„Ich weiß, die ganze Welt sieht jetzt zu. Könntet ihr nur sehen, was ich sehe! Manchmal muss man wirklich weit hinaufgehen, damit man erkennt, wie klein man ist … Ich komme jetzt nach Hause.“- Felix Baumgartner vor seinem historischen Sprung. Am 14. Oktober um kurz nach 20 Uhr deutscher Zeit sprang er aus 39 Kilometern aus einem Ballon von der Walker Air Force Base in Roswell. Er erreichte eine Geschwindigkeit von 1342,8 km/h, stellte 5 neue Weltrekorde auf und landete nach 5 Minuten wohlbehütet auf dem Boden. Es war einer der größten Medienspektakel der letzten Jahre.
Gideon Böss hatte eine kleine Anmerkung zu dem Sprung. Mir ist das auch aufgefallen. Ich habe es nur ein bisschen anders in Erinnerung. Der Kommentator sagte in etwa: “An dieser Stelle können wir auch mal vergessen, dass dieser Sprung nicht zum Wohl der Menschheit, sondern zum Wohl eines Getränkekonzerns durchgeführt wurde.” Mich hat dieser Satz an Obamas “You didn’t build that“-Rede erinnert. Konzerne sind unmoralisch, weil sie nur an ihrem Profit denken und keinen Nutzen für “die Allgemeinheit” bringen. Nur staatliche Behörden sind in der Lage, der Allgemeinheit zu dienen.
Im Spiegel-Forum konnte man ein immer gern hervorgekramtes Argument hören: “wieviel Kinder hätte man mit 50 Mio. satt machen können. Und was für einen Nutzen hat so ein Sprung. Schwachsinn pur.” Das Kinder-in-Afrika-Argument hört man oft, wenn es darum geht, die Raumfahrt zu diffamieren. Es gibt auf dem Planeten so viele ungelöste Probleme, warum muss man dann Milliarden ausgeben, um in den Mond zu reisen, oder um aus 39 Kilometern zu springen? Warum das ganze Geld für diese “sinnlosen” Unternehmen nicht lieber direkt nach Afrika spenden, wo die Herrscher sie sicher für das Wohl ihrer Bevölkerung ausgeben würden? (weiterlesen…)


























