Zionistische Geheimwaffen entdeckt

Der einfallsreichste und mächtigste Geheimdienst der Welt

In diesem Monat machte eine erstaunliche Erklärung von arabischen Menschenrechtlern die Runde. „Laut der Erklärung, die dieser Woche von der arabischen Organisation für Menschenrechte in Großbritannien in verbreitet worden ist, setzen Israelis Wildschweine als Geheimwaffe gegen Palästinenser ein. Sobald es dunkel wird, lassen die israelischen Ansiedler angeblich die extra gezüchteten und dressierten Wildschweine in palästinensische Dörfer hinaus, damit die Tiere „Saaten vernichten und Kinder terrorisieren“. Dabei sollen Besatzungsbehörden den Palästinensern effektive Bekämpfungsmittel gegen dieses Unglück vorenthalten, so die arabischen Menschenrechtler.“

Na, da möchte man sagen: Lieber als Wildschwein für die Zionisten arbeiten als ein Schwein der Hamas oder Hisbollah zu sein. Dass die arabischen Menschenrechtler nichts Besseres zu tun haben als zoologische Verschwörungstheorien zu verbreiten, spricht weder für ihre Arbeit noch für die These, dass Gaza ein Freiluft-KZ ist. Es war aber nicht das erste Mal in diesem Jahr, dass Tiere verdächtigt wurden, hinter zionistischen Operationen zu stecken. In der Türkei wurde vor zwei Monaten ein Vogel verdächtigt, ein israelischer Spion zu sein:

„Medienberichten zufolge trug das Tier am Bein eine eindeutige Markierung mit der Aufschrift „Israel“. Die Beringung allein aber machte den Vogel noch nicht zum Spion. Erst in Kombination mit seinen übergroßen Öffnungen am Schnabel kam der Verdacht auf, dem verendeten Tier könnte vom israelischen Geheimdienst ein Überwachungsinstrument implantiert worden sein. So übergab das Landwirtschaftsministerium den Kadaver dem Geheimdienst in Ankara. Weil sich die Nachricht nicht nur unter türkischen, sondern auch israelischen Ornithologen verbreitete, konnte der Vogel mittlerweile identifiziert werden.“

Die Paranoia der Antisemiten kennt keine Grenzen:

„Im Oktober 2008 „verhaftete“ der Iran zwei Tauben, die angeblich die Atomanlage in Natanz im Auftrag des Westens observieren sollten. Nur ein Jahr zuvor waren hier auch 14 Spionageeichhörnchen „im letzten Augenblick“ in Gewahrsam genommen worden, berichtete damals die Nachrichtenagentur IRNA.“
„Die palästinensische Nachrichtenagentur WAFA meldete vor wenigen Jahren, dass die Israelis riesige „Killerratten“ in Ostjerusalem aussetzten. Die aggressiven Kampfnager, die angeblich „so groß sind wie Hunde“, sollten die arabischen Bewohner aus der Heiligen Stadt vertreiben.“

Auch in Staaten, die nicht zu den größten Feinden Israels zählen, sind zoologische Verschwörungstheorien verbreitet. In Saudi-Arabien wurde im Januar 2011 ein Geier als Mossad-Agent verhaftet worden, der mit einem GPS-Sender und einer Beringung mit den Worten „Universität Tel Aviv“ und der Nummer R-65 ohne gültiges Visum in der Nähe der Stadt Hayel aufgegriffen wurde. Einwohner der Stadt Al-Weeam sagten aus, dass es sich um eine „zionistische Verschwörung“ handeln muss. Im Dezember 2010 verdächtigten ägyptische Behörden den Mossad, für Haiangriffe vor der ägyptischen Küste verantwortlich zu sein.

Wenn man sich diese Nachrichten anschaut, scheinen die Antisemiten wohl zu glauben, dass die Israelis überhaupt keinen Respekt vor Tieren haben. Dabei ist der Umgang mit Tieren in den arabischen Ländern nicht gerade vorbildlich. In Ägypten beschloss die Regierung während der Schweinegrippe, alle 300.000 Schweine umzubringen, obwohl es keinen einzigen bestätigten Fall von Schweinegrippe gab. In Libyen wurde noch im Jahr 1973 ein Hund zum Tode verurteilt. Und wie sieht es in Israel aus? Hier beschloss die Regierung im März dieses Jahres, eine antike Hunderasse vor dem Aussterben zu retten.

Diese zoologischen Verschwörungstheorien sind dabei noch vergleichsweise gelinde: Das iranische Regime beschuldigt die Juden und den Talmud, für den weltweiten Drogenhandel verantwortlich zu sein. Auch für den 11.September, den Ausbruch von Aids, das Erdbeben in Japan, plötzlichen Haarausfall oder Impotenz verursachende Kaugummis wurden schon die Zionisten verantwortlich gemacht. Und die pakistanische Zeitung „The Dawn“ behauptete in den siebziger Jahren, dass Israel plane, die Stadt Jerusalem an die Küste nach Tel Aviv zu verlegen, um sie auf diese Weise den Muslimen zu entreißen.

10 Antworten to “Zionistische Geheimwaffen entdeckt”

  1. Gutartiges Geschwulst Says:

    Das erinnert mich an die Paranoia der frühen „DDR“-Führung, die behauptete, amerikanische Flugzeuge, hätten über ihren Feldern, Kartoffelkäfer abgeworfen.

  2. Besucher Says:

    OT zur Rubrik Miasanmia: Herzlichen Glückwunsch zum Gewinn des Yingli-Pokals in Peking:-)

  3. David Says:

    Eventuell haben sie sich von diesem Film inspirieren lassen?

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