Staatsfernsehen abschalten

63 Jahre Ausbeutung: Die ARD

Beendet endlich die GEZ-Diktatur!

Im Juni 2013 beschloss die griechische Regierung, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ERT zu schließen, da die Sender eine unglaubliche Verschwendung darstellen würden. Die Staatssender hatten ein Budget von 290 Millionen Euro und 2.600 Mitarbeiter. Trotz großen Widerstands der Mitarbeiter zog die griechische Regierung diese Sparmaßnahme tatsächlich durch. An der Stelle der ERT trat eine neue Anstalt, mit weniger als der Hälfte der Mitarbeiter und einem Drittel des Budgets.

In diesem Monat verkündete nun Israel, seinen öffentlich-rechtlichen Rundfunk deutlich zu verschlanken. Die staatliche Rundfunkbehörde IBA wurde abgeschafft, ebenso die Rundfunkgebühr von umgerechnet 100 Dollar pro Jahr. Ein neues öffentlich-rechtliches Rundfunksystem soll u.a. durch Werbeerlöse finanziert werden und statt bisher 1.600 nur 600 Mitarbeiter beschäftigen. Wie in Griechenland wurde das Staatsfernsehen also nicht komplett abgeschafft, aber deutlich kleiner gemacht.

Jetzt rückt auch Großbritannien nach. Jedes Jahr wurden 180.000 Menschen in Großbritannien strafrechtlich belangt, weil sie keine Rundfunkgebühr zahlten. Diese Tyrannei hat endlich ein Ende gefunden: Vor zwei Tagen beschloss die Regierung ein Gesetz, dass die Zahlung der Gebühren für den staatlichen Rundfunk freiwillig machen wird. Im Grunde heißt das, dass die BBC privatisiert wird. Die Rundfunkgebühren sind keine Zwangsabgaben mehr, sondern ein freiwilliges Abonnement.

Dabei ist die BBC einer der wenigen Staatssender, der wirklich konstant Qualität abliefert. So basiert z.B. die grandiose Netflix-Serie „House of Cards“ mit Kevin Spacey auf eine gleichnamige BBC-Serie aus dem Jahr 1990. Dennoch gibt es natürlich keine Rechtfertigung für Zwangsgebühren. Wenn die Qualität gut genug ist, werden sicher auch viele bereit sein, freiwillig zu zahlen. Die Briten haben schon im Jahr 2010 ihre Filmförderung gekürzt, ohne dass dies die Qualität ihrer Filme geschmälert hat.

Was Griechenland, Israel und Großbritannien gemacht haben, ist in Deutschland dringend nötig. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat hier ein Budget von 8,7 Milliarden Euro. Das ist, selbst wenn man die verschiedene Einwohnerzahl mitberechnet, deutlich mehr als der griechische Staatsfunk hatte. Und die Qualität liegt, freundlich ausgedrückt, etwas niedriger als beim BBC. Neulich wurde eine Frau gefunden, die ein halbes Jahr tot vor dem Fernsehen saß – irgendwie muss man die Einschaltquoten von ARD und ZDF ja auch erklären können.

Immerhin muss sich der Staatsfunk Kritik gefallen lassen: Das Bundesverfassungsgericht entschied jüngst in einem Urteil, dass die Politik zu viel Einfluss auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk hat. Der Anteil der staatsnahen Personen in den ZDF-Gremien soll von derzeit 44% auf ein Drittel reduziert werden. Leider wird das wohl vorerst nicht dazu führen, die GEZ-Mafia zu beenden, oder das Staatsfernsehen zumindest zu verschlanken, so dass es nur noch 3sat, Arte und Phoenix gibt.

2 Antworten to “Staatsfernsehen abschalten”

  1. aron2201sperber Says:

    Pressefreiheit bedeutet, dass der Staat nicht willkürlich Medien verbieten darf (wie z.B. in Venezuela), und nicht dass er selbst welche betreiben müsse.

  2. Links der Woche | Freisinnige Zeitung Says:

    […] Jorge Arprin bei arprin: Staatsfernsehen abschalten […]

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