Studenten für die Freiheit

Wir brauchen mehr Freiheit!

Wenn Studenten politisch aktiv wurden, haben sie der Menschheit in vielen Fällen Unheil gebracht. Die kommunistischen Studentenbünde in den 1960er Jahren brachten uns Probleme, die noch heute anhalten. Nicht ganz so schlimm, aber auch viele unnötige Schwierigkeiten haben uns moderne Uni-Ideologien wie Gender Studies gebracht. Aber es gibt auch erfreuliche Ausnahmen. Im Jahr 2008 startete eine Bewegung, die zum größten Netzwerk von liberalen Studenten in der Welt heranwuchs: Die „Students for Liberty„.

Das Ziel der Students for Liberty ist die Verbreitung freiheitlicher Ideale auf der ganzen Welt. Es werden jedes Jahr mehrere Konferenzen veranstaltet. Mittlerweile gibt es SFL-Netzwerke in Kolumbien, Indien, Afghanistan, Nigeria, in allen Kontinenten. Auch Deutschland ist vorn dabei: Im Jahr 2013 fand in München die europaweite Konferenz der SFL statt, die von mehreren bekannten Liberalen besucht wurde, und gestern fand die Gründung der Students for Liberty an der Technischen Universität Berlin statt. Als Schwerpunkt diente das Thema Einwanderung.

Die Bewegung ist zwar erst am Anfang, hat jedoch schon heute viel erreicht. Die letzten Jahrzehnte über waren westliche Universitäten ein Bollwerk von Staatspredigern und kollektivistischen Ideologien. Der „Marsch durch die Institutionen“ ist zwar mehr eine Verschwörungstheorie als Realität, aber sicher haben die Ideologien, die an Universitäten gediehen sind, die Entwicklung der westlichen Länder negativ beeinflusst. Jetzt könnte die Geschichte eine Wendung nehmen.

Einen Wandel zu weniger Bevormundung und mehr Freiheit wird es nicht geben, ohne dass die Liberalen etwas dafür tun, außer sich selbst zu bemitleiden und sich als verfolgte Opfer darzustellen. Wie ich schon des Öfteren sagte, braucht es eine noch größere Infrastruktur aus Instituten, Vereinen, Verlagen und Zeitschriften als die, die es heute gibt (und zu der auch Blogger dazugehören). Eine Organisation wie die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit macht viel gute Arbeit, hat aber eine übermächtige Konkurrenz.

Ich denke, dass viele Studenten liberale Einstellungen haben und man sie auch im ökonomischen Bereich vom Liberalismus überzeugen kann, wenn man es richtig angeht. Die Große Koalition weckt schon heute viel Unzufriedenheit, hier sollte es die Aufgabe der Liberalen sein, Alternativen aufzuzeigen. Der nächste Schritt wäre ein „Marsch durch die Institutionen“, diesmal nicht von linksradikalen Spinnern, sondern von liberalen Denkern, für die Namen wie Mises, Hayek, Friedman, Rand oder Rothbard kein Fremdwort sind.

6 Antworten to “Studenten für die Freiheit”

  1. apoth Says:

    Der einfachste Weg in die Studentenherzen führt wahrscheinlich über die Drogenpolitik

  2. Silem Says:

    >>Frohnmaier: Neben der Euro-Problematik ist es zum einen die Ablehnung der völlig gescheiterten bisherigen Einwanderungs- und Integrationspolitik und zum anderen einen Komplex, den man vielleicht am Treffendsten mit dem Oberbegriff „Freiheit“ zusammenfassen könnte<<

    http://www.ef-magazin.de/2014/02/04/4928-alternative-fuer-deutschland-interview-mit-marcus-frohnmaier

    Schreibst du dazu was? 😉

  3. Martin Says:

    Jo…. während ich das hier. „Konkret fallen darunter zum Beispiel die auf dem Kongress angenommenen Anträge zur Ablehnung von Geschlechterquoten jeglicher Art, zum Rückbau der EU auf das Maß der früheren Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft EWG und zur Stärkung der Erziehungshoheit der Eltern, wenn es um das umstrittene Thema der Frühsexualisierung in Kindergarten und Grundschule geht. Auch unsere Forderungen nach einer Abschaffung der Verbeamtungspraxis im Lehrerberuf sowie einer Radikalkur für den unserer Ansicht nach völlig überfrachteten öffentlich-rechtlichen Rundfunk könnte man darunter subsumieren.“

    größtenteils gut finde, ist die rotbräunliche Ranschmeisserei an ausgerechnet Rußland, das „das richtige tue“, erbärmlich.

    • arprin Says:

      Die Ablehnung linker Ideologie teile ich mit der AfD und allen Konservativen. Aber die Putinophilie zerstört dann doch jegliche Sympathien.

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