Archiv für die Kategorie ‘Nordkorea’

Heiliger Krieg im Namen des Sozialismus

Februar 25, 2012

Kim Jong-Un

Wer glaubt, dass es das Konzept eines “Heiligen Krieges” nur im Islam gibt, der sollte sich mal folgende Nachricht anschauen: “Vor zwei jährlichen Großmanövern der US-Streitkräfte mit Südkorea hat Nordkorea erneut scharfe Töne angeschlagen. Die Armee und die Bevölkerung Nordkoreas würden mit einem Heiligen Krieg antworten, drohte ein Sprecher der Nationalen Verteidigungskommission.”

Ein Heiliger Krieg in einem atheistischen Land? Das wäre in der Tat ziemlich verwunderlich, doch die einfache Wahrheit ist: Nordkorea ist kein atheistisches Land, sondern gehört zu den religiösesten Ländern der Welt. Der Kim-Kult dürfte mehrere Millionen Anhänger haben. Er ist eine Mischung aus Sozialismus und koreanischem Volksglauben (so soll Kim Jong-Il in dem heiligen Berg der Koreaner zur Welt gekommen und seine Geburt von einem Regenbogen angekündigt worden sein). Die Kims versprechen zwar kein Leben nach dem Tod, in der Märtyrer im Himmel ein Kim-Porträt erhalten. Aber sowas ist in Ostasien auch nicht üblich, auch der Konfuziamismus und der Shintoismus kommen ohne Paradies aus.

Die Hoffnung auf einen Reformer und eine Entspannungspolitik in Nordkorea sind ad absurdum geführt worden. Die Sechs-Nationen-Gespträche, falls sie wieder eröffnet werden, wird Nordkorea wahrscheinlich nur dazu nutzen, die Welt zu erpressen und sein Atomprogramm klammheimlich auszuweiten. Die internationale Gemeinschaft hat es mit dem schlimmsten noch übriggebliebenen Regime der Welt zu tun. (weiterlesen…)

Wiedervereinigung zwischen Deutschland und Haiti?

Januar 6, 2012

Nord- und Südkorea vom Weltraum aus betrachtet

Nach dem Tod von Kim Jong-Il hat sein mutmaßlicher Nachfolger Kim Jong-Un noch keine Anzeichen einer Reform oder Öffnung gegeben. Die südkoreanische Führung strebt dagegen schon länger eine Wiedervereinigung zwischen dem Norden und dem Süden an. Dafür wurden bereits die Kosten berechnet. Die Regierung machte überdies den Vorschlag, dass nordkoreanische Flüchtlinge von China aus direkt nach Südkorea kommen können. Doch da ist noch ein Problem: Die wirtschaftliche und soziale Situation Nordkoreas ist so katastrophal, dass viele Südkoreaner eine Wiedervereinigung befürchten.

Im Vergleich zu Nord- und Südkorea waren die Unterschiede zwischen BRD und DDR minimal. Die Angst vor der Wiedervereinigung ist im Süden eine politische Inkorrektheit, wird aber von vielen geteilt. Dabei war der Norden bis Ende der 1960er Jahre politisch und wirtschaftlich dem Süden überlegen. Danach begann im Norden ein wirtschaftlicher Zusammenbruch, von dem sich die kommunistische Diktatur bis heute nicht erholt hat. Südkorea stieg in der Zeit von einem Entwicklungsland zu eine der größten Industrienationen der Erde auf und im Jahr 1988 kam es nach Jahrzehnten von Diktatur erstmals zu einer demokratischen Regierung. Die Unterschiede zwischen den beiden Ländern sind kaum zu beschreiben. Anhand einiger Beispiele lässt sich das verdeutlichen. (weiterlesen…)

Trauer in Nordkorea?

Dezember 19, 2011

Man muss nur genau hinsehen…

Update: Dieser Typ hat es vorausgesehen. Und die ersten Karikaturen sind auch schon da.

Kim Jong-Il: Die wahre Geschichte

Oktober 24, 2011

Der verrückteste und mörderischste Diktator unserer Zeit: Kim Jong-Il

Wer sich über Nordkorea informieren will, der ist so gut wie immer auf dubiose Quellen, Gerüchte oder veralteten Daten angewiesen. Die sozialistische Steinzeitdiktatur ist das am meisten abgeschotteste Land der Welt. Den Bürgern ist der Zugang zum Internet verboten, auch Handys sind nicht erlaubt. Kaum einer weiß wirklich was aus dem Land, außer das es von einem verrückten Diktator, der sich Atomwaffen zugelegt hat, regiert wird und große Teile der Bevölkerung unter massiver Armut leiden. Momentan soll das Land von einer Hungersnot bedroht sein.

Jasper Becker schrieb im Dezember 2004 im “Cicero” einen fünfteiligen Bericht über den nordkoreanischen Diktator Kim Jong-Il. Er beruhte auf die Aussagen von über 4000 Exilanten, die im Süden wohnen. Obwohl er nun schon sieben Jahre alt ist, ist er immer noch brandaktuell, denn er ist ein Psychogramm, der uns hilft, seine Handlungsweisen besser zu verstehen. Er beschreibt den rätselhaften Lebensweg und den Charakter des wohl schlimmsten Diktators unserer Zeit. (weiterlesen…)

Hunger als Vernichtungskrieg

Oktober 1, 2011

Die Völkermörder der Al-Shabaab

Die möglicherweise schlimmste Hungersnot der letzten 60 Jahre wird in den internationalen Medien weitgehend ignoriert. Es ist nichts weiter als ein Nebenthema, da man für sie nicht die traditionellen Feindbilder verantwortlich machen kann. Dabei ist es ja nicht so, dass man es nicht versucht hätte. Globalisierungskritikern um ihre Königinmutter Jean Ziegler betrachten die Hungersnot in Somalia als eine Folge unserer Verschwendungssucht und Ausbeutung der Dritten Welt, aber selbst sie müssen wohl anerkennen, das die politischen Zustände in Somalia einen größere Mitschuld tragen als der böse Westen.

Die Krise wurde durch jahrelange Missernten ausgelöst, sie hat also ganz natürliche Ursachen. Aber da die somalische Regierung Übergriffe der islamistischen Miliz Al-Shabaab befürchtet, hat sie den Helfern verboten, in das Land zu gehen. Die von der Al-Shabaab  kontrollierten Gebiete lassen ebenfalls keine Helfer in das Land. Die al-Qaida nahe Miliz, die von den USA als Terrororganisation eingestuft wird, hatte schon im vergangenen Jahr Nahrungsmittellieferungen in ihre Gebiete im Süden des Landes unterbunden.

Statt westliche Hilfe in das Land zu lassen, veranstaltet die Al-Shabaab Koranzitierungswettbewerbe, bei dem die Gewinner neben dem Preisgeld eine Kalaschnikow gewinnen. Die Ideologie der Islamisten lässt sich am besten durch den Sprecher Mukhtar Robow beschreiben, der sagte: „Kinder sollten eine Hand für ihre Erziehung benutzen und in der anderen eine Waffe halten, um den Islam zu beschützen“. (weiterlesen…)

Nordkorea: Zwischen Hunger und Atombomben

Juni 13, 2011

Nordkoreas “Geliebter Führer” und Massenmörder Kim Jong-Il

Vor einigen Tagen hat das nodkoreanische Militär zum ersten Mal seit 19 Monaten wieder Raketentests durchgeführt. Die Beziehungen zwischen dem Norden und dem Süden sind seit Monaten wieder extrem angespannt. Der Norden drohte dem Süden gestern sogar mit einem “Flammenmeer“.

Offiziell besitzt das letzte stalinistische Land der Welt Atombomben zum “Schutz” vor den imperialistischen Amerikanern und dem Süden. Wohl deshalb tauscht es seine Raketen auch mal gerne mit anderen “bedrohten” Ländern (s.mein Artikel “Triumvirat des Schreckens“). Auf den Libyenkrieg reagierte die nordkoreanische Führung mit der Bemerkung, dass Libyen sein Atomprogramm besser nicht hätte aufheben sollen. Seit dem Jahr 2009 gilt neben der Juchen-Ideolgie auch die “Songun“-Politik als Staatsdoktrin. Songun bedeutet “Militär zuerst” und soll die Konzentration des Landes auf den Schutz gegen die imperialistischen Mächte verdeutlichen.

Der wichtigste Verbündete des ansonsten recht isolierten Landes ist die Volksrepublik China. Mehrere Male hat Atom-Kim zuletzt die chinesische Führung besucht. Sein vertrauliches Verhältnis zu Peking zeigt sich auch damit, dass Kim seine neue Lebensgefährtin mitbrachte.

Das ist das eine Nordkorea. Ein Land, dass eine der größten Armeen der Welt besitzt und damit sogar den USA Kopfzerbrechen bereitet. Das andere sieht man selten, denn die stalinistische Führung hat Internet, Handys und andere modernen Kommunikationsmittel verboten, mit denen die Einwohner ihre Lage schildern könnten. Doch manchmal erfährt man etwas, und dies reicht aus, um zu wissen, dass man eigentlich nichts mehr wissen will. In der WELT konnte man neulich lesen, wie die nordkoreanische Regierung ihr eigenes Volk sieht- und wie die Zustände in den Arbeitslagern so sind. (weiterlesen…)

Triumvirat des Schreckens

Mai 26, 2011

Chavez und Achmedinedschad bei der Arbeit

Eine Achse Caracas-Teheran für eine Neue Weltordnung

Die spanische Nationalpolizei hat heute fünf Geschäftsleute festgenommen, die illegal Waffen im Wert von 100 Millionen Dollar nach Venezuela und dem Iran verkaufen wollten. Es wurden neun Kampfhubschrauber, Ersatzteile und anderes Gerät konfisziert.

Die Achse des Bösen tut weiterhin alles, um zu beweisen, dass sie existiert: Nach Informationen der WELT planen Hugo und Mahmud angeblich eine gemeinsame Raketenbasis in Venezuela. Die venezolanische Regierung bestritt dies energisch. Die Beziehungen zwischen Venezuela und dem Iran wurden daraufhin von einem ehemaligen Direktor einer TV-Station, der regierungskritisch ist, als „sehr verdächtig“ bezeichnet: Es gebe zwischen Caracas und Teheran viele geheimnisvolle Flüge mit wenig Passagieren und wenig Fracht, die an Flugzeugen landen würden, zu denen keiner Zugang hat. Achmedinedschad hat nicht nur gute Beziehungen zu Chavez, sondern auch zum anderen sozialistischen Diktator aus Südamerika: Evo Morales aus Bolivien. Und auch in diesem Bündnis bewies der iranische Präsident, dass er eine Neigung zu atomaren Geschäften hat. Aber sein Hauptpartner in Südamerika ist dennoch Chavez.

Beide Staatsoberhäupter sagten bei einem Treffen im Iran im Oktober 2010, dass sie sich für eine “Neue Weltordnung” einsetzen werden. Die WELT berichtete schon damals von einer geplanten Atom-Union zwischen Venezuela und dem Iran. Ist die Achse Caracas-Teheran das neue Rom-Berlin? Im Juli hatte Achmedinedschad gesagt, dass der Iran und Syrien an einer Mission zur Herstellung einer Neue Weltordnung beteiligt sind. Womit soll diese erreicht werden?

Nun, wenn man weiß, dass Achmedinedschad Anhänger einer apokalyptischen Sekte, dem “Mahdismus” ist, die an die baldige Ankunft des verschwundenen “zwölften Mahdi” und dem damit einhergehenden Weltuntergang glaubt und sich dann noch mal seine Aussagen zum Existenzrecht Israels vor Augen führt, dann könnte man sich schon vorstellen, womit Achmedinedschads NWO-Pläne erreicht werden sollen: Eine NWO für ein paar Tage, denn dann kommt die Apokalypse. (weiterlesen…)


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