Vince Ebert über Homöopathie

Vince Ebert ist aktuell wieder mit einem neuen Buch unterwegs, in dem er Wissenschaft und Comedy in Einklang bringt. Schon vor einiger Zeit hat er sich mit dem Thema Homöopathie auseinandergesetzt:

„Homöopathie ist also so ähnlich, wie wenn ich in Frankfurt einen Autoschlüssel in den Main werfe und dann in Würzburg versuche, mit dem Mainwasser das Fahrzeug zu starten.“

„Jedes Mittel weiß ganz genau, welche Geister es verstärken soll und welche nicht. Faszinierend, oder? Es gibt Menschen, die sitzen in geschlossenen Psychiatrien für weit weniger.“

„Der Witz an echten Wirkstoffen ist ja gerade, dass sie unabhängig davon ob man daran glaubt oder nicht, eine Wirkung haben. Bestes Beispiel: Fünf Milligramm Strychnin im Kaffee – wenn sie nicht daran glauben, probieren sie’s aus.“

„Wie seriös sind Ärzte und Apotheker, die diese Globuli als reale Wirkstoffe verkaufen? Ich für meinen Teil nehm‘ die genauso ernst wie Fluglotsen, die glauben dass die Erde eine Scheibe ist.“

Und dennoch gaben die Deutschen im Jahr 2011 389 Millionen Euro für homöopathische Arzneimittel aus …

9 Antworten to “Vince Ebert über Homöopathie”

  1. aron2201sperber Says:

    zum Thema Eso-Medizin kann ich die Seite Psiram empfehlen:

    http://blog.psiram.com/

  2. besucher Says:

    Analog dazu könnte ich in Bezug auf viele Behandlungsmethoden der Schulmedizin sagen:
    „Die Ärzte verschreiben Dir eine Raketenbatterie die Du auf ein Hochhaus feuerst in welchem ein Bereich von Terroristen besetzt ist. Nach dem konzentrierten, mehrtägigem Beschuss sind alle Terroristen tot aber Du wunderst Dich dass das Hochhaus zusammenkracht.“

    Es kommt halt immer auf die Verhältnismäßigkeit der Mittel an.

    • Martin Says:

      Neee, das ist eine miserable Analogie. Es kommt bei dem Vergleich erstmal nicht auf „die Verhältnismäßigkeit der Mittel“ an, sondern erstmal darauf, das es eben überhaupt Mittel *sind*. Was halt bei Homöopathie nicht der Fall ist.

      Analog würden in Deinem Fall die Homöopathen vielleicht ein Tröpfchen Wasser verschreiben, von einem See in dem mal eine Gewehrkugel lag und der vom Mond beschienen wurde….

      Mittel haben Nebenwirkungen, wertloser Mumpitz hat weder Wirkung noch Nebenwirkung.

      • besucher Says:

        So ein Quatsch: Wer bringt eigentlich immer die Märchenstory an dass homöopathische Mittel bis zur Unendlichkeit verdünnt sind? Das ist doch nur Kampfrhetorik…

    • Martin Says:

      Wer redet von unendlich? Sie sind nur soweit verdünnt, das sie keine Wirkung haben.

      • besucher Says:

        Bei Homöopathie geht es darum Ähnliches mit Ähnlichem zu behandeln und ein ganzheitlichen Ansatz zu verfolgen. Das Verdünnungsargument stammt wahrscheinlich von Leuten die bei einem Schnupfen schon Antibiotika verschreiben.

  3. Martin Says:

    Wobei Ebert in einer Sache aber daneben liegt: Für die Tätigkeit als Fluglotse ist es völlig egal, ob die Erde als Scheibe oder Kugel betrachtet wird. Fluglotsen teilen Maschinen vorgegebene Höhen und Routen (Korridore) zu. Dafür ist es völlig wumpe, ob die Erde eine Scheibe oder Kugel ist….

  4. somberlain Says:

    @besucher: Zum Beispiel Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Homöopathie#Potenzierung
    Es scheint aber auch einige Homöopathen zu geben, die nicht gar so weit verdünnen. Bei der Konzentration D4 kann sogar Wirkung nachgewiesen werden… allerdings würde ich da lieber der bösen evidenzbasierten Medizin vertrauen, denn keine Wirkung ohne Nebenwirkung.

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