Terrorproblem löst sich von selbst

Charles Darwin

Es gibt mal wieder neue Kandidaten für den Darwin Award. Wie erwartet stammen sie aus dem Nahen Osten und gehen dem Geschäft des Märtyrertums nach. In diesem Geschäft muss man eigentlich wissen, dass man ganz besonders vorsichtig sein muss, um sich nicht zu früh, vor der eigentlichen Mission, in die Luft zu jagen. Aber einige naive Terroristen haben das scheinbar noch nicht verstanden und liefern damit immer wieder neue Beispiele für Tod durch Dummheit.

Am 10. Februar wollte ein Kommandant vom Islamischen Staat von Irak und Syrien (ISIS), eine Terrororganisation, die seit Jahren für etliche Terroranschläge verantwortlich ist, mit seinen Schülern an einer Demonstration teilnehmen. Dabei nahm er, ohne es zu wissen, einen mit Sprengstoff beladenen Gürtel mit. Ein fataler Fehler für ihn, ein Segen für die Menschheit. Sein Sprengstoffgürtel explodierte und riss nicht nur ihn, sondern auch 21 seiner potentiellen Attentäter in den Tod, 15 weitere wurden verletzt und 8 verhaftet.

Im terrorgeplagten Irak wurde diese Meldung mit Humor aufgenommen. Ein Mann, der in einem Schnapsladen arbeitet, brach in Gelächter aus und sah in dem Zwischenfall einen Akt göttlicher Gerechtigkeit. Ein anderer, der vor Jahren einen Freund bei einem Selbstmordattentat verloren hatte, war nur mit der Anzahl der Toten nicht zufrieden, er hätte sich mehr tote Terroristen gewünscht. Es war nicht der einzige Fall in unserem neuen Jahr, bei dem sich ein Terrorproblem von selbst löste.

Am 8. März berichtete die israelische Zeitung Ynet von einem Kommandanten der Hamas, der sich während einer Militärübung selbst in die Luft jagte. Neun weitere Hamas-Terroristen wurden verletzt, zwei schwer. Die Anwesenden hatten mit Sprengstoff trainiert und dabei offenbar nicht gründlich genug aufgepasst. Die Frage stellt sich, ob sie trotzdem einen Anspruch auf 72 Jungfrauen haben, denn sie starben ja nicht während einer Mission. Irgendein Kleriker wird sicher eine Antwort finden.

Das Wichtige ist: Die Menschen im Irak, Syrien, Palästina und Israel müssen sich nun vor ein paar Terroristen weniger fürchten. Die ISIS und die Hamas sind aber leider noch da. Während in Israel die IDF das Terrorproblem gut in den Griff bekommt, werden die Iraker und Syrer wohl noch lange Zeit mit dem Terror leben müssen. Bleibt nur zu hoffen, dass sich mehr Terroristen zu wenig Sorgen um ihre Sicherheit machen und vor ihrer eigentlichen Mission explodieren.

2 Antworten to “Terrorproblem löst sich von selbst”

  1. arprin Says:

    Es gab schon am Neujahrstag einen Darwin-Kandidaten:
    http://www.welt.de/politik/ausland/article123451609/Palaestinas-Botschafter-durch-Silvesterboeller-getoetet.html

    Und heute wieder:
    http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4499254,00.html
    „Founding leader of Sinai-based terrorist group, behind deadly attack that claimed the lives of 8 Israelis in 2011, was killed when the bomb he was carrying in his vehicle accidentally exploded.“

  2. arprin Says:

    Die Serie reißt nicht ab! „Somali suicide bomber kills himself“
    http://english.ahram.org.eg/NewsContent/2/9/96735/World/International/Somali-Suicide-bomber-kills-self.aspx

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