Der Schwangerschafts-Chauvinismus

Sollten Schwangerschaften reguliert werden?

Sollten Schwangerschaften reguliert werden?

Seit es die Möglichkeit gibt, mittels künstlicher Befruchtung schwanger zu werden, sind wir nicht mehr auf die klassischen biologischen Prozesse angewiesen, um ein Kind zur Welt zu bringen. Allerdings ist künstliche Befruchtung nicht die einzige Möglichkeit, um auf nicht-klassischem Weg schwanger zu werden. Die Leihmutterschaft ermöglicht es, seinen Embryo bei einer anderen Frau zu implantieren, die dann das Kind zur Welt bringt. Mit der Methode des „Social Freezing“ kann man Eizellen einfrieren lassen, um so auch im späten Alter, wenn die „biologische Uhr“ abgelaufen ist, noch ein Kind bekommen zu können. Die Präimplantationsdiagnostik (PID) wiederum bezeichnet das Untersuchen von Embryos nach bestimmten genetischen Ausstattungen, dadurch werden sogenannte „Designerbabys“ möglich.

Während kaum einer mehr ein Problem mit künstlicher Befruchtung hat, werden die anderen Formen noch immer von Verboten heimgesucht. Leihmutterschaft ist in Deutschland komplett verboten, sowie in den meisten anderen europäischen Ländern. Deutsche Frauen, die dennoch auf diese Möglichkeit zurückgreifen wollen, bestellen sich deshalb illegal Leihmütter aus Russland, Ukraine, Indien oder Thailand, wo Leihmutterschaft legal ist. Die Gesetzeslage zu Social Freezing ist noch etwas unklar. PID ist in den meisten Ländern drastisch eingeschränkt, in Deutschland darf man Embryos nur nach schweren Erbkrankheiten oder zur Vermeidung von Tot- und Fehlgeburten untersuchen. Im Folgenden wende ich mich gegen die chauvinistische Ansicht, wonach Schwangerschaften nur mit dem eigenen Bauch, dem richtigen Alter und ohne genetische Untersuchungen legal sein sollten.

Leihmutterschaft

Gegner von Leihmutterschaft bringen immer wieder ein Argument hervor: Kinder sind keine Ware. Birgit Kelle meint gar, Leihmutterschaft würde bedeuten, man könne Kinder bestellen, als wären sie Autos. Die Gleichsetzung von Kinderhandel mit Leihmutterschaft ist jedoch völlig falsch. Was von Leihmüttern gekauft wird, ist nicht ein Baby, sondern ihr Bauch. Das Geld ist sozusagen die Entschädigung für die Unannehmlichkeiten während der neun Monate. Wer behauptet, Leihmutterschaft wäre eine Form von Kinderhandel, müsste Hebammen und Kindermädchen dasselbe vorwerfen, immerhin verdienen sie mit Dienstleistungen an Kindern Geld. Mit einer Dienstleistung an Kindern Geld zu verdienen, ist eben nicht dasselbe wie Kinder zu „kaufen“.

Die Frage, ob es Frauen erlaubt sein sollte, ihren Körper zur Verfügung zu stellen, erübrigt sich, wenn man sich auf ein feministisches Motto besinnt: Mein Bauch gehört mir. Warum sollte irgendjemand anderes als die betreffende Person darüber bestimmen dürfen, was eine Frau mit ihrem Körper macht? Dies ist ein massiver Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht von Frauen. Einige sind bereit, Leihmutterschaften zu legalisieren, solange dabei kein Geld verdient wird (so wie man z.B. mit Organspenden kein Geld verdienen darf). Zwar wäre das schon ein Fortschritt, aber ich sehe keinen Grund, den kommerziellen Aspekt zu verbieten. Solange die zwei Parteien freiwillig zustimmen und niemand Drittes geschädigt wird, sollte man doch wohl mit allem Geld verdienen dürfen.

Social Freezing

Hinter der Sorge um Social Freezing steckt die Befürchtung, Frauen würden zunehmend Kinder nur noch mit 50 Jahren bekommen, nachdem sie mit ihrer Karriere fertig sind. Ich sehe darin aber erstens nichts Verwerfliches – ältere Frauen können auch gute Mütter sein – und zweitens denke ich nicht, dass es passieren wird. Die meisten Frauen wollen durchaus nicht erst mit 50, sondern früher Kinder bekommen. Social Freezing ist nur eine Absicherung für Notfälle, da man nicht weiß, was die Zukunft bringen wird. So sind Frauen nicht mehr gezwungen, auf ihre biologische Uhr zu schauen und können ihre Karrieren- und Familienplanung entspannter angehen, und das ist doch was Gutes.

Designerbabys

Die Gründe, die gegen „Designerbabys“ genannt werden, sind vielfältig. Es sei ein Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht eines Menschen, wenn man sein Erbgut verändert, auch wenn schädliche Eigenschaften (wie z.B. Krankheiten) aussortiert oder Talente und wünschenswerte Merkmale (z.B. Sportlichkeit, Intelligenz, Fleiß) gefördert werden. Die Reichen könnten diese Technik eher nutzen als die Armen und die Ungleichheit würde steigen. Das Leben würde langweilig werden, wenn alle Genies wären. Wir könnten keine Leistungen mehr würdigen, da sie nicht durch Fleiß, sondern genetische Optimierung zustandekamen. Schließlich gibt es die Befürchtung, dass totalitäre Regimes diese Technik nutzen würden, um jeden Dissens zu unterdrücken.

Ein Embryo hat keine Rechte, somit ist es auch kein Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht eines Menschen, sein Erbgut zu verändern. An der Möglichkeit, es Menschen zu ersparen, mit Krankheiten aufzuwachsen, die sie schwer belasten würden, sehe ich auch nichts Falsches. Es ist falsch, Behinderte zu diskriminieren oder ihnen pauschal die Lebensfreude abzusprechen, aber in den allermeisten Fällen ist es eine schwere Belastung, an einer Behinderung zu leiden, und die Betroffenen würden sicher gerne darauf verzichten, wenn sie die technische Möglichkeit dazu hätten. Selbstverständlich müsste die Entscheidung darüber freiwillig bleiben. Ich persönlich sehe aber keinen guten Grund, warum man die schwere Behinderung eines Kindes nicht verhindern sollte, wenn man es könnte.

Die Sorge um wachsende Ungleichheit ist etwas, dass man bei jeder neuen Technik äußern könnte. Es ist immer zuerst so, dass die Reichen in den Genuss von Luxus kommen, bevor er für die Massen erschwinglich wird. Aber wäre es nicht langweilig, wenn alle Menschen ihre Kinder durch genetische Optimierung zu Genies machen könnten? Eine Welt voller Genies wäre ebensowenig langweilig wie eine Welt voller Reichtum. Wenn wir in das Jahr 1500 zurückblicken und es mit heute vergleichen, kann man dann sagen, es sei langweilig, dass wir heute nicht mehr hungern müssen, wenn wir kein Geld haben? Wohl kaum. Für mich jedenfalls wäre es kein Problem, wenn die Menschen in Zukunft intelligenter, sportlicher und künstlerisch begabter wären.

Dies würde meiner Meinung nach gar nicht dazu führen, dass es keinen mehr gäbe, der herausragt, unsere Ansprüche würden lediglich höher werden. Wenn es Tausend Charles Dickens und Mark Twains gibt, wird die Definition darüber, wer ein großartiger Schriftsteller ist, nach oben geschraubt. Es würde nicht mehr ausreichen, so gut wie Ronaldo oder Messi zu sein, um Weltfußballer zu werden. Diese neuen Über-Leistungen könnten sehr wohl auch gewürdigt werden. Mich interessieren die Leistungen, nicht, wie sie zustandegekommen sind. Durch die moderne Technik haben heute viele Berufsgruppen Vorteile gegenüber ihren Vorgängern aus früheren Zeiten. Architekten kann heute viel spektakulärere Hochhäuser bauen als im 19. Jahrhundert, sollten wir sie nicht mehr würdigen?

Was ist aber mit der Befürchtung, totalitäre Diktatoren könnten diese Technik dazu benutzen, um die Kontrolle über die Fortpflanzung zu erlangen und jeden Dissens schon im Mutterleib zu ersticken? Ich gebe zu, das ist, neben einem Asteroiden-Einschlag, dem Ausbruch eines Supervulkans und dem Aufstand intelligenter Roboter einer der schlimmsten Szenarien, die man sich für die Menschheit vorstellen kann, und schon der bloße Gedanke daran kann einen mulmig werden lassen. Man stelle sich vor, was Hitler oder Stalin mit dieser Technik hätten anstellen können, oder Kim Jong-Un und Abu Bakr al-Baghdadi heute. „1984“ war ein Witz dagegen. Aber letztlich ist es so, dass die bloße Möglichkeit dieses Szenarios kein Grund ist, um die gesamte Technik zu verbieten.

Die Möglichkeit der Sterilisierung hätte von totalitären Diktaturen missbraucht werden können, um allen missliebigen Gruppen die Fortpflanzung zu verbieten. Schulen hätten missbraucht werden können, um alle Kinder zu indoktrinieren – und es geschah auch oft und geschieht immer noch. Das Mittel dagegen ist aber Wachsamkeit, um so eine Diktatur zu verhindern, nicht, Sterilisierungen und Schulen zu verbieten. Außerdem ist so ein Szenario nicht nur äußerst schwer umzusetzen, sondern auch umkehrbar. Die meisten Kinder aus der Hitler-Jugend konnten wieder entnazifiziert werden. Falls jemand einen Nazi-Gen entwickelt, wird man wird sicher auch einen Anti-Nazi-Gen entwickeln.

Ich denke, wir haben wenig Grund, uns vor einer durch „Designerbabys“ zustandegekommenen Diktatur zu fürchten, aber wir haben Grund zur Befürchtung, dass die Regierung in die Fortpflanzungsfreiheit seiner Bürger eingreift und Schwangerschaften reguliert. Nicht nur bei den derzeit möglichen neuen Techniken, sondern auch bei anderen Zukunftstechniken wie künstlichen Spermien und Gebärmüttern, weil viele der Meinung sein werden, Kinder sollten „blutig“ und nicht im Labor geboren werden. Irgendwann wird es hoffentlich möglich sein, seine durch PID nach schweren Krankheiten untersuchten Embryos einfrieren zu lassen, um sie nach Ende der Karriere mit 45 Jahren gegen ein angemessenes Entgelt einer Leihmutter zu implantieren.

16 Antworten to “Der Schwangerschafts-Chauvinismus”

  1. CK Says:

    Kennst Du meinen älteren Text dazu?
    https://lforliberty.wordpress.com/2011/07/12/optimierte-menschen/

    Ich behaupte in diesem, dass Gene ohnehin überbewertet werden. Messi und Ronaldo mögen gute Gene haben, aber toll Fussball spielen sie dank hartem Training von klein auf.

    • arprin Says:

      Jetzt schon. Ein sehr guter Text, dem ich mich völlig anschließen kann.

      Und natürlich stimmt es auch, das Gene keine so große Rolle für Erfolg spielen wie viele befürchten, auch wenn man durch „Optimierung“ die Startchancen verbessern kann.

    • Carl Eugen Says:

      Von klein auf trainieren viele, ohne Talent wird es indessen nichts. Das ist also nicht der Punkt. Man sollte immer auch die Gegenprobe machen. Talent aber ist durchaus vererbbar, nicht zwangsläufig, aber zu einem gewissen Prozentsatz. Der Stammbaum etwa der Bach-Familie ist schon ein interessantes Beispiel.

  2. Hausmann Says:

    In einer freien Gesellschaft über private Veträge eigentlich kein Problem. Da könnte z.B. auch geregelt sein, daß es sich die Leihmutter „anders überlegt“ und das Kind behält – gegen Rückzahlung … Oder?

    • arprin Says:

      Es würde sicher manchmal zu Konfliktsituationen kommen – das gibt es z.B. gelegentlich bei Eltern, die ihre Kinder zur Adoption freigeben – aber man könnte sie auf zivilisierte Weise lösen.

  3. Neoliberaler Ellenbogenkrieger Says:

    Im 21. Jahrhundert wird sich entscheiden, ob die Menschheit imstande ist, ihre weitere biologische Evolution erfolgreich selbst in die Hand zu nehmen. Denn eines wird immer mehr offenbar: Der heutige Homo sapiens sapiens mit seinen Steinzeitjäger-Genen ist mit der Geschwindigkeit und der Komplexität heutiger Wirtschafts- und Lebensweisen zunehmend überfordert. Unsere Computer sind längst multitaskingfähig – wir selbst hingegen sind kaum imstande, uns auf mehr als drei Dinge gleichzeitig zu konzentrieren. Auch mit unserer Fähigkeit, Wissen aufzunehmen und zu verarbeiten, hapert es gewaltig: Bis wir zum Beispiel eine neue Computersprache gelernt haben und sie halbwegs sicher beherrschen, beginnt sie schon wieder zu veralten.

    Dazu kommt die bemerkenswert schlechte Ausnutzung unserer Lebenszeit – von den durchschnittlich 75 Jahren, die einem Menschen im entwickelten Teil der Welt zur Verfügung stehen, verstreichen mindestens die ersten zwei Jahrzehnte mit Kindheit und Ausbildung, ohne dass der Mensch nennenswert zum Shareholder Value seines jeweiligen Wirtschaftsstandortes beitragen könnte, das Gleiche gilt gewöhnlich auch für die letzten 10 Jahre, in denen durch altersbedingte Degeneration die Produktivität drastisch abfällt.

    Von den verbleibenden 45 Jahren wird wiederum ein Drittel schlichtweg verschlafen, auch von den übrigen 30 Jahren werden mindestens zwei Drittel für unproduktive Beschäftigungen wie Nahrungsaufnahme, Ausscheidung von Verdauungsprodukten, sexuelle Fortpflanzung mit all ihren Neben-Zeitkosten, Kinderbetreuung und schlichter Entspannung zur Regeneration der Arbeitskraft vergeudet.

    In 75 Jahren Gesamtlebenszeit steht ein Mensch heutiger Art also gerade einmal kümmerliche 10 Jahre dem Wirtschaftsprozess zur Verfügung… und in der Vergangenheit sind alle Versuche, diesen Anteil zu erhöhen, daran gescheitert, dass aus konstitutionellen Gründen nicht nur die Produktivität sowohl pro Arbeitsstunde als auch absolut deutlich zurückging, sondern sich sogar frühzeitige biologische Totalausfälle häuften.

    Im immer härter werdenden internationalen Wettbewerb werden wir daher nicht umhin kommen, uns über ein gründliches Redesign von Homo sapiens sapiens Gedanken zu machen. Der Schaffung eines völlig neuartigen Menschentyps, der erstmals den Herausforderungen den globalen Hyperkapitalismus gewachsen sein wird, muss in den kommenden Jahrzehnten absolute Priorität eingeräumt werden, wobei sowohl der Bio- und Nanotechnologie als auch der Neuroelektronik eine Schlüsselrolle zukommen wird.

    Der Homo perfectus wird alle Beschränkungen des Homo sapiens sapiens weit hinter sich lassen, er wird praktisch ohne Schlaf auskommen, dank fortgeschrittenen Zelldesigns mit Eigenintelligenz auch keine Produktivitätsausfälle durch Krankheiten mehr kennen, dank bioelektronisch beschleunigter Hirnreifung bereits drei Jahre nach seiner Erzeugung voll einsatzfähig sein. Seine Intelligenz wird selbst heutige Mensa-Mitglieder wie Forrest Gump erscheinen lassen, und seine körperliche Leistungsfähigkeit und Widerstandskraft wird ihm endlich auch Lebensräume zugänglich machen, die heute noch als absolut unbesiedelbar gelten – die Kernvoraussetzung zum Beispiel für interplanetare und später auch interstellare Kolonisation im großen Stil.

    Dank breitbandiger zerebraler Mensch-Maschine-Kopplung sowohl zur Anbindung an das globale Datennetz als auch direkter Hirn-zu-Hirn-Informationsübertragung wird endlich jenes lebenslange Lernen möglich, das heute allerorts mit Nachdruck gefordert wird.

    Die Fortpflanzung wird einen großen Teil ihres »Overheads« und ihrer Risiken verlieren – dank des intelligenten Zelldesigns, das auch die DNA der Mitochondrien einschließt, ist keine zweigeschlechtliche sexuelle Vereinigung mehr erforderlich, Klonen wird zur normalsten Sache der Welt.

    Und dieses intelligente Zelldesign, das dank der Mensch-Maschine-Kopplung für unbegrenzte Updates offen ist, verhindert schließlich zuverlässig auch jegliche Verschleißerscheinungen – der Lebenserwartung sind nach oben keine Grenzen mehr gesetzt!

    Der Homo perfectus – der endgültige Höhepunkt der Evolutionsgeschichte, berufen zur Herrschaft über das Universum!

    • arprin Says:

      Ich hätte nichts gegen eine Erweiterung unserer Lebensspanne, der Weltraumkolonisierung und der Abschaffung des Schlafs. Aber dann nicht nur um den Shahreholder Value eines Unternehmens im globalen Hyperkapitalismus zu steigern, sondern um die neue Lebensspanne mit den Aktivitäten zu füllen, die einem gefallen.

      • Yadgar Says:

        Allerdings! Wenn ich daran denke, was ich in den nächsten 1000 Jahren alles an Programmierprojekten verwirklichen könnte… zwischendurch immer mal wieder ein Abenteuerurlaub auf dem Mars (Mountainbiking in den Valles Marineris!) oder in Afghanistan… stellt sich nur die Frage, wie sich das Tempo der Geschichte ändert, wenn alle oder fast alle Menschen ein vierstelliges Alter erreichen – dauern Kriege dann auch Jahrhunderte? Wäre nicht so schön…

  4. Hausmann Says:

    Um den ironischen „Homo perfectus“ abzurunden: Streifen wir die lästige biologische Hülle endlich ab! Wozu noch Kohlenwasserstoffe und ähnlichen Klimbim?🙂

  5. Freifunke Says:

    „Ein Embryo hat keine Rechte, somit ist es auch kein Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht eines Menschen, sein Erbgut zu verändern.“

    Das sagst Du so einfach…

    Ich hätte ja kein Problem, wenn wir die Embryonen gezielt verändern könnten, aber was bei PID ja passiert, ist, dass einige Embryonen erzeugt werden, untersucht werden, ein gesunder der Mutter eingepflanzt und die anderen vernichtet (also sozusagen „getötet“) werden (korrigiert mich, wenn es mittlerweile anders geht).

    Ich habe durchaus ein Problem mit diesem verbrauchenden Umgang mit menschlichen Embryonen.

    Ab wann ist ein Embryo/Fötus/Baby denn Deiner Meinung nach schützenswert? Wo soll man die Grenze ziehen?

    Ich persönlich suche immer noch nach einer überzeugenden Antwort, auch wegen Abtreibungen und dem ganzen Kram, konnte aber bisher keine finden. Wenn Du also eine hast, her damit.

    • arprin Says:

      Ich denke, ein Lebewesen ist erst nach der Geburt komplett schützenswert. Ein Embryo kann definitiv keinen schützenden Charakter haben. Man könnte über bestimmte Schutzbestimmungen für Föten nachdenken, aber letztlich ist es der Köper der Frau und damit ihre Entscheidung.

      • Olaf Says:

        Und was ist der Unterschied zwischen 1 Minute vor der Geburt und 1 Minute danach? Dann bist du also für Last-Minute-Abtreibung?

      • arprin Says:

        Solche Extremszenarien sind albern. Das macht keine Mutter. Wer abtreiben will, macht das praktisch immer vor der 12. Woche, außer wenn sich später herausstellt das die Gesundheit gefährdet ist.

  6. Hausmann Says:

    Ich denke, daß diese Frage garnicht so leicht beantwortet werden kann: Welchen Lebenwesen kann man vernünftigerweise ein Lebensrecht zurordnen respektive ihnen gegenüber ein Tötungsverbot aussprechen – nicht formell / allgemein, sondern in Hinblick auf das konkrete Objekt / Subjekt und nicht mit ja / nein, sondern vielleicht sogar graduell.

    Willkürliche Beispiele: Amöbe, Regenwurm, Frosch, Schimpanse … befruchtete menschliche Eizelle, Blastozyte, Fetus 28. Woche … anenzephalitisches Neugeborenes … .

    Vielleicht sollte man dazu ein neues Thema starten?

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