Nur Laissez-faire ist wirklich fair

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Freier Handel ist fairer Handel

Im Jahr 2001 veröffentlichten Michael Miersch und Dirk Maxeiner das Buch „Das Mephisto-Prinzip“. Dort beschrieben sie, wie Menschen mit guten Absichten oft eher Schlechtes erreichen und gleichzeitig Menschen mit vermeintlich schlechten Absichten (also Profite machen) Gutes bewirken. Der Buchtitel stammt aus dem Goethe-Klassiker „Faust“. Mephisto sagt zu Faust: „Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will, und stets das Gute schafft“. Das Mephisto-Prinzip bedeutet also, ohne gute Absichten etwas Gutes zu bewirken.

Eine gute Spezies der anderen Art sind die Grünen. Die Grünen sind die Kraft, die stets das Gute will, und stets das Böse schafft. Ein gutes Beispiel ist die Fairtrade-Bewegung. Das Ziel von Fairtrade sollte es sein, die Arbeitsbedingungen von Bauern in der Dritten Welt zu verbessern. Wer Kaffee trinkt, konnte ja gleich die Tränen der kolumbianischen Bauern trinken. Das Fairtrade-Siegel sollte dem Verbraucher mit Gewissen die Garantie geben, dass die von ihm gekauften Produkte nicht durch die Ausbeutung von armen Kleinbauern in die Läden kamen.

Eine Studie der School of Oriental and African Studies (SOAS) offenbart nun, was wirklich hinter diesen Versprechen steht. Die meisten Farmarbeiter, die an Fairtrade-Programmen teilnehmen, werden schlechter bezahlt als die Arbeiter in konventionellen Farmen und sogar in kleinen Nicht-Fairtrade-Farmen. Darüber hinaus sind auch die Arbeitsbedingungen in Fairtrade-Farmen schlechter, und auch von den sozialen Projekten profitieren die Arbeiter nur wenig. Oder anders gesagt: Fairtrade ist ein Riesenschwindel. Menschen fühlen sich gut, ohne Gutes zu tun.

Die Ergebnisse der Studie von SOAS sind nicht überraschend. Das Konzept von Fairtrade war von Anfang an mehr als fragwürdig. Bauern sollten soviel verdienen, dass sie nicht verhungern, aber auch nicht soviel, dass sie in die Stadt ziehen konnten. Außerdem sollten nur traditionelle Arbeitsmethoden eingesetzt werden, die moderne Technik, mit denen Erträge massiv gesteigert werden können, war nicht umweltfreundlich genug. Die „Nachhaltigkeit“ war also im Grunde wichtiger als der Wohlstand der Arbeiter.

Schon bei der Energiewende oder der Verteufelung der Gentechnik zeigten die Grünen, dass gute Absichten für sie wichtiger sind als gute Taten. Wer Gutes tun will, sollte sich nicht die Grünen als Vorbild nehmen. Die Arbeiter in der Dritten Welt sollten dieselben Chancen haben wie wir in den Industrieländern. Das geplante Freihandelsabkommen ist ein guter Schritt dazu. Es ist zwar nicht alles perfekt, so soll es z.B. weiterhin Kultursubventionen geben, aber das Abkommen wird sicher für mehr Freihandel sorgen. Nur Laissez-faire ist wirklich fair.

3 Antworten to “Nur Laissez-faire ist wirklich fair”

  1. Thomas Leske Says:

    Prof. Puster stößt in dieselbe Richtung:
    http://www.cicero.de/kapital/marktwirtschaft-warum-altruisten-den-wohlstand-abwuergen/55116

  2. Carl Says:

    „Aber dafür müssen wir erst einmal aufhören, das Individuum als Meister seines Lebens zu sehen.“ – Ein Satz, den ich mir notiert habe. So offen artikuliert habe ich das noch nirgendwo gelesen.

  3. Carl Says:

    Holla, sorry, Kommentar falsch platziert.

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