Die letzten Tage Europas

In der ersten Folge der neuen Staffel von Entweder Broder trafen Henryk M. Broder und Hamed Abdel-Samad auf den FDP-Europaabgeordneten Holger Krahmer. Krahmer erklärte, dass die EU ihn immer mehr an die DDR erinnert. Das absurde Glühbirnen-Verbot im Namen des Umweltschutzes steht für ihn stellvertretend für diese Entwicklung.

In den Deutschen Wirtschaftsnachrichten wurde heute eine private Rede von Henryk M. Broder abgedruckt, in der Broder erklärt, dass er mit dem kommenden Untergang Europas (nicht physisch, sondern „philosophisch-metaphorisch“) rechnet. Die Verleihung des Friedensnobelpreises an die EU erinnert ihn daran, wie die ZK der KPdSU sich selbst feierte, er erzählt, dass sogar Europaabgeordnete die EU für nicht demokratisch halten, und am Ende rechnet er dann endgültig mit der EU ab.

Hier im O-Ton:

Seit unserem Besuch in Brüssel und Strasbourg gebe ich mich keinerlei Illusionen mehr hin. Die EU löst keine Probleme, sie ist ein Problem. Seit dem Ende des real existierenden Sozialismus, zu dem es nach Meinung seiner Repräsentanten ebenfalls keine Alternative gab, ist die EU der massivste Versuch, die Bürger zu entmündigen und die Gesellschaft zu entdemokratisieren. Man erklärt uns immer wieder, es gebe zur EU keine Alternative, denn das Auseinanderfallen der Union würde nicht nur das Ende des Wohlstands bedeuten, sondern auch das Aufleben längst überwundener Konflikte, bis hin zu Klassenkämpfen in den einzelnen Ländern und kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen ihnen.

In die Praxis umgesetzt bedeutet das: Wir sind aufgefordert, bedingungslos jenen zu vertrauen, die den Karren an die Wand gefahren haben und nun versichern, sie wären in der Lage, die Reparatur zu übernehmen, sowohl des kaputten Wagens wie des beschädigten Hauses.

Aber: Würden wir einem Arzt eine zweite Chance geben, der uns statt der Mandeln den Blinddarm entfernt hat? Würden wir uns einem Vermögensverwalter anvertrauen, der unser Vermögen verjubelt hat? Würden wir noch einmal ein Hotel buchen, in dem wir ausgeraubt wurden, weil die Alarmanlage nicht funktioniert hat? Nein, würden wir nicht. Aber wenn es um Europa geht, tun wir es, weil wir eben keine Wahl haben. Die Sache ist alternativlos.

Also machen wir weiter, nicht weil wir davon überzeugt sind, dass es richtig ist, sondern weil wir den Point of no Return überschritten haben.

7 Antworten to “Die letzten Tage Europas”

  1. aron2201sperber Says:

    die Bürger des Ostblocks hatten die Möglicheit vor ihrem System in vernüftigere Länder zu flüchten.

    vor der EUdSSR gibt es hingegen kein Entrinnen.

  2. shaze86 Says:

    Es gibt einen Punkt an dem ein wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmen so groß wird, dass es nur noch seinen Marktanteil verteidigt und auf Bevorzugung durch den Staat hofft.
    So ähnlich ist es auch mit den Staaten selbst. Doch wer rettet den Staat?

  3. Blauknecht Says:

    Diese durch und verhasste Unrechts-Union liegt in ihren letzten Zügen! Wir werden bald ihr Ende erleben!

  4. urpils666 Says:

    Reblogged this on The whole Truth – Die ganze Wahrheit.

  5. Olaf Says:

    Dieser Martin Chulz sagt doch alles über die EU, dieser unfähige Chlingel, kann noch nicht mal richtig sprechen.

  6. Walter Stein Says:

    In den Deutschen Wirtschaftsnachrichten? Noch seriöser geht es kaum. Ist Broder jetzt auch Experte für RT Deutsch?

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