Volksfeind Banker

Eine geplante Veranstaltung in München:

Die Occupy-Bewegung zwischen Hass, Neid und Ressentiment

„Ein Prozent der Menschheit ist an allem schuld, ein Prozent bereichert sich auf geheimnisvolle Weise an der Arbeit aller anderen, ein Prozent hält die Fäden in der Hand, kontrolliert Regierungen, korrumpiert die Staaten und macht aus gutem Geld böse Kredite, Zinsen und Schulden: Dieses Welterklärungsmuster, auf das die politische Ideologie des Antisemitismus sich schon immer reduziert hat, erhält mehr Zuspruch als je seit dem Zweiten Weltkrieg. Das Ressentiment hat sich gelöst von seiner doch eher schmuddeligen Existenz an den Rändern der öffentlichen Wahrnehmung, wird nicht mehr allein von pöbelnden Kampf-Ossis, geifernden Islamisten und persönlichkeitsauffälligen Obskurantisten offensiv vertreten; die so genannte “Occupy”-Bewegung, die die 99 Prozent, die unter der Knute der “Schuldknechtschaft” (Jürgen Elsässer), oder wie das früher hieß: “Zinsknechtschaft” (Julius Streicher) leiden, zu vertreten beansprucht, erscheint der politischen und publizistischen Administration respektabel – und das, obwohl der dumpfe Kollektivismus und die eliminatorischen Sehnsüchte dieser Bewegung kaum offensichtlicher sein könnten.“

9 Antworten to “Volksfeind Banker”

  1. American Viewer Says:

    Das ist sehr wichtig, dass das mal gesagt wird. Und dann auch noch aus dem eher links orientieren Lager. Sehr lobenswert.

  2. Antifo Says:

    die so genannte “Occupy”-Bewegung, die die 99 Prozent, die unter der Knute der “Schuldknechtschaft” (Jürgen Elsässer), oder wie das früher hieß: “Zinsknechtschaft” (Julius Streicher) leiden, zu vertreten beansprucht, erscheint der politischen und publizistischen Administration respektabel

    „Plutokratie“ war damals auch sehr geläufig.

  3. Gutartiges Geschwulst Says:

    Selbst das edelste Motiv verwandelt sich in Unheil, sobald es von Trotteln verfochten wird; auch wenn diese so jung und hübsch sind, wie die Akteure der Occupy-Sekte, für deren Thesen ich, außerhalb einer geschlossenen Anstalt, keinen geeigneten Platz sehe.
    Es gibt auf unserem Planeten keine privat geführte Bank, die von sich behauptet, eine wohltätige Einrichtung zu sein!
    Warum auch? Eine Bank ist ein Unternehmen, wie jedes andere, sei es eine Maschinenfabrik oder ein Naturkostladen.
    Banken sind ihren Kunden und Angestellten verpflichtet. Niemandem sonst!
    Im Gegensatz zu Politikern, die ausschließlich ihrem Volk verpflichtet sind.
    NIEMANDEM SONST!
    Anders als unsere Volksvertreter jedoch, können Banken keine Gesetzte machen.
    Folglich kann eine Bank zu keinerlei Macht gelangen, ohne dass maßgebliche Politiker zuvor ihr eigenes Volk verraten haben.
    Wer die Macht der Banken beklagt, der beklagt in Wahrheit die Käuflichkeit der Politik, auch wenn diese Erkenntnis nicht in seiner geistigen Reichweite liegt.
    Deshalb verachte ich Vereinigungen wie, „Ockjupei“.
    Wieso demonstrieren diese Karnevalisten der Geistesschwäche vor Kredit-Instituten, statt vor dem Deutschen Bundestag?
    Wer nicht mindestens drei Politiker eigenhändig erwürgt hat, ist nicht berechtigt gegen Banken zu protestieren!

  4. Antifo Says:

    Banken sind ihren Kunden und Angestellten verpflichtet. Niemandem sonst!
    Im Gegensatz zu Politikern, die ausschließlich ihrem Volk verpflichtet sind.
    NIEMANDEM SONST!

    Gut gebrüllt, Löwe!

    Nur stimmt das so nicht ganz …

    (1) In Art. 14 Abs. 2 GG heißt es: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“

    (2) Für eine Verwischung der Trennlinie zwischen Politik und Wirtschaft sorgt auch die sich aus der immer wieder gern zitierten „historischen Verantwortung“ ergebende Verpflichtung zur Rettung Griechenlands (und potenziell anderer Euro-Staaten).

    Punkt (2) ließe sich von heute auf morgen lösen. Hans-Werner Sinn handelte das gestern mit einem Satz ab:
    „Wer am Risiko verdienen will, muss es auch tragen.“

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,816291,00.html

  5. Gutartiges Geschwulst Says:

    Hallo Antifo,
    die Verpflichtung des Eigentums habe ich allen Ernstes verpennt, was den Kern meiner Aussage jedoch nicht berührt.
    Ist es nicht Aufgabe der Politik dafür zu sorgen, dass die Banken dieser Verplichtung tatsächlich nachkommmen?
    „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, …, werde …“ Leisten Bank-Manager diesen Eid, oder Politiker?

    Hans-Werner Sinn:
    „Wer am Risiko verdienen will muss es auch tragen.“

    Dem kann ich nur zustimmen; doch wer verhindert, dass die Spekulanten ihr Risiko selbst tragen? Korrupte Volksvertreter!
    Es bleibt dabei: Wer nicht mindestens drei Politiker eigenhändig erwürgt hat, ist nicht berechtigt gegen Banken zu protestieren!

  6. Antifo Says:

    @Gutartiges Geschwulst

    Die Verpflichtung durch das Eigentum halte ich als generellen Grundsatz allemal für richtig. Ich wüßte nur nicht, wie man daraus konkrete Gesetze daraus ableiten könnte, ohne am Ende in irgendeiner Art von Sozialismus zu landen …

    Weshalb permanent auf „die Banken“ eingeprügelt wird, habe auch noch nie verstanden …

  7. Wasser99 Says:

    Gutartige Geschwulst sagt “ Wer die Macht der Banken beklagt, der beklagt in Wahrheit die Käuflichkeit der Politik, auch wenn diese Erkenntnis nicht in seiner geistigen Reichweite liegt.“

    Das stimmt und ist trotzdem nur die halbe Wahrheit!

    Richtig ist, dass die Amis,Europa mit gefäschten Imobilien Papieren, die von den Rating Agenturen auch nochh als Tripple A
    bewertet wurden überschwemmten. Dort sitzen die Verbrecher,
    genannt „Ostküste“!

    Dass der Staat nicht ganz unschuldig ist, das stimmt. Wie anders ist zu erklären, dass gerade unter rot grün die Schleusen für den Derivate Handel geöffnet wurden?
    Darüber hinaus, nicht zu vergessen, eien Währung ohen Golddeckung ist letztendlich nur Wertloses Papier und wenn Banken untereinander ungedeckte Kredite geben können, dann sind das sogar nur Bits und Byt’s

    Was also brauche wir?

    Eine neues Denken!

    • arprin Says:

      Es stimmt, das amerikanische Banken faule Kredite an europäische Banken verkauft haben. Auch, das Ratingagenturen falsche Bewertungen abgegeben haben.
      Die Banken sind aber nicht die Hauptschuldigen der Krise, und schon gar nicht die „Ostküste“. Halbstaatliche Banken (Fannie Mae, Freddie Mac) haben auf ausdrückliche Anweisung der Regierung amerikanische Bürger aus der Unterschicht mit Billionen Dollar verschuldet. Das konnte nicht lange gut gehen. Der Staat hat hier den größten Mist gebaut!

      Und ja, eine Währung ohne Golddeckung ist tatsächlich wertlos und Fractional Reserve Banking glatter Betrug.
      Dazu Thorsten Polleit, Chefökonom der Degussa Goldhandel GmbH: „Der Papiergeldstandard ist ein planwirtschaftliches System. Es wird zerfallen, weil es den Marktgesetzen zuwiderläuft. Man weiß es nicht mit Gewissheit, aber in drei Jahren könnte der Papiergeldstandard, wie wir ihn kennen, bereits Vergangenheit sein.“

      • Wasser99 Says:

        Ok, Sie widerlegen mein Argument nicht. Im Gegenteil, Sie zeigen nur, wo und wer der eigentliche Feind ist. Sicher ist doch, dass es ein Zusammenspiel, aus krimineller Energie und politisch gewollter Absicht war, vornehmlich den Europäern, diese Ungedeckten Schecks anzudrehen. In Deutschland wurden diese Dreckspapiere gerne angenommen, weil hier weniger die kriminellen am Werke waren, dafür vermehrt die Dummheit!
        Im Ergebnis, das kennen wir doch alle, mussten die Staaten die Banken stützen. und heute sind die Staaten in der Bredouille!
        Das Ganze war ein abgekartetes Spiel, ein Spiel mit gezinkten Karten. Die Karten wurden von Amerika ausgegeben. Und die Ostküste, war die Bank!
        So gesehen war die Finanzkrise, einer der Schachzüge , womit Amerika seine Formachtstellung weiterhin sichern möchte.
        Die Amis, haben dennoch einen Kardinal-Fehler gemacht.
        Sie haben Die Asiaten zu groß werden lassen….

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