Archiv für die Kategorie ‘Sozialismus’

Warum ich dir keinen Arbeitsplatz gebe

Juni 11, 2013
Ist Ungarn noch zu retten?

Ist Ungarn noch zu retten?

Im Januar 2012 veröffentlichte der ungarische Blogger Jakab Andor auf seiner Seite einen Text, in dem er mit viel Wut im Bauch seinen Landsleuten versuchte zu erklären, warum sie keinen Arbeitsplatz bekommen. Während der Text in vielen englischsprachigen Seiten verbreitet wurde, gab es im deutschsprachigen Raum nur eine Seite, die den Text übersetzte: Mises-Media. Die Seite ist jedoch mittlerweile offline, so dass man Jakab Andors wunderbaren Text nirgendwo mehr auf Deutsch finden kann. Das soll sich jetzt ändern. In Ungarn hat sich seit Januar 2012 wenig geändert, also ist der Text noch immer aktuell.

Warum ich dir keinen Arbeitsplatz gebe

Ich könnte 12 Personen mit €760 Nettogehalt einstellen, aber ich mache es nicht. Ich sage dir auch warum. Du könntest für mein Dienstleistungsunternehmen in einem schönen Büro arbeiten. Es ist kein Telefonverkauf, es ist kein Betrug. Du würdest ernsthafte Arbeit machen die hohe Qualifikationen erfordern, 8 Stunden pro Tag, nur an Wochentagen. Ich würde dich legal einstellen, ich würde deine Steuern und Sozialversicherung bezahlen. Ich könnte so eine Stelle an ein Dutzend Personen vergeben, aber ich werde es nicht, und hier erkläre ich warum.

Ich würde keine Frau einstellen.

Der Grund ist einfach: Frauen gebären Kinder. Ich habe kein Recht Sie zu fragen ob sie eines will. Wenn ich das Recht dazu hätte, und Sie würde mir antworten, könnte Sie mich absichtlich täuschen oder Sie könnte ihre Meinung ändern.

Verstehe mich nicht falsch, ich habe kein Problem damit, dass Frauen Kinder gebären. So wurde ich geboren und so wurde mein Kind geboren. Ich würde keine Frau einstellen, da Sie, wenn Sie schwanger wird, auf einen 3 Jahre langen Mutterschaftsurlaub geht, währenddessen ich Sie nicht entlassen kann. Wenn Sie zwei Kinder will, ist der Urlaub 6 Jahre lang.

Natürlich muss die Arbeit getan werden, also müsste ich jemanden einstellen, der an ihrer Stelle arbeitet während Sie in ihren langen Urlaubsjahren verweilt. Aber ich könnte Sie nicht nur nicht feuern während Sie weg ist, ich könnte Sie auch nicht feuern wenn Sie zurückkommt. Also müsste ich denjenigen feuern, der die ganze Zeit an ihrer Stelle gearbeitet hat. Wenn eine Frau vom Mutterschaftsurlaub zurückkehrt, wäre ich gesetzlich gezwungen ihr Gehalt auf das derzeitige Niveau in ihrer Position anzuheben. Auch müsste ich ihr ihre normalen Urlaubstage geben, die Sie während ihres Mutterschaftsurlaubs angesammelt hat. Wenn Sie zurück zur Arbeit kommt, würde Sie mit 2-4 Monaten voll bezahltem Urlaub beginnen. (weiterlesen…)

Kapitalismus, Sozialismus und Christentum

Juni 7, 2013
Das Symbol des christlichen Kommunismus

Das Symbol des christlichen Kommunismus

War Jesus ein Kapitalist? Wenn es nach Robert Grözinger geht, der an Fronleichnam in der Bibliothek des Konservatismus in Berlin eine Lesung zu seinem Buch “Jesus, der Kapitalist” hielt, braucht und fordert das Christentum sogar den Kapitalismus. Anhand von Gleichnissen, Aussagen und Mahnungen von Jesus meint er, erkennen zu können, dass Jesus’ Prinzipien “von einer wirklich freien Marktwirtschaft” untermauert sind. Christentum und Sozialismus (in all seinen Formen, von der UdSSR bis zum modernen Wohlfahrtsstaat) hält Grözinger für unvereinbar.

Es gibt viele liberale und libertäre Autoren, die versuchten, das Christentum mit ihren Ansichten in Einklang zu bringen, so z.B. Roland Baader und Gerd Habermann, oder der “papsttreue Libertäre” Felix Honekamp. Gleichzeitig spricht Papst Franziskus von der “Tyrannei des Marktes”, “selbstsüchtiger Steuerhinterziehung” und fordert mehr staatliche Intervention und Umverteilung im Namen Gottes. Was stimmt denn nun? Kann man das Christentum mit dem Kapitalismus in Einklang bringen?

Wie sorgte Jesus für seinen Lebensstandard? Die Urchristen verachteten Besitz. Sie produzierten nichts und lebten nur von dem, das die Neubekehrten als Erlös mitbrachten, nachdem sie ihr Hab und Gut veräußert hatten. Es ist kein Wunder, dass es viele Theologen gibt, die sich anti-kapitalistisch äußern. Ludwig von Mises meinte in seinem Buch “Die Gemeinwirtschaft”, dass die christliche Lehre “extrem destruktionistisch wirken kann, sobald die Erwartung des unmittelbaren Bevorstehens des Gottesreiches wegfällt”. (weiterlesen…)

Die dunkle Seite von ARD

Mai 3, 2013
63 Jahre Ausbeutung: Die ARD

63 Jahre Ausbeutung: Die ARD

Im Februar sendete der ARD eine Reportage mit dem Titel “Ausgeliefert”, in der dem Onlinehändler Amazon vorgeworfen wurde, Leiharbeiter auszubeuten. Transport, Unterbringung, Verpflegung und Schutz der Leiharbeiter seien miserabel, hieß es, außerdem hätten Mitglieder der Security-Firma Hess eine rechtsradikale Gesinnung. Die Reportage löste wie erwartet eine Debatte über die Arbeitsbedingungen bei Amazon aus, aber mit überraschendem Ausgang. Denn mittlerweile ist bekannt geworden, dass in dem Film so viel gelogen wurde, dass er nicht mehr in der ursprünglichen Fassung gezeigt werden darf.

Selbst Leiharbeiter von Amazon, die sich ja, wenn man der ARD Glauben schenkte, wie Sklaven fühlen müssen, widersprachen einigen Darstellungen im Film. Hat der ARD von dieser Erfahrung gelernt? Nein. Denn in dieser Woche strahlte man erneut einen Film aus, in der man die dunkle Seite eines Unternehmens beleuchtete – diesmal war es Red Bull. Der österreichische Getränkekonzern engagiert sich bekanntlich im Extremsport. Extremsport ist gefährlich. Das wissen die meisten auch. Manchmal passieren Unfälle, die Extremsportlern das Leben kosten. Die ARD-Doku schlussfolgerte: Red Bull ist ein Konzern, der Menschen in den Tod treibt.

Eine Debatte über die Marketing-Methoden von Red Bull konnte der Film nicht auslösen. Jeder weiß, dass niemand von Red Bull gezwungen wird, sich in Lebensgefahr zu begeben, es ist eine freiwillige Entscheidung aller Beteiligten. Sicherlich verhalten sich nicht alle Unternehmen vorbildlich – unmoralische Menschen gibt es in jeder Position – aber dass die ARD keine besseren Beispiele fand als Amazon und Red Bull, bescheinigt den Unternehmen ein eher gutes Zeugnis. Anstatt auf Amazon oder Red Bull rumzuhacken, wird es endlich Zeit, dass die dunkle Seite von ARD beleuchtet wird. (weiterlesen…)

Eine perfekte Welt?

März 7, 2013
Die "Pyramide des kapitalistischen Systems"

Die “Pyramide des kapitalistischen Systems”

Die meisten Argumente, die man zurzeit gegen den Kapitalismus hört, sind eigentlich keine Argumente gegen den Kapitalismus, sondern gegen Staatsinterventionismus (die Occupy-Bewegung demonstriert z.B. mit dem Slogan: “Wir zahlen nicht für eure Krise!” Das nennen sie dann Kapitalismuskritik. Dabei sind echte Kapitalisten gegen jede staatliche Intervention, also auch gegen Bankenrettungen). Ein weiteres Pseudo-Argument gegen den Kapitalismus hörte ich vor ein paar Tagen vom Blogger genova68:

Das, was euch da vorschwebt, hat etwas Religiöses: eine perfekte Welt, wenn man nur alles total anders macht. Das ist wie eine Sekte.

Das Endziel des Kapitalismus ist also eine perfekte Welt, in der es keine Probleme gibt und alle friedlich miteinander umgehen? Nein, natürlich nicht. Der Kapitalismus ist in Wirklichkeit das einzige System, das kein Himmelparadies auf Erden verspricht (allein schon deshalb, weil der Kapitalismus ganz von selbst entstanden ist und nicht von Intellektuellen erfunden wurde). Und das ist auch einer seiner Vorzüge, denn der Glaube an ein Himmelparadies auf Erden hat im letzten Jahrhundert mehr als 100 Millionen Menschen das Leben gekostet.

Die Sozialisten glauben, dass die “Natur” so ist, wie es ihren politischen Vorstellungen passt. Doch dann kam der Kapitalismus und hat alles zerstört. Deshalb müssen sie die “Natur” wiederherstellen, in dem sie den Kapitalismus abschaffen. Wenn sie das schaffen, werden alle Probleme gelöst sein und die Menschen werden wieder ein erfülltes Leben führen können. Die Sozialisten waren sogar der Ansicht, dass in einer sozialistischen Gesellschaft der Alkoholismus verschwinden würde. (weiterlesen…)

Der Diktator ist tot, es lebe der Diktator!

März 5, 2013

Chavez an Bord des US-amerikanischen Kriegsschiffs USS Yorktown (CG-48)

Am 5. März 1953 starb Josef Stalin. Zum 60. Jahrestag von Stalins Tod hat der Sozialismus ein weiteres Clubmitglied verloren: Hugo Chavez, der seit 1999 regierende Präsident von Venezuela, starb heute an den Folgen seiner Krebserkrankung. Zwar hat Chavez nicht 25 Millionen Menschen auf dem Gewissen, hat es aber dennoch mühelos geschafft, sein Land zu zerstören: Wirtschaftliches Chaos, Zusammenbruch der Infrastruktur, Medienzensur und explodierende Kriminalität waren nur einige Merkmale von Chavez’ “Sozialismus des 21. Jahrhunderts”.

Eine Parallele zu Stalins Tod war die schon peinliche Geheimniskrämerei der Regierung, die Chavez’ Tod vorausgingen. Im Vorfeld der Wahlen im Oktober hieß es noch, Chavez sei zu 100% geheilt. Heute verkündete Chavez’ Stellvertreter Nicolas Maduro, dass Venezuelas „historische Feinde“ hinter Chavez’ Krebserkrankung stecken und dass dies eines Tages wissenschaftlich bewiesen werden könne. Falls es wirklich die CIA war, kann man nur sagen: Gute Arbeit, nur hat es zu lange gedauert. Aber es war wohl nicht so. Der Teufel hat mit ihm gespielt, wie Katzen mit ihrer Beute. (weiterlesen…)

Was ist der Kapitalismus?

Dezember 3, 2012
Die "Pyramide des kapitalistischen Systems"

Die “Pyramide des kapitalistischen Systems”

Andreas Unterberger fragt sich, wieso der Kommunismus noch immer so viele Anhänger im Westen hat. Nun, die Kommunisten haben es geschafft, alle kommunistischen Regimes, die versagt haben, als nicht-kommunistisch zu bezeichnen (“Es hat noch nie einen echten Kommunismus gegeben”) und alle, die ihnen nicht gefallen, als “kapitalistisch”. Dabei unterscheiden sie nicht zwischen dem, was die Vordenker der freien Marktwirtschaft sich erdacht hatten und dem, was die Politiker, die sich formal zu den Idealen des freien Marktes bekennen, daraus gemacht haben. Oder, anders ausgedrückt: Der Kommunismus ist das Gute, der Kapitalismus ist das Böse.

Das sieht man auch an folgender Definition von Kommunismus:

Was aber ist der Kommunismus? Kein Gulag, keine Stasi, kein Personenkult, kein Arbeitsfetisch, keine Zwangsarbeit, keine Unterdrückung, keine Unterwerfung, kein Proletariat, kein Einheitsdress, kein Herrschaftsprotz und keine alte Leier, keine leeren Regale, keine Rituale. Kommunismus bedeutet … Bedürfnisse befriedigen statt sie auszunutzen, Lebenszeit verschönern statt Arbeitszeit steigern, füreinander produzieren statt gegeneinander konkurrieren, mitentscheiden statt kommandiert werden, mitgestalten statt regiert werden, für Menschen statt Nationen.”

Es gibt natürlich ein paar Probleme mit dieser Definition. Ein Kommunismus ohne Proletariat? Ohne Unterwerfung? Und ohne kommandiert zu werden? Eine abenteuerliche Definition. Tatsache ist, dass die kommunistischen Regimes, die es gegeben, bis auf wenige Ausnahmen wirklich kommunistisch waren. Ephraim Kishon brachte das so auf den Punkt: “Der Kommunismus ist eine großartige Theorie. Das Unglück bestand darin, dass er sich verwirklichen ließ.” Dem ist nichts hinzuzufügen. Außer vielleicht, wie eine Definition des Kapitalismus klingen würde. (weiterlesen…)

Das Beste vom Kommunismus

Oktober 31, 2012

In den kommunistischen Ländern war nicht alles schlecht. Es gab etwas, in dem man sich mit dem Westen messen konnte: Der Humor. Ben Lewis’ Buch “Das komische Manifest” ist eine Zusammenstellung der besten Witze über den Kommunismus.

Lewis ist überzeugt davon, dass der Kommunismus das “komischste politische System” war. Die von ARTE ausgestrahlte Fernsehdokumentation “Totgelacht! Eine Geschichte des Kommunismus”, die 2007 zum ersten Mal ausgestrahlt wurde, gibt ebenfalls einen Einblick in den komischen Kommunismus.

Ein Witz beschäftigt sich z.B. mit den “sieben Wundern des Kommunismus”: 1. Unter dem Kommunismus gibt es keine Arbeitslosigkeit, 2. Obwohl es keine Arbeitslosigkeit gibt, hat nur die Hälfte der Bevölkerung Arbeit, 3. Obwohl nur die Hälfte der Bevölkerung Arbeit hat, werden die Fünfjahrespläne immer erfüllt, 4. Obwohl die Fünfjahrespläne immer erfüllt werden, gibt es nie etwas zu kaufen, 5. Obwohl es nie etwas zu kaufen gibt, ist jeder glücklich und zufrieden, 6. Obwohl jeder glücklich und zufrieden ist, gibt es ständig Demonstrationen, 7. Obwohl es ständig Demonstrationen gibt, wird die Regierung immer mit 99,9 Prozent der Stimmen wieder gewählt.

Die Humoristen machten sich auch Gedanken, was mit ihren Führern passiert, wenn sie tot sind: Stalin stirbt und weiß nicht recht, ob er in den Himmel oder in die Hölle will. Er bittet um einen Rundgang. Im Himmel sieht er Menschen, die im stillen Gebet oder in der Meditation vertieft sind. In der Hölle essen, trinken, tanzen und vergnügen sie sich. Stalin entscheidet sich für die Hölle. Man führt ihn durch mehrere Labyrinthe in einen Bereich mit kochenden Kesseln. Mehrere Teufel packen ihn beim Schlafittchen. Stalin beklagt sich, man habe ihm auf seinem Rundgang doch Leute gezeigt, die sich amüsiert hätten. „Ach was“, erwidert der Teufel, „das war doch nur Propaganda.“

Eine andere Version dieses Witzes geht so, dass sich ein Parteifunktionär nach seinem Tod entscheiden soll, ob er in der kommunistischen oder in der kapitalistischen Hölle wandern soll. Er entscheidet sich für die kommunistische, weil er davon ausgeht, dass die Folterinstrumente mit der Zeit knapp werden. Über den Totenkult machte sich folgender Witz lustig: Ein Museumsgast geht an Lenins Grab vorbei. Ein Wärter sagt ihm: “Lenin ist tot, aber seine Ideen werden auf ewig weiterleben.” Der Gast erwidert genervt: “Warum kann es nicht anders herum sein?” (weiterlesen…)

Chavez: “Nach mir die Sintflut”

Oktober 7, 2012

Hugo Chavez, hier 2002 an Bord des US-amerikanischen Kriegsschiffs USS Yorktown (CG-48), plant den Sozialismus des 21.Jahrhunderts

Falls er die Wahl verliert, erwartet Hugo Chavez folgendes für Venezuela:

“Bei einer eventuellen Niederlage würde das Land in eine Phase der Destabilisierung abdriften. Die Bourgeoisie wird versuchen, unser Gesundheitsprogramm und die Bildungs-und Sozialprogramme für die Armen zu streichen. Dies würde zu einem Bürgerkrieg führen, denn die Menschen würden aufbegehren. Niemand würde mit verschränkten Armen zusehen, wie die wichtigsten Errungenschaften meiner Regierung beseitigt würden.”

“Dies ist eine denkwürdige Schlacht. Am 7. Oktober steht das Leben der Nation für die nächsten 100 Jahre auf dem Spiel. Es geht um die Zukunft unseres Landes. Lassen Sie nicht zu, dass diese Zukunft gestohlen wird – dies wäre eine echte Katastrophe.”

Trotzdem demonstrierten in der Hauptstadt Hunderttausende gegen Chavez und trotzdem ist Antonio Ledezma, der Bürgermeister von Caracas überzeugt, dass Henrique Capriles mit 1 Million Stimmen Vorsprung gewinnen wird. Auch die Ermordung von Oppositionspolitikern oder die Beschimpfung des Konkurrenten Capriles können nichts daran ändern. Vielleicht wissen die Venezolaner einfach, was Chavez aus ihrem Land gemacht hat. Die Sintflut ist schon da, den meisten Venezolanern dürfte es schwerfallen zu glauben, dass es schlimmer kommen kann.

Das Wahlsystem gilt als zuverlässig und transparent. Insgesamt werden 3.435 nationale und 245 internationale Wahlbeobachter den Abstimmungsprozess überwachen. Eine Abordnung der Union Südamerikanischer Nationen (UNASUR) hat die einwandfreie Funktion der 39.600 elektronischen Wahlmaschinen bestätigt, Wahlbetrug ist also unwahrscheinlich. Außerdem sorgen 139.000 Soldaten vor und innerhalb der Wahllokale für die Sicherheit der Wähler, Einschüchterungen sollen so verhindert werden. Im Klartext: Es gibt keine Ausreden. (weiterlesen…)

Die “junge Welt” am Abgrund

Oktober 5, 2012
Die junge Welt zu DDR-Zeiten

Die junge Welt zu DDR-Zeiten

Die “junge Welt” wendet sich heute in einem offenen Brief an ihre Leser:

das weitere Erscheinen der jungen Welt ist akut bedroht. … trotz Verzicht auf eine bescheidene Lohnanpassung in diesem Jahr fällt allein für den Zeitraum Januar bis September 2012 ein Verlust von über 100000 Euro an. Voraussichtlich wird dieser bis zum Jahresende auf etwa 140000 Euro anwachsen. Damit ist die Existenz der Zeitung gefährdet.

(…)

Unsere technische Arbeitsgrundlage ist veraltet. Wir arbeiten ohne technisches Redaktionssystem, der Onlineauftritt bedarf einer Neustrukturierung. Eine Umstellung würde auch eine Erneuerung der Hardware erfordern. Da wir aber alle verfügbaren Mittel, also auch Spenden und Genossenschaftseinlagen, vorrangig für die Aufrechterhaltung des Tagesbetriebes benötigen, stehen für diese und andere Schritte notwendige Investitionsmittel nicht zur Verfügung.

Mal wieder ein grandioses Beispiel dafür, wie gut Sozialisten mit Geld umgehen können. Nachdem schon das rote Kampfblatt “Il Manifesto” in Italien dieses Jahr dichtmachen musste, da die Berlusconi-Regierung und deren Nachfolger die jährlichen 3 Millionen Euro Subventionen minimiert hatten, trifft es nun das stalinistische, aus DDR-Zeiten stammende Blatt. Die “junge Welt” sieht sich selbst als eine marxistische Tageszeitung, strikt antikapitalistisch und antifaschistisch, die gegen Xenophobie und Antisemitismus kämpft und neoliberale Sozialpolitik ablehnt. Ihr Ziel ist die Errichtung einer sozialistischen Gesellschaft. Die historische Legitimität der DDR wird verteidigt. (weiterlesen…)

Die sieben Plagen, die Hugo Chavez nach Venezuela brachte

September 6, 2012

Hugo Chavez, hier 2002 an Bord des US-amerikanischen Kriegsschiffs USS Yorktown (CG-48), plant den Sozialismus des 21. Jahrhunderts

Übersetzung des Artikels
Die sieben Plagen, die Hugo Chavez nach Venezuela brachte
von Carlos Salas
erschienen am 29. August 2012 in Todos Unidos Por Venezuela

Die sieben Plagen, die Hugo Chávez nach Venezuela brachte

Der spanische Journalist Carlos Salas publizierte auf der Website Lainformacion.com einen Artikel, indem er eine Nachzählung über diverse Fortschritte macht, die geschehen sind, seit dem Hugo Chavez im Jahr 1999 zum Präsidenten Venezuelas wurde. “Als Hugo Chavez 1999 der Präsident Venezuelas wurde, dachte ich, dass er das Land regeln würde”.

Als Hugo Chávez 1999 der Präsident Venezuelas wurde, dachte ich, dass er das Land regeln würde. Dreizehn Jahre später muss ich meine Worte zurücknehmen. Dies sind die Plagen, die in diesem Land ausgelöst wurden.

1. Die Infrastruktur ist zusammengebrochen. Vor einer Woche brach die Brücke, die Caracas mit dem Osten des Landes verband, zusammen. Die, die den Maracaibo-Fluss kreuzt, ist vor dem Zusammenbruch. 2007 brach die, die Caracas mit dem internationalen Flughafen von Maiquetía verband, zusammen. Autobahnen und Brücken in Vierteln, Dörfern und Städten brechen zusammen. Schuld daran ist mangelnde Wartung. Ich sage das nicht. Die Ingenieurschule, die diese beklagenswerte Situation öffentlich gemacht hat, sagt das.

2. Die Ölindustrie ist veraltet und schlecht ausgenutzt. Venezuela ist das Land mit den größten nachweisbaren Ölreserven. Aber es importiert Öl aus den USA weil es eine schlecht organisierte Industrie hat. Es wurde kein Geld investiert um die Anlagen zu verbessern und deswegen hat es eine Explosion in Amuay gegeben, ehemals Teil der größten Ölraffinerie der Welt. 40 Personen sind gestorben. Ich sage das nicht. José Bodas, der Generalsekretär der Gewerkschaft von Ölarbeitern, sagt das.

3. Die Kriminalität tötet das Volk. Jedes Jahr werden zwischen 15.000 und 18.000 Personen ermordet. Die übergroße Mehrheit der Mörder wird nicht bestraft. Und die armen Leute werden ermordet um ihnen Motorräder, Handys oder Kleidung zu stehlen… Ich sage das nicht. Die Medien sagen das. Schreiben sie in Google “wurde in Caracas ermordet” und ihr werdet die Nachrichten sehen. (weiterlesen…)


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