer idealen multikulturellen Gesellschaft würden die kulturellen Bräuche aller Menschen respektiert, ganz egal, wie archaisch sie auch sein mögen. (weiterlesen…)

Ehrenmord und Familiendrama

Dezember 30, 2012
Hat der Islam nichts mit Ehrenmorden zu tun?

Hat der Islam nichts mit Ehrenmorden zu tun?

Einer der gängigsten Methoden, mit denen mittelalterliche Familienriten bei Teilen von muslimischen Migranten relativiert werden, ist die Gleichsetzung von Ehrenmord und Familiendrama. Wenn ein Deutscher seine Familie abschlachtet, dann nennen wir es “Familiendrama”, wenn ein Türke seine Schwester tötet, dann nennen wir es “Ehrenmord”, heißt es. Es wird außerdem geleugnet, dass Ehrenmorde etwas mit dem Islam zu tun hat. In seinem Buch “Kritik der reinen Toleranz” merkte Henryk M. Broder an:

Nachdem der “Spiegel” in einer Titelgeschichte über die schlechte Behandlung moslemischer Frauen durch ihre eigenen Väter, Männer und Brüder berichtet hatte, meldete ein Berliner Soziologe, der das Milieu aus den Studien anderer Soziologen genau kennt, Widerspruch an: “Zwangsheiraten, Brautpreise, Ehrentötungen und anderes …, das gibt es genauso wie es auf einheimischer Seite Zwangsentführungen von Kindern, Familientragödien, Bedrohung entfremdeter Ehepartner gibt.”

Broder stellt diese Aussage als Beispiel für Kulturrelativismus aus, erklärt aber selbst nicht, wo der Unterschied zwischen Ehrenmord und Familiendrama liegt, sondern setzt dieses Wissen beim Leser voraus. Ein Ehrenmord ist nach dem BKA-Bericht ein Mord, der “aus vermeintlich kultureller Verpflichtung heraus innerhalb des eigenen Familienverbands verübt wird, um der Familienehre gerecht zu werden”. Ein Ehrenmord findet also (meistens) mit Einwilligung der Familie statt und wird nicht aus Gründen wie Eifersucht begangen, sondern weil das Opfer gegen die “Familienehre” verstoßen hat, indem sie sich z.B. zu westlich kleidete oder mit einem Nicht-Moslem zusammen war. (weiterlesen…)

Gegen die Islamisierung- Im Namen von was?

Dezember 21, 2012

Die nördlichste Moschee Europas steht in Uppsala

Mein letzter Artikel hat einige Missverständnisse hervorgerufen. Viele Kommentatoren haben offenbar gar nicht verstanden, worum es mir ging und mir deshalb vorgeworfen, dass ich Integrationsprobleme und Menschenrechtsverletzungen in islamischen Ländern ignorieren würde. Dabei hatte ich mich nur gegen radikale Maßnahmen wie Moscheeverbot, Koranverbot und Treue-Eid für Moslems positioniert, ohne sonst irgendwie etwas über Integration oder Menschenrechte in der islamischen Welt zu sagen. Die Forderung nach einem Einwanderungsstopp für Moslems und Kopftuchverbot finde ich nicht rassistisch, bin aber dennoch dagegen.

Aron Sperber:

Wenn man alle Maßnahmen ablehnt, die eine Islamisierung Europas stoppen könnten, frage ich mich, worauf sich der Glaube an die Nicht-Islamisierung stützt.

Unter Islamisierung verstehe ich die Zunahme der muslimischen Bevölkerung in Europa und ihre Rückbesinnung auf mittelalterliche Traditionen. Um die Zunahme der muslimischen Bevölkerung zu stoppen, muss man eigentlich nichts mehr tun, da die Geburtenraten der Moslems in Europa im Sinkflug sind und die Einwanderung auch abnimmt. Es wandern zurzeit mehr Türken aus Deutschland aus als ein. Damit sich dieser Trend nicht umkehrt, reicht es aus, Einwanderung in den Sozialstaat unattraktiv zu machen, wie es ja auch schon getan wird. Die Alternative zu einem totalen Einwanderungsstopp ist nicht die ungeregelte Zuwanderung, sondern eine restriktive Einwanderungspolitik.

Die kulturellen Folgen der Islamisierung können mit den bestehenden Gesetzen genügend bekämpft werden. Kriminelle Migranten oder Hassprediger sollten einfach nicht mit Welpenschutz behandelt werden. Völlig inakzeptabel sind jedoch Einschränkungen der Meinungsfreiheit, wie sie von Geert Wilders gefordert werden (wie z.B. Moscheeverbot und Koranverbot). Ein Kopftuchverbot und Einwanderungsstopp kann man zumindest teilweise einführen. Obwohl ich sowohl gegen Kopftuchzwang und Kopftuchverbot bin, ist das Kopftuch ein Zeichen für die Versklavung der Frauen im Islam. Jeder Unternehmer sollte selbst entscheiden dürfen, ob er eine Frau mit Kopftuch einstellt oder nicht. (weiterlesen…)

Wer rettet das Abendland?

Dezember 19, 2012
Ist Geert Wilders ein Rassist?

Ist Geert Wilders ein Rassist?

Im Blog der Freisinnigen Zeitung wurde kürzlich die These von der Islamisierung Europas einer Kritik unterzogen. In der Islamdebatte gibt es neben den bekannten Islamapolegeten und den seriösen Islamkritikern auch einige Islamkritiker, die Unsinn erzählen. Früher ging ich davon aus, dass 90% aller Islamkritiker seriös sind und nur 10% Müll erzählen. Mittlerweile, nach der Lektüre vieler islamkritischer Autoren, bin ich zu der Einsicht gekommen, dass das Verhältnis bei 50 zu 50 liegt, und dass viele Islamkritiker, die ich für seriös hielt, dies in Wirklichkeit nicht sind. Ich persönlich unterscheide zwischen 3 verschiedenen Arten von Islamkritik:

Die theologische Islamkritik befasst sich ausschließlich mit der Tatsache, dass Allah nicht existiert und Mohamed nicht sein Gesandter war. Die heiligen Schriften des Islams werden analysiert, die Widersprüche aufgezeigt und die religiösen Bräuche kritisiert. Die theologische Islamkritik hat jedoch kein politisches Programm. Die liberale Islamkritik kritisiert die Verbrechen und die Unterdrückung, die in unserer Zeit mit dem Islam begründet werden. Es ist dabei nebensächlich, ob das, was man kritisiert, theologisch mit dem Islam zu begründen ist oder nicht. Dann gibt es auch noch die kulturalistische Islamkritik, die den Islam grundsätzlich ablehnt, weil er nicht zur westlichen Kultur passt. (weiterlesen…)

Geschichtsstunde: al-Andalus und die Reconquista

Oktober 21, 2012

Die Eroberung Granadas 1492, Gemälde von Francisco Pradilla y Ortiz, 1882

Gestern besetzte eine Gruppe von 70 Franzosen einen Moscheeneubau in Poitiers. Sie folgten einem Aufruf einer Gruppe namens “Génération Identitaire” und waren aus dem ganzen Land angereist, schwenkten Fahnen und erklommen das Dach. Damit wollten sie gegen die Islamisierung Europas protestieren. Später wurden drei der Randalierer festgenommen. Das Datum für die Protestaktion war nicht zufällig gewählt. Es war der 1280 .Jahrestag der Schlacht von Tours und Poitiers, in der die Franken die maurischen Eindringlinge zurückschlugen und damit die islamische Expansion in Europa vorläufig stoppen konnten.

Viele Islamisierungsgegner sehen sich in der Tradition von christlichen Feldherren, die gegen muslimische Invasoren kämpften. Dabei wird oft viel Geschichtsklitterung begangen. Für unsere Zeit sind diese Themen natürlich nicht mehr von Bedeutung. Der Islamismus ist die totalitäre Ideologie unserer Zeit, die islamische Welt ist intolerant, wirtschaftlich und kulturell rückständig und gewalttätig. Aber an dieser Stelle möchte ich mich dennoch mit einem in der islamischen und westlichen Geschichtsforschung kontrovers diskutierten Thema auseinandersetzen, und zwar dem Zeitalter von al-Andalus, der islamischen Herrschaft in Spanien.

Für die Muslime gilt das Zeitalter von al-Andalus als “Goldenes Zeitalter” der islamischen Zivilisation. Noch heute berufen sich islamische Historiker und westliche Islamapologeten (wie z.B. Jürgen Todenhöfer in seinem Buch “Warum tötest du, Zaid?”) auf diese Zeit, um die Toleranz und die wissenschaftlichen Errungenschaften der islamischen Zivilisation zu preisen. Die Spanier sehen dagegen in der Zeit von al-Andalus eine Zeit blutiger Fremdherrschaft, die durch die beinahe 800 Jahre andauernde “Reconquista” (spanisch für “Wiedereroberung”), die die Spanier bis heute feiern, beendet wurde. (weiterlesen…)

Multikulti-Schüler glauben nicht an Multikulti

September 21, 2012
Multikulti in New York: Little Itlay um 1900

Multikulti in New York: Little Itlay um 1900

Der Neuköllner Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky hat ein neues Buch (“Neukölln ist überall”) geschrieben, in dem er mit dem deutschen Sozialstaat abrechnet. Das Buch hat natürlich schon Kritik geerntet. Die Neuköllner Bloggerin Nadiah Shehadeh hat das Buch als “offen rassistisch” bezeichnet, die Berliner Morgenpost hat Teile ihres Artikels abgedruckt. Sie berichtet über rassistische Erfahrungen, die sie während ihrer ganzen Schulzeit und darüber hinaus durchmachen musste. An einer Stelle heißt es:

Ich saß in einem sozialanthropologischen Seminar zu Multikulturalismus-Theorien, und die Jahrgangsbeste, die bisher alle Prüfungen mit Bestnoten abgelegt hatte, meldete sich und sagte, dass sie auf der Straße “selbstverständlich” Angst habe wenn sie dort “so einen richtigen Araber mit Bart” sähe. “Das ist doch ganz normal.” Wir hatten gerade das Grundstudium abgeschlossen. Ich saß im Seminarraum und dachte zum ersten Mal bewusst über die Qualität des deutschen Bildungssystems nach.

Diese kleine Anekdote zeigt, was für eine Pseudowissenschaft Multikulturalismus ist, vergleichbar mit den Gender Studies oder Animal Studies. Eine Jahrgangsbeste, die alle Prüfungen mit Bestnoten absolviert hat, hat immer noch Angst vor Arabern in Neukölln. Es dürfte Türken in Zwickau wohl kaum anders ergehen. Man kann solange Multikulti studieren wie man will, aber den Nonsense, den man in der Uni gelernt hat, wendet man nicht an, wenn man weiß, in welchem Stadtviertel man sich aufhält.

Der strikt politisch korrekt geschriebene Beitrag von Shehadeh beschäftigt sich kein Stück mit Buschkowskys Buch. Es reicht offenbar schon, zu sagen, dass Teile des Buches bei der BILD abgedruckt wurden. Wie Gideon Böss einst sagte: “Die Bild ist die wichtigste Zeitung Deutschlands, denn sie ist die einzige, die Identität stiftet. Nicht bei ihren Lesern, sondern bei denen, die sie nicht lesen, weil sie Bild-Gegner sind. Bild ist da, wo das Gute, Edle und Aufrechte nicht ist, das alles ist wiederum da, wo die Bild-Gegner sind.” (weiterlesen…)

Kulturalismus und Einwanderungskritik

September 9, 2012
Einwanderer in Ellis Island, 1902. Der enorme Zuzug von Migranten trug maßgeblich zur wachsenden Stärke der USA bei

Einwanderer in Ellis Island, 1902

Es gibt viele Gründe, die gegen Einwanderung angeführt werden. Die zwei meistgenannten Gründe sind, dass viele Einwanderer auf Kosten anderer leben oder sich nicht an die Gesetze des Landes halten. Um diese Probleme zu bekämpfen, wären Gesetze hilfreich, die den Sozialstaat (sowohl für Einheimische als auch für Einwanderer) beschränken und Kriminalität härter bestrafen. Damit könnte sowohl die Einwanderung in den Sozialstaat als auch die kriminellen Familienclans verhindert werden, da die Anreize wegfallen würden. Solange Einwanderer keine wirtschaftliche Belastung für die einheimische Bevölkerung darstellen und nicht durch hohe Kriminalitätsraten auffallen, hat die Gesellschaft kein Problem mit ihnen.

In einigen Kreisen werden zusätzlich kulturelle Gründe angeführt, um gegen Einwanderung zu plädieren: Die Kultur der muslimischen Migranten passt nicht in die “christlich-jüdische” Kultur des Abendlandes. Der Westen ist ohne Zweifel der Kulturkreis, in der bürgerliche Freiheiten am besten geschützt sind, während die islamische Welt hier am rückständigsten ist. Aber die Gleichsetzung von “Westen” und “Freiheit” ist irreführend. Die westliche Kultur besteht historisch nicht nur aus dem Liberalismus, sie hat auch Nationalismus, Sozialismus und Antisemitismus hervorgebracht. Wenn man von der “christlich-jüdischen” Kultur spricht, kann man nicht nur von der einen Seite sprechen und die andere ignorieren.

Eine Umfrage aus jüngerer Zeit gab an, dass 20% der Türken antisemitische Einstellungen haben. Im Grunde haben sie sich damit an die deutsche Mehrheitsgesellschaft angepasst. Statt sich auf kulturelle Gründe zu berufen, sollte man sich auf die Werte des Liberalismus (Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, Gleichberechtigung von Mann und Frau) berufen, die nicht auf einzelne Kulturen begrenzt sind, sondern universelle Werte darstellen. Sollten die Muslime eines Tages die Mehrheit der deutschen Bevölkerung bilden, wäre das nur dann ein Problem, wenn die Freiheiten, die der Liberalismus in den letzten Jahrhunderten errungen hat, abgeschafft wären. (weiterlesen…)

Rassenkrieg in Südafrika

August 23, 2012

Ein Hügel voller Grabkreuze erinnert an die ermordeten Farmer in Südafrika

Zu den größten Sorgen nach dem Ende eines Krieges oder einer Diktatur gehört die Rache der früheren Opfer. In Algerien sind nach dem Abzug der französischen Kolonialherren Zehntausende französische Kollaborateure hingerichtet worden, in Vietnam traf es die amerikanischen Kollaborateure. Dieses Problem ist in Südafrika gerade aktuell. Das Land wurde in den letzten Jahren von wirtschaftlichen Problemen (hohe Arbeitslosigkeit), Kriminalität (hohe Mord- und Vergewaltigungsrate) und einer Welle von Fremdenfeindlichkeit (Angriffe auf Mosambikaner und Simbabwer) geplagt. Aber es gibt ein weiteres großes Problem: Die Rache des schwarzen Mannes.

Seit dem Ende der Apartheid-Diktatur sind 3.000 Farmer umgebracht worden. Genauso wie früher in Simbabwe sind die meisten Farmer in Südafrika Weiße, ein Erbe aus der Apartheid-Zeit. Viele sprechen deshalb von “der gezielten Ausrottung der Farmer mit europäischen Vorfahren, insbesondere der Buren, die von holländischen, deutschen oder französisch-hugenottischen Einwanderern abstammen.” Die Regierung, die seit 1994 vom African National Congress (ANC) gestellt wird, unternimmt so gut wie nichts dagegen. Einige werfen ihr sogar vor, die Morde indirekt zu unterstützen. Immerhin ist das Problem nicht neu.

Die von Dr.Gregory Stanton gegründete Organisation “Genocidewatch” stufte Südafrika in ihrem letzten Bericht vom August das Land auf Stufe 6 in der Völkermordskala ein. Nach “Klassifizierung”, “Symbolisierung”, “Entmenschlichung”, “Organisation” und “Polarisierung” folgt die Stufe “Vorbereitung”, die nur noch von “Vernichtung” und “Leugnung” gefolgt wird. Stanton nannte als Gründe u.a., dass nun auch der südafrikanische Präsident Jacob Zuma das eigentlich verbotene rassistische Kampflied “Kill The Boer” (Töte den Buren) singt, die zunehmende Bezeichnungen “Kolonialisten” und “Siedler” für die gesamte weiße Bevölkerung sowie die steigende Mordrate bei weißen Farmern (97 pro 100.000). (weiterlesen…)

Die ungezogenen Kinder der Weltpolitik

August 20, 2012
Taliban in Herat, Afghanistan

Terroristen in Herat, Afghanistan

Viele Eltern fürchten sich vor einem Szenario, dass sie überfordert: einem schreienden Kind. Es passiert manchmal, dass Kinder gemeinsam im Sandkasten spielen, bis dann eines der Kinder beginnt, die anderen Kinder anzuschreien und zu verprügeln. Ein ungezogenes Kind kann so ein ganzes Gartenfest ruinieren. Aus Angst, dass das Kind noch mehr schreit oder aus der Hoffnung heraus, dass er bald von selbst aufhört, beschließt man, das Kind schreien zu lassen. Wenn diese Kinder älter werden, ohne dass ihnen von ihren Eltern oder den Lehrern Grenzen aufgezeigt werden, werden sie zu den Raudis, die die Streber terrorisieren, ohne dass jemand es wagt, sich ihnen in den Weg zu stellen.

In der Schule ist es der selbstbewusste Raudi, der den Streber terrorisiert. In der Weltpolitik sind es die unzivilisierten, schreienden, bärtigen Männern mit Turban und Kalaschnikow, die ganze Staaten in den Ruin treiben und Regionen destabilisieren. Die meisten Probleme der Menschheit lassen sich darauf zurückführen, das die, die im Recht waren, keinen Mut hatten, es auszusprechen, während die, die im Unrecht waren, selbstbewusst hinter ihrem Unrecht standen. Albert Einstein brachte das treffend auf den Punkt: “Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen.”

Der Klügere sollte nicht nachgeben. Wenn man im Recht ist, sollte man darauf beharren. Wie kann es sein, dass ein wütender Mob dafür sorgen kann, dass die Meinungsfreiheit eingeschränkt wird, weil man Angst davor hat, dass der Mob noch wütender wird oder weil man hofft, dass er irgendwann von selbst aufhört, wenn man ihm Zugeständnisse macht? Jedes Zugeständnis führt dazu, dass der schreiende Mann sich in seinem Vorgehen bestätigt fühlt und es in Zukunft weiter anwenden wird, bis man entweder gezwungen ist, die Freiheit im Namen der Toleranz abzuschaffen oder sich den schreienden Horden mit Gewalt entgegenzustellen. (weiterlesen…)

Religulous

Juni 30, 2012

Der linke US-Komiker Bill Maher, der einige bedenkliche Ansichten vertritt (Impfgegner, Klima-Apokalyptiker), hat 2008 eine satirische Dokumentation gedreht, in der er sich mit religiösen Fanatikern aller Couleur (ja, auch islamischen) auseinandersetzt und den religiösen Glauben an sich parodiert.

Erstaunlich ist, dass es momentan keine religiösen Fanatiker sind, die für eine hitzige Debatte sorgen, in der die Religionsfreiheit im Mittelpunkt steht, sondern überwiegend moderate und sogar säkulare Persönlichkeiten. Das Urteil des Kölner Landgerichts zur Beschneidung hat für große Empörung gesorgt und wird von vielen mit Antisemitismus gleichgesetzt.

Dabei ist es so, dass, egal welche Relativierungen man auch vornimmt, die Beschneidung eine Verletzung des Rechts auf körperliche Unversehrtheit ist. Die Kritik an diesem primitiven Brauch hat nichts mit Antisemitismus zu tun, sondern mit konsequentem Eintreten für die individuellen Rechte eines Menschen. Dass es auch Antisemiten gab, die den Juden diese Praxis aus ideologischen Gründen verboten haben, ändert natürlich nichts daran. (weiterlesen…)


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