Archive for the ‘Wissenschaft’ Category

Vom hohen Ross des Medienkritikers

August 13, 2012
kl

Sie entscheiden, welche Geschichte ganz oben landet

So dürfte man noch nicht einmal Kindern die Welt erklären. Auch sie haben ein Recht darauf, zutreffend, wenn auch auf eine für sie verständliche Weise, informiert zu werden. An dem Bild der Entwicklung in Arabien, das Sie den deutschen Medien in der Regel entnehmen können, ist aber so ziemlich alles falsch und schief

So das vernichtende Urteil von Zettel über die deutsche Berichterstattung zum Arabischen Frühling. Seiner Meinung nach berichten die Medien zu oberflächlich und einseitig über den Arabischen Frühling. In dem Magazin Foreign Policy übte Sultan Al-Qasseimi ebenfalls Kritik an die Berichterstattung zum Arabischen Frühling- allerdings auf die von Al-Jazeera und Al-Arabiya. Offenbar sind viele von der Berichterstattung zum Arabischen Frühling enttäuscht. Aber ist die Kritik zutreffend? Haben die Medien versagt?  Eins muss man einräumen: Die meisten Bürger sind nicht genau über die Vorgänge in Arabien informiert. Aber der Grund dafür ist, dass die meisten Leute gar nicht an genauen Informationen interessiert sind.

Viele Bürger interessieren sich lieber für Sport oder “Wetten dass?” als über den Syrienkonflikt. Und das ist ja auch nicht schlimm. Sie werden erst dann etwas aufmerksam, wenn es sie direkt betrifft. Die Medien berichten z.B. ausführlich über die Interessen des Auslands in Syrien, ob nun der Spiegel, der FAZ oder der Focus. Dass der Durchschnittsbürger trotzdem kaum was davon weiß, liegt nicht an mangelnden Informationen des Journalisten, sondern an mangelndem Interesse des Lesers. Aber es passiert auch, dass die Bürger sich auch dann nicht für etwas interessieren, wenn es sie direkt betrifft. Es ist erstaunlich, dass es nach diesem Artikel noch kein Volksaufstand gegen den ESM gibt. Wie sagte schon Henry Ford? “Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.”  (more…)

Das Gottesteilchen!

Juli 7, 2012
Gott bei der Erschaffung Adams

Gott bei der Erschaffung Adams

Der 4. Juli 2012 wird in die Geschichte eingehen als der Tag, in der die größte wissenschaftliche Entdeckung des noch jungen Jahrhunderts gefeiert wurde. Im europäischen Kernforschungszentrum CERN gelang es mithilfe eines Teilchenbeschleunigers zum ersten Mal, das Higgs-Boson, das den Spitznamen “Gottesteilchen” trägt, experimentiell nachzuweisen. Was ist das Higgs-Boson und warum wird es “Gottesteilchen” genannt? Nun, das Higgs-Boson gilt als das Teilchen, das allen anderen Teilchen, aus denen das Universum besteht- Sterne, Planeten, Menschen, Atomen- die Masse gibt. Das Standardmodell der Teilchenphysik besteht aus 18 Teilchen, die sich in Quarks, Leptonen und Eichbosonen einteilen. Bis jetzt konnten 17 der 18 Teilchen experimentiell nachgewiesen werden, nur das Higgs-Boson fehlte.

Falls es den Teilchenphysikern nicht gelungen wäre, das Higgs-Boson zu entdecken, hätte dies eine Katastrophe für sie bedeutet, denn dann hätten sie in den letzten 5 Jahrzehnten nur Unsinn geredet. Aber die aktuelle Entdeckung, die noch nicht eindeutig gesichert ist, bedeutet wiederum nicht, dass die Physik am Ende ist. Im Gegenteil, die Physiker wissen bis heute immer noch nicht, woraus 95% der Materie des Universums besteht, weswegen man sie auch bezeichnenderweise “dunkle Materie” und die “dunkle Energie” nennt. In den Kommentaren zu der sensationellen Meldung mischten sich auch ärgerliche Stimmen, die sich darüber echauffierten, dass das Higgs-Boson ausgerechnet den Spitznamen “Gottesteilchen” trägt. Natürlich hat das Higgs-Boson nichts mit Gott zu tun, aber ich finde, der Name ist nebensächlich.

Vielleicht sollte man genau diesen Namen wählen, um zu verdeutlichen, wer wirklich der Erschaffer aller Dinge des Universums ist- nicht etwa ein von vor Tausenden Jahren von Menschen kreierter Gott (Jahwe, Allah, Marduk, Shiva usw.), der sich darüber Sorgen macht, ob man Schweinefleisch essen oder Säuglinge beschneiden soll, sondern das Higgs-Boson, der dafür nicht mal Dankbarkeit von uns erwartet, sich aber von seinen Gläubigern zumindest beweisen lässt! Ein würdiger Gott, wie ich finde. Neben Vertretern von Religionsgemeinschaften kritisierten auch die Leute das CERN-Projekt, die die Raumfahrt für sinnlose Geldverschwendung halten und fordern, dass man die Milliarden lieber für sinnvollere Dinge ausgibt, wie etwa korrupte Herrscher in Afrika (auch “Entwicklungshilfe” genannt). Nachfolgend einige Stimmen, die beiden Typen von Nörglern gewidmet sind. (more…)

Chauvinistische Kulturkritik

März 30, 2012

Der Ex-Maoist Paul Breitner posiert vor einem Porträt des größten Massenmörders aller Zeiten

Es gibt viele Gründe, warum viele Intellektuelle der Ansicht sind, dass der Westen eine moralische Krise durchläuft. Die einen glauben, dass der Westen nicht bereit ist, seine Werte gegenüber Fundamentalisten zu verteidigen und allzu vorauseilend seine Kapitulation erklärt. Die anderen denken, dass das “internationale Finanzkapital” Schuld an unserem moralischen Verfall wäre und dass eine kleine Minderheit von Bankiers und Militärs (die “ein Prozent”) die Menschheit versklaven will. Die Vertreter beider Theorien suchen gerne Sündenböcke für ihre Theorien. Meistens trifft es die Medien. Die Vertreter der zweiten Theorie haben es vor allem auf ein Medium abgesehen: Das Fernsehen.

Das Fernsehen würde unsere niedersten Instinkte bedienen, es macht uns fett, dumm, gewalttätig und sei schuld an der Verdummung der Jugend. Fernsehsendungen wie DSDS, Oliver Geißen oder das Dschungelcamp gelten für die chauvinistischen Kulturkritiker als Anzeichen für den Untergang des Abendlands. Offenbar ist für sie alles, was nicht ihren Vorstellungen entspricht, moralisch falsch. Ein Beispiel ist mir besonders aufgefallen:

Am 20.März trat der Ex-Fußballprofi und Maoist Paul Breitner in der Talkshow Markus Lanz auf. Neben ihr saß Daniela Katzenberger. Während die Gäste sich über Katzenbergers Sendung unterhielten, wurde Breitner gefragt, ob er sich schon mal ihre Sendung angesehen hätte. Er antwortete: “Nein. Weil mir – ähnlich wie bei Twitter – das Kotzen kommt, wenn ich sehe, was die Leute tun, um irgendwie Schlagzeilen zu bekommen.” Katzenberger saß, wie bereits erwähnt, ein Meter neben Breitner. Dieser fuhr fort: “Daniela Katzenberger ist der Zug der Zeit, dass jeder einfach partout sein Glück darin sucht, unbedingt ins Fernsehen zu kommen, unbedingt vermeintlich berühmt zu werden. Dafür essen die Hundekacke. Dafür machen die alles. Es ist zum Kotzen. Ich find’s widerlich zum Teil. Pervers.” (more…)

Wachstumsbremse Koran

März 24, 2012

Wissenschaftler einer irakischen Universität beweisen durch ein Urintest, dass der Islam die wahre Religion ist:

Nein, ernsthaft: Die Wissenschaft im islamischen Raum befindet sich auf einem historischen Tiefpunkt. Der Spiegel berichtete im November 2007: Der OIC-Schnitt für wissenschaftliche Veröffentlichungen lag im Jahr 2003 bei 13 pro eine Million Einwohner, weltweit lag er bei 137 und in den USA bei 666. Der Anteil, den die muslimischen Staaten von ihrem Bruttoinlandsprodukte für Forschung und Entwicklung ausgeben, ist sehr gering. Bislang gab es nur zwei islamische Nobelpreisträger in den Naturwissenschaften: Abdus Salam (Pakistan, Nobelpreis für Physik 1979) und Ahmed Zewail (Ägypten, Nobelpreis für Chemie 1999).

Das Problem ist: Die Wissenschaft ist nur dazu da, den Koran zu bestätigen. Der berühmte ehemalige saudische Staatsrechtsgutachter Abdul Aziz Ibn Baz soll in einem seiner Bücher im Jahr 1982 geschrieben haben: “Die muslimischen Vorfahren, wie Scheich Ibn Taimiya, Ibn Kathir und Ibn al-Qayyim, sind sich einig, dass derjenige, der behauptet, die Erde rotiere um die Sonne, während die Sonne fest stünde, sündigt und das islamische Gesetz bricht. Wer behauptet, dass die Erde rotiert, aber die Sonne nicht, wird zum Gottlosen und Verführten. Er muss eine Frist bekommen, um sich zu besinnen (und seine Meinung zu ändern). Falls er Buße tut und wieder vernünftig wird, wird ihm verziehen. Falls er aber seine Meinung nicht ändert wird als ein Gottloser hingerichtet. Sein Eigentum wird vom muslimischen Staat übernommen.” (more…)

Marxistische Tricks

März 21, 2012

Karl Marx

Vor einiger Zeit beschäftigte ich mich mit der Frage, warum Sozialismus weltweit noch immer so anziehend ist, während nationalistische Ideologien zurecht geächtet werden. Eine Schlussfolgerung von mir lautete: “Religiöse Ideologien schließen die Ungläubigen aus, nationalistische die Angehörige anderer Nationen. Aber der Sozialismus kann von allen in Anspruch genommen werden. Russland, China, Kuba, Angola, Äthiopien, Kambodscha, Nordkorea, Jugoslawien, Jemen, Algerien- der Sozialismus wurde überall ausprobiert.” Oder, anders ausgedrückt: Die Sozialisten wollen den Klassenfeind vernichten, die Nationalisten den Rassenfeind.

Für mich besteht da moralisch natürlich kein Unterschied. Es ist nur eine Feststellung, ohne jede Form von Verharmlosung. Falls jemand einen besseren Grund findet, warum der Sozialismus noch immer so viele Anhänger hat, kann er ihn gerne vorbringen. Die Menschen scheinen leider wirklich zu glauben, dass eine Ideologie, die von Weißen, Asiaten, Latinos, Afrikanern und Arabern gleichermaßen in Anspruch genommen werden kann, auch tolerant sei (100 Millionen Tote sprechen eine andere Sprache)- ein marxistischer Trick, könnte man sagen.

Einige Wochen später fiel mir ein Artikel bei Christian Ortner auf, der sich der Frage widmete, ob Hitler aktuell bei der Occupy-Bewegung demonstrieren würde. Ich habe diese Frage bejaht, fand den Artikel jedoch recht unnötig. Denn erstens würde Hitler wohl auch bei einer EU-kritischen Demonstration teilnehmen und zweitens wurde im Artikel die Frage aufgeworfen, ob der Nationalsozialismus eine linke Ideologie gewesen sein soll. Eine meiner Meinung nach völlig irrsinnige Behauptung, die ich in einem Artikel kritisiert habe. Meine Antwort auf Ortners Artikel stößte bei den Kommentatoren auf Kritik. Möglicherweise wurde der Artikel missverstanden, ich wollte selbstverständlich nicht behaupten, dass der Sozialismus eine bessere Ideologie sei als der Nationalismus, sondern nur auf die Unterschiede zwischen den beiden Ideologien aufmerksam machen.

American Viewer schrieb jedoch: “Du fällst aus meiner Sicht auf einen ganz, ganz alten Trick der Marxisten herein”, da er der Meinung ist, dass die Linken genauso nationalistisch sind wie die Rechten. Könnte es aber sein, dass in Wirklichkeit nicht ich, sondern American Viewer auf einen marxistischen Trick reingefallen ist? Und zwar auf den, dass es schlimmer ist, jemanden aufgrund seiner Rasse/Nation zu hassen, als aufgrund seiner Klasse. Das glauben, wie bereits gesagt, viele Menschen auf der Welt. Einige Kritiker der Linken scheinen das auch zu glauben, deshalb versuchen sie, den Linken/Sozialisten zu unterstellen, dass sie nationalistisch wären, um dann sagen zu können: “Seht ihr, die Linken sind genauso schlimm wie die Nazis.” Diese Behauptung ist aber nicht notwendig, denn: Die sozialistische Ideologie ist nicht nationalistisch, aber sie ist deshalb nicht auch moralisch besser. (more…)

… Und sie waren doch auf dem Mond!

September 8, 2011

James Irwin am Mond, 1971

Neue Mondfotos lassen alte NASA-Zweifler nachdenken. Auf neuen Fotos einer NASA-Sonde sind Fußspuren und Wege der Autos zu sehen, die den Besuch des Menschen auf dem Mond bezeugen. Zu sehen ist, welche Wege die Astronauten auf den Mond gingen und wohin sie mit ihren Mondautos fuhren. Die Experten konnten selbst die Rucksäcke identifizieren, die die Astronauten zurückließen, bevor sie den Rückflug zur Erde antraten.

Man müsse schon etwas länger hinsehen, um die Details zu erkennen, sagt Mark Robinson von der Universität von Arizona, der Chefwissenschaftler der Sonde. Dann aber könne man selbst die Räder des Mondautos sehen, die ein bisschen nach links stehen. 40 Jahre nach den Landungen scheint sich nicht viel Staub auf den Spuren abgesetzt zu haben. Es werde wohl 10 bis 100 Millionen Jahre dauern, bis sie bedeckt seien, sagt Robinson.

Hier kann man die neuen Fotos sehen.

Doch ich bin mir sicher, dass die VT sich davon nicht im Ansatz beeindrucken lassen werden. Für sie ist ein Gegenargument immer gefälscht und nur ein Grund, weiter an seinen Theorien zu glauben. Desto mehr man sie beachtet, desto mehr fühlen sie sich in ihren Theorien bestätigt. Das zeigt auch folgender Kommentar:

Spuren die über 30 Jahre sichtbar bleiben? Sollen mal die Russen an derselben Stelle Satellitenaufnahmen machen, wäre doch sicher interessant wie deren Bilder aussehen. Kurz vor dem Angriffskrieg im Irak zeigten die USA der Welt auch Satellitenaufnahmen von Mengen an Panzerverbänden, während die Russen dann ihre Satellitenaufnahmen nachlegten und auf denen nicht mal 1 Panzer zu sehen war. Datum, Uhrzeit und Koordinaten waren exakt dieselben.

Tja, der Mond hat halt nicht dieselbe Schwerkraft wie die Erde, und die Russen hätten doch schon 1969 leicht die “Wahrheit” herausposaunen können…

Kapitalismus, Demokratie, der Westen und seine “Kritiker”, Teil 1

August 31, 2011

Das schöne Abendland, geht es bald unter?

Teil 2: hier

Trotz 100 Millionen Tote- Hatte Marx doch Recht? Sozialismus und Kulturrelativismus als “Systemkritik”

Der englische Konservative Charles Moore stellt sich nach Jahren die Frage: Haben die Linke vielleicht doch recht? Der FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher brachte die Debatte nach Deutschland. Sie stieß auf fruchtbarem Boden:

Einer Umfrage der Bertelmannsstiftung nach wünschen sich 88% der Deutschen ein “neues Wirtschaftssystem”. Das derzeitige System berücksichtige weder den »Schutz der Umwelt, noch den »sorgsamen Umgang mit den Ressourcen« oder den »sozialen Ausgleich in der Gesellschaft« genügend. Eine andere Umfrage zeigte, dass nur 46% der Deutschen vom Kapitalismus überzeugt sind. Noch düsterer sieht es in Frankreich aus: Nur 15% der Franzosen sind vom Kapitalismus überzeugt, 33% sind der Meinung, man müsste ihn abschaffen.

Und nicht nur der Kapitalismus, auch die Demokratie und Freiheit und sogar der technische und wissenschaftliche Fortschritt werden immer weniger geschätzt. Westliche Kulturpessimisten und Apokalyptiker haben in den letzten 10 Jahren so sehr gewütet wie noch nie zuvor. Dabei ist es in manchen Fällen nicht die westliche Kultur, sondern die Zivilisation als Ganzes, die kritisiert wird. Die Kulturpessimisten definieren den Westen nur mit “Raubtierkapitalismus”, gewissenlosen Bankern, imperialistischen Kriegen, Arbeitsplätzeabbau, Kinderarbeit in Dritte-Welt-Ländern, Jugendkriminalität, Massentierhaltung, Verschwendungssucht, Antiterrorgesetzen, Umweltzerstörung, Fettleibigkeit und das Schlimmste von allem: Niveauloses Fernsehen (DSDS, Dschungelcamp, Oliver Geißen).

Drei Ereignisse haben der “Systemkritik” gehörigen Antrieb gegeben: Der Bushismus mit dem Irakkrieg und Guantanamo, die Finanzkrise und die apokalyptische Endzeitvision der Globalen Erwärmung. Systemkritiker vermitteln den Eindruck, dass der Westen mit seiner Politik und Lebensweise die ganze Welt in den Abgrund reißt. In keiner anderen Region gibt es mehr Kritik am eigenen System als in der westlichen Welt. Sie sind besessen davon, den Untergang des Abendlandes heraufzubeschwören und die kommenden Weltmächte China, Indien und Brasilien stark zu reden.

Ich bin einer der Wenigen, die noch an den Westen glauben. Und ich bin sogar stolz auf ihn. Deswegen folgt an dieser Stelle eine Verteidigung der westlichen Demokratie und des Kapitalismus, der an alle Kritiker gerichtet und mit Fakten untermauert ist. (more…)

Vince Ebert zur Wissenschaftsfeindlichkeit

Juli 16, 2011

In unserer Zeit erleben wir den totalen Atomausstieg, den Krieg gegen das vermeintlich teuflische CO2 und gegen Elektrosmog von Mobilfunkmasten. Vince Ebert hält nichts davon und sagt: “Albert Einstein würde sich im Grabe umdrehen“:

Mein Nachbar gründete neulich eine Bürgerinitiative gegen Elektrosmog, weil die Telekom bei uns um die Ecke einen Mobilfunkmast aufgestellt hat. Da haben über 1000 Leute unterschrieben, die angeblich unter Kopfschmerzen und Übelkeit leiden. Als er dem Telekom-Sprecher das Protestschreiben in die Hand gedrückt hat, sagte der: «Und wie schlimm muss es erst werden, wenn wir nächsten Monat den Mast auch noch in Betrieb nehmen…» – Im Ernst: Wenn unsere Nahrungsmittel angeblich immer giftiger werden, wir immer dicker und ungesünder werden, wenn der Zustand unserer Umwelt immer schlimmer wird – warum steigt dann unsere durchschnittliche Lebenserwartung? Wir werden so alt wie nie zuvor, dann kann doch nicht alles schlechter werden, oder?!

Ein Auszug von Vince Eberts Buch “Denken sie selbst” bringt es noch deutlicher auf dem Punkt:

Quantenmechanik ist keine Fußmassage

“Naturwissenschaftler haben in der heutigen Zeit ein eher schlechtes Image – fast vergleichbar mit Attentätern oder Amokläufern. Die Allgemeinheit findet den Job total spannend, gleichzeitig will aber keiner etwas mit denen zu tun haben, die ihn ausüben. Wenn ich auf einer Party erzähle, dass ich Vorlesungen in Kernphysik besucht habe, dann glauben die Leute sofort, ich würde in meinem Hobbykeller Plutonium anreichern. Das stimmt natürlich, aber was ist daran so schlimm?

Gründe für dieses Imageproblem gibt es viele. In Filmen oder in der Literatur wird der Wissenschaftler  seit jeher als gefährlicher Psychopath dargestellt, der sich als Gott aufspielt: Dr. Faustus bei Goethe, Dr. Frankenstein bei Mary Shelley oder Dr. Brinkmann in der Schwarzwaldklinik. Dabei ist wissenschaftlicher Fortschritt erst einmal nie gut oder schlecht. Es kommt immer auf die Anwendung an. Mit einem Laser kann man eine Pershing-Rakete steuern oder im CD-Player Roberto Blanco hören. Was ist schlimmer? (more…)


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