Freihandel braucht die Welt

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Händler aus früheren Zeiten

In seiner Rede zur Lage der Nation vor drei Tagen hat US-Präsident Obama angekündigt, Verhandlungen über einen Freihandelsvertrag mit der EU aufzunehmen. Dies ist, nach langen Jahren des Wartens, eine gute Nachricht für beide Seiten. Der Freihandel schafft im Gegensatz zum Protektionismus nicht nur mehr Wohlstand für alle Seiten, sondern ist auch gut geeignet, um dauerhaft Frieden herzustellen, da, wie Vince Ebert es ausdrückt, „bei jedem Blutbad die Umsätze leiden“. Bis zum Jahr 1998 galt die von Thomas Friedman entdeckte „Pax Mac“: Noch nie hatten zwei Staaten, in denen es McDonalds-Filialen gab, gegeneiander Krieg geführt.

Globalisierungsgegner kritisieren den Freihandel und überwachen manchmal sogar die Einhaltung von Zöllen. Der Freihandel würde nur den reichen Staaten nützen und die Armen zur Ausbeutung freigeben. Dabei sind es vor allem die armen Staaten, die vom Freihandel profitieren: In den letzten fünfzig Jahren sank der Anteil der Menschen, die in den Entwicklungsländern nicht genug zu essen hatten, von 45% auf 18%. Im selben Zeitraum stieg die weltweite Lebenserwartung von 35 auf 67 Jahre. Kein Wunder, dass die größten Befürworter vom Freihandel in Städten wie Lima, Johannesburg und Delhi leben:

Als die Weltbank im Sommer 2003 eine Meinungsumfrage unter 38.000 Menschen aus 44 Nationen durchführte, stimmten in den reichen europäischen und nordamerikanischen Staaten 27 Prozent dem Satz zu, „Die Globalisierung ist schlecht für mein Land.“ Doch nur zehn Prozent der Afrikaner teilten diese Ansicht. 56 Prozent der Menschen zwischen Sahara und Kap der guten Hoffnung finden: „Wachsender globaler Handel und globale Geschäftsverbindungen sind sehr gut für mein Land.“ Fazit der Weltbank-Demoskopen: „Das verblüffende Ergebnis dieser Erhebung war, dass die Ansichten über Globalisierung in armen Ländern deutlich positiver waren als in reichen. Die Leute machen nicht die Globalisierung für den mangelnden Fortschritt verantwortlich, sondern die Regierungen ihrer Länder.“

Eine Antwort to “Freihandel braucht die Welt”

  1. bohu reri Says:

    Ich danke vielmals, ja die Welt braucht wirklichen Freihandel !

    Herzlichen Gruss aus Tschechien

    Bohumil Řeřicha

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