Archiv für die Kategorie ‘Vince Ebert’

Vince Ebert zur German Angst

April 13, 2012

Vince Ebert

Tipp an alle Deutsche: Tut einfach mal was Verrücktes!

Wir Deutschen fürchten nichts so sehr, als dass wir irgendjemanden diskriminieren könnten. Schon das Wort „Antidiskriminierungsgesetz“ ist ziemlich heikel, denn es enthält fünfmal den Buchstaben „i“. Eine unglaubliche Benachteiligung für die anderen Vokale.

Auf gar keinen Fall dürfen in Deutschland Muslime, Arbeitslose, Umweltschützer oder Dalai Lamas diskriminiert werden. Bei Chinesen, Top-Managern, US-Amerikanern oder Rauchern sieht man die Sache nicht ganz so eng. Rauchende Umweltschützer aus den USA oder arbeitslose muslimische Top-Manager sind da schon kniffligere Fälle.

Auch Schwule dürfen in unserem Land keinesfalls diskriminiert werden. Außer natürlich von Erzbischöfen oder Kardinälen. Bei den alten Herren in den lustigen Brokatkleidern gilt Schwulenfeindlichkeit nicht als Diskriminierung sondern als Kulturgut.

Seit einiger Zeit dürfen auch Frauen in Deutschland nicht mehr benachteiligt werden. In Berlin gibt es sogar einen Senatsbeschluss, nachdem neue Straßen nur nach weiblichen Personen benannt werden dürfen. Bei extrem hässliche Ausfallstraßen und eintönigen Alleen kommt man in eine Zwickmühle. In Tiefgaragen haben Frauen inzwischen sogar eigene Parkplätze, die für Männer – außer am Weltmännertag – absolut tabu sind. Trotzdem gibt es immer noch Chauvis, die dieses Verbot ignorieren und auf Frauenparkplätzen extra schief einparken, damit es nicht so auffällt. (weiterlesen…)

Vince Ebert zur Nachhaltigkeit

März 1, 2012

Vince Ebert

Nachhaltige Gehirnwäsche

Wissenschaft und Fortschritt spalten die Öffentlichkeit in zwei Lager. In ihre Anhänger, die daran glauben, mit ihnen ließe sich alles erreichen. Und ihre Gegner, die genau das befürchten.

1992 ließen sich erstmals 60.000 Aktivisten, Bürokraten und Politiker in Kerosin verbrennenden, Treibhausgase ausstoßenden Jets nach Rio de Janeiro transportieren, um an dem 40 Millionen Euro teuren Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung – auch Erdgipfel genannt – teilzunehmen. Dass der Kongress an der Copacabana stattfand hatte selbstverständlich rein gar nichts damit zu tun, dass die Frauen dort Badeanzüge tragen, die in einer Streichholzschachtel Platz haben.

Inzwischen sind sich nahezu alle einig, dass die Natur nachhaltig erhalten werden sollte. Natürlich nicht die Natur in Form von Wanzen, Streptokokken oder Vulkanausbrüchen. Termiten zum Beispiel sind die größten Öko-Schweine und bei nachhaltig denkenden Menschen mindestens so unbeliebt wie Ölkonzerne. Man schätzt, dass etwa 200 Billionen dieser kleinen Nager weltweit den Holzbeständen zu Leibe rücken und durch ihre Fürze für 30 Prozent der gesamten treibhausschädigenden Methanproduktion verantwortlich sind. Deswegen stehen Termiten auch nicht im Washingtoner Artenschutzabkommen. Ich habe nachgeguckt. Nur Eisvögel, Großtrappen und Delfine. Und natürlich der Pandabär. Ein putziges Kerlchen, das ganz bewusst seine Fortpflanzung eingestellt hat, weil es seine Topposition auf der Roten Liste nicht gefährden will.

Auch Glühlampen sind nicht besonders nachhaltig, weil sie zuviel Hitze und zu wenig Licht erzeugen. Deswegen werden sie laut EU verboten und durch ökologische Energiesparlampen ersetzt. Das darin enthaltene Quecksilber verseucht dann bei der Entsorgung nachhaltig den Boden. (weiterlesen…)

Vince Ebert zum Buddhismus

Januar 19, 2012

Vince Ebert

Gilbert Keith Chesterton sagte einst: “Wenn Menschen aufhören, an Gott zu glauben, glauben sie nicht an nichts, sondern an alles Mögliche. Das ist die Chance der Propheten – und sie kommen in Scharen.” Dieser Satz beschreibt im Grunde den Zustand unserer Gesellschaft. Homöopathie, Astrologie, Verschwörungstheorien und andere Pseudowissensschaften breiten sich bei Atheisten und Sonntagschristen gleichermaßen aus. Besonders angetan haben es uns die ostasiatischen Lehren, allen voran Feng Shui und die Weisheiten des ewiggrinsenden Dalai Lama. Aber sind seine Lehren wirklich so viel besser als unsere traditionellen Religionen?

Obwohl die Gewalt, die chinesische Behörden gegen Tibeter anwenden, in keinster Weise zu rechtfertigen ist, eignet sich das geistliche Oberhaupt der Tibeter, der Dalai Lama, überhaupt nicht als moralisches Vorbild. Er ist ein theokratischer Diktator. Kritische Zeitungen müssen schließen, andersgläubige Mönche fürchten Repressionen. Im Juni 2009 widmete Vince Ebert dem Dalai Lama einen kritischen Artikel, der mit vielen Mythen über den angeblichen Friedensengel aufräumte. Den einzigen Satz, dem ich nicht zustimme, ist die Behauptung, dass der Dalai Lama zur “Dämonisierung Chinas” benutzt werde. Dieses Regime braucht man nicht zu dämonisieren, das erledigen die schon selbst. Die Gründe für die Bewunderung des Dalai Lama liegen einfach in der Sehnsucht nach einem moralischen Vorbild, den Selbsthass vieler linker Intellektueller (der alles Nicht-Westliche ins positive Licht rückt) und der Unkenntnis über die wahre Natur des tibetischen Buddhismus.

Erleuchtung trifft Commerz

Der Buddhismus erinnert ein wenig an Coca Cola. Keiner kennt die Zusammensetzung, aber trotzdem finden ihn alle irgendwie gut. Besonders in Manager-Seminaren gilt es als unglaublich schick, sich einen Zen-Meister ins Haus zu holen, der dann der deutschen Wirtschaftselite in gebrochenem Englisch für einen Tagessatz von 10.000 Euro etwas über Verzicht, Askese und inneren Frieden erzählt. Immer mehr gestandene 50jährige Vorstandsvorsitzende gehen für zwei Wochen ins tibetanische Schweigekloster, in der Hoffnung zu ihrem Allerinnersten vorzudringen. Ohne jedoch zu bedenken, dass sie dort eventuell auch absolut nichts vorfinden könnten. Ein grausamer Gedanke.

Ende dieses Monats wird nun mal wieder der Dalai Lama drei Tage lang die Frankfurter Commerzbank-Arena mit seiner Anwesenheit beglücken. Der tibetanische Gottkönig könnte aus dem Wuppertaler Telefonbuch vorlesen und das gesamte christliche Abendland verdreht verzückt die Augen. Zugegeben, wenn der selbsternannte „Ozean des Wissens“ Lebensweisheiten unter’s Volk wirft, wie zum Beispiel: „Eine liebevolle Atmosphäre in Deinem Haus ist das Fundament für Dein Leben.“ oder auch „Nur wer Leid erträgt, wird Glück erfahren!“ dann kann man schon mal auf komische Gedanken kommen. Hat die „Große Leuchte der Weisheit“ vielleicht doch nur eine Energiesparbirne? Der Kaiser ist nackt und keiner traut es sich zu sagen. (weiterlesen…)

Vince Ebert über Stuttgart 21

Dezember 5, 2011

Vince Ebert

Nach dem Sieg der schweigenden Mehrheit in Baden-Württemberg: Was Vince Ebert über Stuttgart 21 und den Tücken der direkten Demokratie sagte.

Laufzeitverlängerung für Stuttgart 21

Nach dem kollektiven Rausch, in dem wir uns während der Fußball-Weltmeisterschaft befanden, kommen nun die trüben, nasskalten Tage. Deswegen hat man rechtzeitig zur Herbstdepression ein neues Projekt gestartet: Stuttgart 21. Zehn-, ach was sage ich, Hunderttausende Fans pilgern per Bahn (!) in die Schwabenmetropole, um sich mit Gleichgesinnten in eine Lichterkette zu stellen. Public Viewing ohne Videoleinwand. Eine Aufregung, als würde der Papst zusammen mit Bono auftreten.

Viele sind der Meinung, die Demonstrationen seien ein eindeutiges Indiz dafür, dass hier eine Entscheidung gegen die Mehrheit der Bevölkerung gefällt wurde. Das mag sogar stimmen. Vielleicht aber auch nicht. Vielleicht haben sich mit Stuttgart 21 ja nur diejenigen zu einem gemeinsamen Protestmarsch zusammengefunden, denen das Demonstrieren die letzten Jahre abgegangen ist. Quasi ein „Ostermarsch Reloaded“. Kann ja sein.

Nun wird allerorts diskutiert, ob man in Zukunft Volksabstimmungen über Großprojekte einführen sollte. Eine schwere Frage. Selbst für einen Verfechter der direkten Demokratie, wie mir. Über welche Dinge sollte das Volk abstimmen dürfen? Über den Bundespräsidenten? Unbedingt! Über eine Änderung von Verhältniswahlrecht zu Mehrheitswahlrecht? Auch gekauft! Über den Nichtraucherschutz? Na gut… (auch wenn ich’s doof finde).

Wie aber steht’s mit Entscheidungen wie z.B. dem Atomausstieg? Da allerdings finde ich: Nein! Und zwar aus demselben Grund, weshalb man keine Volksentscheide über Statik-Berechnungen im Hochhausbau durchführen sollte. Um beurteilen zu können, ob eine Technologie gefährlich ist, und ob die damit verbundenen Risiken akzeptabel sind oder nicht, bedarf es ein bisschen mehr, als ein paar Spiegel-Artikel über die Endlagerfrage zu lesen. Kein medizinischer Laie käme auf die Idee, einem Gehirnchirurgen zu erklären, dass Operationsmethode A besser ist, als B. Woher also rührt die Selbstsicherheit vieler Bürger bei hochkomplexen Themen wie der Kerntechnik (oder auch der Gentechnologie) auf Augenhöhe mitreden zu können? (weiterlesen…)

Vince Ebert zum Antikapitalismus

November 7, 2011

Vince Ebert

Da gerade die Occupy-Idioten ihr Unwesen treiben: Ein wie gewohnt genialer Text meines Mentors Vince Ebert, der den chronischen Kapitalismushassern gewidmet ist.

Was rede ich, und wenn ja, wieso so viel?

Die deutsche Wirtschaft boomt, der Konsum steigt, die Arbeitslosigkeit sinkt. Alle sind happy, nur einer ist angepisst: Richard David Precht, der Florian Silbereisen der Geisteswissenschaft. „Wir haben viel zu viele Dinge, die wir nicht brauchen. Wir müssen wieder lernen, zu verzichten.“ mahnt der smarte Philosoph (das gilt selbstverständlich nicht für siebenstellige Buch-Erlöse. Spätestens da hört sich’s dann auf mit dem Verzicht).

Inzwischen ist es sogar per Gesetz verboten, eine Polit-Talkshow zum Thema Kapitalismus ohne den Beststellerautor zu führen. Selbst die FDP musste ihn bei ihrem letzten Freiheitskongress fast 20 Minuten reden lassen.

Vereinfacht gesagt lautet Prechts These: Freie Märkte führen uns alle in den moralischen, ökologischen und sozialen Ruin. Und wer in den letzten Jahren mal die Schweiz besucht hat, sieht mit eigenen Augen, wie erschreckend die Lebensqualität in Lausanne, Zürich oder Genf ist. Da sollte man sich doch lieber mal an Nordkorea, dem Iran oder Kuba ein Beispiel nehmen. (weiterlesen…)

Vince Ebert zum Artenschutz

Oktober 3, 2011

Vince Ebert

Wie man in diesem Beitrag lesen kann, interessiert sich PETA kein Stück um Menschenleben. Zuletzt verglichen sie den Mord einer Frau, die ihr Baby in eine Mikrowelle steckte, mit unserem täglichen Fleischkonsum. Grund genung, ihrem Weltbild kritisch gegenüber zu stehen.

Eine wie gewohnt geniale Zusammenfassung von Vince Ebert bringt es auf den Punkt. Er macht sich im folgenden Text ein paar kluge Gedanken zum Thema Artenschutz. Warum regen wir uns z.B. darüber auf, wenn Japaner Wale schlachten, aber nicht, wenn wir Rinder schlachten? Und das ist nur ein Beispiel für die Dopplemoral der Ökologisten.

Rettet die Pocken!

Die Vereinten Nationen haben 2010 zum “Internationalen Jahr der Artenvielfalt” erklärt. Eine schöne Idee. Denn wir müssen alles Menschenmögliche tun, um unsere Natur zu erhalten. Natürlich nicht die Natur in Form von Krätzmilben oder Hakenwürmern. Eher so von Eisbären oder Robben. „Die müssen unbedingt geschützt werden“ „Was aber ist, wenn ein Eisbär eine Robbe jagt?“ Da stutzt der Artenschützer und antwortet: „Jaaa, aber der Eisbär meint das ja nicht so.

Viele sind überzeugt: „Wenn wir nicht entschlossen handeln, werden wir unseren Enkeln eine sehr viel ärmere Welt hinterlassen.“ Wie viel davon ist wissenschaftlich erwiesen und wie viel ist reine Heuchelei? Tatsache ist: Niemand weiß genau, wie viele Tier- und Pflanzenarten es auf der Erde gibt. Schätzungen gehen davon aus, dass 95 Prozent noch gar nicht entdeckt sind. 99 Prozent der Spezies, die jemals auf diesem Planeten gelebt haben, sind inzwischen wieder verschwunden. Zum Beispiel die Dinosaurier. Vor 65 Millionen Jahren schlug ein Meteorit im Einklang mit der Natur auf der Erde ein. Dummerweise genau zu dem Zeitpunkt, als alle Tiere ganz dicht beieinander standen. (weiterlesen…)

Vince Ebert zur Demokratie

September 7, 2011

Vince Ebert

130 Prozent für die Demokratie

Was ist der Unterschied zwischen Demokratie und Diktatur? Churchill sagte: Ich sammle Witze, die Menschen über mich machen. Stalin sagte: ich sammle Menschen, die Witze über mich machen. Genau genommen ist Demokratie keine Regierungsform, sondern ein Verfahren zur Eindämmung von Macht. Denn viele Politiker sind wie Windeln. Sie müssen regelmäßig ausgewechselt werden. Und zwar aus dem gleichen Grund.

Angefangen hat die demokratische Idee im alten Griechenland. Mit den ein oder anderen Kinderkrankheit. Sokrates zum Beispiel wurde von seinem eigenen Volk per Abstimmung zum Tode verurteilt, weil den Athenern sein philosophisches Geschwafel auf den Geist gegangen ist. Seitdem ist bekannt: Der Schierlingsbecher hat einen bitteren Nachgeschmack. Alles in alles eine sehr demokratische, aber keine besonders humane Entscheidung. Wobei wir nicht wirklich wissen, wie nervtötend sein Geschwafel wirklich war.

Die bloße Tatsache, dass der Wille des Volkes in einer freien Wahl zum Ausdruck kommt, heißt erst mal nicht sehr viel. Im Grunde genommen bedeutet Demokratie lediglich, dass zehn Füchse und ein Hase darüber abstimmen können, was es zum Abendessen gibt. Freiheit dagegen bedeutet, wenn Meister Lampe mit einer Schrotflinte zur Abstimmung kommt.

Daher ist es auch ein großes Problem, wenn man Völker demokratisieren möchte, die nie gelernt haben, mit Freiheitsrechten umzugehen. Man kann nicht einfach irgendwo einmarschieren, den Diktator entmachten, freie Wahlen abhalten und dann glauben, alles ist in Butter. Wenn eine Gesellschaft nie gelernt hat, mit Presse-, Religions- und Meinungsfreiheit umzugehen, führen freie Wahlen unter Umständen zu noch viel schlimmeren Regimen.
Wobei in Afghanistan die letzten freien Wahlen wirklich sehr gut liefen. Dort kamen Regierung und Opposition gemeinsam auf sensationelle 130 Prozent! (weiterlesen…)

Vince Ebert zum Kapitalismus

August 17, 2011

Vince Ebert

Was hilft gegen chronische Verblödung? Ein bisschen Lektüre von Vince Ebert. Dieses Mal stehen gleich drei Artikel im Angebot. Sie sind an die Kapitalismusgegner gerichtet, die sich gerade fragen, ob die Linke nicht doch Recht haben mit ihrer “Systemkritik”. Die Artikel sind zwar nicht besonders tiefgründig und mit Statistiken gepflastert, aber sie sprechen alle wichtigen Themen mit einem ironischen Unterton an.

In ersten Text wird die Finanzkrise behandelt. Ebert kommt zum Schluss: Der freie Markt ist dem Sozialismus und dem Keynesianismus jederzeit vorzuziehen.

Was Kapitalismus mit Sex zu tun hat (2009)

“Karstadt ist pleite. Eine schmerzliche Tatsache, die sich allerdings schon früh abzeichnete. Ein Konzern, der vor zwei Jahren allen Ernstes „Outdoor-Regenschirme“ verkaufen wollte, musste große Probleme haben. Viele sind der Meinung, die Regierung solle das Unternehmen retten und Karstadt in eine Art Staatskaufhaus verwandeln. Weht also bald durch die Filialen in Wuppertal und Offenbach kubanisches Flair? Leere Regale untermalt mit der Musik von Buena Vista Social Club?

Das Subtile am Kapitalismus ist ja, das er ein gnadenloses Entmachtungsinstrument ist. Er trennt die Effektiven von den Ineffektiven. Wenn Bill Gates ab morgen keinen klugen Gedanken mehr hat, kann er in fünf Jahren seinen Laden dichtmachen. Fidel Castro hatte in seinem ganzen Leben noch keinen einzigen klugen Gedanken, aber ist trotzdem noch am Ruder. Denn mit der Marktwirtschaft ist es wie mit der Schwerkraft. Wenn man sich ihr entziehen will, muss man diese Welt verlassen.

Eine Auffassung, die freilich nicht von allen Ökonomen geteilt wird. Vor etwa 80 Jahren lehrte der Wirtschaftswissenschaftler John Maynard Keynes, dass Regierungen bei Konjuktureinbrüchen mit Staatsausgaben gegensteuern sollen. Wenn der Osten nicht in Schwung kommt, kloppt man eben ein Musical-Theater in die Uckermark und – schuppdiwupp – entstehen blühende Landschaften. Das Geniale an Keynes war, dass er staatlichen Unfug auf eine wissenschaftliche Basis gestellt hat.

Keynianer mögen jetzt einwenden: Ja, aber freie Marktwirtschaft ist doch sooo ungerecht! Natürlich wäre es erheblich fairer, wenn beim Fussball alle 22 Spieler auf derselben Seite spielen und wir diese dämlichen Tore abschaffen würden. (weiterlesen…)

Vince Ebert zur Wissenschaftsfeindlichkeit

Juli 16, 2011

Vince Ebert

In unserer Zeit erleben wir den totalen Atomausstieg, den Krieg gegen das vermeintlich teuflische CO2 und gegen Elektrosmog von Mobilfunkmasten. Vince Ebert hält nichts davon und sagt: “Albert Einstein würde sich im Grabe umdrehen“.

Mein Nachbar gründete neulich eine Bürgerinitiative gegen Elektrosmog, weil die Telekom bei uns um die Ecke einen Mobilfunkmast aufgestellt hat. Da haben über 1000 Leute unterschrieben, die angeblich unter Kopfschmerzen und Übelkeit leiden. Als er dem Telekom-Sprecher das Protestschreiben in die Hand gedrückt hat, sagte der: «Und wie schlimm muss es erst werden, wenn wir nächsten Monat den Mast auch noch in Betrieb nehmen…» – Im Ernst: Wenn unsere Nahrungsmittel angeblich immer giftiger werden, wir immer dicker und ungesünder werden, wenn der Zustand unserer Umwelt immer schlimmer wird – warum steigt dann unsere durchschnittliche Lebenserwartung? Wir werden so alt wie nie zuvor, dann kann doch nicht alles schlechter werden, oder?!

Ein Auszug von Vince Eberts Buch “Denken sie selbst” bringt es noch deutlicher auf dem Punkt:

Quantenmechanik ist keine Fußmassage

“Naturwissenschaftler haben in der heutigen Zeit ein eher schlechtes Image – fast vergleichbar mit Attentätern oder Amokläufern. Die Allgemeinheit findet den Job total spannend, gleichzeitig will aber keiner etwas mit denen zu tun haben, die ihn ausüben. Wenn ich auf einer Party erzähle, dass ich Vorlesungen in Kernphysik besucht habe, dann glauben die Leute sofort, ich würde in meinem Hobbykeller Plutonium anreichern. Das stimmt natürlich, aber was ist daran so schlimm? (weiterlesen…)

Vince Ebert über Entwicklungshilfe

Mai 30, 2011

Vince Ebert

Hier nun die vernünftigen Gedanken des einzigen lustigen Physikers der Welt zu dem Geschäft mit der Charity. Erschienen bei der Achse des Guten.

Entwicklungshilfe- Egotrips ins Elend

Warum wachsen und gedeihen einige Teile der Erde, während andere jämmerlich vor sich hin vegetieren? Mit Intelligenz kann es nichts zu tun haben. Man hat mir glaubhaft versichert, dass es kaum einen Ort auf der Welt gibt, wo sich mehr Dummheit versammelt als in Beverly Hills und trotzdem schwimmen die Leute dort in Geld. Auch Überbevölkerung scheint nicht das Problem zu sein. Monaco hat eine höhere Bevölkerungsdichte als Bangladesh, aber trotzdem gab es im monegassischen Yachthafen meines Wissens noch nie eine Hungersnot. Auch knappe Rohstoffe sind kein Indiz für Not und Elend. Die Schweiz hat keinerlei davon – wenn man von Rohmilchkäse und Schwarzgeldkonten absieht. Auch allgemeine Trägheit ruiniert nicht zwingend eine Volkswirtschaft. Der Blick in ein deutsches Einwohnermeldeamt genügt.

Wodurch also wird Armut tatsächlich verursacht? Ich glaube, es hat etwas mit Geld zu tun. Afrika hat sehr viel von beidem. Pro Jahr fließen fast 70 Milliarden Dollar Entwicklungshilfe dorthin. Alleine der Kongo, mit all seinen Bodenschätzen das potentiell reichste Land Afrikas, wird mit zwei Milliarden Euro Hilfsgeldern pro Jahr praktisch überflutet. Geld, das hauptsächlich für Präsidentenpaläste, Schnellfeuergewehre und Großraumlimousinen ausgegeben wird.

Wenn tatsächlich Projekte vorangetrieben werden, dann dienen sie vor allem dafür, den Geberländern Effektivität und Produktivität vorzugaukeln. Ähnlich wie in Russland zu Zeiten des Kommunismus. Damals baute man gigantische Maschinen, die Kohle und Erz förderten. Dann verbrannte man die Kohle, um das Erz zu schmelzen, das man dann zum Bau von gigantischen Maschinen benutzte, die Kohle und Erz förderten. Die nigerianische Regierung hat mehrfach bewiesen, dass das gleiche Konzept problemlos auch mit Erdöl funktioniert. (weiterlesen…)


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