Zum Champions League-Finale

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Wir haben es nicht geschafft. Bayern ist erneut nur Zweiter geworden. Auch Lahm, Schweinsteiger, Gomez, Ribery und Robben, die mit ihren Nationalmannschaften in Endspielen standen, haben es wieder nur auf Platz 2 geschafft. Der FC Bayern- Eine Generation von Vizemeistern!

Ich weiß es klingt wie Durchhalteparolen, aber dennoch: Das Leben geht weiter. Klar, die ersten Sekunden nach Drogbas Todesstoß waren schon furchtbar. Aber danach habe ich mir einfach einen netten Film reingezogen und schon ging meine Stimmung wieder nach oben. Und nicht nur das Leben, auch der Fußball geht weiter. Es wird auch nächste Saison eine Champions League ausgetragen, und wir haben eine starke Mannschaft, in die jetzt laut BILD angeblich 60 Millionen investiert werden. Das Finale findet in London statt, und wenn wir es da nicht schaffen, werden wir es übernächstes Jahr versuchen. Und das Jahr danach usw. Außerdem ist da noch die EM 2012.

Wenn man es sich mal genau überlegt, gab es schon viele Mannschaften, die Ähnliches oder sogar noch Schlimmeres durchgemacht haben als wir: AS Rom verlor 1984 sein Heim-Finale gegen Liverpool (im Elfmeterschießen), Portugal 2004 gegen Griechenlands Defensivbollwerk (und eine EM gibt es nicht jedes Jahr), wir 99′ gegen Manchester, Schalkes vier Minuten 2001, Chelseas Ausscheiden 09′ gegen Barcelona (klar die bessere Mannschaft, fünf Elfmeter nicht gegeben und dann Gegentor in der 92.Minute), Barcelonas Ausscheiden 10′ gegen Inter und 12′ gegen Chelsea, River Plates Abstieg 2011, America de Calis drei Finalniederlagen in Folge (1985-87) usw. Das Wichtige ist, es zu akzeptieren und nicht ständig „Das darf nicht wahr sein“ oder „Ich kann es nicht glauben“ denken.

Zum Spiel: Man kann Chelsea keinen Vorwurf machen, dass sie schlecht gespielt haben, sondern höchstens, das sie schlecht sind. Denn wenn man weiß, dass man das schlechtere Team ist, spielt man eben defensiv, das ist so natürlich wie nur irgendwas. Wie kann aber eine Mannschaft wie Chelsea, in Sachen Finanzen das Griechenland des Fußballs, nur so schlecht sein? Bei Freiburg oder Mainz könnte ich es noch verstehen, bei einer Millionentruppe wie Chelsea aber nicht. Und Mario Gomez ist meiner Meinung nach eben kein Weltklassestürmer. Das hatte ich in meiner Saisonvorschau auch angesprochen. Er ist weder technisch überragend noch sehr effektiv (wenn er effektiv wäre, könnte man ihm seine technischen Schwächen noch verzeihen). Einfach nur ein Luca Toni für Reiche.

Nick Hornby: “Ich verliebte mich in den Fußball, wie ich mich später in Frauen verlieben sollte: plötzlich, unerklärlich, unkritisch und ohne einen Gedanken an den Schmerz und die Zerrissenheit zu verschwenden, die damit verbunden sein würden …”
FCB-Hymne: „… Weil wir in guten wie in schlechten Zeiten zueinander stehen …“

5 Antworten to “Zum Champions League-Finale”

  1. American Viewer Says:

    Sehr extrem fand’ ich die Auswechslung von Müller durch Heynckes direkt nach dem Tor. Ich hasse es, wenn ein Trainer so etwas macht. Müller war der einzige Bayer an diesem Abend, der wirklich Torgefahr ausstrahlte. Und dann nimmt Heynckes in raus. Das fand’ ich schon sehr überheblich und ignorant.

    • arprin Says:

      Ja, der Heynckes wollte das Spiel über die Zeit bringen und hat sich damit selbst ins Bein geschossen.

      Müller ist für mich trotz seiner geringeren Torquote immer noch besser als einer wie Gomez, der im Vergleich zu Drogba wie ein Kreisligaspieler wirkt, ein Stümperer durch und durch!

      • American Viewer Says:

        Über die Zeit bringen, verstehe ich so ein bisschen. Aber dann nimmt man doch nicht den gefährlichsten Spieler raus. Und van Buyten rein, war auch strange. Es war ein schlechtes Omen, weil man van Buyten bekanntlich schon für die Finalniederlage 2010 verantwortlich machte.

        Die Ordnung im Spiel brachte es sowieso durcheinander. Die Botschaft an die Mannschaft lautete: „Hört auf zu spielen wie bisher, lasst Chelsea kommen, wir spielen jetzt defensiver. Groß gekontert wird auch nicht mehr, weil Konterspieler Müller ist draußen.“ Dabei war Müller noch fit, es war vielmehr Ribery, der nicht mehr wirklich sprinten und verteidigen konnte.

      • besucher Says:

        Die Aktion hätte sich Heynckes für die 92. Minute aufsparen können.

        Und letztendlich sind Heynckes und Kroos Schuld!!!
        Die haben das Vizekusen-Seuchengen bei Bayern eingeschleppt…deswegen hoffe ich dass der Lars niemals zu seinem Zwillingsbruder „Manni“ zum BVB wechselt 😉

      • arprin Says:

        Nun ja, Heynckes hat immerhin die CL mit Real gewonnen… und Kroos war ja nur ausgeliehen.

        Wenn Bayern nicht gewinnt, bin ich nächste Saison in der CL für Dortmund. Das klingt vielleicht etwas politisch inkorrekt, aber: Deutschland über alles;-)

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