Archive for the ‘Wissenschaft’ Category

Baumgartner und die Kinder in Afrika

Oktober 18, 2012

Baumgartners Vorgänger, Joseph Kittinger, sprang 1960 aus 31,3 Kilometern Höhe

„Ich weiß, die ganze Welt sieht jetzt zu. Könntet ihr nur sehen, was ich sehe! Manchmal muss man wirklich weit hinaufgehen, damit man erkennt, wie klein man ist … Ich komme jetzt nach Hause.“- Felix Baumgartner vor seinem historischen Sprung. Am 14. Oktober um kurz nach 20 Uhr deutscher Zeit sprang er aus 39 Kilometern aus einem Ballon von der Walker Air Force Base in Roswell. Er erreichte eine Geschwindigkeit von 1342,8 km/h, stellte 5 neue Weltrekorde auf und landete nach 5 Minuten wohlbehütet auf dem Boden. Es war einer der größten Medienspektakel der letzten Jahre.

Gideon Böss hatte eine kleine Anmerkung zu dem Sprung. Mir ist das auch aufgefallen. Ich habe es nur ein bisschen anders in Erinnerung. Der Kommentator sagte in etwa: “An dieser Stelle können wir auch mal vergessen, dass dieser Sprung nicht zum Wohl der Menschheit, sondern zum Wohl eines Getränkekonzerns durchgeführt wurde.” Mich hat dieser Satz an Obamas “You didn’t build that“-Rede erinnert. Konzerne sind unmoralisch, weil sie nur an ihrem Profit denken und keinen Nutzen für “die Allgemeinheit” bringen. Nur staatliche Behörden sind in der Lage, der Allgemeinheit zu dienen.

Im Spiegel-Forum konnte man ein immer gern hervorgekramtes Argument hören: “wieviel Kinder hätte man mit 50 Mio. satt machen können. Und was für einen Nutzen hat so ein Sprung. Schwachsinn pur.” Das Kinder-in-Afrika-Argument hört man oft, wenn es darum geht, die Raumfahrt zu diffamieren. Es gibt auf dem Planeten so viele ungelöste Probleme, warum muss man dann Milliarden ausgeben, um in den Mond zu reisen, oder um aus 39 Kilometern zu springen? Warum das ganze Geld für diese “sinnlosen” Unternehmen nicht lieber direkt nach Afrika spenden, wo die Herrscher sie sicher für das Wohl ihrer Bevölkerung ausgeben würden? (more…)

Das Gottesteilchen!

Juli 7, 2012
Gott bei der Erschaffung Adams

Gott bei der Erschaffung Adams

Der 4. Juli 2012 wird in die Geschichte eingehen als der Tag, in der die größte wissenschaftliche Entdeckung des noch jungen Jahrhunderts gefeiert wurde. Im europäischen Kernforschungszentrum CERN gelang es mithilfe eines Teilchenbeschleunigers zum ersten Mal, das Higgs-Boson, das den Spitznamen “Gottesteilchen” trägt, experimentiell nachzuweisen. Was ist das Higgs-Boson und warum wird es “Gottesteilchen” genannt? Nun, das Higgs-Boson gilt als das Teilchen, das allen anderen Teilchen, aus denen das Universum besteht- Sterne, Planeten, Menschen, Atomen- die Masse gibt. Das Standardmodell der Teilchenphysik besteht aus 18 Teilchen, die sich in Quarks, Leptonen und Eichbosonen einteilen. Bis jetzt konnten 17 der 18 Teilchen experimentiell nachgewiesen werden, nur das Higgs-Boson fehlte.

Falls es den Teilchenphysikern nicht gelungen wäre, das Higgs-Boson zu entdecken, hätte dies eine Katastrophe für sie bedeutet, denn dann hätten sie in den letzten 5 Jahrzehnten nur Unsinn geredet. Aber die aktuelle Entdeckung, die noch nicht eindeutig gesichert ist, bedeutet wiederum nicht, dass die Physik am Ende ist. Im Gegenteil, die Physiker wissen bis heute immer noch nicht, woraus 95% der Materie des Universums besteht, weswegen man sie auch bezeichnenderweise “dunkle Materie” und die “dunkle Energie” nennt. In den Kommentaren zu der sensationellen Meldung mischten sich auch ärgerliche Stimmen, die sich darüber echauffierten, dass das Higgs-Boson ausgerechnet den Spitznamen “Gottesteilchen” trägt. Natürlich hat das Higgs-Boson nichts mit Gott zu tun, aber ich finde, der Name ist nebensächlich.

Vielleicht sollte man genau diesen Namen wählen, um zu verdeutlichen, wer wirklich der Erschaffer aller Dinge des Universums ist- nicht etwa ein von vor Tausenden Jahren von Menschen kreierter Gott (Jahwe, Allah, Marduk, Shiva usw.), der sich darüber Sorgen macht, ob man Schweinefleisch essen oder Säuglinge beschneiden soll, sondern das Higgs-Boson, der dafür nicht mal Dankbarkeit von uns erwartet, sich aber von seinen Gläubigern zumindest beweisen lässt! Ein würdiger Gott, wie ich finde. Neben Vertretern von Religionsgemeinschaften kritisierten auch die Leute das CERN-Projekt, die die Raumfahrt für sinnlose Geldverschwendung halten und fordern, dass man die Milliarden lieber für sinnvollere Dinge ausgibt, wie etwa korrupte Herrscher in Afrika (auch “Entwicklungshilfe” genannt). Nachfolgend einige Stimmen, die beiden Typen von Nörglern gewidmet sind. (more…)

Wachstumsbremse Koran

März 24, 2012

Wissenschaftler einer irakischen Universität beweisen durch ein Urintest, dass der Islam die wahre Religion ist:

Nein, ernsthaft: Die Wissenschaft im islamischen Raum befindet sich auf einem historischen Tiefpunkt. Der Spiegel berichtete im November 2007: Der OIC-Schnitt für wissenschaftliche Veröffentlichungen lag im Jahr 2003 bei 13 pro eine Million Einwohner, weltweit lag er bei 137 und in den USA bei 666. Der Anteil, den die muslimischen Staaten von ihrem Bruttoinlandsprodukte für Forschung und Entwicklung ausgeben, ist sehr gering. Bislang gab es nur zwei islamische Nobelpreisträger in den Naturwissenschaften: Abdus Salam (Pakistan, Nobelpreis für Physik 1979) und Ahmed Zewail (Ägypten, Nobelpreis für Chemie 1999).

Das Problem ist: Die Wissenschaft ist nur dazu da, den Koran zu bestätigen. Der berühmte ehemalige saudische Staatsrechtsgutachter Abdul Aziz Ibn Baz soll in einem seiner Bücher im Jahr 1982 geschrieben haben: “Die muslimischen Vorfahren, wie Scheich Ibn Taimiya, Ibn Kathir und Ibn al-Qayyim, sind sich einig, dass derjenige, der behauptet, die Erde rotiere um die Sonne, während die Sonne fest stünde, sündigt und das islamische Gesetz bricht. Wer behauptet, dass die Erde rotiert, aber die Sonne nicht, wird zum Gottlosen und Verführten. Er muss eine Frist bekommen, um sich zu besinnen (und seine Meinung zu ändern). Falls er Buße tut und wieder vernünftig wird, wird ihm verziehen. Falls er aber seine Meinung nicht ändert wird als ein Gottloser hingerichtet. Sein Eigentum wird vom muslimischen Staat übernommen.” (more…)

Globale Erwärmung, Atomkraft und Nachhaltigkeit

März 11, 2012

Das tschechische Kernkraftwerk Dukovany

Im Jahr 2007 sah es noch so aus, als würde der Hype um die Globale Erwärmung die Politik der europäischen Staaten in den nächsten Jahren bestimmen, aber es ist anders gekommen. Egal ob in Großbritannien, Niederlande, Polen oder Tschechien: Regenerative Energien sind mehr oder weniger gescheitert. Als Ersatz für die “schmutzigen” Energien sollte neben den regenerativen Energien die Atomkraft herhalten. Ein Vorhaben, dass von der Bundesregierung ausdrücklich angestrebt wurde. Aber dann kam Fukushima und Deutschland ist im Stil der Massenpanik in den USA 1938 wieder aus der Atomkraft ausgestiegen.

Da stellt sich doch die Frage, ob für die Ökologisten nun die Globale Erwärmung eine weniger schlimme Gefahr darstellt als die Atomkraft. Denn ohne die Atomkraft bleiben eigentlich nur wieder die “schmutzigen” Energien, die jetzt ein großes Comeback erleben: Kohle, Erdgas, Erdöl usw. Ist die Gefahr vor einem nuklearen Super-GAU und die Belastung von 1 Million Jahren Endlagerung schlimmer als die Klimakatastrophe? Was ist “nachhaltiger? Um diese Frage zu beantworten, muss man sich fragen, was gefährlicher ist: Die Klimakatastrophe oder die Atomkraft.

Schauen wir es uns mal an: Die (oft nicht eingetroffenen und widerrufenen) Prognosen der Klima-Apokalyptiker besagen, dass es zwischen 0,2-1 Grad wärmer wird und der Meeresspiegel um 0,2 cm-1,4 Meter ansteigen wird. Der Forscher Björn Lomborg hat errechnet: Das würde bedeuten, dass große Flächen in Sibirien, Skandinavien und Kanada wieder anbaubar wären, dass der Rückgang der Kältetoten sich stärker bemerkbar machen wird als der Anstieg der Hitzetoten und dass der Meeresspiegelanstieg mit einer ganz einfachen Maßnahme zu bekämpfen wäre: Höhere Dämme! (more…)

Mehr Freiheit!

Dezember 25, 2011

Wir brauchen mehr Freiheit!

Die französische Regierung hat die Leugnung des Völkermords an den Armeniern unter Strafe gestellt. Die Tatsache des systematischen Völkermords, der durch die Vertreter des Komitees der Jungtürken geplant wurde und dem etwa 1,5 Millionen Armeniern zum Opfer fielen, stellt kein seriöser Wissenschaftler ernsthaft in Frage. Aber: Reicht das wirklich aus, um Menschen ins Gefängnis zu stecken, die eine andere Meinung haben?

Wenn man einen Völkermord leugnet- sei es nun der an den Armeniern oder den Holocaust- bedeutet das nicht gleich, dass man eine Gefahr für das Wohl der Gesellschaft ist. Man äußert nur seine Meinung, auch wenn sie einem nicht gefällt. Zu einer Gefahr wird man erst, wenn man daraus reale Konsequenzen für die heutige Zeit herbeiführen will, wie Mahmud Achmedinedschad, der, falls es einen Holocaust gegeben hat, den jüdischen Staat nach Deutschland oder Alaska verlegen will, immerhin hätten die Palästinenser keine Verantwortung für die Endlösung gehabt (stimmt nicht so ganz).

In den Schulen muss natürlich die wahre Geschichte gelehrt werden, ohne dass Revisionisten zu Wort kommen. Aber in den Buchhandlungen sollte gelten: Meinungsfreiheit unlimited! Für jeden Verrückten, der meint, dass er ein guter Autor ist. Egal ob Holocaustleugner oder Esoteriker, die vom Weltuntergang im Jahr 2012 überzeugt sind. Ich bin übrigens nicht nur für Genozidleugnungserlaubnis. Es gibt noch ein paar andere Dinge, die meiner Meinung nach dringend erlaubt werden sollten. (more…)

Die Diffamierung der Raumfahrt

Dezember 17, 2011

James Irwin am Mond, 1971

Wir geben jedes Jahr Milliarden Euro aus für Dinge, die wir eigentlich nicht dringend brauchen. Meistens stört es uns aber nicht. Niemand würde auf die Idee kommen, den Verkauf von Eiscreme einzuschränken, weil die Europäer mehr Geld für Eiscreme ausgeben als für Entwicklungshilfe. Oder den Fußballbetrieb einzustellen. Es gibt eine Branche, bei der man aber nicht so zimperlich ist: Die Raumfahrt.

Die Argumente sind immer dieselben: Es gibt auf dem Planeten so viele ungelöste Probleme, warum muss man dann Milliarden ausgeben, um in den Mond oder den Mars zu reisen? Haben wir nichts Besseres zu tun?  Bei “Perspektive 2010″ konnte man lesen: “Auf dem Grabstein für die Menschheit könnten dereinst die Worte stehen: Ihnen war es wichtiger und teurer, mit ihren Körpern zum Mond zu fliegen als mit ihrem Geist auf der Erde anzukommen.” Die ZEIT brachte am 1.Januar 2011 ein Spezial zu der Frage, was die Raumfahrt dieses Jahr vorhat. Gleich der erste Kommentar verurteilte die Raumfahrt als sinnlose Zeitverschwendung. Auch Zettel findet bemannte Raumfahrt “wahnwitzig” und “Unfug”. In der SZ sieht der Autor Hans-Arthur Marsirske keinen Sinn an der Raumfahrt.

Das ist natürlich Unfug. Weder schließt Raumfahrt Entwicklungshilfe aus, noch ist Raumfahrt eine völlig sinnlose Angelegenheit. Es ist eher andersrum: Afrika braucht weniger Entwicklungshilfe. Die Nahrung, die bei uns nicht verkauft wird und nach Afrika geht, zerstört die Existenzgrundlage einheimischer Händler. Entwicklungshilfe wird nicht dazu beigetragen, Afrikas Lebensstandard zu verbessern. Die einzigen, die das schaffen können, sind die Afrikaner selbst, und genau das tun sie ja gerade. Während die Argumente für die Entwicklungshilfe also ziemlich schwach sind, gibt es wohl keine andere Technik, die für unsere Zukunft so wichtig ist wie die Raumfahrt. (more…)

… Und sie waren doch auf dem Mond!

September 8, 2011

James Irwin am Mond, 1971

Neue Mondfotos lassen alte NASA-Zweifler nachdenken. Auf neuen Fotos einer NASA-Sonde sind Fußspuren und Wege der Autos zu sehen, die den Besuch des Menschen auf dem Mond bezeugen. Zu sehen ist, welche Wege die Astronauten auf den Mond gingen und wohin sie mit ihren Mondautos fuhren. Die Experten konnten selbst die Rucksäcke identifizieren, die die Astronauten zurückließen, bevor sie den Rückflug zur Erde antraten.

Man müsse schon etwas länger hinsehen, um die Details zu erkennen, sagt Mark Robinson von der Universität von Arizona, der Chefwissenschaftler der Sonde. Dann aber könne man selbst die Räder des Mondautos sehen, die ein bisschen nach links stehen. 40 Jahre nach den Landungen scheint sich nicht viel Staub auf den Spuren abgesetzt zu haben. Es werde wohl 10 bis 100 Millionen Jahre dauern, bis sie bedeckt seien, sagt Robinson.

Hier kann man die neuen Fotos sehen.

Doch ich bin mir sicher, dass die VT sich davon nicht im Ansatz beeindrucken lassen werden. Für sie ist ein Gegenargument immer gefälscht und nur ein Grund, weiter an seinen Theorien zu glauben. Desto mehr man sie beachtet, desto mehr fühlen sie sich in ihren Theorien bestätigt. Das zeigt auch folgender Kommentar:

Spuren die über 30 Jahre sichtbar bleiben? Sollen mal die Russen an derselben Stelle Satellitenaufnahmen machen, wäre doch sicher interessant wie deren Bilder aussehen. Kurz vor dem Angriffskrieg im Irak zeigten die USA der Welt auch Satellitenaufnahmen von Mengen an Panzerverbänden, während die Russen dann ihre Satellitenaufnahmen nachlegten und auf denen nicht mal 1 Panzer zu sehen war. Datum, Uhrzeit und Koordinaten waren exakt dieselben.

Tja, der Mond hat halt nicht dieselbe Schwerkraft wie die Erde, und die Russen hätten doch schon 1969 leicht die “Wahrheit” herausposaunen können…

Norman Borlaugs vergessener Kampf gegen den Welthunger

Juli 28, 2011

Norman Borlaug mit 90 Jahren, 2004

Der vor zwei Jahren verstorbene amerikanische Agrarwissenschaftler Norman Borlaug ist möglicherweise die bedeutendsten Person, die je gelebt hat. Sein Bekanntheitsgrad hält sich aber in Grenzen, denn es gehört zu den Regeln des Ruhms, dass Mörder und Diktatoren einen größeren Erinnerungsgrad bei Menschen hinterlassen als die, die sich für das Wohlergehen der Menschen eingesetzt haben.

Was hatte er getan? Borlaug war der Vater der “Grünen Revolution“. Ihm gelang es zusammen mit seinen Assistenten in einer Zeit, in der sich die Menschheit so schnell vermehrte wie nie zuvor, bessere Weizen-, Mais- und Bohnensorten zu entwickeln, die kurz darauf die Hälfte der Menschheit ernährten. In Indien konnten damit die Erträge in zehn Jahren auf fast das Dreifache gesteigert werden. Innerhalb von vier Jahren erzeugte Mexiko genügend Weizen für seine Bevölkerung und war nicht mehr auf Importe angewiesen. China entwickelte mit Borlaugs Zuchtmethoden bessere Reissorten. Auch in anderen Ländern Asiens und Lateinamerikas griffen die Bauern zu den neuen, ertragreicheren Sorten. Nur in manchen Ländern des afrikanischen Kontinents blieben viele Bauern von den Fortschritten der Pflanzenzucht ausgeschlossen. Kleine Selbstversorger in abgelegenen Gebieten konnten sich das bessere Saatgut nicht leisten oder wussten nicht einmal, dass es so etwas gibt. Deshalb konzentrierte sich Borlaug seit den 80er-Jahren auf Afrika. Er reiste mehrmals in diese Region, um die sogenannte “Grüne Revolution” auch dorthin zu tragen. (more…)

Vince Ebert zur Wissenschaftsfeindlichkeit

Juli 16, 2011

In unserer Zeit erleben wir den totalen Atomausstieg, den Krieg gegen das vermeintlich teuflische CO2 und gegen Elektrosmog von Mobilfunkmasten. Vince Ebert hält nichts davon und sagt: “Albert Einstein würde sich im Grabe umdrehen“:

Mein Nachbar gründete neulich eine Bürgerinitiative gegen Elektrosmog, weil die Telekom bei uns um die Ecke einen Mobilfunkmast aufgestellt hat. Da haben über 1000 Leute unterschrieben, die angeblich unter Kopfschmerzen und Übelkeit leiden. Als er dem Telekom-Sprecher das Protestschreiben in die Hand gedrückt hat, sagte der: «Und wie schlimm muss es erst werden, wenn wir nächsten Monat den Mast auch noch in Betrieb nehmen…» – Im Ernst: Wenn unsere Nahrungsmittel angeblich immer giftiger werden, wir immer dicker und ungesünder werden, wenn der Zustand unserer Umwelt immer schlimmer wird – warum steigt dann unsere durchschnittliche Lebenserwartung? Wir werden so alt wie nie zuvor, dann kann doch nicht alles schlechter werden, oder?!

Ein Auszug von Vince Eberts Buch “Denken sie selbst” bringt es noch deutlicher auf dem Punkt:

Quantenmechanik ist keine Fußmassage

“Naturwissenschaftler haben in der heutigen Zeit ein eher schlechtes Image – fast vergleichbar mit Attentätern oder Amokläufern. Die Allgemeinheit findet den Job total spannend, gleichzeitig will aber keiner etwas mit denen zu tun haben, die ihn ausüben. Wenn ich auf einer Party erzähle, dass ich Vorlesungen in Kernphysik besucht habe, dann glauben die Leute sofort, ich würde in meinem Hobbykeller Plutonium anreichern. Das stimmt natürlich, aber was ist daran so schlimm?

Gründe für dieses Imageproblem gibt es viele. In Filmen oder in der Literatur wird der Wissenschaftler  seit jeher als gefährlicher Psychopath dargestellt, der sich als Gott aufspielt: Dr. Faustus bei Goethe, Dr. Frankenstein bei Mary Shelley oder Dr. Brinkmann in der Schwarzwaldklinik. Dabei ist wissenschaftlicher Fortschritt erst einmal nie gut oder schlecht. Es kommt immer auf die Anwendung an. Mit einem Laser kann man eine Pershing-Rakete steuern oder im CD-Player Roberto Blanco hören. Was ist schlimmer? (more…)


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