Die politischen Darwin Awards 2013: Erste Kandidaten

Charles Darwin

Der Darwin-Award ist ein alljährlicher Preis, der an Menschen verliehen wird, die auf besonders dumme Weise zu Tode kommen oder sich unfruchtbar machen. Da gab es diesen Mann, der morgens einen Anruf bekam und fälschlicherweise den Revolver “abnahm” oder den Hot-Dog-Dieb, der, um seine Tat zu vertuschen, sein Beutegut mit einem Stück hinunterschlang – und dabei erstickte. Mit diesem Verhalten tragen diese Menschen gemäß der Evolutionstheorie zur natürlichen Selektion (Auslese) bei.

Aber es sind nicht nur ganz gewöhnliche Menschen zufällig einen äußerst dummen Tod gestorben, sondern auch viele, die sich gerade auf politischer Mission befanden. Im Jahr 2012 wies ich bereits auf einige Fälle hin, wie z.B. einem pakistanischen Kandidaten, der an den Folgen einer Flaggenverbrennung verstarb. Aber auch das Jahr 2013 hat schon einige „darwin-verdächtige“ Kandidaten hervorgebracht, also ist es mal wieder Zeit, dem schwarzen Humor freien Lauf zu lassen.

Muhammad Riyan

Am 1. Januar 2013 versuchte der 23-jährige Palästinenser Muhammad Riyan in Bani Hassan, einem Dorf im Westjordanland, eine palästinensische Flagge an einem Strommasten aufzuhängen. Dabei zog er sich so schwere Verletzungen zu, dass er in einen Krankenhaus in Qalqiliya gebracht werden musste, wo er verstarb. Wir wissen zwar nicht, welche politischen Ansichten Muhammad Riyan vertrat, da er aber bei einer politisch motivierten, äußerst dummen Tat umkam, gehört er in diese Liste.

Ibrahim Mohamed Tayeh

Am 4. Januar 2013, also nur drei Tage nach dem Tod von Muhammad Riyan, wurden 20 Palästinenser verletzt, als sie den 28. Jahrestag der Gründung der Terrororganisation Fatah feierten und dabei versuchten, eine Fatah-Flagge an einem Strommasten aufzuhängen. Der 23-jährige Ibrahim Mohamed Tayeh aus Sheikh Radwan stürzte in den Tod und trug damit nach feinster darwinscher Lehre zur natürlichen Selektion der Menschheit bei. Und wir lernen: Unterstützung für Terrororganisationen kann ihre Gesundheit gefährden!

Dominique Venner

Der französische Rechtsextremist Dominique Venner erschoss sich am 21. Mai 2013 in der Pariser Kathedrale Notre Dame aus Protest gegen die Einführung der Homo-Ehe und die islamische Einwanderung in Frankreich. Der Sohn eines Nazi-Kollaborateurs war 78 Jahre alt und hatte noch am Morgen des 21. Mai auf seiner Internetseite einen Text veröffentlicht, indem er die Homo-Ehe als „abscheulich“ verurteilte und „neue, spektakuläre Gesten“ für notwendig erachtete. Mit seiner darauffolgenden Geste lieferte er eine weitere Bestätigung für Darwins Theorien.

Das waren wohl die besten Kandidaten aus den letzten Monaten. Bis Ende des Jahres werden sicher neue und hoffentlich noch spektakulärere Kandidaten dazukommen, vor allem aus dem Nahen Osten, dem Ort mit einem unerschöpflichen Reservoir an politischer Dummheit. Ich denke, wir werden einen würdigen Sieger bekommen. Schade, dass sie nicht die Möglichkeit haben werden, bei der Preisverleihung dabei zu sein. Für den Rest der Menschheit ist das aber vielleicht besser so.

3 Antworten to “Die politischen Darwin Awards 2013: Erste Kandidaten”

  1. besucher Says:

    Soweit ich weiß war Venner 78 Jahre. Er passt nicht in die Liste weil er sein Anliegen mit einer politischen Botschaft verknüpfte (kann man auf allen rrechten Online-Postillen nachlesen) während der Darwin-Award doch nur unglücklich unbeabsichtigt zu Tode Gekommene ehrt.

    • arprin Says:

      Soweit ich weiß war Venner 78 Jahre.

      Stimmt, danke für den Hinweis.

      Er passt nicht in die Liste weil er sein Anliegen mit einer politischen Botschaft verknüpfte (kann man auf allen rrechten Online-Postillen nachlesen)

      Deswegen sind es ja die politischen Darwin-Awards.

      während der Darwin-Award doch nur unglücklich unbeabsichtigt zu Tode Gekommene ehrt.

      Der Darwin-Award ehrt Menschen, die auf besonders dumme Art sterben – wer sich aus Protest gegen die Homo-Ehe erschießt, ist eines sehr dummen Todes gestorben.

      • besucher Says:

        Es ist aber trotzdem nicht ganz korrekt: Jemand der seinen Tod plant kann keinen Darwin-Award bekommen. Kandidaten sind nur diejenigen die bei einer politischen Aktion unbeabsichtigt auf skurrile Art und Weise umkommen.

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