Die Politik der toten Vögel

Maxeiner und Miersch behaupten in der Achse des Guten, dass jedes Jahr 220.000 Vögel von Windenergieanlagen zerhackt werden. Worauf basiert diese Aussage? Es gab einen Biologen der gesagt hat, dass jede Anlage 10 Vögel zerhackt. Bei 22.000 Anlagen wären dies tatsächlich 220.000. Aber dies war nur eine einzelne Schätzung einer einzelnen Person, die Zahl wurde niemals genannt. Die Fakten sehen anders aus: Der BUND rechnet mit durchschnittlich 0,5 toten Vögeln pro (Wind-)Anlage und Jahr, derzeit also statistisch rund 8.000 jährlich. Und: Jeweils ca. 5–10 Millionen Vögel sterben im Straßenverkehr und an Hochspannungsmasten pro Jahr in Deutschland.

In den USA kommen 60 bis 80 Millionen Vögel jährlich durch Fahrzeuge und 10-40.000 durch Windanlagen um. Um Vögel vor dem Aussterben zu retten, wäre es also eher notwendig, den Autoverkehr einzuschränken. Es ist schade, dass Maxeiner und Miersch mit solchen irrationalen Argumenten und Dramatisierungen daherkommen. Das haben sie nicht nötig, denn sie gehören zu den besten Publizisten in Deutschland. Wenn sie mit zerhackten Vögeln gegen die Windkraft Stimmung machen, erinnert das an Al Gore, der mit ertrinkenden Eisbären im Nordpol für Klimaschutzmaßnahmen kämpft, während die Eisbärenpopulation sich in den letzten 50 Jahren verfünffacht hat.

7 Antworten to “Die Politik der toten Vögel”

  1. shaze86 Says:

    Bei seiner letzten Diskussion hat er sich ziemlich wage ausgedrückt:
    „Biologen sagen, dass über 220.000 Vögel in Deutschland von Windrädern geschreddert werden“
    Wer sind diese Biologen? Wo sind ihre Studien?
    Mir kommen diese 5-10 Millionen tote Vögel durch den Straßenverkehr auch ziemlich viel vor.

    Hast du den Artikel geschrieben und Maxeimer und Miersch aufgrund meines Artikels angeschrieben *neugierigfrag*?

    • arprin Says:

      Nein, ich habe ihn schon letztes Jahr per Facebook aufgrund dieses Artikels darauf aufmerksam gemacht.

      Im BUND steht: „Man geht davon aus, dass jeweils ca. 5 – 10 Millionen Vögel im Straßenverkehr und an Hochspannungsmasten pro Jahr in Deutschland sterben.“

  2. aron2201sperber Says:

    bei dieser Diskussion war Maxeiner leider auch furchtbar schwach:

    http://maybritillner.zdf.de/ZDFde/inhalt/6/0,1872,8501318,00.html?dr=1

    statt wie z.B. Köppel auf die bisherigen realen Opferzahlen des japanischen SuperGAU hinzuweisen oder die totale Ineffizienz der Solarenergie anhand von Kostengegenüberstellungen zu zeigen, verzettelte er sich mit Aussagen über Vögel und Windräder.

    aber nicht jeder ist zum großen Redner geboren 😉

    ich würde wahrscheinlich auch ziemlich hilflos herumstammeln…

    • arprin Says:

      Da muss ich dir leider recht geben. Aber er hat auch höchstens vier Minuten geredet.

      Und ja, ich denke auch das die meisten Menschen im TV untergehen würden…

    • shaze86 Says:

      Ich fand den Maxeiner nicht so schlecht. Er hat seine Meinung auf den Punkt gebracht (Kurz zusammengefasst: Die Umweltfördernden Technologien, zerstören am Ende mehr Natur als nötig – Er ist ja kein Pro-Atomkraftmensch). Für die paar Minuten Redezeit vielleicht rhetorisch nicht ganz abgestimmt und hätte die Vorlage vom Zauselopa gnadenlos ausnutzen müssen.

      Der Zauselopa kam mir bei der Sendung wie ein Täuscher vor, weil er nicht wie ein Ökofuzzi gesprochen hat.

  3. American Viewer Says:

    Zum Thema werde ich vielleicht was schreiben. Mal gucken wie ich Zeit habe.

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