Archiv für die Kategorie ‘Systemkritik/Westophobie’

Libertäre und Verschwörungstheorien

April 27, 2013
Osamas Erbe in New York

Die offizielle Version vom 11. September wird von vielen Libertären angezweifelt

Im letzten Monat berichtete der Spiegel von einer Studie einer australischen Universität, die angeblich belegte, dass Verschwörungstheoretiker und “Klimaleugner” meistens auch an “die Kraft des freien Marktes” glauben. Nun könnte man diese Studie einfach als Unsinn abtun, und man fährt sicher nicht falsch damit, solchen Studien grundsätzlich zu misstrauen. Man braucht diese Studie jedoch gar nicht, um festzustellen, dass es viele Menschen gibt, die Anhänger der freien Marktwirtschaft sind und gleichzeitig alle möglichen Verschwörungstheorien glauben. In Deutschland nennen sich Vertreter dieser Ansichten überwiegend “Libertäre”.

Die einzige libertäre Partei in Deutschland, die Partei der Vernunft (PDV), wurde vom 9/11 Truther Oliver Janich gegründet. Am 18. April wurde Janich vom Vorstand der PDV zum Rücktritt gedrängt, da “die investigative journalistische Tätigkeit Oliver Janichs und dessen persönliche Stellungnahmen zu aktuellen und in der Vergangenheit liegenden politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen, zu starke Auswirkungen auf das Außenbild der PDV haben” – was genau damit gemeint war, dürfte klar sein. Janich hatte nicht nur zum 11. September Verschwörungstheorien verbreitet, sondern auch zur NSU und zu den Bombenanschlägen im Boston-Marathon.

Janich schrieb kurz nach seinem Rücktritt auf seiner Facebook-Seite: “Klar, um mich tuts mir nicht leid, sondern um die Partei. Ich kann ja jetzt viel mehr sagen und schreiben, was ich bisher wg der Partei zurückgehalten habe. HAARP, Chemtrails, freie Energie, ich komme! Ein 9/11 Buch ist auch schon praktisch fertig…” Angesichts solcher Aussagen stellt sich die Frage: Warum fallen so viele Libertäre auf Verschwörungstheorien herein? Wie kommt es, dass Menschen, die über einen respektablen ökonomischen Sachverstand verfügen, gleichzeitig an Chemtrails, FEMA-Camps oder die NWO glauben? Gibt es eine Erklärung dafür? (weiterlesen…)

Die Medien, das sind immer die anderen

April 18, 2013
kl

Feindbild aller Ideologen: Der Journalist

Es ist meiner Meinung nach ein Fehler vieler Liberaler, sich als Opfer einer angeblich “politisch korrekten Meinungsdiktatur” oder “Tabubrecher” aufzuspielen. In Deutschland herrscht Meinungsfreiheit, was viele Menschen unter “Zensur” verstehen, ist in den meisten Fällen lediglich Kritik an ihrer Meinung. Wenn behauptet wird, dass es in Deutschland keine Meinungsfreiheit gibt, will man damit eigentlich sagen, dass bestimmte Meinungen in der deutschen Medienlandschaft unterrepräsentiert sind. Dies steht jedoch nicht im Widerspruch zur Meinungsfreiheit und ist außerdem eine grobe Verharmlosung von Zuständen in streng autoritären Ländern.

Wenn ich als Beispiel für fehlende Meinungsfreiheit höre, dass Menschen mit politisch inkorrekten Ansichten verleumdet und diffamiert werden, frage ich mich, was diese Leute unter “Meinungsfreiheit” verstehen. Sollte es verboten sein, andere Menschen “Rechtspopulisten” zu nennen? Wäre das ein Fortschritt für die Meinungsfreiheit? Der Journalist ist ein gern genommenes Feindbild. Er kann es niemandem Recht machen. Denn jeder hat eine Meinung darüber, was wahr und was falsch ist. Keinem Journalisten, der sich mit politischen Themen beschäftigt, bleibt es verschont, von irgendeiner Person als “Propagandist” bezeichnet zu werden.

Welche Meinung Deutschland wie ein Diktator beherrscht, darüber gehen die Ansichten auseinander. Einige Aussagen zeigen das deutlich. “Die Medien”, das sind immer die anderen

- Michael Miersch spricht von einer linken Meinungsdiktatur:

“Der allergrößte Teil der deutschen Journalisten liest morgen erst mal die Süddeutsche und orientiert sich an den dort vertretenen Meinungen. Und wenn man aus diesem Meinungskanon ausbricht, kann es schwierig werden mit den Kollegen.” (zitiert von Vince Ebert, “Machen sie sich frei! Sonst macht es keiner für Sie”, S. 129)

- Eva Herman spricht von einer pro-amerikanischen Meinungsdiktatur:

“Es gibt in Deutschland zu gewissen Themen eine politisch korrekte Haltung, gegen die kein Journalist, der in den Mainstream-Medien arbeitet, verstoßen darf, andernfalls ist er weg vom Fenster. Dazu gehört auch die Gesinnung, dass Russland immer böse und Amerika immer lieb ist.” (in einem Interview mit “Stimme Russlands”)

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Die Zehn Gebote des Antiimperialismus

Januar 4, 2013
Das waren noch Zeiten: Che Guevara und Fidel Castro beim Revolutionieren

Zwei Helden des Antiimperialismus

1. Betone, dass dein Lieblingsdiktator noch nie ein fremdes Land überfallen hat!

Der Iran hat seit 250 Jahren kein anderes Land angegriffen, also können die Mullahs auch gar nicht so schlimm sein. Diktatoren lassen ihre Nachbarn in Ruhe, während die USA und Israel ununterbrochen fremde Völker unterjochen. Sein eigenes Volk zu unterdrücken, ist nicht so schlimm. Mao hat zwar 50 Millionen Menschen getötet, aber das waren ja nur Chinesen. Ignoriere auch, dass die Bewaffnung und Unterstützung von Terrororganisationen im Ausland eigentlich auch als “Imperialismus” einzustufen ist.

2. Erwähne ständig, dass die Mehrheit der Bevölkerung hinter ihrem Diktator steht!

Dafür musst du einfach nur Videos und Bilder von Massenkundgebungen zeigen, die zeigen, wie das Volk seinem Diktator zujubelt, und alle Videos und Bilder von Demonstrationen gegen den Diktator als Fälschung abtun. Nicht von Bedeutung ist, dass Diktatoren jahrzehntelang keine freie Wahlen zulassen, die sie ja haushoch gewinnen müssten, dass es mit Hugo Banzer nur einen Ex-Diktator gab, der auf demokratischem Weg wiedergewählt wurde (und das 19 Jahre nach dem Ende seiner Diktatur) und dass Obama und Netanyahu auch die Mehrheit ihrer Bevölkerung hinter sich haben und du sie trotzdem hasst.

3. Stelle klar, dass die Gegner des Diktators noch viel schlimmer sind als der Diktator!

Diese Länder haben eine ganz andere Kultur als wir. Sie brauchen eben einen Führer, der für Ordnung sorgt, sonst bricht das ganze Land auseinander. Regime Changes oder Revolutionen verschlimmern doch immer nur alles. Ein Staat sollte deshalb alles unternehmen, um einen bewaffneten Aufstand niederzuschlagen. Und wenn dabei Zehntausende Zivilisten abgeschlachtet werden wie in Hama 1982, ist das eben notwendig.

4. Benutze das “Tu quoque”-Argument: Ein Diktator ist vielleicht schlimm, aber der Westen ist schlimmer!

Der Westen hakt auf Assad und Achmedinedschad rum, aber mit welchem Recht eigentlich? Immerhin zählt man gleichzeitig Saudi-Arabien, Katar und die Türkei zu seinen Verbündeten. Was für verlogene, hinterhältige, rückgratlose Heuchler! Und was ist mit Guantanamo und Gaza? Dass die Kritik an den USA und Israel in jedem Land der Welt frei ist, während man für Kritik an den Iran, China oder Russland ins Ausland reisen muss oder sich in Lebensgefahr begibt, muss dich nicht stören. (weiterlesen…)

Baumgartner und die Kinder in Afrika

Oktober 18, 2012

Baumgartners Vorgänger, Joseph Kittinger, sprang 1960 aus 31,3 Kilometern Höhe

„Ich weiß, die ganze Welt sieht jetzt zu. Könntet ihr nur sehen, was ich sehe! Manchmal muss man wirklich weit hinaufgehen, damit man erkennt, wie klein man ist … Ich komme jetzt nach Hause.“- Felix Baumgartner vor seinem historischen Sprung. Am 14. Oktober um kurz nach 20 Uhr deutscher Zeit sprang er aus 39 Kilometern aus einem Ballon von der Walker Air Force Base in Roswell. Er erreichte eine Geschwindigkeit von 1342,8 km/h, stellte 5 neue Weltrekorde auf und landete nach 5 Minuten wohlbehütet auf dem Boden. Es war einer der größten Medienspektakel der letzten Jahre.

Gideon Böss hatte eine kleine Anmerkung zu dem Sprung. Mir ist das auch aufgefallen. Ich habe es nur ein bisschen anders in Erinnerung. Der Kommentator sagte in etwa: “An dieser Stelle können wir auch mal vergessen, dass dieser Sprung nicht zum Wohl der Menschheit, sondern zum Wohl eines Getränkekonzerns durchgeführt wurde.” Mich hat dieser Satz an Obamas “You didn’t build that“-Rede erinnert. Konzerne sind unmoralisch, weil sie nur an ihrem Profit denken und keinen Nutzen für “die Allgemeinheit” bringen. Nur staatliche Behörden sind in der Lage, der Allgemeinheit zu dienen.

Im Spiegel-Forum konnte man ein immer gern hervorgekramtes Argument hören: “wieviel Kinder hätte man mit 50 Mio. satt machen können. Und was für einen Nutzen hat so ein Sprung. Schwachsinn pur.” Das Kinder-in-Afrika-Argument hört man oft, wenn es darum geht, die Raumfahrt zu diffamieren. Es gibt auf dem Planeten so viele ungelöste Probleme, warum muss man dann Milliarden ausgeben, um in den Mond zu reisen, oder um aus 39 Kilometern zu springen? Warum das ganze Geld für diese “sinnlosen” Unternehmen nicht lieber direkt nach Afrika spenden, wo die Herrscher sie sicher für das Wohl ihrer Bevölkerung ausgeben würden? (weiterlesen…)

Die Theorie des demokratischen Friedens

Oktober 5, 2012

Können Demokratien Kriege gegeneinander führen?

Vor einem Monat hatte ich mich in einem Artikel kritisch mit dem Thema Voluntarismus auseinandergesetzt. Einer meiner Argumente, warum die Demokratie ein besseres System ist, lautete:

Zwei demokratisch gewählte Regierungen haben noch nie Krieg gegeneinander geführt.

Diese Theorie, die als Theorie des demokratischen Friedens bekannt ist, wurde von Demokratiekritikern in Zweifel gezogen. Ein Kommentator merkte an, dass der amerikanische Bürgerkrieg ein Krieg zwischen zwei demokratischen Staaten, den Confederate States of America und den United States, war. Ein anderer warf mir vor, flexibel mit Fakten umzugehen …

Man muss eben etwas Flexibilität benutzen. So war die Ruhrbesetzung eben kein “richtiger” Krieg und Pakistan (oder Indien?) 1999 keine “richtige Demokratie.

… und in einer Replik zu meiner Replik wurden zwei weitere kriegerische Auseinandersetzungen genannt, die Demokratien gegeneinander geführt haben sollen: Der Südossetienkrieg, da Russland und Georgien 2008 demokratisch gewählte Regierungen hatten, und die Jugoslawienkriege 1991-95, da es auch hier im Vorfeld der Kriege in Kroatien und Serbien freie Wahlen gegeben hatte.

Um die Theorie des demokratischen Friedens zu überprüfen, muss man wissen, was man überhaupt unter einer “Demokratie” versteht. Einige glauben, dass Wahlen und ein Mehrparteiensystem schon ausreichen. Aber so einfach ist es nicht, sonst müsste man auch die DDR oder Nordkorea als Demokratien bezeichnen, denn dort gab/gibt es auch “Wahlen” und Marionettenparteien im Parlament (die sogenannten “Blockparteien”).

Eine echte Demokratie ist ein Staat, in der alle volljährigen Staatsbürger das Wahlrecht haben und in der es ein echtes Mehrparteiensystem gibt. Da Frauen und viele Minderheiten noch lange Zeit nach der Einführung von Wahlen kein Wahlrecht hatten, gab es vor dem 20.Jahrhundert keine einzige Demokratie. Gab es aber im 20./21.Jahrhundert Kriege, die zwischen zwei Demokratien geführt wurden? (weiterlesen…)

Es sind ökonomische Probleme!

September 30, 2012
Eine arme Arbeiterfamilie in Hamburg, 1902

Eine arme Arbeiterfamilie in Hamburg, 1902

Vor vier Tagen erstach ein 52-jähriger marokkanischstämmiger Mann eine Angestellte im Jobcenter. Der Mörder war Kunde seines Opfers und führte die Tat im Büro der Angestellten aus. Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass sich der Mörder und das Opfer privat gekannt haben. Die Angestellte war ein “Zufallsopfer”. Eigentlich gingen die meisten Menschen davon aus, dass diese Tat nur ein Opfer hatte. Doch die linksradikale Plattform “scharf links” sah das anders.

Dort hieß es nur einen Tag(!) nach der Tat:

Die Bluttat in einem Jobcenter in Neuss hat für bundesweites Entsetzen gesorgt und wirft ein Schlaglicht auf die Auswirkungen von Hartz4 auf die Betroffenen. So schockierend dieser Vorfall auch ist, der ein Menschenleben gekostet hat, so ist er doch nicht wirklich überraschend – zumindest nicht für Menschen, die selbst ‘Kunden’ eines Jobcenters sind oder näher mit Hartz4 Betroffenen zu tun haben (sei es als Angehörige, Freunde oder Unterstützer).

Überraschend ist vielmehr, dass es nicht weit häufiger zu Eskalationen in den Büros der Arbeitslosigkeitsverwaltungen kommt, von der Zertrümmerung von Einrichtungsgegenständen und offenen Aggressionen gegenüber Sachbearbeitern bis hin zum Amoklauf! Damit sollen Gewaltakte gegenüber den Angestellten keineswegs gerechtfertigt werden; es geht mir vielmehr darum zu zeigen, dass die Einführung von Hartz4 ein Klima erzeugt hat, in dem Wut und Verzweiflung zwangsläufig gedeihen.

Die Ansicht, dass alle Gewalttaten auf ökonomische Probleme zurückzuführen sind, ist nicht nur bei “scharf links” immer noch verbreitet, sondern auch in der Linkspartei: Gesine Lötzsch hat vor zwei Jahren argumentiert, dass eine verstärkte Umverteilung die Mordrate senken würde. Die Menschen wären zufriedener, wenn die Unterschiede nicht so groß wären, und die Reichen müssten sich nicht mehr “in Ghettos abschotten”. (weiterlesen…)

Wohlstand und Freiheit

September 16, 2012

Wir brauchen mehr Freiheit!

Wenn man einen Menschen fragt, was er sich mehr wünscht, ob wirtschaftliche Sicherheit oder Freiheit, bekommt man meistens die Antwort: Was nützt mir Freiheit, wenn ich mir nichts zu essen kaufen kann? Bertold Brecht sagte treffend: “‘Erst kommt das Fressen, dann die Moral!” Wenn man bedenkt, dass im ölreichen Saudi-Arabien 1,5 Millionen christliche Arbeitsmigranten leben, obwohl in keinem Land der Welt Christen schlimmer unterdrückt werden, lässt sich kaum leugnen, dass die meisten Menschen so denken. So könnte man auf die Idee kommen: Ob Demokratie und Diktatur ist eigentlich gar nicht so wichtig. Hauptsache ist, der Mehrheit der Bevölkerung geht es wirtschaftlich gut.

In den Medien findet man nicht selten Leute, die meinen, es gäbe wichtigeres als Demokratie und Freiheit. Im Tagesspiegel vertrat Jorgen Randers die Ansicht, dass wir, um die Klimakatastrophe aufzuhalten, eine “Diktatur auf Zeit” brauchen. Helmut Schmidt zeigte Verständnis für die Niederschlagung der Studentenproteste in Peking 1989. Natürlich findet man solche Meinungen auch bei Menschen, die selbst in einer Diktatur leben. So sagte der chinesische Schauspieler Jackie Chan: „Ich habe mehr und mehr das Gefühl, dass wir kontrolliert werden müssen. Wenn wir nicht überwacht werden, tun wir doch, was wir wollen.“

Aber eine Diskussion darüber zu führen, ob wirtschaftliche Sicherheit wichtiger ist als Freiheit, ist absurd. Wohlstand ist ein Ziel, Freiheit aber ist ein Mittel, um ein Ziel zu erreichen. Freiheit ist nicht dazu da, die Menschen glücklich zu machen, sondern ihnen die Möglichkeit zu geben, selbst über ihr Schicksal zu entscheiden. Es gibt jedoch einige, die der Meinung sind, dass Freiheit ohne Wohlstand nicht möglich ist. Der sozialistische amerikanische Politologe Seymour Martin Lipset vertrat die Ansicht, dass wirtschaftliche Wohlfahrt eine wesentliche Voraussetzung für Demokratie und Freiheit ist. Die Gegenthese besagt, dass Bürgerrechte und Demokratie Voraussetzungen für dauerhafte und verbreitete wirtschaftliche Wohlfahrt sind. Wer hat nun recht? (weiterlesen…)

Marx in den Köpfen

September 12, 2012

Karl Marx

Zur marxistischen Ideologie gehört eine Konflikttheorie, die man kurz zusammenfassen kann: Alle Konflikte auf der Welt sind ökonomisch bedingt. Es handelt sich um einen Kampf zwischen “the haves and the have-nots“. Als die Ursache für den Klassenkampf sehen die Marxisten “der Besitz bzw. Ausschluss von Besitz an Produktionsmitteln (Kapital) sowie der daraus resultierende Gegensatz (Antagonismus) zwischen der besitzlosen und der besitzenden Klasse” an. Diese Theorie ist heute Allgemeingut, wenn es um die Erklärung von Konflikten geht.

Als Hauptursache für den internationalen Terrorismus sehen viele Politiker und Intellektuelle die Armut, Ungleichheit und Hunger in der Dritten Welt an, während für alle Kriege wirtschaftliche Gründe vermutet werden (vor allem Öl). Aber es gibt natürlich ein paar Probleme mit dieser Theorie. Wie ich schon in diesem Artikel feststellte, waren es keine hungernden Afrikaner oder arbeitslosen Mexikaner, die das World Trade Center zerstörten, sondern die Clique eines Multimillionärs, die ihre Taten nicht im Namen der Armen, sondern im Namen des Dschihad begangen.

Nicht nur das: Zwei Drittel der Terroristen der RAF und der IRA hatten Universitätsabschlüsse, Mitglieder der Hisbollah oder palästinensische Selbstmordattentäter stammen genauso oft aus wohlhabenden Familien wie aus ärmeren. Und obwohl Somalia und Kosovo keine wertvollen Rohstoffe haben, wurden diese Länder trotzdem von den USA bombardiert. Es muss also auch einen anderen Grund für die Konflikte in der Welt geben als Klassenkampf. Bei diesen Gründen handelt es sich meistens um ethnische, religiöse oder historisch begründete Spannungen, oder um eine Ideologie, in deren Namen Massenmorde rechtfertigt werden.

Es gibt natürlich auch Kriege, die wirtschaftlich bedingt sind. Bei den Konflikten zwischen dem Sudan und Südsudan vor einigen Monaten ging es durchaus um Öl. Und auch in vielen anderen Kriegen spielten wirtschaftliche Überlegungen eine Rolle. Aber man muss beachten, dass immer zuvor ideologische Konflikte eine Rolle spielten. Im Sudan waren es 5 Jahrzehnte Krieg mit dem Süden. Beim Irankonflikt spielen sicher auch wirtschaftliche Gründe eine Rolle. Das eigentliche Problem ist jedoch die islamistisch-apokalyptische Ideologie der Mullahs und ihrer Verbündeten.

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Vom hohen Ross des Medienkritikers

August 13, 2012
kl

Sie entscheiden, welche Geschichte ganz oben landet

So dürfte man noch nicht einmal Kindern die Welt erklären. Auch sie haben ein Recht darauf, zutreffend, wenn auch auf eine für sie verständliche Weise, informiert zu werden. An dem Bild der Entwicklung in Arabien, das Sie den deutschen Medien in der Regel entnehmen können, ist aber so ziemlich alles falsch und schief

So das vernichtende Urteil von Zettel über die deutsche Berichterstattung zum Arabischen Frühling. Seiner Meinung nach berichten die Medien zu oberflächlich und einseitig über den Arabischen Frühling. In dem Magazin Foreign Policy übte Sultan Al-Qasseimi ebenfalls Kritik an die Berichterstattung zum Arabischen Frühling- allerdings auf die von Al-Jazeera und Al-Arabiya. Offenbar sind viele von der Berichterstattung zum Arabischen Frühling enttäuscht. Aber ist die Kritik zutreffend? Haben die Medien versagt?  Eins muss man einräumen: Die meisten Bürger sind nicht genau über die Vorgänge in Arabien informiert. Aber der Grund dafür ist, dass die meisten Leute gar nicht an genauen Informationen interessiert sind.

Viele Bürger interessieren sich lieber für Sport oder “Wetten dass?” als über den Syrienkonflikt. Und das ist ja auch nicht schlimm. Sie werden erst dann etwas aufmerksam, wenn es sie direkt betrifft. Die Medien berichten z.B. ausführlich über die Interessen des Auslands in Syrien, ob nun der Spiegel, der FAZ oder der Focus. Dass der Durchschnittsbürger trotzdem kaum was davon weiß, liegt nicht an mangelnden Informationen des Journalisten, sondern an mangelndem Interesse des Lesers. Aber es passiert auch, dass die Bürger sich auch dann nicht für etwas interessieren, wenn es sie direkt betrifft. Es ist erstaunlich, dass es nach diesem Artikel noch kein Volksaufstand gegen den ESM gibt. Wie sagte schon Henry Ford? “Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.”  (weiterlesen…)

Occupy Reason- Das Scheitern der 99%

August 2, 2012

Die Proteste der lauten Minderheit

… das Lager hat, wie fast alle seiner Art, mehr Obdachlose als Rebellen angelockt, Drogensüchtige aus dem nahen Bahnhofsviertel, Kleinkriminelle, Alkoholiker. Es gab Schlägereien zwischen den Bewohnern, Diebstähle, viel Streit und Lärm und Krach. Nachts müssen Bewohner Patrouille laufen, die IT-Station mit dem Computer braucht einen Extra-Bewacher.

Irgendwann waren sogar zwei komplette Roma-Clans in die Frankfurter Grünanlagen eingerückt, zwei schwangere Frauen eingeschlossen, die der Stadtverwaltung gewaltig Kopfzerbrechen bereiteten, weil sie die angebotenen Hotelzimmer nur dann annehmen wollten, wenn die gesamte Familie auch ein Zimmer bekomme. Das verweigerte die Stadt, um nicht noch mehr Roma anzuziehen. So blieben alle im Zelt. Angeblich zählen die rumänischen Familien allein schon 60 Mitglieder.

So dreckig endet die Occupy-Bewegung.

Angefangen hatte es als der Versuch einer Weltrevolution der 99% gegen die herrschende Elite, die 1%. Unterstützung fanden sie dabei vom Großteil der Gesellschaft, der Politik und natürlich auch der Intellektuellen. Aber aus der Weltrevolution ist mal wieder nichts geworden. Die Bewegung ist in völliger Bedeutungslosigkeit versunken. Falls man überhaupt sagen kann, dass sie Ziele hätten, sind sie völlig absurd und widersprüchlich. Man ist einfach nur “dagegen”, das reicht schon aus, um ein Schild zu tragen.

Es reicht einfach nicht aus, auf die Straße zu gehen und ohne Sinn und Inhalt gegen “Die da oben” zu demonstrieren. Nicht mal in einer Zeit, in der die große Mehrheit der Bevölkerung die Politik der Regierung ablehnt. So dumm sind die Menschen dann doch nicht, dass sie sich von so einer “Bewegung” vertreten lassen. Sogar die “Initiative Sozialistisches Forum” hat nur Verachtung für die Occupy-Bewegung übrig und tituliert sie als die “allerneueste Etappe des definitiven Niedergangs der Linken”. (weiterlesen…)


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