Henryk M. Broder fragt sich:
“Woher bekommen sie die amerikanischen beziehungsweise israelischen Fahnen, die sie dann vor den Kameras von CNN und BBC verbrennen? Werden die einzeln in Heimarbeit hergestellt, oder gibt es in Ägypten, im Sudan und in Pakistan Betriebe, die sich auf die Herstellung von Fahnen der Feindstaaten spezialisiert haben?”
Dieser Frage ist ein Bericht bei Extra3 vor einigen Jahren in Palästina nachgegangen. Dieser sollte freilich satirisch gemeint sein, basierte aber auf wahren Begebenheiten in Pakistan:
It is five years since a stationer in Rawalpindi came up with the bright idea of printing flags for political demonstrations. Not Pakistani flags to be waved in celebration, but Danish flags to be burned in anger at blasphemous cartoons. Since then, Syed Mohammed Hussain has seen his one-off experiment turn into a profitable little sideline as he produces American and Israeli flags to order. (…) Today, bulk buyers – looking for more than 100 flags – are given a discount.
Überraschend ist das nicht. Mal ganz im Ernst: Wer hat gedacht, dass amerikanische und israelische Fahnen zu den durchschnittlichen Haushaltsgegenständen einer pakistanischen Familie gehören? Und irgendwer muss ja von den ständigen Hass-Demonstrationen profitieren. Cui bono? Die Fahnenhersteller natürlich! Vielleicht wurde das Video ja von den Fahnenherstellungsbetrieben in Umlauf gebracht, um diesen wichtigen Wirtschaftszweig zu beleben. Es gibt jedoch auch Risiken im Fahnenverbrennungsgeschäft, wie dieses Beispiel zeigt:
A Pakistani protestor has died after inhaling smoke from burning U.S. flags during a rally against the anti-Islam film Innocence of Muslims. Abdullah Ismail died in Mayo hospital in Lahore having complained of feeling unwell during the angry demonstrations in the eastern Pakistan city yesterday. (weiterlesen…)























