Die Mär von den „rechten“ Amerikanern

Michael Moore

Michael Moore, Held der Linken in den USA

In Deutschland gibt es seit Jahrzehnten ein Amerikabild, das man so zusammenfassen kann: Die Amerikaner sind lügende Kriegstreiber, schießwütige Cowboys und ausbeutende Kapitalisten. Deswegen sind „amerikanische Verhältnisse“ immer etwas Schlechtes. Die sind so verrückt, dass sie jahrelang nicht mal eine staatliche Krankenversicherung haben wollten, bevor Obama und damit die Zivilisation kam. Die Amerikaner „ticken“ nun mal ganz anders, da kann man nichts machen. Die fanatischen Rechten kontrollieren die Medien und vergiften somit täglich den Geist der Amerikaner, während die Linken ihrerseits nur einsame Kämpfer wie Michael Moore haben.

So ganz stimmt das nicht. Der konservative Amerikaner David Horowitz enthüllte in seinem Buch „The New Leviathan“, dass im Juni erschienen ist, die wahren Kräfteverhältnisse von Linken und Rechten in den USA. Wie der Feuerbringer berichtete, gibt es „alleine beim Thema Einwanderung 117 linke Gruppierungen, die 325 Millionen US-Dollar staatliche Fördermittel erhalten. Derweil gibt es nur 9 konservative Gruppierungen, die 18 000 Dollar vom Staat bekommen. Bei anderen Themen sieht es ähnlich aus.“ Zuvor hatte Horowitz schon in seinem Buch “Linke Illusionen. Eine intellektuelle Odyssee” ein paar aufschlussreiche Zahlen über die Professoren der Geisteswissenschaften an US-Universitäten veröffentlicht:

– 94,7% der Professoren an der Brown University sind Demokraten, 5,3% Republikaner.
– 89% der Professoren an der University of New Mexico sind Demokraten, 7% Republikaner
– 97% der Professoren an der University of California in Santa Barbara sind Demokraten, 1,5% Republikaner
– University of California, Berkely: 85% Demokraten.
– University of California, Los Angeles, 93% Demokraten
– University of North Carolina, 91% Demokraten

Was die Studenten in den Unis lernen, kann man sich denken. Wer sehen will, wie weit der Wahnsinn schon fortgeschritten ist, dem empfehle ich einige Videos in einem Beitrag des Feuerbringers, die zeigen, wie konservative Gastredner von linksradikalen Studenten beschimpft werden:

US-Unis in linker Hand

Nicht nur in den NGO’s und den Universitäten stellen Linke die Mehrheit. Auch die Medien stehen traditionell den Demokraten näher als den Republikanern. In den Medien wird jeder kleine Ausrutscher eines Präsidentschaftskandidaten der Republikaner hochgespielt, bei Obama ist man gerne etwas gnädiger. In der Unterhaltungsbranche gilt es als schick, für die Demokraten zu sein und die USA als ein ungerechtes Scheiß-Land darzustellen, wie neulich ein krasser Monolog in der Serie Newsroom zeigte. Mir ist besonders eine Szene in Erinnerung geblieben: In der Sitcom „How I Met Your Mother“ bezeichnete der „Umweltkämpfer“ Marshall andere Unternehmen als „kapitalistische Erdvergewaltiger“ (na gut, immerhin ist Barney bekennender Kapitalist).

Die linke Dominanz in den USA bestätigt eine Theorie, die ich habe: Der Sozialismus in all seinen Varianten ist für die meisten Menschen viel anziehender als jede andere politische Strömung. Deswegen ist es so, dass sich in einem Land mit einer freien Presse über kurz oder lang fast immer ein linker Mainstream entwickelt. Das muss nicht gleich schlecht sein, solange andere Positionen noch geäußert werden dürfen. Doch die linke Dominanz führt dazu, dass viele nicht-linke Personen sich aus Angst vor Hohn und Spott einer Selbstzensur unterlegen. Die Folge ist ein immer tiefer gehendes Eingreifen des Staates in das Privatleben der Bürger. Das, was man in Europa „Zivilisation“ nennt.

4 Antworten to “Die Mär von den „rechten“ Amerikanern”

  1. aron2201sperber Says:

    Amerika ist mal mehr demokratisch und mal mehr republikanisch.

    manchmal siegt Lisa Simpson, manchmal Bart.

    interessanterweise lieben die meisten Europäer die Simpsons, obwohl die meisten Protagonisten, von Flanders bis Burns typische Republikaner sind.

    der kritische, jedoch liebevolle, nicht verurteilende Blick auf Amerika, zeichnete die Simpsons lange Zeit aus.

    die neueren Folgen waren dann parteiischer (und schlechter)

  2. Besucher Says:

    Puuh, da ist ja der weg zur ADR (amerikanische demokratische republik) nicht mehr weit. In Deutschland gibt es für das Phänomen noch den begriff: Sozialdemokratisierung der Gesellschaft, wie kann es sonst sein dass jemand Kanzlerkandidat werden kann der einem Nachbarland mal mit der Kavallerie droht. Stell dir mal vor das hätte jemand von der DVU oder den PRO-Parteien gesagt.

  3. Thomas Holm Says:

    Die Selbstverlästerungssucht hat in den USA noch zum Hintergrund, dass viele weiße Mittklasse-Kids sich ihr Geschwafel, mit dem sie sich um die Vietnam-Wehrpflicht herumgedrückt haben, angefangen haben, selbst zu glauben.

    Die moralische Falle des Vietnamkrieges ist von der sowjetischen Propaganda so geschickt über die amerikanische Geschichte gesponnen worden (Tonking ist/war überall und immer schon*) so dass die Selbstherabsetzung am Ende von einer Gelegenheitsepisode (gegen den ‚US-Imperialismus zu sein, um nicht nach Vietnam zu müssen) zu einer bequem-habituell Haltung wurde.

    Einige Historiker verorten erste Haar-Risse in der Selbstachtung bei den Angloprotestanten beriets in der Folge der Schlacht an der Somme 1916.

    *Pearl Harbour – alles Verschwörung, egal ob es die Sowjetunion gerettete hat; ein gutes Beispiel für die strukturelle Unaufrichtigkeit und Unverantwortlichkeit der linken Propaganda

  4. Biehbelnaahzie Says:

    @Thomas Holm:
    Gegen Haar-Risse in der Selbstachtung hilft eine anständige Trrrrrracht Prrrrrrrügel und tägliche Bibellese! Heil, heil, heil, heil, heil!!!!

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