Großbritannien verabschiedet sich von der EU

Das Gesicht der Bürokraten

In einer Studie der Bertelsmann-Stiftung wurde vor kurzem berechnet, was der Austritt der Südländer aus der Währungsgemeinschaft an Kosten verursachen würde. Ein Austritt Griechenlands und Portugals wäre verkraftbar, doch wenn Spanien und Italien austräten, gäbe es „beispiellose ökonomische Eruptionen in ganz Europa und weltweit“. Die Gesamtkosten werden auf 17,2 Billionen Euro beziffert. Am schlimmsten würde es Frankreich treffen. Aber leider wurden nicht die Kosten und Konsequenzen eines deutschen Euro-Austritts berechnet, der in letzter Zeit u.a. von Berlusconi und Soros gefordert wurde.

Stattdessen macht Schäuble den Vorschlag, einen Währungskommissar einzusetzen, der den EU-Ländern ihr Budgetrecht nimmt, was laut Clemens Wergin „der Fantasie eines aufgeklärten, aber undemokratischen Beamten im alten Preußen“ entstammen könnte. In Großbritannien geht man jetzt den umgekehrten Weg. Die britische Innenministerin Theresa May hat vor 2 Tagen bekanntgegeben, dass die britische Regierung das sogenannte „Opt-out“ nutzt. Bei der Unterzeichnung des Lissabonner Vertrags, bestanden Großbritannien, Polen und Tschechien auf „Opt-out“ Klauseln, die das ermöglichen, was Großbritannien nun angekündigt hat. Konkret bedeutet das, dass ab 2014 die britische Regierung die Zusammenarbeit mit der EU in den Bereichen Justiz und Inneres beendet, was ungefähr 130 Gesetzte betrifft.

Schon im September 1988 hatte die Iron Lady Margaret Thatcher in ihrer berühmten Rede in der belgischen Stadt Brügge vor einem immer stärkerem Bürokratismus und Zentralismus Brüssels und vor undurchdachter europäischer Integration gewarnt. Diese Warnung hat sich in den letzten Jahren bestätigt. Bei dieser Entscheidung handelt es sich auch um ein Zugeständnis an die Wähler, da die britische Regierung im Jahr 2005 ein Referendum über den Verbleib in der EU versprach, ohne dieses Versprechen einzulösen. Wie es damals ausgegangen wäre, ist unklar. Klar ist aber wie es heute ausgehen würde. Die Briten würden eindeutig den Ausstieg wählen.

Hier eine Botschaft an die Bürokraten:

3 Antworten to “Großbritannien verabschiedet sich von der EU”

  1. Olaf Says:

    Sehr klug, diese Tommies. Sie wollen auch kein Geld von uns, also BRD, raus aus der Mittelmeer Union und gründet mit den Briten, Holländern und Norwegern eine Nordsee Union.

    • arprin Says:

      Sehr klug, diese Tommies.

      Finde ich auch.

      raus aus der Mittelmeer Union

      Die Mittelmeerunion ist doch ein Witz. Das ist eine Schein-Organisation. Wobei die Idee eigentlich zu begrüßen wäre, solange sich die Mitglieder auf Freihandelsabkommen beschränken.

  2. American Viewer Says:

    In einer Studie der Bertelsmann-Stiftung wurde vor kurzem berechnet, was der Austritt der Südländer aus der Währungsgemeinschaft an Kosten verursachen würde. Ein Austritt Griechenlands und Portugals wäre verkraftbar, doch wenn Spanien und Italien austräten, gäbe es “beispiellose ökonomische Eruptionen in ganz Europa und weltweit”. Die Gesamtkosten werden auf 17,2 Billionen Euro beziffert.

    Es ist immer wieder interessant wie gewisse Menschen so tun als könnten sie gewaltige Apokalypsen vorhersagen. Nur um ihre politischen Ziele durchzusetzen. Ähnlich interessant ist, dass diese Strategie immer wieder funktioniert.

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