Der Vorwurf der Utopie

Das waren noch Zeiten: Che Guevara und Fidel Castro beim Revolutionieren

Schlimmer Verdacht: Ist der Liberalismus genauso utopisch wie der Kommunismus?

Als Utopie gilt im modernen Verständnis eine Idee, deren Umsetzung aufgrund der Natur des Menschen oder aufgrund der Realität unmöglich ist. Besonders der Kommunismus wird als utopisch bezeichnet, wenn man die ganzen erfolglosen Versuche sieht, das Paradies für die Arbeiter zu errichten. Aber genau betrachtet fällt nicht nur der Kommunismus in diese Reihe. Ich wünsche mir z.B. eine Welt ohne Steuern, Drogenverbote und mit wirklich offenen Grenzen und Märkten (neues Update dazu: Mein Buch hat sich verspätet, es ist voraussichtlich im Februar fertig). Stand jetzt ist das alles utopisch. Deshalb könnte man auf die Idee kommen, der Liberalismus sei genauso utopisch wie der Kommunismus, weil er im realen Leben aufgrund der Natur der Menschen nicht möglich ist.

Es gibt aber einen Unterschied zwischen Umsetzung und dem Ergebnis. Kommunismus und Liberalismus mögen zumindest heute in Deutschland nicht umsetzbar sein, aber die Ergebnisse der Umsetzung wären vollkommen andere. Viele sagen „Kommunismus ist schön in der Theorie, in der Praxis funktioniert er nicht“, aber das Gegenteil ist der Fall: Der Kommunismus ist barbarisch in der Theorie, aber er ließ sich leider umsetzen, wie man an der Kollektivierung der Landwirtschaft in der Sowjetunion, dem Großen Sprung nach vorn in China und den Volkseigenen Betrieben in der DDR sehen konnte. Die Umsetzung führte nur nicht zum vorausgesagten Ergebnis. Der Liberalismus würde dagegen in der Umsetzung durchaus die vorausgesagten Ergebnisse erzielen. Man kann das, wenn es um das Thema Wirtschaft geht, z.B. an Hongkong und Singapur sehen, von den Kommunisten gehasste Orte, weil dort die totale Ungleichheit herrscht.

Allerdings ist klar, dass, trotz des wichtigen Punkts, dass die eine Utopie ins Elend und die andere in den Wohlstand führt, beide Utopien sind. Das heutige Deutschland ist aufgrund der Mehrheitsmeinung der Bevölkerung weit weg vom Ideal einer freien Wirtschaftsordnung. Weltfrieden hätte auch schöne Ergebnisse, ist aber derzeit nicht umsetzbar. Sind deshalb Liberalismus wie Kommunismus gleichermaßen totaler Unsinn? Von einigen Leuten habe ich solche Botschaften vernommen. Weil er von vornherein aussichtslos ist, sei der Liberalismus einfach nur eine Utopie, mit der man sich gar nicht beschäftigen sollte. In den kommenden Jahrzehnten wird es kein liberales Utopia in Deutschland geben. An diese Leute gerichtet habe ich erstmal eine Frage:

Glaubt ihr wirklich, ich weiß das nicht?

Ich weiß es, es ist mir schmerzlich bewusst. Dennoch ist es für mich kein Unsinn, liberal zu sein. Es spricht nichts dagegen, sich mit der Theorie auseinanderzusetzen, um zu sehen, was einem als langfristiges Ziel vorschwebt, auch wenn das Ziel kurzfristig unerreichbar ist. Frauenrechtler in Saudi-Arabien können von einer Welt träumen, in der Frauen kopftuchfrei mit dem Auto in ein auch von Männern besuchtes Stadion fahren dürfen, ohne vorher ihren männlichen Vormund um Erlaubnis gefragt zu haben. Das ist nicht schlimm. In der Realität werden sie viel gemäßigtere Zwischenziele aufstellen. Negativ wird das Festhalten an eine Utopie nur, wenn man sich nur mit der radikalen Komplettumsetzung zufriedengibt und jeden kleinen Kompromiss als „Verrat“ ablehnt.

Ich akzeptiere jeden Kompromiss, der in Richtung mehr Freiheit führt. Es ist absurd, sich nur mit einer radikalen Komplettumsetzung zufriedenzugeben und jeden, der innerhalb des herrschenden Systems für Änderungen kämpft, als Verräter abzustempeln. Wenn die Abgabenlast von 45% auf 40% gesenkt wird, wunderbar, das eine ist besser als das andere. Natürlich muss es dafür eine echte Alternative geben. Ich bin zur letzten Bundestagswahl nicht hingegangen, weil ich von keiner Partei eine wirkliche Besserung erwartete, das heißt aber nicht, ich würde grundsätzlich jede Wahl für sinnlos halten. Einige Liberale tun das und schimpfen auf jeden Kämpfer innerhalb des Systems. Das ist mir zuwider.

Anstatt sich nur mit den genauen Details der gezeichneten Utopie auseinanderzusetzen, sollte man den Großteil der Zeit, die man mit politischem Aktivismus verbringt, die Realität zur Kenntnis nehmen. Das bedeutet, sich nicht nur mit Fragen beschäftigen wie „Gäbe es in einem liberalen Utopia ein Staatsmonopol für die Sicherheit oder könnten das auch private Dienstleister übernehmen?“, sondern auch mal mit „Wie kriegen wir die GEZ-Gebühr abgeschafft?“. In kommunistischen Kreisen ist der Realitätsbezug der politischen Diskussionen spätestens seit 1991 sehr niedrig, aber manche Internet-Liberale sind auf dem Weg, sie zu überbieten. Auch das ist mir zuwider.

Manchmal führen diese theoretischen Debatten zu Exkommunikationen, also Spaltungen innerhalb einer Szene. Bei den Kommunisten (und Islamisten, Nazis, usw.) hat das positive Auswirkungen, da somit das Massenmordpotenzial sinkt. Es wäre besser gewesen, wenn sich die Kommunisten so stark untereinander zerstritten hätten, dass sie nie die Macht ergriffen hätten, dann wären uns auch all die später nachgeholten „inneren Säuberungen“ erspart geblieben. Bei den Liberalen sehe ich keine positiven Auswirkungen. Mit welcher Inbrunst sich viele Liberale aufgrund von vergleichsweise kleinen Differenzen untereinander zerlegen und exkommunizieren anstatt ihre Gemeinsamkeiten zu betonen, ist katastrophal. Und es interessiert niemanden. Der Streit zwischen Minarchisten und Anarchisten in der liberalen Szene ist vergleichbar mit dem Streit um das Zölibat in der katholischen Kirche: Es interessiert niemanden außerhalb der Szene, es interessiert kaum einen innerhalb der Szene, aber es hat zu einer großen Spaltung geführt.

Auf dem Weg zum großen Ziel sollte man mit denen, die einem zum großen Teil zustimmen, zusammenarbeiten. Der Weg, den man wählt, kann politischer Aktivismus sein. In unserem real existierenden System muss er das irgendwann sein, weil es keinen anderen Weg für große Änderungen gibt. Deswegen muss man nicht gleich alle seine Prinzipien aufgeben. Vor allem muss man sich nicht verstellen. Jeder kann seine Meinung zu den Ungerechtigkeiten des herrschenden Systems äußern und gerade deshalb seine Reformwünsche vortragen. Diese Kritik ist keine Aufforderung zum Gesetzesbruch. Schon aus Eigeninteresse macht es Sinn, nicht öffentlich Steuern zu hinterziehen oder Cannabis zu verkaufen, da man so im Gefängnis landen kann. Aber man kann ganz offen das Unrecht des Status Quo anprangern.

Die ganze Debatte um den Sinn von Utopien ist nicht neu. Jeder (positiven wie negativen) Änderung des herrschenden Systems gingen lange Kämpfe voraus, während der die vorgeschlagenen Änderungen als Utopie galten. William Lloyd Garrison, ein Sklavereigegner im 19. Jahrhundert, war bekannt für seine radikale Kompromisslosigkeit. Er wollte die sofortige Abschaffung der Sklaverei, deswegen geriet er sogar in Streit mit anderen Sklavereigegnern, die realistisch bleiben wollten und deshalb nur kleine Reformen innerhalb der Sklaverei befürworteten. Garrison war ein Utopist seiner Zeit. Im Jahr 1831 schrieb er in der Erstausgabe seiner Zeitung „The Liberator“:

Ich registriere zahlreiche Einwände gegen die Härte meiner Sprache; doch gibt es nicht Gründe für diese Härte? … ich (werde) weder moderat denken, sprechen noch schreiben. Nein! Nein! Erklären Sie einem Mann, dessen Haus brennt, moderat Alarm zu schlagen; bitten Sie ihn, seine Frau ein Stück weit aus den Händen des Vergewaltigers zu retten; erklären Sie einer Mutter ihr ins Feuer gefallene Baby stufenweise herauszuholen; – aber drängen Sie mich nicht zu Mäßigung in einem Fall wie diesem. Es ist mir ernst – Ich gebrauche keine Ausflüchte – Ich entschuldige mich nicht – Ich weiche keinen Millimeter zurück; – ABER ICH WERDE GEHÖRT. Die Apathie der Menschen kann eine Statue von ihrem Untersatz springen lassen und die Auferstehung der Toten beschleunigen.

Das ist nicht alles. Als man Garrison sagte, die Sklaverei sei durch die Verfassung gedeckt, antwortete er, dann müsse man die Verfassung verbrennen. Damit ist er mir, wie ihr euch vorstellen könnt, sehr sympathisch: Wenn das Gesetz Unrecht ist, zur Hölle mit dem Gesetz. Mir ist das real existierende System bewusst, ich befürworte politischen Aktivismus, aber dennoch werde ich meine Meinung zum herrschenden Unrecht nicht verbergen.

19 Antworten to “Der Vorwurf der Utopie”

  1. miltonbGE Says:

    Die Frage zwischen Libertarismus und Marxismus ist seit Milton Friedman nur eine Frage des Steuersatzes auf alle Einkommen für ein Grundeinkommen aller Bürger.
    0 % ist Libertarismus, 50 % ist soziale Marktwirtchaft, 100 % ist Marxismus. Der Freibetrag ist dabei IMMER das nationale Prokopfeinkommen, das bGE ist dann der Steuerabzugsbetrag, also der halbe Freibetrag bei Steuersatz 50 %.
    Und es ist eben so, 50 % statt 25 % bei Freibetrag 2100 € statt 700 € ist eine Steuersenkung durch Verdreifachung des Freibetrags für Alle! Viele bekommen MEHR Netto ALS Brutto (90 %), KEINER (10 %) zahlt mehr als heute.
    Die Menschheit braucht KEINEN Liberator, denn der ist immer ein Diktator !

    • arprin Says:

      Einige versuchen, über Umwege immer wieder zum selben Thema zu kommen. Du machst dir diese Mühe nicht und kommst immer sofort auf dasselbe Thema.

    • miltonbGE Says:

      Klar, weil Sie immer noch NICHT verstanden haben, dass der Klassenkampf zwischen Libertarismus und Marxismus von Milton Friedman zu einer Frage des Einkommensteuersatzes trivialisiert wurde. Die FAIRE Verteilung liegt bei einer Sozialdividende von 50 % auf Alle, ganz aktienrechtlich.;)

  2. bevanite Says:

    „Der Liberalismus würde dagegen in der Umsetzung durchaus die vorausgesagten Ergebnisse erzielen. Man kann das, wenn es um das Thema Wirtschaft geht, z.B. an Hongkong und Singapur sehen, von den Kommunisten gehasste Orte, weil dort die totale Ungleichheit herrscht.“

    War Lee Kwan Yew, der Vater des modernen Singapur, nicht selber mal Kommunist? Ich würde den Liberalen dennoch den Rat geben, sich nicht einen Polizeistaat zum Vorbild auszuwählen. Auch liberale Vordenker wie Hayek und Friedman waren Diktatorenversteher, diese unangenehme Phänomen scheint es in allen politischen Ecken zu geben. In Deutschland war der parteipolitische Liberalismus wegen seiner Tendenz, für die Machtoption die eigenen Ideale zu opfern, stets eine Witzveranstaltung. Die Nationalliberalen verrieten 1867 das Ideal der Freiheit gegenüber der Reichseinheit, der Niedergang der DDP/DStP war in den frühen Dreißigern noch eine Nummer peinlicher, und das Guido-Mobil blieb stets der Juniorpartner der CDU/CSU…

    Ich frage mich dabei immer, warum sich entlang der politischen Achsen (siehe hier: http://www.politicalcompass.org) bislang nie eine Partei gebildet hat, die das gesamte kulturell-libertäre/antiautoritäre Spektrum abbildet. Für das sozialistische Spektrum (egal ob autoritär oder libertär) gibt es in Deutschland Die Linke, in vielen anderen Ländern die alten Mitte-Links-Parteien. Auf der anderen Seite sind die Wirtschaftsliberalen jeglicher Couleur in Parteien wie der FDP versammelt, wobei die autoritäre Fraktion zu dominieren scheint. Die autoritäre Achse ist wohl am besten mit der neuen AfD nach Lucke umschrieben: dort finden sich Wirtschaftsliberale ebenso wie Befürworter eines interventionistischen Staates, es eint aber alle ein kultureller Konservativismus. Aber die kulturell Liberalen finden seltsamerweise nicht zusammen. Wie kommt das? Möglicherweise sind beide Seiten hier stärker auf Wirtschaftspolitik fixiert. Oder liegt es an einer tendenziellen Skepsis in diesen Szenen gegenüber Organisationen allgemein? Vermutlich hat man keine Lust, in den Parteimaschinerien zermahlen zu werden. Dennoch sehe ich ideell mehr Gemeinsamkeiten zwischen genuin Liberalen und anarchistischen Hausbesetzern – beide mögen einen komplett anderen Lebensstil pflegen, aber sie versuchen, autark ohne den Staat zu leben und ihr Ding nach der Maxime „Jeder nach seiner Fasson“ durchzuziehen.

    • arprin Says:

      Ich nehme mir keinen Polizeistaat zum Vorbild, bei den Beispielen Hongkong und Singapur ging es nur um die Wirtschaftspolitik.
      Hayek und Friedman waren keine Diktatorenversteher.

      Der Grund für den fehlenden Liberalismus im Parlament könnte sein, dass es in der Bevölkerung keine große Nachfrage für so eine Partei gibt.

    • miltonbGE Says:

      1. Liberalismus und Marxismus sind reine Wirtschaftspolitiken.
      2. Von Hayek gibt es das Mercurio-Interview, das Recht auf Eigentum steht über dem Recht auf Leben, als wäre Leben KEIN Eigentum.
      3. Von Mises definierte, Faschismus ist Liberalismus mit den Mitteln des Bolschewismus.(Liberalismus 1927).
      4. Die Liberalen sind von der Mehrheit nicht gefragt, sie bringen der Mehrheit gar nichts, nur Armut !🙂

      • bevanite Says:

        Hayek und Friedman verteidigten beide die Diktaturen in Chile und Argentinien. Das Problem bei Hayek war, dass er gewissermaßen Wirtschaftsfundamentalist war und Freiheit dadurch nur ökonomisch denken konnte. Nach dieser Logik war dann natürlich auch ein System „frei“, in dem Leute „verschwanden“, solange der Markt funktionierte.

        Mises‘ Haltung zum Faschismus und Nationalsozialismus war mindestens ambivalent. Zwar lehnte er die Rassenlehre ab, war aber in seinem Denken deutlich von Herbert Spencer beeinflusst, da fügt sich ein Zitat wie dieses gut ein:

        „Es ist ohnes weiteres zulässig anzunehmen, dass die Rassen in Verstandesfähigkeit und Willenskraft verschieden und demgemäß auch für die Gesellschaftsbildung recht ungleich begabt sind und dass die besseren Rassen sich gerade durch die besondere Eignung für die Verstärkung des gesellschaftlichen Zusammenschlusses auszeichnen.“ (aus: „Die Gemeinwirtschaft“)

        In der Linken gab und gibt es noch heute sehr lange und intensive Auseinandersetzungen über den Umgang und die teilweise Verklärung von Gewaltverbrechen der Kommunisten. Aber ebenso wie die dort teilweise immer noch vorhandene Verklärung von Regimen wie in Kuba oder Algerien zu verurteilen ist, wäre es wünschenswert, wenn auch die Liberalen mal genauer auf die dunklen Flecken ihrer Säulenheiligen schauen würden.

      • arprin Says:

        Hayek und Friedman haben keine Diktaturen verteidigt. Das ist eine absurde Unterstellung, die durch nichts gedeckt ist.

        Nach dieser Logik war dann natürlich auch ein System “frei”, in dem Leute “verschwanden”, solange der Markt funktionierte.

        Ich fürchte, du hast dich nicht sehr mit Hayeks Werk auseinandergesetzt.

        Mises’ Haltung zum Faschismus und Nationalsozialismus war mindestens ambivalent.

        Nein, war es nicht … er hat beide Ideologien eindeutig verurteilt.

        “Es ist ohnes weiteres zulässig anzunehmen, dass die Rassen in Verstandesfähigkeit und Willenskraft verschieden und demgemäß auch für die Gesellschaftsbildung recht ungleich begabt sind und dass die besseren Rassen sich gerade durch die besondere Eignung für die Verstärkung des gesellschaftlichen Zusammenschlusses auszeichnen.” (aus: “Die Gemeinwirtschaft”)

        Und weiter? Hat er daraus irgendwelche diskriminierenden Maßnahmen befürwortet?

        wäre es wünschenswert, wenn auch die Liberalen mal genauer auf die dunklen Flecken ihrer Säulenheiligen schauen würden.

        Sicher gab es welche. Aber deine Beispiele sind falsch. Weder Hayek, Friedman noch Mises haben je eine Diktatur verteidigt oder gar befürwortet.

      • Elephantxx Says:

        Und Hayek wurde noch deutlicher: „Ich persönlich würde einen liberalen Diktator gegenüber einer demokratischen Regierung, der es an Liberalismus mangelt, bevorzugen.“

        „http://www.zeit.de/2014/38/neoliberalismus-august-von-hayek-kapitalismus/seite-3“

        Scheint mir doch recht diktatorenfreundlich zu sein

      • arprin Says:

        Ich würde auch absolut einen liberalen Diktator gegenüber einer anti-liberalen Demokratie bevorzugen. Eine „anti-liberale Demokratie“ würde ja eine Demokratie ohne Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Religionsfreiheit, wirtschaftliche Freiheit, sexuelle Freiheit, Reisefreiheit usw. bedeuten. Ein „liberaler Diktator“ würde all diese Rechte garantieren. Das ist sehr theoretisch, aber es ging ja um die Theorie. Würdest du eine anti-liberale Demokratie bevorzugen?

        „Bevorzugen“ heißt aber nicht „befürworten“. Natürlich ist eine liberale Demokratie das bestmögliche System.

      • Elephantxx Says:

        „Das ist sehr theoretisch, aber es ging ja um die Theorie. Würdest du eine anti-liberale Demokratie bevorzugen?“

        Gegenüber einer Diktatur immer. Gegenüber einer liberalen Demokratie käme es auf die genaue Ausgestaltung an.
        Aber es ging darum ob Hayek et al. eine Diktatur verteidigten. Und ich denke schon, dass das unter Verteidigen fällt.

      • miltonbGE Says:

        arprin, eine Diktatur ist KEINE Demokratie, das wäre ja ein schwarzer Schimmel. Es gibt also KEINEN liberalen Diktator, eine liberale Diktatur ist purer Faschismus !

  3. libertylauch Says:

    Minarchist ohne Steuern, interessant.

    • arprin Says:

      Ob Minarchie oder Anarchie ist doch jetzt egal. Wie kann man so eine Debatte im Deutschland des Jahres 2016 überhaupt führen?! Erstmal sollte man ein bisschen mehr Freiheit haben.

    • miltonbGE Says:

      Die Freiheit haben Sie ja, Sie können jeden Libertären Unsinn hier schreiben. Libertäre jammern immer nur auf höchstem Niveau, z.B.
      Marie Antoinette : Die Leute rufen nach Brot, sollen sie doch Kuchen essen !

  4. libertylauch Says:

    Wieso Debatte? Ich fand es lediglich interessant, dass jemand anscheinend das spendenfinanzierte Modell des Staates vertritt.

    • arprin Says:

      Ich bin für ein Minimalstaat mit individuellem Sezessionsrecht. In dem Fall wären Steuern tatsächlich de facto freiwillig.

    • miltonbGE Says:

      Steuern nach dem Äquivalenzprinzip, wer den Staat mehr in Anspruch nimmt, zahlt auch mehr Steuern, sind ja freiwillig.
      Wer freiwillig viel kauft, zahlt viel Konsumsteuern, wer freiwillig viel verkauft, viel Einkommensteuern.
      Die Einkommensteuern sind eine Nullsumme für den Sozialstaat, die Konsumsteuern sind für den Minimalstaat.
      Der Sozialstaat kostet als Nullsumme also NICHTS.
      Das ist LIBERAL seit Adam Smith 1776 !

  5. Marco Says:

    Sehr guter Beitrag!
    Wäre ich ein so begnadeter Schreiber wie Sie könnte dieser von mir sein!

    Der Kommunismus hat niemals funktioniert und wird niemals funktionieren. Politische und wirtschaftliche Systeme werden FÜR das ZusammenLEBEN gemacht. 94 Millionen Tote durch den Kommunismus sprechen dann wohl für sich…
    Chinas großer Sprung nach vorn führte auch nur dank Deng Xiaoping’s Kapitalistischen Weg zum gewünschten Ergebnis…

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