So sprechen die Handlanger des US-Imperialismus

Die syrische Flagge von 1932-58 und 61-63 ist das Symbol der Demonstrationsbewegung

Die syrische Flagge von 1932-58 und 61-63 ist das Symbol der Demonstrationsbewegung

Der syrischen Opposition wird vorgeworfen, vom Ausland gesteuert zu sein und eine Militärintervention herbeiführen zu wollen. Schauen wir uns mal einige Aussagen von Oppositionellen an.

Dem Wall Street Journal sagte Burhan Ghalioun, der Führer des Syrischen Nationalrats, der wichtigste Vertreter der syrischen Opposition, im Dezember 2011:

Unserer Meinung nach unterscheidet sich die syrische Situation vollkommen von der libyschen. Wir denken immer noch, dass wir auf die staatlichen Behörden und Ministerien, auf unsere Staatsbeamten zählen können… Wir sagen, dass Gewaltmethoden notwendig sind, um das Regime zu zwingen, die Menschenrechte zu achten. Darunter verstehen wir jedoch keine Militärinvasion zu dem Zweck, das (regierende) Regime zu stürzen. Wir setzen auf die Syrier, um das syrische Regime zu stürzen. Unser Wunsch ist es, dass die Weltgemeinschaft die Gewaltanwendung gegen das Volk Syriens zum Stoppen bringt.

Der oppositionelle Youssef Ibrahim, ein orthodoxer Christ, geht noch ein Schritt weiter. Auf die Frage, was eine ausländische Militärintervention in Syrien bewirken würde, antwortet er:

… wäre das Falsche und hätte verheerende Folgen für die gesamte Region. Die Mehrheit der Syrer ist sehr nationalistisch und lehnt Interventionen ab.“- und legt später noch einen drauf: „Die Vertreibung von einer Million Christen aus dem Irak ist eine Folge der amerikanischen Irak-Invasion.

Klingt irgendwie nicht nach US-Propaganda, oder? Ein aktueller Artikel aus der ZEIT zeigt, dass die Oppositionellen im Ausland wohl ununterbrochen mit diesem Vorwurf konfrontiert werden:

In solchen Momenten versteht Farhad Ahma es nicht, dieses Deutschland… »Schon wieder so eine Diskussion«, sagt er. Schon wieder dieselben Fragen. Ahma entschuldigt sich. Es hat etwas länger gedauert, dem Publikum bei einer Abendveranstaltung der Grünen klarzumachen, dass, nein, die syrische Revolution nicht vom Westen gesteuert werde, dass, nein, kein amerikanischer Plan zur Invasion des Nahen Ostens hinter dem Aufstand stecke. Sondern dass in seinem Heimatland ganz einfach jeden Tag Menschen stürben, die für ihre Freiheit kämpften.

Und was sagt eigentlich die NATO?

Die Allianz habe keine Absicht zu intervenieren, sagte Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen am Montag in Tripolis. „Das kann ich vollkommen ausschließen.“ (Oktober)

„Syrien ist nicht Libyen.“ (November)

„Es gibt keine Pläne, Anweisungen oder Ideen für eine Operation in Syrien.“ (Januar)

Das sagen sie nun seit mehreren Monaten! Und es gibt auch wahrlich keine Anzeichen, dass eine militärische Intervention kurz bevorsteht. Aber da Assad ja offiziell ein Feind der USA und Israels ist, wird das einen Jürgen Todenhöfer oder Thierry Meyssan nicht aufhalten, ihre widerliche Propaganda für Assad fortzusetzen. Ihr Motto: Alle Demonstranten sind Terroristen, alle Videos von friedlichen Demonstranten gefaked (dabei könnten nicht mal die Palästinenser solche Videos fälschen) und alle Videos von „vom Ausland finanzierten Terroristen“ echt. Kurz ausgedrückt: Die westlichen Medien lügen, das syrische Staatsfernsehen sagt die Wahrheit. Und Assad ist ein lupenreiner Demokrat, genauso wie Gaddafi, Putin und Fidel Castro…

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