
Gegründet von freiheitsliebenden Demokraten, missbraucht von verrückten Diktatoren: Die UNO
Kuba, Katar, Libyen, China, Nigeria, Dschibuti, Malaysia, Uganda, Pakistan, Saudi-Arabien, Thailand, Russland, Angola und Bangladesch. Was könnten diese Länder miteinander gemeinsam haben? Ganz einfach: Sie waren letztes Jahr allesamt im UN-Menschenrechtsrat, ohne dass sie selbst die Menschenrechte achten. Joseph Torsella, der US-Botschafter für eine UN-Reform, will das nun ändern: Eine Reform muss her. Die Epoch Times berichtet heute: “Eines der Ziele sei es, zu verhindern, dass Länder, die Menschenrechte verletzen, einen Sitz in dem Gremium bekämen… Die Mitglieder dieser UN-Organisation sollten an den gleichen Standards gemessen werden, die in der Welt eingefordert würden. Wer das Völkerrecht oder internationale Normen missachte, dürfe nicht das “Gesicht der UN” sein, erklärte Torsella.”
Das ausgerechnet die USA für so eine Reform eintreten, mag so manchen Antiimperialisten heuchlerisch vorkommen. Immerhin haben die USA im Irak und Afghanistan selbst die Menschenrechte verletzt. Der Unterschied ist: Die Verbrechen, die von den USA begangen werden, werden rechtsstaatlich aufgeklärt. Die Beteiligten an dem Massaker von Mahmudiyah wurden zu 90 bis 110 Jahren Haft bzw. lebenslänglich verurteilt. Das sogenannte „Afghanistan Kill Team“ wurde ebenfalls von einem amerikanischen Gericht verurteilt. Auch gegen die Taliban-Pinkler wird jetzt ermittelt. Gleiches kann man nicht von Staaten wie China, Iran, Syrien oder Simbabwe behaupten: Hier werden die Verbrechen, die von staatlicher Seite begangen wurden, nicht rechtsstaatlich aufgeklärt.
Natürlich sind auch die USA nicht vollkommen perfekt. In Guantanamo wurden auch Unschuldige gefangen gehalten und gefoltert, ohne dass jemand dafür zur Rechenschaft gezogen wurde. Ohne dies zu verharmlosen, muss man dabei festhalten, dass diese Verbrechen in keiner Relation zu denen stehen, die in den letzten Jahren von totalitären Diktaturen oder von Terroristen begangen wurden, obwohl die internationale Empörung über diese Verbrechen weit unter der von Guantanamo lag. Im Irak haben die sunnitischen und schiitischen Terrorbanden den Großteil der ermordeten irakischen Zivilisten zu verantworten und in Afghanistan sind es die Taliban, auch wenn Jürgen Todenhöfer es nicht wahrhaben will. Von daher täte eine Reform des UN-Menschenrechtsrates der Welt gut. Denn dann könnten vielleicht Diktaturen wie Syrien nicht mehr von anderen Diktaturen beschützt werden, während Israel für jede Korinthenkackerei verurteilt wird.