Der Spiegel und die Bush-Krieger

kl

George W.Bush: „Mission accomplished“

Dass der Spiegel Bush und die Republikaner nicht mag, dürfte bekannt sein. Wenn dieses Blatt das wichtigste Informationsmedium in den USA wäre, dann würden die USA seit Jahrzehnten ununterbrochen von demokratischen Präsidenten regiert werden. Sogar die Libertären hätten größere Chancen.

Anlässlich der Biografie von Condoleeza Rice, die diesen Monat erscheint, hat der Spiegel mal wieder zugeschlagen. Na gut, dass Bushs Amtszeit von Fehlern gekennzeichnet war, kann niemand bestreiten. Aber der Spiegel schreibt gleich die ganze Geschichte um:

Und Obama, der Bush-Nachfolger im Weißen Haus, muss jetzt plötzlich stets darauf hinweisen, dass die Wirtschaftskrise übrigens nicht erst mit seiner Amtsübernahme begonnen hat; sondern dass die Ursachen durchaus an anderer Stelle und in einer anderen Zeit zu suchen sind.

Bush Schuld an Obamas Schuldenkrise? Aha. Rechnen wir mal nach:

Unter Bush sind die US-Schulden in acht Jahren von 5 auf 10 Billionen angewachsen, also um 5 Billionen. Unter Obama in drei Jahren von 10 auf fast 14,6 Billionen, also um 4,6 Billionen. Für den Spiegel ist also Bushs Schuld, dass unter Obama die Schuldenlast fast doppelt so schnell gewachsen ist wie unter Bush.

Die Krise ist unter Obama viel schlimmer geworden, das scheint der Spiegel aber nicht wahrhaben zu wollen, immerhin ist Obama kein Republikaner.

Als Grund für die Schuldenlast bezeichnet der Spiegel Bushs Kriege und die Steuergeschenke an die Reichen. Die Kosten für die Kriege in Afghanistan und im Irak beliefen sich auf 1,3 Billionen, das sind weniger als ein Elftel der US-Schulden. Selbst wenn die Kosten in Wirklichkeit höher waren, wie andere Schätzungen errechnet haben wollen, ist der Hauptgrund für die Wirtschaftskrise nicht der Krieg gegen den Terror.

Die Ursachen liegen an der staatlich geförderten Vergabe von Krediten an Personen, die diese keinesfalls zurückzahlen konnten. Diese Entwicklung begann unter Clinton, einem Demokraten. Aber wen interessieren schon Fakten, wenn man auch mit billiger Polemik gegen die Republikaner Stimmung machen kann.

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