Der Kulturkampf um die Ernährung

Kommt die Zukunft des Burgers aus dem Labor?

Was ist die richtige Ernährung?

Anfang dieses Jahres erschien das E-Book „Fettlogik überwinden„. Die Autorin Nadja Hermann betreibt seit 2012 den Blog „erzaehlmirnix„, bei dem in lustigen Comics alle möglichen aktuellen gesellschaftlichen Themen behandelt werden. In ihrem Buch geht es um das wichtige Thema Ernährung und Übergewicht. Sie selbst hat es letztes Jahr geschafft, von 150 auf 63 kg abzunehmen. Dabei veränderte sie nicht nur ihren BMI, sondern auch ihre Einstellung zu diesem Thema. Denn vor ihrer Gewichtsabnahme glaubte sie an viele der sogenannten „Fettlogiken“. So nennt sie die Liste an Mythen, mit denen Übergewicht erklärt und leider oft verharmlost wird, sowie die Reihe an falschen Ratschlägen, die man Menschen gibt, die mit einer Diät abnehmen wollen.

Was sie geschrieben hat, ist eigentlich nichts Neues. Doch die Art und Weise, wie sie all diese Wahrheiten gesammelt und dargestellt hat, macht das Buch zu etwas Besonderem. Kolumbus hat nicht als erster Europäer Amerika erreicht, und James Watt hat nicht die Dampfmaschine erfunden, aber sie haben diese Entdeckungen bekannt gemacht. Nadja Hermann gebührt das Verdienst, die Fettlogiken in einer Zeit, in der rund die Hälfte der Bevölkerung an Übergewicht und ein Fünftel an Adipositas leidet, einer großen Audienz bekannt gemacht zu haben. Die Reaktionen in den Foren waren meist positiv, für viele war die Lektüre aufgrund eigener Erfahrungen offenbar eine emotionale Angelegenheit. Bei Amazon war das Buch lange Zeit auf Platz 1 in seinem Genre.

Nun zum Inhalt des Buches. Es geht um nichts weniger als alle Mythen, die um das Thema Ernährung, Übergewicht und Diäten kursieren: Nicht das Essverhalten, sondern die Gene, die Schilddrüse oder der Stoffwechsel seien verantwortlich für Übergewicht, manche Menschen könnten „essen, was sie wollen“, ohne zuzunehmen, für eine erfolgreiche Diät muss man wenig Kohlehydrate zu sich nehmen, abends nicht essen und viel Sport machen, außerdem müsste man auf den sogenannten „Jojo-Effekt“ aufpassen, da der Stoffwechsel sich während einer Diät auf die verringerte Nahrungsaufnahme gewöhnt und anfängt, Fett zu speichern, so dass man bei normaler Nahrungsaufnahme wieder zunimmt. Mit all diesen Mythen setzt sich die Autorin auseinander.

Ernährungsmythen

Welche Dinge bestimmen, ob ein Mensch Normalgewicht, Übergewicht oder Untergewicht hat? Jeder Mensch hat einen Grundumsatz von Kalorien, den er verbraucht, selbst wenn er keine Nahrung zu sich nimmt. Natürlich ist der Grundumsatz bei Menschen unterschiedlich. Wer größer ist oder ein höheres Gewicht hat als andere, hat einen höheren Grundumsatz. Mit einem höheren Grundumsatz kann man mehr essen als andere, ohne zuzunehmen (deswegen können Männer meist mehr essen als Frauen, ohne zuzunehmen). Wenn ein Mensch übergewichtig ist, hat das nur einen Grund: Man hat für lange Zeit mehr Kalorien zu sich genommen als sein Körper als Grundumsatz verbraucht hat.

Wer abnehmen will, muss somit „nur“ eines tun: Weniger Kalorien zu sich nehmen als sein Körper verbraucht. Dafür ist es nicht zwangsläufig notwendig, Sport zu machen. Sport kann natürlich helfen, da man dabei Kalorien verbrennt, aber es gibt zwei psychologische Gründe, die Sport während einer Diät zu einer Falle machen können: Viele Menschen überschätzen die Kalorienverbrennung durch Sport und werden so schnell entmutigt. Andere nehmen zu, weil sie sich für den Sport zu sehr „belohnen“ und so unbemerkt mehr Kalorien zu sich nehmen als vorher. Grundsätzlich ist aber Sport was Gutes, auch für nicht-übergewichtige Menschen, da dadurch der Körperfettanteil verringert wird und man mehr Kalorien zu sich nehmen kann, ohne zuzunehmen.

Die Sorge um das „richtige“ oder „falsche“ Essen oder der richtigen Tageszeit für das Essen ist unbegründet. Ob man viel oder wenig Kohlehydrate isst, spielt keine Rolle. Ein Mann nahm 28 kg ab, indem er 6 Monate lang nur bei McDonald’s aß – aber dabei seine Kalorienaufnahme verringerte. Man muss sich auch keine Sorgen machen, wenn man abends isst, die Tageszeit spielt für das Abnehmen keine Rolle (außer, wenn man sich an einem Tag morgens gewogen hat und am nächsten abends, denn abends wiegt man aufgrund natürlicher Schwankungen mehr als morgens – doch für die langfristige Entwicklung spielt es überhaupt keine Rolle, zu welcher Tageszeit man isst).

Aber was ist mit den Menschen, die meinen, sie könnten einfach nicht abnehmen, trotz strikter Diäten? Nun, es ist wissenschaftlich unmöglich, über einen langen Zeitraum weniger als sein Grundumsatz zu essen und dabei nicht abzunehmen. Es kann nur einen Grund geben, warum diese Menschen langfristig (kurzfristig kann es natürliche Schwankungen geben) nicht abnehmen: Sie unterschätzen ihre Kalorienaufnahme ganz massiv. Tatsächlich hat die Durchschnittsperson nur wenig Ahnung von Kalorien. Viele unterschätzen z.B., wie viele Kalorien Obstprodukte haben. Die Autorin nennt Beispiele von Leuten, die ihre Kalorienaufnahme zuerst schätzten, dann mit der Waage zählten und dabei feststellten, dass sie teilweise das Doppelte oder mehr zu sich nahmen.

Gleichzeitig ist es auch unmöglich, „alles zu essen, was man will“ und dabei nicht zuzunehmen. Dünne Menschen, die sowas behaupten, überschätzen ihre Kalorienaufnahme oft. Es ist auch so, dass bei gesellschaftlichen Anlässen mehr gegessen wird und Übergewichtige deshalb glauben, Dünne würden genauso viel essen wie sie, obwohl sie im Alltag weniger essen. Ein anderer Grund kann sein, dass die andere Person einfach größer ist und deshalb einen höheren Grundumsatz hat oder mehr Sport treibt und so mehr Kalorien verbrennt. Ganz sicher hat es aber nichts mit Genen oder dem mysteriösen Stoffwechsel zu tun. Es ist nicht möglich, mit derselben Größe und sportlichen Aktivität genauso viel zu essen wie eine andere Person und trotzdem 20 kg mehr zu wiegen.

Wenn man es schafft, abzunehmen, muss man sich keine Sorgen um den sogenannten „Jojo-Effekt“ machen. Dies ist wohl die am stärksten verbreitete und gefürchtete Fettlogik. In Wirklichkeit kann man nach Ende der Diät wieder seinen normalen Grundumsatz essen, ohne zuzunehmen. Der Stoffwechsel geht nicht „auf Sparflamme“, er arbeitet genauso weiter wie vorher. Wenn man nach einer Diät wieder zunimmt, liegt das darin, dass man mehr als sein Grundumsatz isst. Der dümmste Tipp, den man dann jemandem geben kann ist „Dein Stoffwechsel ist kaputt, du musst mehr essen um abzunehmen“, denn dann wird man erst Recht weiter zunehmen.

Die Wahrnehmung von Übergewicht in der Gesellschaft

Alle oben erwähnten Mythen werden von der Autorin mit einer ganzen Ansammlung von Studien widerlegt. Selbstredend gibt es auch Studien, die Gegenteiliges behaupten, doch handelt es sich dabei meist nicht um empirische Messungen, sondern um Selbsteinschätzungen, die nicht zu gebrauchen sind (z.B. „Ich habe 2 Monate lang nur 500 Kalorien pro Tag gegessen und dabei 10 kg zugenommen!“). Neben den Ernährungsmythen geht sie auch auf die Wahrnehmung von Übergewicht in der Gesellschaft ein. Noch nie lag der Anteil der Übergewichtigen so hoch wie in unserer Zeit. Aber über die negativen Folgen, die sich daraus ergeben, sprechen nur wenige. Stattdessen wird Übergewicht eindeutig verharmlost.

Da immer mehr Menschen übergewichtig sind, hat sich die Wahrnehmung darüber verschoben, was als „normal“, was als „mollig“ und was als „dick“ gilt. Menschen, die leicht übergewichtig sind, gelten noch als völlig normal, Menschen mit schwerer Adipositas werden oft nur als „mollig“ bezeichnet, und Menschen mit Normalgewicht gelten schon als sehr dünn oder magersüchtig. In dem Buch beschreibt die Autorin die Reaktionen ihres Umfelds auf ihre Gewichtsabnahme, sowie die Erfahrungen von Menschen, die ihr geschrieben haben. Fast immer gab es negative Reaktionen. „Schlankheitswahn“ gilt als etwas furchtbar Schlechtes, Übergewicht aber höchstens als kleines Laster.

Die Autorin hat dafür zurecht kein Verständnis:

Würde jemand mit einem magersüchtigen Partner sagen, dass er es unattraktiv fände, wenn derjenige ein normales Gewicht erreichen würde, würde wohl jeder sagen, dass das ein mieses Verhalten ist und die Gesundheit des Partners wichtiger sein sollte. Aber wenn jemand sagt, dass er auf mollig steht und „keinen Hungerhaken“ will, dann wird das meist akzeptiert oder sogar positiv gesehen.

Es gibt eine Bewegung namens „Fatacceptance“, deren Ziel es ist, Übergewicht als eine nicht negative Sache darzustellen. Sie verbreiten u.a. den Mythos, das Schlankheitsideal sei ganz neu (was völlig falsch ist, Marilyn Monroe z.B. nicht mollig, sondern extrem schlank) und Übergewicht nicht gesundheitsschädlich. Viele Studien besagen zwar wirklich, dass Übergewicht nicht schädlich ist. Dabei handelt es sich aber um ein klassisches Beispiel von „Lügen mit Statistiken“. Es gibt auch Studien, die besagen, dass Menschen, die viel Alkohol trinken, länger leben. Das liegt aber darin, dass viele Menschen aufgrund schwerer Krankheiten oder weil sie früher Alkoholiker waren, gar keinen Alkohol trinken. Diese Fälle treiben die Lebenserwartung der Abstinenzler nach unten.

Dasselbe passiert bei den Studien zu Übergewicht. Viele Menschen sind aufgrund von Krankheiten extrem untergewichtig. Rechnet man diese Fälle raus, zeigt sich, dass Übergewicht nicht gesund, sondern extrem gesundheitsschädlich ist. Es erhöht ganz massiv die Risiken für Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gelenkschmerzen und ein Dutzend weiterer Krankheiten (aufgrund des medizinischen Fortschritts leben Übergewichtige länger als früher, aber dennoch weniger als der Durchschnitt). Und nicht nur bei Übergewichtigen, auch bei Normalgewichtigen kann ein erhöhter Körperfettanteil („skinnyfat“) die Krankheitsrisiken erhöhen. Übergewicht verringert die durchschnittliche Lebensdauer so sehr wie Rauchen, Alkohol oder russischer Oppositioneller und Rockstar zu sein.

Auch wenn es, wie die Autorin auch klarstellt, falsch ist, Menschen aufgrund ihres Übergewichts zu mobben („Fatshaming“), ist Fatacceptance doch viel schädlicher. Dazu meint sie:

Fatshaming mag kurzfristig Gefühle verletzen, aber Fatacceptance tötet. Fatacceptance-Aktivistinnen wie Ragan Chastain werden an Schulen und Universitäten geladen, um dort über „Body Positivity“ und den positiven Umgang mit Übergewicht zu sprechen. Man stelle sich vor, eine Zigarettenfirma würde an Schulen Kurse anbieten darüber, wie okay das Rauchen ist.

Im Buch werden auch die Gründe für das zunehmende Übergewicht in den reichen Ländern dargelegt. Es hat nichts mit einer historisch einmaligen Zunahme an Disziplinlosigkeit und Faulheit zu tun. In unserer Zeit müssen die Menschen während ihrer Arbeit weniger körperliche Anstrengung über sich ergehen lassen, außerdem haben wir eine noch nie dagewesene, umfassende Versorgung mit Lebensmitteln. Auf diese neue Realität müssen wir unser Essverhalten anpassen, doch das ist noch nicht geschehen. Leider sieht es nicht so aus, als würde das in naher Zukunft anders werden, die Rate an Übergewichtigen steigt, auch bei Kindern. Doch wir haben es auch geschafft, den Anteil an Rauchern zu halbieren. Warum sollte das nicht auch bei den Übergewichtigen möglich sein?

Auf die Politik können wir uns in diesem Kampf jedoch kaum verlassen. Das zunehmende Übergewicht, dass durch steigende Gesundheitskosten auch ein politisches Problem darstellt, wird meistens bekämpft, indem man bestimmte Nahrungsmittel als „böse“ deklariert und bekämpft, andere dafür als „gut“ und propagiert. Frankreich erhebt eine „Fettsteuer“ für Chips, in New York wurde der Verkauf von großen Softdrinks verboten, Michelle Obama will „gesundes Essen“ – also Broccoli und Vollkorn – in Schulen einführen (was katastrophal scheiterte), das Bundesministeriums für Landwirtschaft und Ernährung beklagt „zu wenig Gemüse“ in deutschen Schulkantinen. Eine Absurdität, die niemandem hilft. Gebt den armen Kindern lieber Pommes und Schnitzel.

Fazit

Alles in allem vermittelt das Buch für mich trotz der ganzen Kritik an den in unserer Gesellschaft überall vorherrschenden Fettlogiken eine frohe Botschaft. Es gibt einen einfachen Weg, um abzunehmen, es gibt keinen Jojo-Effekt, und man kann sogar mit McDonald’s und ohne Sport abnehmen. Das sollte doch allen Mut geben. Jeder Mensch muss selbst entscheiden, ob er abnehmen will, und wenn er es wagt, muss er selbst den Weg wählen, der am besten zu ihm passt (den „perfekten Weg“ zum Abnehmen gibt es nicht). Ein wichtiger Schritt ist es, alle Fettlogiken abzulegen. Es ist ein Buch, dass für alle Übergewichtige, von Kim Jong-Un bis Kevin James, empfehlenswert ist, sowie für jeden, der sich für das Thema Ernährung interessiert.

11 Antworten to “Der Kulturkampf um die Ernährung”

  1. Egoteaist Says:

    Hach, danke, das erinnert mich daran, dass ich meine Rezension darüber auch noch unbedingt fertig schreiben muss😀

  2. Freifunke Says:

    Danke für diesen guten Artikel, und den Hinweis auf ein Buch, dass ich mir jetzt definitiv mal anschauen werde.

    Meine Anmerkungen zum Thema:

    – Um gesund zu leben, sollte man sich schon bewegen. Das Problem ist, dass viele Leute denken, sie müssten sich dafür unbedingt schinden.
    Dabei muss es gar nicht mal Sport im üblichen Sinne sein, sondern z.B. regelmäßige Spaziergänge sind auch schon gut für „Körper und Seele“.
    Geocaching z.B. ist ein tolles, spaßiges Hobby, dass einen an die frische Luft bringt, und so ein perfekter Teil einer gesunden „Diät“ sein kann.

    – Ich kannte den Begriff „Jojo-Effekt“ bisher mehr mit einer anderen Bedeutung, und zwar wenn Menschen eine Zeit lang gar nichts essen und danach, wenn es vorbei ist, vor lauter angestauter Gier so viel in sich hineinstopfen, dass sie danach mehr wiegen als vorher.
    Dass Leute diesen selbstverschuldeten und ungesunden „Effekt“ auf Probleme mit dem Stoffwechsel abschieben, wusste ich gar nicht.

    – Das Problem, dass Übergewicht mehr akzeptiert ist als Untergewicht stammt, so vermute ich, daher, dass im Allgemeinen angenommen wird, dass man einfacher zunehmen kann als abnehmen.
    Das stimmt zwar für Übergewicht, dass schnell erreicht ist aber nur mit einer gewissen Disziplin wieder verloren ist, nicht jedoch für Untergewicht – das erreicht man eher durch Krankheiten oder echte Magersucht, und beides wird man nicht so schnell los.
    Unabhängig davon ist der Glaube, Zunehmen sei einfacher als Abnehmen fest verankert. Wenn man das annimt, ist die logische Schlussfolgerung natürlich, dass Untergewichtige nur so sind, weil sie aus Blödheit irgendwelchen irrigen Schönheitsidealen erlegen sind (was ja auch tatsächlich ein Auslöser sein kann – magersüchtige Models sind nicht gerade ein gutes Vorbild) und Übergewichtige, weil sie halt nicht anders können. Ergebnis: Der Glaube, untergewichtige Menschen sind blöde Idioten, übergewichtige dagegen unschuldige Opfer.

    – Alles in allem würde ich das so zusammenfassen, dass man um abzunehmen einfach ganz auf irgendwelche Bücher, Diäten und staatlich Eingriffe verzichten sollte und einfach mal seinen gesunden Menschenverstand (á la „mehr Essen – mehr Gewicht, weniger Essen – weniger Gewicht“) einsetzen sollte.

    – Zu guter Letzt: Wenn man Übergewicht bei Kindern verhindern will, sollte man nicht mehr Brokkoli und Vollkorn anbieten, sondern ausschließlich Brokkoli und Vollkorn – dann essen die Kinder nämlich ganz von selber gar nichts mehr.

    Guten Apetit und Entschuldigung für so viel Text.

    • arprin Says:

      Danke für die Anmerkungen.

      Ich gehe mit allem konform. Sport ist wichtig für die Gesundheit, auch für Normalgewichtige, das stellt die Autorin auch klar, auch wenn es fürs Abnehmen nicht zwangsläufig notwendig ist. Und Übergewicht ist meiner Meinung „akzeptierter“ als Untergewicht, weil die Übergewichtigen in der großen Mehrheit sind. Die Mehrheit hat eben immer mehr Einfluss.

      Viel Spaß mit dem Buch, falls du es kaufst. Ich kann es definitiv empfehlen.

  3. Lomez Says:

    „Ihr gebührt DAS Verdienst“ nicht „DER Verdienst“ …!

  4. Timo Ollech Says:

    Nur mal rein logisch betrachtet, wenn du schreibst Es ist nicht möglich, mit derselben Größe und sportlichen Aktivität genauso viel zu essen wie eine andere Person und trotzdem 20 kg mehr zu wiegen. liegt dem die implizite Annahme zugrunde, dass alle Nährstoffe aus der Nahrung auch vom Körper aufgenommen werden. Ist das immer so? Oder kommt es nicht auch vor, dass Teile der Nährstoffe einfach unverdaut wieder ausgeschieden werden? Das, was der Volksmund „schlechter Futterverwerter“ nennt? Für einen solchen halte ich mich nämlich.🙂

    • arprin Says:

      Ich habe noch nichts von „schlechten Futterverwertern“ gehört. Kann sein, dass es sowas gibt, aber ich bin mir sicher, dass es keinen so großen Einfluss auf das Gewicht hat. Das eigene Essverhalten und Bewegung haben den größten Einfluss.

      • Carl Eugen Says:

        Schlechte Futterverwerter haben es leicht, schlank zu bleiben, gute Verwerter haben es schwer. Das sagt nicht der Voksmund, sondern ist auch eine medizinische Tatsache. Das kann man ja auch leicht überall beobachten: wenn mein Vater und sein Bruder z.B. annähernd das gleiche aßen und tranken, nahm mein Vater zu, mein Onkel nicht.
        Es ist falsch, Gewichtzunahme auf das Eßverhalten oder mangelnde Bewegung allein zurückzuführen. Aber es hat natürlich einen gewissen Sinn, will man diese von Oben steuern. Ich esse, was ich will, und lasse mir da von niemandem reinreden. Um die Freiheit in diesem Lande wäre es besser bestellt, wenn die meisten Menschen ähnlich dächten.

      • arprin Says:

        Um die Freiheit in diesem Lande wäre es besser bestellt, wenn die meisten Menschen ähnlich dächten.

        Nein, um die Freiheit im Lande wäre es besser bestellt, wenn niemand Zwangsmaßnahmen anwendet, um das Verhalten von Menschen zu steuern. Es ist was völlig Anderes, Menschen Tipps zu geben, wie man gesund lebt. Ob nun bei Rauchern, Alkoholikern oder Übergewichtigen.

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