In Chile demonstrieren seit dem Mai 2011 Studenten, Professoren und Arbeiter gegen das Bildungssystem. Hauptkritikpunkte sind die zu hohen Studiengebühren, in Chile sind fast alle Schulen und Universitäten kostenpflichtig. Ein Studium kann umgerechnet 6.000 Euro jährlich kosten. Das chilenische Bildungssystem stammt zum Großteil aus der Pinochet-Diktatur. Die Demonstranten haben den großen Rückhalt der Bevölkerung hinter sich, die Popularitätswerte der ersten rechtsgerichteten Regierung seit dem Ende der Pinochet-Diktatur sind stark gesunken.
In den westlichen Medien wurde dabei eine kleine Ikone geboren: Camila Vallejo. Sie ist Mitglied in einem kommunistischen Studentenbund und wird von Ewiggestrigen im Westen bereits mit Rudi Dutschke verglichen. Sicherlich ist es legitim, gegen zu hohe Studiengebühren zu demonstrieren, doch sollte man nicht vergessen, dass- auch wenn Pinochets Verbrechen durch nichts zu entschuldigen sind- die liberalen Reformen aus seiner Zeit die Basis dafür legten, dass Chiles Wirtschaft zum allseits bewunderten Vorbild Südamerikas wurde. Eine kommunistische Umgestaltung ist das letzte, was Chile jetzt braucht.
Die gute Nachricht: Camila Vallejo ist in Lateinamerika ein Auslaufmodell. Die sozialistischen Staaten befinden sich seit Jahren im Niedergang und werden immer unbeliebter. Die Krebserkrankung des venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez ist ein schwerer Schlag für die sozialistische und antiamerikanische Achse in Lateinamerika (Venezuela, Kuba, Nicaragua, Bolivien). Jede Region der Welt musste den Sozialismus ausprobieren- jetzt haben ihn die Lateinamerikaner endlich satt. (weiterlesen…)


























