Der Rassismus der Linken

Der klassische Rassismus: Eingang für Weiße und Schwarze getrennt

Der klassische Rassismus: Eingang für Weiße und Schwarze getrennt

Wie nennt man es, wenn jemand andere ethische Maßstäbe für eine Person legt, nur weil er einer anderen Nation, ethnischen Gruppe oder Religion anhört? Rassismus. Die Definition des Wortes ist eigentlich falsch, da Ethnien und religiöse Gemeinschaften keine Rasse sind. Aber dasselbe trifft auch auf andere Wörter zu, wie z.B. Antisemitismus (der Begriff „semitisch“ bezieht sich auf eine Sprachfamilie, zu der auch das Arabische gehört) oder Indianer (Indianer kommen nicht aus Indien).

Rassismus hat verschiedene Gesichter. Bei den Rechten ist es so, dass man seine eigene Gruppe als überlegen betrachtet und deshalb die Taten von Menschen, die einer anderen Nation, ethnischen Gruppe oder Religion angehören, negativer bewertet als die seiner eigenen Gruppe. Bei den Linken dagegen ist es genau andersrum: Ihr Rassismus äußert sich dadurch, dass sie die Taten von Menschen, die einer anderen Nation, ethnischen Gruppe oder Religion angehören, positiver bewerten als die ihrer eigenen Gruppe. In einem Artikel bei Audiatur Online wurde dafür ein Begriff geprägt: „humanitärer Rassismus“.

Es gibt jedoch einen anderen Begriff dafür, und zwar Kulturrelativismus. Kulturrelativismus ist, so sehr man es auch leugnet, schlichtweg Rassismus. Es gibt keinen Unterschied zwischen diesen zwei Phänomenen, denn die Definition von Rassismus, wenn jemand andere ethische Maßstäbe für eine Person legt, nur weil er einer anderen Nation, ethnischen Gruppe oder Religion anhört, wird von den Kulturrelativisten erfüllt. Wer Ehrenmorde als eine „kulturell begründete Tat“ verharmlost und den Kolonialismus die Schuld für Selbstmordattentate gibt, betreibt Rassismus in Reinkultur. Während der rechte Rassismus zurecht gesellschaftlich geächtet ist, ist der linke Rassismus in Deutschland und in vielen anderen Teilen der westlichen Welt noch immer im Mainstream.

Begriffsverwirrungen

Wo liegen die Unterschiede zwischen Linken und Rechten? Historisch haben sich einige Merkmale herausgebildet, die länderübergreifend gelten. In der Theorie treten Linke für mehr Gleichheit ein, während Rechte der Ansicht sind, dass eine gewisse Portion Ungleichheit aufgrund der natürlichen Unterschiede der Menschen (Geschlecht, Alter usw.) notwendig ist. Rechte gelten als „konservativ“, d.h. sie sind für die Bewahrung von Traditionen (Ehe, Religion usw.), während Linke als „progressiv“ bzw. „liberal“ gelten, also offener für Neues sind. Rechte sind nationalistisch, da sie gegen Überfremdung sind, Linke gelten als internationalistisch, da sie die Weltrevolution anstreben.

Soweit zur Definition von „links“ und „rechts“. Doch in der Praxis sind die Begriffe nicht immer zuverlässig. So sind Linke zwar der Definition nach internationalistisch, aber gleichzeitig gehören Antiimperialisten zum Großteil dem linken Milieu an, während es vor allem die nationalistischen Rechte waren, die fremde Länder invadierten. In den USA sind statt „rechts“ und „links“ die Begriffe „konservativ“ und „liberal“ üblich. Aber für die Linken sind Neokonservative und Neoliberale gleichermaßen Feindbilder.

Wie sieht es mit den extremen Varianten beider Lager aus? Rechtsextremismus steht für Faschismus oder Nationalismus. Nationalismus ist, zumindest im gängigen deutschen Sprachgebrauch, der Begriff für übersteigerten Patriotismus. Die eigene Nation wird als überlegen angesehen und daraus Sonderrechte für eine Volksgruppe abgeleitet. Angehörige fremder Nationen werden als „Fremde“ oder „Eindringlinge“ abgelehnt. Linksextremismus steht für Kommunismus. Der Begriff Kommunismus beschreibt, obwohl viele das natürlich leugnen, dieselbe Ideologie wie Sozialismus, Marxismus oder Bolschewismus. Beide Extreme haben jedoch viele Gemeinsamkeiten.

Sind Linke nationalistisch?

In diesem Artikel habe ich behauptet, dass Linke nicht nationalistisch wären. Das ist auch immer noch mein Standpunkt. Viele sind der Meinung, dass Linke auch nationalistisch sind, aber das stimmt nicht. Der Rassismus der Linken ist nicht nationalistisch, sondern kulturrelativistisch. Dass viele glauben, dass Sozialisten/Marxisten/Kommunisten nationalistisch sind, hat meiner Meinung nach zwei Gründe. Einerseits gibt es Gemeinsamkeiten zwischen beiden Ideologien. Nationalismus und Sozialismus sind kollektivistisch, antikapitalistisch und autoritär. Aber nur weil sie Gemeinsamkeiten haben, sind sie nicht gleich.

Es gibt klare Unterschiede zwischen einer nationalistischen und einer sozialistischen Organisation. Man kann das ganz einfach herausfinden: Ist das Endziel der Organisation die Diktatur des Proletariats oder die Diktatur ihrer Rasse/Nation? Die NSDAP war eine sozialistische Arbeiterpartei, aber ihr Ziel war eben nicht die Diktatur des Proletariats, sonst hätten sie sich auch um die nicht-arischen Arbeiter gekümmert. Die PKK ist eine Arbeiterpartei, doch ihr Hauptziel ist ein unabhängiger Staat. Sozialismus gehört zum Nationalismus dazu. Es gibt einige, die von „Rechtssozialismus“ sprechen, aber ich lehne diesen Begriff ab, denn Sozialismus gehört eigentlich zu jeder Ideologie, weil jede Ideologie antikapitalistisch ist, so auch der Islamismus und der Ökologismus. Wenn man von „Rechtssozialismus“ spricht, müsste man also auch von „Islamsozialismus“ oder „Ökosozialismus“ sprechen.

Und andererseits kooperieren Sozialisten mit Nationalisten. Daraus könnte man schließen, dass Sozialisten auch nationalistisch sein können. Aber dem ist nicht so, denn man muss unterscheiden zwischen ideologischer Zusammenarbeit und Realpolitik. Die Nazis kooperierten mit Stalin, den Palästinensern und den Japanern. Aber für die Nazis waren Kommunisten, Araber und Japaner natürlich keine ideologischen Verbündete: Hitler ließ Kommunisten vergasen und hielt Araber und Asiaten für minderwertige Rassen. Die Sozialisten kooperieren heute mit Nationalisten und mit Islamisten, die Frauen steinigen lassen. Aber natürlich sind sie selbst keine Nationalisten oder Frauenhasser. Stattdessen fordern sie ein Bleiberecht für Asylanten, Frauenquoten und geschlechtsneutrale Vornamen (man könnte von „humanitären Sexismus“ sprechen).

In seinem Bestseller „Hurra, wir kapitulieren!“, der sich mit Politischer Korrektheit, Gutmenschentum und Appeasement auseinandersetzt, schreibt Henryk M.Broder, dass sich linke und islamische Ideale komplett ausschließen. Er bezog sich dabei auf eine gegenteilige Aussage von Oskar Lafontaine, der die angebliche Gemeinsamkeit zwischen linken und islamischen Werten betonte:

Es gibt Schnittmengen zwischen linker Politik und islamischer Religion: Der Islam setzt auf die Gemeinschaft, damit steht er im Widerspruch zum übersteigerten Individualismus, dessen Konzeption im Westen zu scheitern droht. Der zweite Berührungspunkt ist, dass der gläubige Muslim verpflichtet ist zu teilen. Die Linke will ebenso, dass der Stärkere dem Schwächeren hilft. Zum Dritten: Im Islam spielt das Zinsverbot noch eine Rolle, wie früher auch im Christentum.

Broder schreibt weiter, dass die Linken sich seit dem Kalten Krieg in einer ideologischen Krise befinden und deshalb verzweifelt nach neuen „Systemen“ bzw. „Auswegen“ aus dem Kapitalismus suchen. Der Islam erscheint da als eine verlockende Alternative, obwohl er in Wirklichkeit die rechtsextremste verbliebende Ideologie auf der Welt ist.

Warum sind Linke beliebter als Rechte?

Der “Marsch durch die Institutionen”, der dazu führte, dass der Großteil der wichtigen Positionen in der Gesellschaft und in der Politik in der Hand von linken Persönlichkeiten ist, ist keine Verschwörungstheorie: Eine Repräsentativ-Studie vom Focus belegte, dass 34% der Journalisten in Deutschland den Grünen nahestehen und 25% der SPD. Wenn man die Befragten ausklammert, die keine Parteineigung nannten, kommt man auf umgerechnet eine satte 76%-Mehrheit bei den Journalisten, die sich zu einer Partei bekannten. Das rot-grüne Weltbild beherrscht die deutschen Zeitungen, da gibt es keine Frage, was sich am meisten durch die “Politische Korrektheit” bemerkbar macht, die in Deutschland und auch in anderen Ländern Europas und sogar in den USA eine wahre Meinungsdiktatur gebildet hat. Dabei gibt es keine obere Instanz, die entscheidet, wer was schreiben darf oder nicht, es handelt sich um eine Art von „Selbstzensur“.

Der Begriff „rechts“ ist in Deutschland quasi gleichbedeutend mit rechtsextrem. Berthold Kohler brachte es in einem lesenswerten Artikel in der FAZ auf den Punkt: Rechts ist nur noch das Nichts.

Politisch fängt dieses Land ganz links außen an und hört dann schlagartig in der Mitte auf. Denn „rechts“ ist in diesem Land, dahin haben es die Linke und die sich unermüdlich an jeder „Kampagne gegen rechts“ beteiligende Union gebracht, zu einem Synonym für rechtsradikal und rechtsextrem geworden. Was früher rechtsradikal oder rechtsextremistisch genannt wurde, heißt jetzt oft nur noch rechts: „die rechte Gewalt“, „der rechte Terror“, „die rechte Szene“. Mit rechtem Terror sind dabei natürlich nicht die Manieren von Ronald Pofalla gemeint.

Kein Wunder, dass sich das politisch rechte Lager eher „konservativ“ oder „bürgerlich“ nennen. „Links“ zu sein ist dagegen in Ordnung. „Links“ steht für Antifaschismus, Antiimperialismus, Antirassismus, soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz, kurz: alles, was in den Medien als „gut“ gilt. „Links“ ist das Gute, „Rechts“ ist das Böse. Das ist kein rein deutsches, sondern ein weltweites Phänomen. Deswegen musste wohl auch fast jede Region der Welt den Sozialismus ausprobieren. Eine Tragödie. Wie haben die Linken das geschafft? Drei Gründe habe ich bereits genannt:

1. Das Ziel der Sozialisten, Gleichheit für alle, klingt gut. Es gibt Dutzende Umfragen, die beweisen, dass jeder Mensch ein angeborenes „Gerechtigkeitsgefühl“ hat. So wurden Testpersonen gefragt, wo sie lieber arbeiten würden: In einem Betrieb, wo sie 50 Euro pro Stunde verdienen oder in einem, wo sie 100 Euro verdienen, die anderen aber 110. Das Ergebnis: Die meisten verzichteten lieber auf die Hälfte des Geldes, als in einem Betrieb zu arbeiten, wo sie weniger verdienen als die anderen.
2. Im Gegensatz zu den beiden anderen großen Ideologien- Religion und Nationalismus- ist er scheinbar für alle da. Religiöse Ideologien schließen die Ungläubigen aus, nationalistische die Angehörige anderer Nationen. Aber der Sozialismus kann von allen in Anspruch genommen werden. Kulturrelativistischer Rassismus klingt auch „humanitärer“ als nationalistischer Rassismus.
3. Die Verbrechen der Sozialisten wurden nicht gründlich genug aufgearbeitet. Die Nazis sind nach ihrem Untergang vor Gericht gestellt worden, die sozialistischen Massenmörder blieben so gut wie immer verschont: Stalin starb 1953, ohne jemals zur Rechenschaft gezogen zu werden, dasselbe gelang Mao, Kim Il-Sung, Kim Jong-Il, Pol Pot, sogar Honecker. Die meisten bekamen sogar ein Staatsbegräbnis, in der die Massen weinend Abschied von ihrem großen Führer nahmen. Hätten die Alliierten die Gulags geöffnet, würde heute niemand von der Singularität des Holocausts reden.

Der marxistische Trick

Ein weiterer Grund für die Beliebtheit der Linken besteht darin, den Menschen glauben zu machen, dass Nationalismus schlimmer sei als der Hass auf die vermeintlichen Klassenfeinde. In dieser Hinsicht haben die Marxisten, wie American Viewer es beschrieb, einen totalen propagandistischen Sieg errungen. Aber nicht nur in Deutschland, sondern eigentlich überall in der Welt. Und nicht nur die Marxisten, auch die Antimarxisten sind auf den marxistischen Trick hereingefallen. Auch sie scheinen zu glauben, dass Nationalismus schlimmer sei als der Hass auf  Klassenfeinde. Ihre Antwort darauf ist, den Sozialisten nationalistische Ansichten zu unterstellen.

Aber einerseits stimmt das nicht und andererseits stelle ich mir die Frage, warum dies überhaupt notwendig ist. Ist es denn nicht schon schlimm genug, Klassenfeinde ausrotten zu wollen? Sind Sozialisten erst dann auf einer Stufe mit Nationalisten, wenn sie selbst nationalistische Ansichten haben? Wenn man, wie ich, der Ansicht ist, dass Sozialisten nicht nationalistisch sind, wird dies gar als „Verharmlosung“ betrachtet, was natürlich nicht stimmt. Völkermord bedeutet, dass man versucht, eine bestimmte Gruppe von Menschen komplett auszurotten. In diese Kategorie fallen auch „Klassenfeinde“, auch wenn sie keine ethnische oder religiöse Gruppe darstellen.

„Links“ muss ja auch nicht gleich etwas Schlechtes sein. Das Problem mit vielen westlichen linken Intellektuellen unserer Zeit ist, dass sie sich seit der Studentenbewegung zunehmend radikalisiert haben, ohne dass die Gesellschaft jemals dieselbe Härte gegenüber ihnen zeigte wie es bei den radikalen Rechten der Fall ist. So war es weniger als 20 Jahre nach dem Fall der Mauer möglich, dass eine linksextreme Partei in den Bundestag einzieht. Eine Gesellschaft, die bei jeder antisemitischen Wandschmiererei eines Rechtsextremen zur Stelle ist, wird gleichzeitig nicht mit der radikalen Hetze gegen den Staat Israel fertig.

19 Antworten to “Der Rassismus der Linken”

  1. besucher Says:

    99% der Sozialisten sind Antimephistophelisten: Sie sind die Geister, die stets das Gute wollen und stets das Böse schaffen.

    Und zum Internationalismus muss ich leider mal den sogenannten Kronjuristen des Dritten Reiches, Carl Schmitt, zitieren. Ihm wird folgendes Zitat zugeschrieben: „Wer Menschheit sagt, will betrügen.“

    Der Israelhass der internationalistischen Linken hat allerdings folgenden „rechten“ Grund: Israel versteht sich zuerst als Staat der Juden und enthält somit eine nationalistische Idee. Und das geht gar nicht, das ist total Autobahn.
    Wäre die Linke in dieser Hinsicht mal konsequent dann würde sie auch jeden Tag den Bau einer Kirche in Mekka fordern (z.B. für philippinische Gastarbeiter von denen es ja einige in Saudi-Arabien gibt), dergleichen hört man leider nicht.

    So muss man sich immer wieder am berüchtigten „Judenknacks“ abarbeiten…

    • arprin Says:

      Maxeiner und Miersch haben zu dem Thema ja ein ausführliches Buch geschrieben:

      „Der Weg zur Hölle ist gepflastert mit guten Absichten, sagt ein englisches Sprichwort. Anders formuliert: Eine gute Gesinnung schafft noch lange keine bessere Realität. Niedere Motive dagegen mögen zwar eine schlechte Presse haben, aber sie wirken oftmals überraschend segensreich. Das Mephisto-Prinzip zeigt, wie aus purem Eigennutz genau das hervorgebracht wird, was die Gutmenschen dieser Welt immer wieder anmahnen: sozialer und ökologischer Fortschritt.“

      Und wie nett, das du wieder Saudi-Arabien ins Spiel bringst… Obwohl, so ganz stimmt deine Aussage nicht. Wenn man dem Iran und Syrien in den Arsch kriechen will, wird auch mal Saudi-Arabien kritisiert.

  2. Martin Says:

    Der Israelhass, USA und oft allgemeine „Westhass“ der Linken hat auch noch einen ganz anderen, weit profaneren Grund:
    eine nicht unausgeprägte Feigheit.
    An die, die Kritiker mal eben abmurksen, die auf Kritik vorwiegend sofort mit Gewalt, dem Anzünden von Botschaften und schlimmerem reagieren, trauen sie sich nicht ran.
    Es ist weitaus opportuner und ungefährlicher, Israel und die USA anzugehen. Das tun alle, das ist weitestgehend ungefährlich, da kann man aus vollen Zügen die eigene moralische Vorzüglichkeit heraushängen lassen.
    Gehts um Protest gegen eine Gebäudeanmietung zwecks Schaffung eines Versammlungsraums der „grauen Wölfe“, gegen Salafisten oder sudanesische Völkermörder, hei, da wird sich eingekotet und nicht gemuckst. Und als Rechtfertigung der eigenen Feigheit mit schuldbewußt-ertapptem Stimmchen „Fachismus, das ist Fachismus!“ gekräht, falls es wer anders wagen sollte, sich dagegen zu stellen.

    Der prototypische „Linke“ ist halt ein Herdenmensch, der das kollektive, die Gemeinschaft Gleichgesinnter braucht und individuelles Denken nur dadurch simuliert, das er seine Mehrheitsmeinung als gewagten Individualismus deklariert und die unliebsamen Minderheitenmeinungen als Mainstream.
    Ein bekanntes Merkmal hierfür und ebenfalls gradezu prototypisch ist das beliebte „Man darf Israel nicht kritisieren“. Während „Israelkritik“ bzw. Diffamierung seit Jahrzehnten absoluter medialer Mainstream ist, versucht der (linke) „Kritiker“ sich gleichwohl als „mutiger Individualist“ zu stilisieren. Ähnlich läufts mit praktisch allem anderen auch.

  3. American Viewer Says:

    Ich hab‘ grad leider keine Zeit alles zu lesen. Aber erinnere mich doch bei Gelegenheit noch einmal daran, wenn ich es je vergesse. Nicht dieses Wochenende, aber nächstes. Da ist wieder mehr Luft.

  4. aron2201sperber Says:

    ein besonders anschauliches Beispiel für umgekehrten Rassismus war der Fall des „Engels mit den eiskalten Augen“:

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2011/10/06/der-engel-mit-den-eiskalten-augen/

    der intelligenten Weißen traute man sofort ein geniales Mordkomplott zu, während man den einfachgestrickten Afrikaner als ihren willenlosen Sklaven bei der Tat betrachtete.

    • besucher Says:

      Bei der Trayvon-Martin-Geschichte in den USA gibt es leider keine eiskalten intelligenten Augen sondern einen etwas verstört dreinblickenden Latino bzw. Mestizen…

      Aber das Opfer könnte in jedem Falle Obamas Sohn sein, nettes Privileg, nur leider ist Obama nicht als Vater der Schwarzen gewählt worden sondern als Präsident der Vereinigten Staaten, deswegen: Dumme Aussage!

  5. aron2201sperber Says:

    Woran liegt es, dass Linkradikale trotz der beeindruckenden Mord-Bilanz nicht als ähnlich schlimm wie Rechtsradikale angesehen werden?

    Linksradikale schaffen es immer wieder, sich selbst und auch die meisten anderen zu überzeugen, dass ihre Utopie eine ganz andere wäre, als jene die sich in der realen Welt bereits verwirklicht haben.

    Ob dies nur an der besseren Propapaganda der linken Intelligenzija liegt?

    Im Unterschied zu den Rechtsradikalen, die zu den Verbrechen ihrer Ideologie stehen, meinen es die Linken mit ihrer Distanzierung von realen Sozialismus durchaus ehrlich.

    Man feirte zwar jede linke Revolution in der Welt, egal wie blutig sie ausfiel.

    Doch sobald sich der reale Sozialismus entfaltete, war man angewidert.

    Die einzigen Regime, die sich die linke Sympathie bewahren konnten, waren jene, die es schafften, sich als ewige Revolutionäre zu präsentieren.

    Warum war die DDR nie das Lieblingskind der westdeutschen Kommunisten?

    Die DDR hatte durchaus ihre Vorzüge:

    …z.B. Sicherheit und Ordnung.

    Diese Tugenden der DDR waren allerdings typisch rechte Tugenden.

    Auch viele andere Eigenschaften, die bei allen realsozialistischen Regimen vorkamen fallen wohl in diese Kategorie.

    Führerkult, Polizeistaat, Abschottung nach Außen.

    Ausländerfeindlichkeit gab es nur deshalb nicht, weil es keine Immigration in kommunistische Länder gab.

    Nordkorea ist wohl das einzige industrialisierte Land der Welt, in welches nicht einmal ein Somalier freiwillig ziehen würde.

    Es ist nicht bloß Zufall oder Pech, dass alle linken Revolutionen zur Etablierung von autoritären Staaten führten, die allesamt wenig mit Marx zu tun hatten.

    Die linke Utopie ist kein Modell für einen linken Staat.

    Nach jeder geglückten linken Revolution, setzt sich jedesmal der Rechteste durch.

    Die linke Utopie würde letztlich nur durch Schaffung eines neuen Menschen funktionieren.

    Solange man diesen nicht herzustellen vermag, wird jedes linke Experiment gleich enden.

  6. Linke Utopie und rechte Realität « Aron Sperber Says:

    […] beeindruckenden Mord-Bilanz eines Stain oder Mao nicht als ähnlich schlimm wie Rechtsradikale angesehen […]

  7. Charles Atlas Says:

    JENNI: Weißt du, Sarah, du hast mir vor einiger Zeit doch mal gesagt, dass ich sowas wie deine kleine Schwester bin und dass ich jederzeit zu dir kommen kann, wenn ich ein Problem hab…

    SARAH: Na klar doch! Aber immer! Wir Frauen müssen schließlich zusammenhalten! Wo drückt dich denn der Schuh?

    JENNI: Na jaaa… ich hab vorletztes Wochenende in der Disco so’n Typen kennengelernt… was soll ich lang rumreden: ich fand ihn auf den ersten Blick ganz süß, und er sagte mir dann auch, dass ich ihm gefalle. Kurz und gut: wir sind anschließend zu ihm, aber … ach, ich weiß gar nicht, wie ich dir das erklären soll…

    SARAH: Der Typ ist zudringlich geworden, hab ich recht?

    JENNI: Weißt du, ich hab’s ja erst auch gewollt, aber wie der mich dann angefasst hat … voll brutal …

    SARAH: Da hast du doch hoffentlich sofort die Kurve gekratzt !?

    JENNI: Hmmmmneee… ich hab’s über mich ergehen lassen – wollt’ ihn ja auch nicht gleich wieder verlieren. Paar Tage danach haben wir uns wieder getroffen, da hat er mir so seine Ansichten verklickert. Voll krass, also echt… Frauen zum Beispiel sind für ihn nur dazu da, um den Mann zu bedienen, um für ihn zu kochen, seine Klamotten zu waschen und Kinder in die Welt zu setzen…

    SARAH: Ja, sag mal, Jenni, was ist denn das für ein widerliches Stück Scheiße?? Mit sowas gibst du dich doch wohl nicht ab!!

    JENNI: … und Schwule, sagt er, sind der Abschaum der Menschheit – die gehören entweder vergast oder mit Elektroschocks umerzogen …

    SARAH: Das ist ja wohl das AL-LER-LETZ-TE !! Menschenskind, schick den Drecksack bloß zum Teufel !

    JENNI: … ach ja, und von Juden hält er auch überhaupt nichts. Er bedauert, dass Hitler es nicht geschafft hat, alle Juden umzubringen …

    SARAH: Hör auf! Hör BLOSS auf!!! Brutalo, Macho, Fascho … so einer gehört geteert und gefedert. Ehrlich, für sowas solltest du dir echt zu schade sein. Arschtritt und gut!

    JENNI: Jaaaaa, vielleicht hast du recht … aber irgendwie möchte ich den Mustafa auch nicht …

    SARAH: Moment! Wie heißt der?

    JENNI: Mustafa! Wieso? Ist das…

    SARAH: Ja, Mädchen, warum sagst du das denn nicht gleich? Du, das finde ich jetzt echt toll von dir, dass du den Jungen magst und zu ihm hältst! Weißt du, diese seltsamen Ansichten und Angewohnheiten, von denen du erzählt hast – die kommen nur daher, weil er von der Gesellschaft ausgegrenzt und diskriminiert wird. Da muss er sich halt irgendwie wehren… Auf jeden Fall wünsche ich euch beiden für die Zukunft alles, alles Gute!

  8. Arent Says:

    Ok ein paar Anmerkungen:

    „Ist es denn nicht schon schlimm genug, Klassenfeinde ausrotten zu wollen?“

    (1) Die *gruppenbezogene Feindlichkeit* (aka Rassismus) der Sozialisten richtet sich gegen soziale Gruppen, die es, in extremster Konsequenz, physisch auszurotten gilt (Beispiel: Auslösung von Hungernöten unter Mao, Tötung von Brillenträgern unter Pol Pot usw.). Genaugenommen sollte man sogar nur von gruppenbezogener Feindlichkeit sprechen & das Wort Rassismus vermeiden, weil das Wort R. gerne von Ideologien benutzt wird, deren gruppenbezogene Feindlichkeit sich eben nicht gegen biologische Gruppen richtet. Beispielsweise argumentieren Sozialisten die Ausrottung sozialer Gruppen sei ‚besser‘ als biologischer Rassismus, Islamisten argumentieren die Ausrottung religiöser Minderheiten sei besser als biologischer Rassismus usw. Stimmt die soziale Gruppe des ‚Klassenfeindes‘ zufälligerweise auch mit einer ethnischen überein (Beispiel: Juden), so stimmt die gruppenbezogene Feindlichkeit der Sozialisten auch mit dem ganz klassischen Antisemitismus bzw. Rassismus vom Juden, der die Finanzwelt beherrscht & von 9/11 bis Toulouse alle Anschläge & Kriege angezettelt hat überein.

    (2) Alle großen Ideologien setzen Spinning ein & fälschen ihre Geschichte. Tatsächlich haben Sozialisten Angst dass ihnen wegen Mao/Stalin/Hitler/Pol Pot Krieg & Rassismus vorgeworfen wird. Deshalb demonstrieren sie gegen Krieg & Rassismus der anderen 😉 Gleichzeitig behaupten sie dass es sich in allen Fällen, bei Mao/Stalin/Hitler/Pol Pot nicht um ‚richtige‘ Sozialisten gehandelt habe oder die Ausrottung sozialer Gruppen/Klassenfeinde nichts mit Sozialismus zu tun habe. Weil sie im Falle Mao/Stalin/Pol Pot ausgelacht werden, wenn sie behaupten, sie seien keine Sozialisten gewesen, erwecken sie auch den Eindruck, dass nicht Mao der schlimmste Sozialist war (das war er). Stattdessen argumentieren sie dass ‚in wirklichkeit‘ der drittschlimmste Sozialist, Hitler, der schlimmste Sozialist war & der war selbstverständlich ‚in wirklichkeit‘ gar kein Sozialist 😉 Weiterhin reagieren sie äußerst gereizt auf den Vorwurf dass heute bei den Grünen Mao Fans in den Vorständen sitzen & es wohl etwas seltsam ist wenn Mao Fans gegen Krieg & Rassismus demonstrieren 😉

    • arprin Says:

      Ich stimme dem meisten zu. Die sozialistischen Massenmorde gegen „Klassenfeinde“ sind nicht besser als die der Nationalsozialisten gegen „Volksfeinde“, und die Linken fälschen gerne ihre eigene Geschichte. Ich denke aber, dass das Wort „Rassismus“ zur Beschreibung der Feindlichkeit gegen andere Rassen, Ethnien oder Nationen durchaus angebracht ist. Es ist eben doch ein Unterschied zum Klassenfeind.

  9. Donald Trump und der journalistische Amoklauf der deutschen Medien – philosophia perennis Says:

    […] die USA. Und zwar eines Rassismus, der von Spiegel & Co ganz kräftig genährt wird: Es ist der pseudohumanitäre Rassismus, der sich jedesmal zeigt, wenn „die Taten von Menschen, die einer anderen Nation, ethnischen […]

  10. Cem Gülsen Says:

    Krasser Mist, was da erzählt wird.
    Alles durcheinander gewürfelt

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: