Ist Afghanistan wirklich verloren?

Karzai besucht die afghanische Armee, die gemeinsam mit den NATO-Truppen gegen die Taliban kämpft

Die britische Journalistin Saira Shah bereiste im Jahr 2001 das damals von den Taliban beherrschte Afghanistan. In ihrer Dokumentationen „Im Reich der Finsternis: Das Afghanistan der Taliban“ hat sie die Brutalität und Menschenverachtung des Regimes schonungslos dargestellt. So fanden in einem vom Westen finanzierten Stadion öffentliche Hinrichtungen statt.

Der Taliban-Rundfunk meldete 2001: „Die gerechte Strafe erreichte heute vor Tausenden von Zuschauern im Sportstadion von Kandahar vier Ehebrecherinnen und zehn Ehebrecher. Zwei von ihnen, Wakila und Sadofi, die fortgesetzt Ehebruch begangen hatten und somit dem moralischen Verfall und der Perversion Vorschub leisteten, wurden hingerichtet.“ Der Außenminister der Taliban, Wakil Motawakil, äußerte vor der Kamera: „Das Fußballstadion dient der Freizeitgestaltung, ist eine Stätte für Spiel und Spaß. Wenn an einem Deliquenten Gerechtigkeit geübt wird, ist auch das ein freudiges Ereignis, das der Gesellschaft Ordnung und Sicherheit bringt.“

Saira Shah entgegnete: „Die internationale Staatengemeinschaft hat für das Stadion gezahlt. Sie wollte, dass hier Fußball gespielt wird, nicht dass Sie hier Menschen hinrichten!“ Motawakil antwortete darauf: „Ich mache der internationalen Völkergemeinschaft ein Angebot: In Afghanistan ist alles zerstört worden. Wenn man uns hilft, eigens eine Hinrichtungsstätte zu bauen, so haben wir damit kein Problem. Wenn man uns zehnmal kritisiert, kann man uns doch wenigstens einmal helfen. Man sollte uns eine Hinrichtungsstätte bauen und Finanzhilfen gewähren, damit im Stadion Fußball gespielt werden kann und wir dennoch unsere Arbeit verrichten können.“

Im Mai 2001 beschlossen die Taliban, alle übriggebliebenen Hindus und Sikhs mit einem gelben Stoffflecken zu „markieren“, damit sie sich optisch von der muslimischen Bevölkerung absetzen, genauso wie es die Nazis mit den Juden getan hatten. Sowohl in den USA als auch in Indien erregte diese Entscheidung eine Well der Empörung. Diese Beispiele zeigen, was Afghanistan nach dem Abzug der NATO bevorstehen könnte. Der Krieg gilt im Westen schon längst als verloren.

Die Argumente sind immer dieselben: Es ist unmöglich, einen asymmetrischen Krieg zu gewinnen, wie der Krieg in Vietnam gezeigt habe. Außerdem sind die Afghanen aufgrund ihrer Kultur noch nicht bereit für ein demokratisches System. Die Ziele seien nicht mehr zu erreichen und die einzige vernünftige Entscheidung lautet: Abzug. Dass man die Afghanen damit an die Taliban ausliefert, erregt höchstens ein Schulterzucken.

Der Krieg ist noch nicht verloren

Der Sicherheitsexperte Dustin Dehéz hat sich in der ZEIT bereits im August 2010 mit den Argumenten der Kriegsgegner auseinandergesetzt.

1. Der asymmetrische Krieg

Dehéz entgegnet auf dieses Argument, dass der asymmetrische Krieg in Vietnam nicht mit dem in Afghanistan vergleichbar ist, da die Vietcong tatkräftige Unterstützung von China und der Sowjetunion erhielten und über Rückzugsmöglichkeiten in den Nachbarländern verfügten. Der asymmetrische Krieg ist momentan der einzige Weg, den die Taliban gegen die NATO führen können. Die Surge im Irak hat gezeigt, dass man einen asymmetrischen Krieg durchaus gewinnen kann. Im Jahr 2007 wurden 20.000 zusätzliche Soldaten nach Bagdad entsandt, mit der Folge, dass sich die Sicherheitslage im Irak massiv verbesserte. Dehéz schreibt: „… eine veränderte Strategie, Kooperation mit lokalen Milizen und eine Stärkung der Zentralgewalt (führten) zu einer überraschenden Wende.“

Was Dehéz nicht erwähnt ist, dass die Taliban wie die Vietcong auch über Rückzugsmöglichkeiten im Nachbarland verfügen, nämlich Pakistan. Diese kaum geheime Unterstützung ist das größte Hindernis für den Sieg in Afghanistan. Der Westen muss mit allen erdenkbaren Mitteln versuchen, die pakistanische Hilfe, vor allem die des pakistanischen Geheimdiensts (ISI), zu unterbinden. Die wichtigsten Maßnahmen, um den Krieg in Afghanistan zu gewinnen, sind: Die Pakistaner vertreiben, die Truppenpräsenz nicht senken und die Zivilgesellschaft stärken. Es reicht nicht aus, eine Armee und Polizei auszubilden, wie Dehéz es ausführt: „Doch in Demokratien reicht es nicht, nur gut ausgebildete und ausgerüstete Sicherheitskräfte zu unterhalten, genauso wichtig ist deren zivile Kontrolle.“

2. Demokratie als Ziel?

In den letzten 10-11 Jahren haben wir eine der korruptesten Regierungen der Welt unterstützt, die vor der gesamten Weltöffentlichkeit die Wahlen fälschen ließ. Aber selbst diese Regierung ist für die Afghanen hundertmal besser als eine Taliban-Herrschaft.

Die Behauptung, dass die Afghanen „nicht bereit“ für die Demokratie sind, ist sicherlich zutreffend. Eine lupenreine Demokratie gibt es auch in vielen westlichen Ländern nicht. Aber wie jede Nation der Welt sind die Afghanen bereit für einen Demokratisierungsprozess. Dieser könnte natürlich eine Weile dauern und von Rückschlägen begleitet werden. Kein Land auf der Welt wechselt von einem Tag zum anderen von einem mittelalterlichen Folterregime zu einem demokratischen Rechtsstaat! Dazu Dehéz passend: „Das Argument von der fehlenden Legitimität der afghanischen Demokratie macht aus der deutschen Demokratisierung auf merkwürdige Weise einen neuen Betriebsunfall der Geschichte.“ Außerdem war Afghanistan nicht immer so rückständig wie unter den Taliban. Diese Bilder aus den 1950ern und 1960ern sind ein erstaunliches Zeugnis aus dafür.

Dass die Afghanen einen Demokratisierungsprozess befürworten, kann man aufgrund von Umfrageergebnissen eindeutig belegen. Eine Umfrage aus dem Jahr 2010 zeigte, dass nur 4% der Afghanen eine positive Meinung zu den Taliban hatten (79% hatten eine sehr schlechte Meinung), während 63% die Stationierung von US-Truppen befürworteten und 59% der Meinung sind, dass der Präsident Karzai der Bevölkerung ein besseres Leben ermöglicht. 58% der Befragten sagen, dass die Taliban die größte Gefahr für ihr Land darstellen, nur 8% glauben, dass es die USA sind. (Quelle)

Die Unterstützung für die ausländischen Truppen ist nicht verwunderlich. Nach der Befreiung Afghanistans von den Taliban sind mehr als 3 Millionen afghanische Flüchtlinge zurückgekehrt. Die Männer konnten ihre Bärte abschneiden und die Mädchen endlich wieder zur Schule gehen. Die Afghanen nahmen tagelange Märsche auf sich, um an den Wahlen teilzunehmen. Die Gesundheitsfürsorge und die wirtschaftliche Lage verbesserten sich, die Kindersterblichkeit sank.

Aber gleichzeitig ist der Optimismus der Afghanen zurückgegangen: Im Jahr 2004 sagten noch über 60% der Afghanen, das ihr Land in die richtige Richtung steuert, während nur etwas mehr als 10% dies anders sahen. Im Jahr 2010 glaubten aber nur noch 40% der Afghanen, dass ihr Land in die richtige Richtung steuert, die gegenteilige Meinung bejahen fast genauso viele.

3. Ist der Krieg noch zu gewinnen?

Dehéz schreibt, dass die Entschlossenheit der Taliban bei gleichzeitiger Endstimmung im Westen keine Rolle spielen wird, wie der Krieg am Ende ausgeht: „Tatsächlich ist nicht die Radikalität und Rücksichtslosigkeit einer Kriegspartei entscheidend für den Ausgang eines Krieges, sondern etwas völlig anderes: die Lern- und Anpassungsfähigkeit einer Kriegspartei. Und besonders radikale Gegner lernen langsam.“ Als Beispiel führte er die Niederlage der fanatisierten, vom Endsieg besessenen deutschen Soldaten während der Ardennenschlacht.

Das Jahr 2011 war das Jahr, indem nach der Befreiung im November 2001 die meisten Zivilisten umgekommen sind, insgesamt musste man 3.021 beklagen. 77% davon haben die Taliban auf dem Gewissen, 14% die westlichen und afghanischen Truppen. Natürlich mussten die westlichen Truppen in den letzten Jahren einige Rückschläge hinnehmen. Doch es gab auch viele Rückschläge für die Taliban.

What happens if we leave Afghanistan

Richard Herzinger hat in der WELT beschrieben, was passieren würde, wenn die westlichen Truppen Afghanistan verlassen und die Bevölkerung, die die Stationierung der ausländischen Truppen ja mehrheitlich unterstützt, den Taliban ausgeliefert wird:

Geht man nicht davon aus, dass die westlichen Regierungen einhellig mit Blindheit geschlagen sind, muss man vermuten, dass sie sich mit der kommenden Wiedereroberung Afghanistans durch die Taliban bereits abgefunden haben. Als Minimalerfolg würden die Weltstrategen in Washington, Paris und Berlin dabei wohl schon verbuchen, wenn jene ihre Terrorherrschaft dieses Mal innerhalb der eigenen Grenzen halten und darauf verzichten würden, der al-Qaida erneut eine Operations- und Ausbildungsbasis zur Verfügung zu stellen. Welch ein kläglicher “Erfolg” der aufwendigsten Anstrengung, die vom westlichen Bündnis jemals im Namen von Menschenrechten und Freiheit unternommen wurde!

Aber nicht nur ein geopolitisches, sondern auch ein moralisches Fiasko des Westens zeichnet sich in Afghanistan ab: der Verrat an den fortschrittsorientierten Teilen der afghanischen Bevölkerung, die man ein Jahrzehnt lang zum Aufbruch in Freiheit, Demokratie und Selbstbestimmung ermuntert hat. Nicht nur, weil ihre Auslieferung an die islamistischen Schlächter auf dem Gewissen der westlichen Welt lasten wird, kann der eilige Rückzug ihr nicht den ersehnten isolationistischen Seelenfrieden bescheren. Spätestens wenn – wie einst die “Boatpeople”, jene von den fluchtartig abziehenden US-Truppen preisgegebenen Südvietnamesen – Hunderttausende von Flüchtlingen Rettung bei den einstigen Schutzmächten suchen, wird man im Westen begreifen, dass sich die einmal übernommene Verantwortung für die Zukunft Afghanistans nicht einfach abschütteln lässt wie lästig gewordener Ballast. Die Flucht aus dem zähen Kleinkrieg am Hindukusch könnte sich schnell als erster Schritt in neue Konfliktkonstellationen weit größeren Ausmaßes erweisen.

Eine treffende Analyse, die den westlichen Friedensaposteln aber völlig egal sein dürfte. Navid Kermani stellte bereits 2005 fest, dass es in Deutschland eine Tendenz gäbe, sich mit den Muslimen in der Welt solidarisch zu erklären, indem man ihnen Demokratieunfähigkeit unterstellt. Wer glaubt, dass Islam und Demokratie vereinbar sind, gilt dann als Rassist, Kulturimperialist und Kriegshetzer. Dabei ist Demokratie kein Kulturkreis, sondern ein zivilisatorischer Fortschritt, den jeder Kulturkreis bewerkstelligen kann.

Michael Naumann schwadronierte im Cicero sogar, dass ein Afghanistan-Abzug  ein „Trost“ für die afghanischen Frauen wäre: „Der einzige Trost: Jene jungen Frauen, die im vergangenen Jahrzehnt mit den Freiheitsangeboten des Westens konfrontiert wurden, die Schülerinnen, die Auslandsstipendien wahrnahmen und im Internet heimisch wurden – sie alle wissen, dass sie auswandern können. Wir sollten sie mit offenen Armen aufnehmen. Afghanische (und iranische) Kinder in Deutschland haben jetzt schon die höchste Abiturquote.“ Ein noch größerer Trost dürfte es aber doch sein, wenn die Taliban endgültig verschwinden würden.

12 Antworten to “Ist Afghanistan wirklich verloren?”

  1. Antifo Says:

    Als damals der Krieg losging, wurden Demokratie, Menschenrechte und Wohlstand als Ziele ausgegeben. Man hätte damals schon wissen können, daß sich das nicht erreichen lassen würde.

    Ich persönlich wäre nicht bereit nach Afghanistan zu gehen, um dort für irgendeine Seite zu kämpfen und Richard Herzinger sicherlich auch nicht.

    Ich sehe mich auch nicht in der Verantwortung für die „fortschrittsorientierte Teile der afghanischen Bevölkerung“.

    Auch wenn ich damals eine der Parteien gewählt habe, deren Mandatsträger dann den Krieg in Afghanistan mit begonnen haben — die Entscheidung für diesen Krieg wurde letztlich nicht von mir, sondern vom NATO-Rat mit der Ausrufung des Verteidigungsfalles nach 9/11 getroffen. Deswegen werde ich mich auch nicht in Kollektivhaftung nehmen lassen.

    • arprin Says:

      Das Ziel war, die al-Qaida aus Afghanistan zu vertreiben. Das Ziel wurde weitgehend erreicht. Eine lupenreine Demokratie wird es so schnell nicht geben, aber man hat den Anfang gemacht.

      Und warum sollte jemand dich in Haftung nehmen? Herzinger spricht nicht von allen Menschen, die im Westen leben, sondern von denen, die für Afghanistans Zukunft mitverantwortlich sind.

  2. warbreak Says:

    Das Bild oben ist eine Blaupause der „Rebellen-Bilder“ aus Libyen oder aus Syrien. In sofern sieht man die Gleichartigkeit der Einstellung dieser sunnitischen Milizen.
    Lustig dabei ist immer wieder die Wendehals-Politik des Westens: In Afghanistan sind diese Deppen Terroristen, die gleichen Clowns mutieren dann vor einer syrischen Kulisse zu demokratischen Opposition. Was für ein lächerliches enttarntes Spiel…

    • arprin Says:

      Die demokratische Opposition in Syrien besteht aus Veteranen des Damaszener Frühlings, aus säkularen Linken, Vertretern von Minderheiten (Kurden) und sie setzen sich für eine parlamentarische Demokratie ein, die Macht soll beim Volk liegen, außerdem werden die Rechte der Kurden, Christen und Alawiten betont. Das steht im Programm des Syrischen Nationalrats, der Islam oder die Scharia werden nicht erwähnt. Dass es auch Islamisten gibt, ist mir klar, aber sie sind nicht die einzigen Oppositionellen.

      • Antifo Says:

        Das steht im Programm des Syrischen Nationalrats …

        Papier ist geduldig und die syrische Opposition ist bekanntermaßen so sehr zerstritten, daß sich gleich mehrere „Befreiungsarmeen“ gebildet haben.

        Man sieht derzeit in Libyen, wie das ausgehen würde, wenn diese „Befreiungsarmeen“ siegen sollten: Das Land würde von einer unüberschaubaren Menge von Milizen beherrscht. Deren Anführer würden sich einen Dreck darum scheren, was dieser „Syrischen Nationalrat“ in seinem Programm stehen hat. Wichtig wäre denen nur die Verteidigung ihres eigenen kleinen Fürstentums. Mustafa Abdul Dschalil hat kürzlich ja auch eingestanden, daß sein „Nationaler Übergangsrat“ und dessen Übergangsregierung faktisch keine Kontrolle über die Milizen haben und daß sich daran in den kommenden Jahren auch nichts ändern wird.

        Es ist daher wahrlich ein Hohn und eine orwellsche Verkehrung der Wahrheit, daß diese syrischen Milizen nun von einer Gruppe unterstützt werden, die sich die „Freunde Syriens“ nennen, und unsere „freie Presse“ diese mit Maschinengewehren und anderen schweren Kriegswaffen ausgestatteten Milizen auch noch als „friedliche Demonstranten“ darstellt!

      • arprin Says:

        Es ist ein Hohn und eine orwellsche Verkehrung der Wahrheit, dass sie alle Assad-Gegner zu bewaffneten Milizionären erklären und kein einziges Wort der Kritik für Assad übrig haben.

        Und auch für sie gilt: Hier geht es um Afghanistan, nicht um Syrien und schon gar nicht um Libyen.

  3. aron2201sperber Says:

    Statt den Afghanen zu erklären, dass man wegen ein paar verbrannten Büchern, die im Gegensatz zu den von den Taliban zerstörten Buddha-Statuen dank der neuzeitlichen Erfindung des Buchdrucks leicht ersetzbar wären, nicht auszurasten brauche, bekräftigt man die eigentlich geistig gesunden Menschen in ihrem krankhaften Verhalten.

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2012/02/23/bequeme-unzurechnungsfahigkeit/

  4. warbreak Says:

    @arprin

    Aja, dann verkleiden sich also die Veteranen, die Linken und die Vertreter der Minderheiten wie obiges Bild und spielen Fasching in Syrien. Und die FSA, aus 100% Sunniten (Syrer und Ausländer) bestehend, passt wie in deine allwissende (Ver-)Erklärung?

  5. warbreak Says:

    Arprin:

    Ach komm, jetzt wird es billig.
    Die FSA nicht Teil der Opposition? Du machst Scherze!
    Die Amis wollen die Opposition bewaffnen (was sie seit 9 Monaten ohnehin tun), frag nach bei H.Clinton. Oder glaubst du, sie meinen Ghalioun? Den Burhan würde ich gerne in der syrischen Steppe mit einem RPG sehen – das wäre allerdings Fasching.

    Wenn die FSA nicht die Opposition sein sollte, was ist die FSA denn dann? Und wer organisiert diesen bewaffneten „Widerstand“? Und wer finanziert ihn? und wer rüstet ihn aus? und wer sorgt für die Kommunikationstechnik? Und warum spricht dein B. G. von dem „militärischen Flügel“ der Opposition?

    Mann, mann, mann. Du hast Nerven…

    • arprin Says:

      Die FSA ist eine Miliz, die den Sturz des Assad-Regimes herbeiführen will. Nichts mehr, nichts weniger. Ob sie überhaupt ein politisches Programm haben, weiß ich nicht. Was ich weiß ist dass Ghalioun sich kritisch über sie geäußert hat. Grundsätzlich kann ich bewaffneten Widerstand gegen ein mörderisches Regime verstehen, soweit er sich nicht gegen unschuldige Zivilisten richtet. Das scheint bei der FSA offensichtlich nicht immer der Fall zu sein, von daher ist es angebracht, ihr kritisch gegenüber zu stehen. Die Frage ist aber, wer man sonst Assad Widerstand leisten kann.

      Parteien sind Opposition, Milizen nicht. Genauso gut hätte man die RAF als Opposition zu Helmut Schmidt bezeichnen können.

      PS: Es geht hier gar nicht um Syrien, sondern um Afghanistan.

  6. shaze86 Says:

    Dehéz hat das Ausdauervermögen nicht berücksichtigt. Das ist auch entscheident.

    Mein Eindruck ist, dass eine Mehrheit der Afghanen keinen Fortschritt, der von Außen aufgedrengt wird, will.

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