Björn Lomborg zum Klimawandel

Björn Lomborg will, das wir einen kühlen Kopf bewahren

Björn Lomborg will, das wir einen kühlen Kopf bewahren

Björn Lomborg ist keine Person, die den anthropogenen Klimawandel leugnet. Im Gegenteil: Der ehemalige Green Peace-Aktivist ist sich sicher, dass der Mensch mit seinen erhöhten CO2-Ausstößen für den Anstieg der weltweiten Temperaturen seit den 1970ern verantwortlich ist. Aber dennoch gilt er als „Klimaleugner“. Warum?

Weil er es gewagt hat zu behaupten, dass es auf unseren Planeten dringlichere Probleme geben könnte als die globale Erwärmung, wie z.B da wären der Kampf gegen Aids, Malaria und Hunger in der Dritten Welt, die ein vielfaches mehr an Todesopfern fordern und fordern werden als die globale Erwärmung. Ein „Tabubruch“ für Klimatologen. Seine Thesen hat er in seinem 2007 erschienenen Buch „Cool it!“ dargelegt.

Hier eine kleine Leseprobe:

„Es steht außer Frage, dass die Menschheit in den vergangenen Jahrhunderten für eine erhebliche Zunahme des Kohlendioxidanteils in der Erdatmosphäre gesorgt und zu einer weltweiten Klimaerwärmung beigetragen hat. Fragwürdig dagegen ist, dass die einzig mögliche Antwort auf dieses Problem in Hysterie und überhasteten, überzogenen und zu einem nie gekannten Preis erkauften CO2-Einsparprogrammen zu bestehen scheint. In einer Welt, in der Milliarden von Menschen in Armut leben, in der Millionen an eigentlich heilbaren Krankheiten sterben und in der diese Leben gerettet, das gesellschaftliche Zusammenleben gefestigt und die Umweltbedingungen verbessert werden könnten – und zwar zu einem Bruchteil der Kosten -, ist ein solches Vorgehen besonders bedenklich. …

Der Titel dieses Buches steht für zweierlei: Die erste und auch naheliegende Bedeutung ist, dass wir unser Wissen und unsere Ressourcen auf die wirksamste Weise einsetzen müssen, um das Problem der globalen Erwärmung langfristig in den Griff zu bekommen. Die zweite Bedeutung bezieht sich auf den derzeitigen Stil der Diskussion. Gegenwärtig wird jeder, der sich nicht für die radikalsten Lösungen des Problems der globalen Erwärmung einsetzt, wie ein Aussätziger behandelt, als verantwortungslos bezeichnet und für eine potenzielle Marionette der Erdöllobby gehalten. Ich behaupte dagegen, dass dieser Stil nicht die besten Rahmenbedingungen für eine Debatte über ein so schwerwiegendes Problem bietet. …

Die Argumentation dieses Buches lässt sich folgendermaßen zusammenfassen:

1. Die globale Erwärmung ist eine Tatsache und von Menschen gemacht. Sie wird gegen Ende dieses Jahrhunderts schwerwiegende Auswirkungen auf Menschen und Umwelt haben.

2. Erklärungen zu den weitreichenden, unheilvollen und unmittelbaren Folgen der globalen Erwärmung sind oft maßlos übertrieben, und es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass sie in eine sinnvolle Politik umgemünzt werden.

3. Wir brauchen einfachere, klügere und wirkungsvollere Lösungen für das Problem der globalen Erwärmung. Für exzessive, wenn auch gut gemeinte Bemühungen besteht dagegen weniger Bedarf. Umfassende und sehr teure Beschränkungen des CO2-Ausstoßes, wie sie jetzt vorgenommen werden, erzielen außerdem auf lange Sicht nur eine eher geringe, unbedeutende Wirkung.

4. Viele andere Probleme sind wesentlich wichtiger als die globale Erwärmung. Wir müssen die Perspektiven zurechtrücken. Auf dieser Welt gibt es viele drängende Probleme, zum Beispiel Hunger, Armut und Krankheiten. Wenn wir uns dieser Probleme annehmen, können wir mehr Menschen bei geringeren Kosten und mit sehr viel höheren Erfolgsaussichten helfen, als wenn wir eine drastische Klimapolitik betreiben, für die Billionen von Dollars ausgegeben werden.“

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