Warum der Islam nicht zu Deutschland gehört

Hat der Islam nichts mit Ehrenmorden zu tun?

Hat der Islam nichts mit Ehrenmorden zu tun?

Die Frage, ob der Islam zu Deutschland gehört, ist, wie Broder feststellt, leicht zu stellen, aber nicht zu beantworten. Das Problem ist, dass jeder andere Maßstäbe nimmt, um die Frage zu beantworten. Die einen nehmen einfach die demografischen Zahlen und sagen dann, das der Islam zu Deutschland gehört, weil es 4 Millionen Muslime in Deutschland gibt. Die anderen gehen nach historischen Maßstäben an die Frage heran und verneinen damit die Wulffsche Theorie. Die „Wulffer“ jedoch merken an, dass viele muslimische Erfindungen die deutsche Geschichte mitgeprägt haben. Dementsprechend müsste dann aber auch der Konfuzianismus zu Deutschland gehören, da zahlreiche chinesische Erfindungen es nach Deutschland geschafft haben. Da es in Deutschland Religionsfreiheit gibt, kann jede beliebige Religion in Deutschland praktiziert werden und somit nach Wulffscher Definition „zu Deutschland gehören“.

Ob eine Religion aber zu einem Land dazugehört, hängt nicht von demografischen oder historischen Daten, nicht mal vom Inhalt der Religion ab, sondern davon, ob die, die sie praktizieren, sich mit dem Land verbunden fühlen und kulturelle Besonderheiten mit dem Rest der Bevölkerung teilen. Ist das bei den Muslimen in Deutschland der Fall? Nun, es gibt sicher viele muslimisch-deutsche Patríoten, aber ich habe das Gefühl, dass sich die Muslime in Deutschland mehr fremd fühlen als jede andere religiöse Gemeinschaft in Deutschland (und dafür dann der angeblichen „Islamophobie“ die Schuld geben) und dass viele Muslime an ihren alten, oft mittelalterlichen Familientraditionen festhalten, und sich damit ebenfalls von anderen Migranten abheben. Ehrenmorde mögen weltweit auch in nicht-muslimischen Familien vorkommen, in Deutschland sind sie ein rein muslimisches Phänomen.

Man kann es aber auch ganz praktisch angehen und Beispiele finden, die zeigen, dass der Islam viele Phänomene hervorgebracht hat, die sich von allen anderen in Deutschland verbreiteten Religionen und Kulten unterscheiden und damit belegen, dass der Islam noch nicht in Deutschland angekommen ist.

Eine Religion gehört nicht zu Deutschland, die

– ignoriert, wenn ein Rapper mit dem Tode bedroht wird, weil er diese Religion beleidigt hat
– in dessen Namen mehr als 3400 Personen jedes Jahr zwangsverheiratet werden
– sich mehr um angebliche Diskriminierung beschwert als um Extremismus in den eigenen Reihen
– wenn sogar 6- bis 10-jährige Kinder in Schulhöfen Ehrenmorde rechtfertigen

Man könnte sicher noch mehrere Gründe nennen, aber hiermit belasse ich es erstmal. Somit lässt sich die Frage ganz einfach und schnell beantworten, ohne auf demografische oder historische Daten schauen zu müssen.

Das Schlusswort überlasse ich wieder Broder:

„Und sobald es moslemische Komiker und Komikerinnen gibt, die mit ihrer Religion so umgehen wie Monty Python mit dem Christentum und Mel Brooks mit dem Judentum, wenn Moslems die Freiheit des Individuums mehr schätzen werden als die Ehre eines Kollektivs, wenn Salman Rushdie nicht mit dem Tod bedroht sondern zu Vorträgen an arabischen Universitäten eingeladen wird, dann wird der Islam zu Deutschland und zu Europa gehören. Wie das Christentum und das Judentum, die Vegetarier und die Fleischesser, die Atheisten und die Agnostiker, wie Angela Merkel und Dolly Buster.“

16 Antworten to “Warum der Islam nicht zu Deutschland gehört”

  1. Simon Says:

    Hat es eigentlich von islamischer Seite schon irgendwann mal einen Protest gegen die Politik in Saudi-Arabien oder im Iran gegeben.
    Ich glaube nein.

    Hier soll in Deutschland einer Glaubensrichtung gegenüber nicht nur Toleranz geübt werden, nein sie soll quasi in der Rang einer kulturellen Säule gehoben werden, während in islamischen Staaten nicht einmal der Besitz einer Bibel erlaubt ist.

    Solange es keinen reformierten, aufgeklärten Islam gibt kann auch der Islam nicht zu Deutschland gehören.

    • arprin Says:

      Es geht ja nicht mal um Iran oder Saudi-Arabien, sondern um Deutschland. Der Zentralrat der Muslime beschäftigt sich nicht mal mit dem Extremismus hierzulande, dabei gehört das zu ihren Aufgaben als der wichtigste Islamverband in Deutschland.
      Was in Iran oder Saudi-Arabien passiert, kann denen ja egal sein.

  2. Simon Says:

    @arprin

    Ich weiß nicht ob es ihnen egal sein kann. Die Moslems behaupten von sich ja immer sie seien eine „Umma“ also eine Gemeinschaft von Brüdern und Schwestern. Da kann man doch auch mal seine Geschwister kritisieren.

  3. Martin Says:

    @Simon: Als Ergänzung: Vor allem meinen sie ja immer dann es ginge sie was an, wenn es um vermeintliche Untaten gegen Muslime anderswo auf der Welt geht.
    Es ist halt dasselbe Spiel, wie mit dem Islam, den es immer dann gar nicht als „den Islam“ gibt, wenn Muslime Untaten begehen, der aber immer als „der Islam“ friedlich ist und prima und toll.

    Wäre aber zuviel verlangt, da müsste man halt vorher erstmal einen tatsächlich zu ehrlicher Selbstbetrachtung fähigen Moslem finden. Oder bzw. erfinden, ich glaube gar nicht mehr, das es das überhaupt gibt. Oder sogar möglich ist.

    @Arprin: Was genau wären denn die „vielen muslimischen Erfindungen“ ?
    Also nicht die von anderen übernommenen, wie die „arabischen Zahlen“, die originär aus Indien stammen?

    • arprin Says:

      Der Zentralrat der Muslime in Deutschland ist nicht dazu verpflichtet, sich mit Dingen außerhalb Deutschlands auseinandersetzen. Es würde schon vollkommen ausreichen, wenn sie sich mit den Problemen in Deutschland auseinandersetzen würden, ganz im Ernst (denn es wäre auch viel zu anstrengend, sich mit der gesamten Umma zu beschäftigen). Aber nicht mal das tun sie ernsthaft, obwohl sie es immer wieder behaupten. Nach dem Morden von Arid Uka haben sie nichts gesagt, sondern stattdessen über Islamophobie gemeckert. Das ist bezeichnend für den Klub.
      Naja, diese Organisation wird sowieso von den meisten Muslimen nicht ernst genommen: für die Säkularen zu islamisch, für die Extremisten zu wenig islamisch, für die dazwischen zu langweilig und unnötig. Einfach ein Witzverein, nur zum Jammern und Empören da. Aber damit haben sie ja schon eine deutsche Tugend übernommen, wenn auch eine ziemlich nervige.

      Zum anderen Punkt: Die muslimischen Erfindungen wurden zwar oft aus früheren Kulturen übernommen, doch sie haben sie verbreitet und weiterentwickelt. Wenn man es genau nimmt, war es ja auch nicht Kolumbus, der als erster Nicht-Indianer Amerika erreicht hat, und die Dampfmaschine wurde nicht von James Watt erfunden. Aber sie haben diese Errungenschaften bekannt gemacht.

      • Martin Says:

        Etwas zu verbreiten ist etwas anderes, als etwas zu erfinden. Sicher auch ein Verdienst, aber eben keine Innovation.

        Und selbst wenn wir das mal so rechnen, was genau sind denn dann die vielen muslimischen Erfindungen?

      • besucher Says:

        Es gibt so wenig muslimische Erfindungen wie es christliche Erfindungen gibt.
        Das Problem ist nur dass uns gewisse Lobbyisten es immer als Errungenschaft des Islam verkaufen wollen, obwohl jeder der sich mit der Materie auseinandersetzt relativ schnell merkt dass fast alle Gelehrten in der islamischen Welt von der Orthodoxie verfolgt worden sind.

      • arprin Says:

        Genauso ist es.

        Galileo wurde ja bekanntlich erst 359 Jahre nach seinem Tod vom Vatikan begnadigt und viele jüdischstämmige Wissenschaftler und Intellektuelle sind oder waren Atheisten, trotzdem zählt man ihre Errungenschaften zur „christlich-jüdischen“ Kultur. Bei den Muslimen ist es dasselbe Spiel.

  4. besucher Says:

    Eine Sternstunde:

    Andreas Rebers – Der Islamist (und das im Scheibenwischer)

  5. Martin Says:

    Also mir fehlt jetzt immer noch die Aussage, was denn nun die vielen „islamischen“ Erfindungen sind, die das „Abendland“ beeinflußt haben.

    Ich habe ja diese Aussage nicht gemacht, die stand so im Text.
    Nach der Aussage, sie seien halt nicht originär islamisch, sondern beeinflußt und weiterverbreitet, kam dann die Aussage, das es auch christliche, jüdische etc. nicht gäbe. Mag sein, wobei ich da skeptisch bin, obgleich ich Atheist bin.

    Aber mal der Form halber und weil diese Aussage immer und immer und immer wieder auftaucht:
    Was genau *sind* die vermeintlich islamischen Erfindungen, die maßgeblich zur Entwicklung des Abendlandes beigetragen haben?
    Irgendwer muß das ja mal präzisieren.

    Oder handelt es sich dabei um das, was ich vermute? Eine der üblich Islamopropaganda Geschichtchen, wie die unglaubliche Toleranz des Islam im Mittelalter etc. etc. ?
    Halt mit dem üblichen (auch von anderen Gläubigen gerne praktizierten) Vorgehen, durch die ständige Wiederholung der Aussage eine Art Scheinglaubhaftigkeit zu schaffen?

    Nicht hier natürlich, aber hier dann zumindest ebenso gedankenlos nachgeplappert, was natürlich auch schnell mal passieren kann?

    • arprin Says:

      Die Aussage im Text war halb-ironisch gemeint, eben um die „Der-Islam-gehört-zu-Deutschland“-Nachplapperer aufs Korn zu nehmen:

      Die “Wulffer” jedoch merken an, dass viele muslimische Erfindungen die deutsche Geschichte mitgeprägt haben. Dementsprechend müsste dann aber auch der Konfuzianismus zu Deutschland gehören, da zahlreiche chinesische Erfindungen es nach Deutschland geschafft haben.

      Unabhängig von diesem Kontext gab es viele islamische Erfindungen und andere wissenschaftliche Errungenschaften im islamischen Mittelalter, die auch teilweise ganz neu waren und in Europa erst Jahrhunderte später gemacht oder importiert wurden. Einige bekannte Persönlichkeiten waren:

      Jabir Ibn Hayyan Universalgelehrter, Existenz jedoch umstritten
      al-Kindi u.a. Arzt, Philosoph, Mathematiker
      al-Farabi Philosoph und Wissenschaftler
      al-Tabari schrieb die erste medizinische Enzyklopädie
      Avicenna sehr bekannter Arzt, Physiker, Philosoph, Jurist, Mathematiker, Astronom, Alchemist und Musiktheoretiker
      al-Razi Arzt, Philosoph und Alchemist
      al-Biruni ein Universalgelehrter in nahezu allen Disziplinen
      al-Zahrawi „Vater der modernen Chirurgie“
      al-Chwarizmi Mathematiker, von ihm leitet sich die Wörter Algorithmus und Algebra ab
      al-Idrisi war der beste Kartograf seiner Zeit und zeichnete den ersten Globus
      Maimonides jüdischer Philosph, Jurist und Arzt im damals muslimischen Andalusien
      al-Maari atheistischer Dichter und Philologe. Ich habe schon über ihn geschrieben.

      Zur Toleranz des Islams im Mittelalter: Aus damaliger Sicht waren die Muslime zu dieser Zeit tatsächlich toleranter als die Christen, aber das heißt nicht, das sie wirklich tolerant waren.

  6. Martin Says:

    Naja, das sind Personen. Von denen manche nichtmal existiert zu haben scheinen, aber mit sehr wenigen Ausnahmen keine Erfindungen.
    Und „viele“ Erfindungen halt schoin gar nicht.
    Grade im Hinblick drauf, das sich diese „Meme“ oder wie immer man es nennen will, durch dauerndes Wiederholen etablieren, wie halt das von der Toleranz des Islam, den angeblichen Verdiensten des Islam, die das Abendland dem Islam schulde,den „einmaligen Verbrechen der Kreuzzüge gegenüber dem vermeintlich zwanglosen Vordringen des Islam etc, etc,“ sollte man dem m.E. möglichst viel entgegentreten.

    • arprin Says:

      Mit Ausnahme von Jabir Ibn Hayyan ist die Existenz aller anderen gesichert, und auch Hayyan hat sehr wahrscheinlich existiert.
      Es waren durchaus viele Erfindungen, nur das ich sie hier nicht alle aufzählen kann. Es gibt dafür Geschichtsbücher, in denen darauf eingegangen wird. Ich habe Will Durants „Kulturgeschichte der Menschheit“ gelesen und kann dir versichern, das die Wissenschaftler in den islamischen Ländern zu dieser Epoche herausragende Leistungen vollbracht haben.

      Nur sollte man das richtig einordnen: Diese Zeit ist seit 800 Jahren vorbei (genauso wie die andalusische Toleranz und die Kreuzzüge). Von daher spielt das für unsere heutige Zeit keine Role mehr. Aber man sollte auch nicht den gegenteiligen Weg gehen und all diese Tatsachen abstreiten.

  7. shaze86 Says:

    Der Artikel trifft absolut meine Meinung.

  8. Franz Says:

    „Der Islam gehört zu Deutschland“.

    Der Satz ist gleichbedeutend mit „Die Selbstverstümmelung gehört zu Deutschland“.
    Denn: historisch gehört der Islam so wenig zu Deutschland wie die Selbsverstümmelung.
    Deutschland ist ein freies Land (Frei für Deutsche, und nicht „frei“ im Sinne… Frei für Illegale Einwanderung).

    Der in Deutschland rechtens lebende Bürger, geniesst Freiheit. Dies beinhält auch die Freiheit des Deutschen Bürgers „sich selbst zu verstümmeln“, oder „dem Islam beizutreten“.
    Aber zu behaupten, dass „der Islam zu Deutschland gehöre“, ist einfach ein Satz der nicht die richtige Balance hat.
    Was stark zu Deutschland gehört ist (unter anderem!) die Christliche Tradition und nicht der Islam.

    Ich schäme mich für Deutschland, wenn es den Bürgern in einer unverhältnismäßigen Weise verbreitet, dass der Islam zu Deutschland gehöre.
    Nein, in der Weise… gehört er nicht zu Deutschland. Statt dessen ist es die Freiheit die zu Deutschland gehört. Das ist das höhere Gut.
    Es ist Blödheit, oder Unverantwortlichkeit, oder geziehlte Manipulation… wenn in einem selektiven Wahn von political correctness… nebensächliche Tatsachen hervorgehoben werden; und den Bürgern untergerieben werden.

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