Wie die Mullahs täglich die Welt belügen

Schauen sie sich dieses Foto an:

(Quelle: Al-Arabiya)

Das linke Foto wurde von iranischen Medien in Umlauf gebracht und soll zeigen, dass Cristiano Ronaldo ein Muslim ist und den Mohamed-Schmähfilm „The Innocence of Muslims“ verurteilt. In den sozialen Netzwerken wurde das Foto tausendfach verbreitet. Natürlich ist es eine Fälschung.

Es ist nicht die erste schamlose Fälschung in den letzten Wochen, die in den iranischen Staatsmedien verbreitet wurden. Beim Treffen der „blockfreien Staaten“ übte der ägyptische Präsident Morsi massive Kritik an der syrischen Führung. Die iranischen Staatsmedien ließen daraufhin in der Übersetzung das Wort „Syrien“ einfach durch „Bahrain“ ersetzen, einem schiitischen Land, das von einer von Saudi-Arabien unterstützten sunnitischen Herrscherfamilie unterdrückt wird. Als der ägyptische Präsident vom „arabischen Frühling“ sprach, wurde in der Übersetzung ein „islamisches Erwachen“ daraus gemacht.

Den Satz „Wir erklären unsere Solidarität mit dem syrischen Volk gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung“ bog man in „Wir erklären unsere Solidarität mit dem syrischen Volk gegen die Verschwörung“ um. Aus „Die Einheit der (syrischen) Opposition ist eine Notwendigkeit“, wurde schließlich: „Wir hoffen, das Regime bleibt an der Macht, denn es hat eine Basis im Volk.“ Und zu guter Letzt wurde behauptet, dass Morsi den Iran als „strategischen Partner“ sieht, was angesichts der eklatanten außenpolitischen Differenzen kaum zu glauben ist und weder von Morsi noch von ägyptischen Medien bestätigt wurde.

Lug und Trug gehört seit jeher zu den Machtmethoden der Mullahs im Iran. Als Ayatollah Chomeini im Exil war, leugnete er jeden politischen Führungsanspruch und sagte, dass die Rechte von Minderheiten in einem islamischen Staat geachtet werden würden. Nach seiner Rückkehr errichtete er die Islamische Republik, ließ die gesamte politische Opposition gezielt ausschalten und die Minderheiten verfolgen. Obwohl dieses absichtliche Verschleiern seiner Ziele wahrlich keine islamische Exklusivität darstellt, brachten es die Mullahs mit ihrer „Taqiyya“-Strategie auf einen neuen Höhepunkt. Dabei ist die Anwendung von Taqiyya für Muslime eigentlich nur bei Zwang oder Gefahr erlaubt.

Die immer wiederkehrende Behauptung, dass das Atomprogramm nur zivilen Zwecken diene, wird mittlerweile Stück für Stück vom Regime ausgehöhlt. Vor einigen Tagen gab der iranische Atomchef Feridun Abbasi Dawani öffentlich zu, dass der Iran die Internationale Atomenergiebehörde mehrere Male angelogen habe– angeblich, um sich vor westlichen Geheimdiensten zu schützen. Gleichzeitig sagte er, dass die umstrittene Anlage Parchin, zu der Iran den Inspektoren den Zutritt verweigert, ausschließlich militärischen Zwecken diene.

6 Antworten to “Wie die Mullahs täglich die Welt belügen”

  1. aron2201sperber Says:

    bestimmt alles nur Übersetzungsfehler 😉

  2. besucher Says:

    Den Tipp zu sagen, dass Sie sich vor westlichen Geheimdiensten schützen mussten haben Sie wahrscheinlich vom Elsässer oder von Mia Herm, der neuen Ulrike Meinhof und selbsternannter „Patridiotin“:
    http://nohoearmy.wordpress.com/

  3. besucher Says:

    Frage: Von welcher Seite hast Du das gefakte Bild?

  4. Thomas Holm Says:

    Die anderen lügen aber auch zurück; der Flirt des Regimes mit der Neturei Karta Sekte wird z.B. in radikal-pakistanischen Kreisen als Beleg für eine ‚echte‘ Verschwörung des Iran mit Israel hingestellt. Näheres, um nicht zu wiederholen bei:

    https://arprin.wordpress.com/2012/09/27/wer-ist-ein-antisemit/

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