Wie man Rassisten wirklich erkennt

Ist Geert Wilders ein Rassist?

Ist Geert Wilders ein Rassist?

Das Erkennen einer Person, die antisemitisch oder islamophob argumentiert, ähnelt in einigen Fällen einer Wissenschaft. Henryk M.Broder sagte dazu bereits treffend, dass die Literatur über den Antisemitismus umfangreicher sei als die antisemitische Literatur. In manchen Fällen mutiert einer gar vom Antisemitismusforscher zum Antisemiten, wie z.B. Wolfgang Benz.

Ich habe vor einiger Zeit einige Muster bemerkt, die für rassistische Argumentationsmuster kennzeichnend sind. Damit kann man meiner Erfahrung nach in 99% der Fälle einen Rassisten erkennen.

1. Das vorbeugende „Ich hab‘ nichts gegen x, aber…“

Der prozentuelle Anteil an israelkritischen Texten, in denen der Satz „Ich hab‘ nichts gegen Israel, nur gegen Israels Politik oder den Zionismus“, ist extrem hoch. Wenn jemand diese Formel benutzt, sollte man auf der Hut sein. Ein Frauenhasser sagt auch nicht einfach „Ich hasse Frauen“, er sagt „Ich hab‘ nichts gegen Frauen, nur gegen Schlampen in kurzen Röcken“. Falls dieser Satz gleich am Anfang, noch bevor er etwas gesagt hat, kommt, ist die Sache eigentlich schon klar und man braucht nicht mehr weiterzulesen. Es handelt sich um einen komplizierten Fall von Freudschem Versprecher. Dabei sagt man aus Versehen etwas, was man eigentlich nicht sagen wollte, aber man wirklich denkt. Hier ist es so: Man leugnet etwas bewusst, was man im Unterbewussten ist.

Kurz ausgedrückt: Desto freundlicher die Kritik an einem bestimmten Subjekt klingt, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Kritiker ein Heuchler ist, der seine Abneigung gegen besagtes Subjekt rechtfertigen will. Denn wer äußert schon eine Kritik freundlich? Ich habe noch nie einen Text von Henryk M.Broder gelesen, in dem es heißt: „Ich habe nichts gegen Muslime oder den Islam, aber…“ Und wenn doch, dann wäre es an der Zeit, ein ernstes Wörtchen mit ihm zu reden.

2. Das Erfinden oder Umdeuten von Wörtern

Immer wieder besessen darauf hinzuweisen, dass man nichts gegen Juden, sondern nur gegen Israels Politik oder den Zionismus hat, ist eine Sache, aber soweit zu gehen, dass man neue Wörter erfindet, ist ein eindeutiger Hinweis auf einen Selbstverdacht, den man abschütteln möchte. Das Wort „Antizionismus“ dient nur dazu, dass sich die „Ich bin kein Antisemit“-Antisemiten sicher fühlen, dass sie wirklich keine Antisemiten sind. Wenn man dann fragt, was man eigentlich sei, hat man gleich eine Antwort parat. Und nicht nur das, das Wort „Zionismus“ wird dann auch gerne umdefiniert. Beim Zionismus handelt es sich demnach nicht um eine jüdische Nationalbewegung, sondern um eine faschistische Ideologie. Getreu dem Motto: „Wer ein Jude ist, entscheidet der Antisemit“ heißt es nun „Wer ein Zionist ist, entscheidet der Antizionist“.

Dass die Islamkritiker keine Umschreibungen benutzen wie „Antikoranismus“ oder „Schariakritik“, obwohl sie in den Medien mitunter sogar für Massenmorde wie den Anschlägen in Oslo mitverantwortlich gemacht werden, zeigt, dass sie ihre Kritik zumindest selbst glauben. Bei Antizionisten dagegen fällt es schwer zu glauben, dass sie sich ihren Antizionismus auch wirklich selbst abkaufen. Eine islamophobe Person tut sich zwar nicht unbedingt durch das Erfinden neuer Wörter hervor, aber das Beispiel „Taqiyya“ zeigt, dass man gerne mal Eigeninterpretationen islamischer Wörter anwendet.

3. Aggressives Verhalten bei Rassismus-Vorwürfen

Nach dem er im Jahr 2003 am Tag der Deutschen Einheit eine Rede gehalten hatte, in denen er die Verbrechen jüdischer Politiker im 20.Jahrhundert aufgelistet hatte um dann festzustellen, dass, wenn die Deutschen ein „Tätervolk“ waren, die Juden ebenso, beschloss der damalige CDU-Abgeordnete Martin Hohmann, jede Person zu verklagen, die behauptet, er hätte die Juden als „Tätervolk“ bezeichnet. Seine ganze Rede, die er dem Thema „Gerechtigkeit für Deutschland“ zuordnete, diente der Verharmlosung der deutschen Geschichte: Hohmann resümierte am Ende, dass man weder die Juden noch die Deutschen als „Tätervolk“ bezeichnen sollte, dass also die Juden genauso viel Dreck am Stecken haben wie die Deutschen.

Wenn jemand als Reaktion auf die Vorwürfe, dass er etwas antisemitisches oder islamophobes gesagt hat, mit einer Anzeige an allen droht, die eben dies behaupten, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass dieser Vorwurf zutrifft.  Wie oft hat Henryk M.Broder Personen angezeigt, die ihm Islamophobie vorwarfen? Kein einziges Mal. Warum? Weil es ihn kalt lässt. Er weiß, dass er es nicht ist. Einer Person, der man auf die Schliche gekommen ist, reagiert anders: Weil er ängstlich wird, dass nun die Wahrheit über ihn ans Licht kommt, unternimmt er alles, um die Vorwürfe zu beseitigen. Genauso wie ein Homosexueller, der als Reaktion auf die Gerüchte, er sei homosexuell, eine Scheinehe führt.

So, mit dieser Anleitung könnt ihr nun jeden Heuchler erkennen und sogar den Selbstversuch starten. Viel Spaß!

Eine Antwort to “Wie man Rassisten wirklich erkennt”

  1. aron2201sperber Says:

    der einzig wirklich gültige Rassismus-Test besteht darin, ob man bereit wäre seine Tochter einen Mann welcher Herkunft auch immer heiraten zu lassen (solange er ein anständiger Mensch und kein Fanatiker ist)

    ich bin sicher, diesen Test zu bestehen.

    also können mir alle, die mich als Rassiten beschimpfen, den Buckel hinunterrutschen

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