Ökologisch korrekt

Ein Prophet des Ökologismus

Ein Prophet des Ökologismus

Vor einem Monat berichteten Maxeiner und Miersch vom ökologisch korrekten Tod. Die grüne Abgeordnete Maike Schäfer macht sich Sorgen über Quecksilber-Belastung durch Krematorien, Totenkleidung, umweltschädliches Einbalsamieren und Kompostierung und plädiert deshalb für Öko-Beerdigungen: „Das Bestattungswesen hat mit der Umwelt viel zu tun. Schließlich wird man am Ende in der Umwelt begraben.“ Viele werden glauben, dass dies ein Beweis sei, wie verrückt die Deutschen doch sind. Doch wenn man sich anschaut, wie andere Länder über den ökologisch korrekten Tod nachdenken, muss diese Meinung zumindest relativieren.

In Großbritannien sind Öko-Beerdigungen schon seit Jahren in Mode gekommen. Unternehmen wie „Green Endings„, „Eco-Coffins.com„, „Wickerwillowcoffins.co.uk“ haben sich auf den ökologisch korrekten Tod spezialisiert. Die Methoden: Der Leichnam wird nur in einfache Stoffe gehüllt oder gekühlt und nicht einbalsamiert, und statt eines Holzsargs wird der Leichnam in einem Sarg aus geflochtenem Korb oder aus Pappe bestattet, die innerhalb von nur drei Monaten biologisch abgebaut sind. In Schweden macht sich die Biologin Susanne Wiigh-Mäsak ebenfalls Gedanken über den ökologisch korrekten Tod. Ihr Vorschlag:

Die Leiche wird bei minus 18 Grad schockgefroren und dann in ein Bad aus flüssigem Stickstoff getaucht, der eine Temperatur von minus 196 Grad hat. Der so erstarrte Körper ist brüchig wie Glas. Durch Schallwellen und Erschütterung zerfällt er zu einer pulverigen Substanz. In einer Vakuumkammer wird dieser das Wasser entzogen, anschließend werden Metallteile – beispielsweise Zahnfüllungen – entfernt. Die sterblichen Überreste könnten nun in einem kleinen, biologisch abbaubaren Sarg beigesetzt werden. Zur Bestattung reicht ein flaches Grab von etwa 30 Zentimetern Tiefe, wo Sauerstoff und Bakterien den Zersetzungsprozess einleiten. Die Verrottung ist schon innerhalb eines halben Jahres abgeschlossen. Auf das Grab können Sie eine Pflanze setzen, die die Nährstoffe des Komposts aufnimmt.

Man mag diesen Trend als „skurill“ bezeichnen. Aber es ist auch ein Offenbarungseid. Für die Ökologisten (streng zu unterscheiden von den Ökologen) geht es nicht um das Wohl des Menschen, sondern nur um ihre Ideologie. So wurde der „Feldbefreier“ Michael Grolm, der die Initiative „Gendreck weg“ betreibt, von Vince Ebert gefragt, wie er reagieren würde, wenn wissenschaftlich absolut sicher nachgewiesen werden würde, dass Gentechnik ungefährlich für den Menschen sei. Er antwortete, dass ihm dies egal wäre, da dies nicht sein Hauptanliegen ist. Stattdessen gehe es ihm darum, „der Natur nicht ins Handwerk zu pfuschen.“

Der beste Weg, jemandem die Freiheit zu nehmen, ist, ihm zu versprechen, dass es im Namen einer besseren Zukunft notwendig sei, einem Paradies auf Erden. Der Ökologismus verspricht den Menschen einfach nur das Überleben. Eigentlich ist das keine paradiesische Vorstellung. Aber im Gegensatz zur Alternative- der Klimakatastrophe oder dem Atomtod- erscheint das reine Überleben schon paradiesisch. Dafür müssen wir unseren Wohlstand, ja, unsere Freiheit opfern. Das Endziel des Ökologismus lautet demnach: Ein Leben im Elend, damit es unseren Urenkeln besser geht. Das klappt schon ganz gut: Vor einigen Wochen stand das Stromnetz in Deutschland vor dem Zusammenbruch. Raphael Fellmer führt ein Leben ohne Geld, während Carl Rheinländer ohne Müll lebt, alles mit dem Ziel, unsere Umwelt zu retten und „nachhaltig“ zu leben.

Nur eine Frage bleibt übrig: Was passiert mit den Leichnamen, die schon seit Jahrzehnten oder Jahrhunderten begraben wurden und damit die Umwelt belasten? Was soll mit ihnen geschehen? Im Iran wird eine elegante Lösung getestet. Menschenrechtsorganisation wie Human Rights Activists In Iran berichten über die systematische Zerstörung von Friedhöfen der Bahai. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass der Geheimdienstvertreter in der Provinz Mandazaran paramilitärische Kräfte antreibt, damit diese Bahai-Gräber schänden. Ökologisten wie Michael Grolm, die nicht davor zurückschrecken, Genmaisfelder zu „befreien“, könnten im Namen der Nachhaltigkeit für solche „Befreiungen“ sorgen.

Eine Antwort to “Ökologisch korrekt”

  1. . Says:

    Die Poesie : Wenn die See spricht
    http://www.box.com/s/7e19fcafa6179b5f0b02

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