Die Antifa meldet sich zum Dienst

Das „Neue Deutschland“ vor vier Tagen:

„Was wäre, wenn plötzlich einmal 1000 Antifas eine PEGIDA-Demo in Dresden stürmen würden? Wäre danach alles beim alten? Welche Folgen hätte das? Würde der Hass speiende Kleinbürger noch immer große Reden schwingen? Würde er, im Angesicht einer antifaschistischen Faust noch immer hemmungslos gegen Minderheiten hetzen? Oder würde er reflexartig die Fresse halten, den Schwanz einziehen und nach Hause kriechen?

Umgekehrt muss man ja feststellen, dass sich ohne Gewalt bei PEGIDA auch nichts verändert hat. Im Gegenteil führten Hass und Gewalt der Nazis dazu, dass die AfD in den Parlamenten sitzt. Damit ist den braunen Verbrechern quasi ein parlamentarischer Arm gewachsen. Aber natürlich, es muss nicht immer Gewalt sein. Oder zumindest nicht physische. Es gibt auch andere Methoden, die Nazis zurückdrängen können.“

Heute beim Linken-Parteitag:

„Ein Unbekannter hat der Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht auf dem Bundesparteitag in Magdeburg eine Schokoladentorte ins Gesicht geworfen. Zu der Aktion bekannte sich eine „Antifaschistische Initiative ‚Torten für Menschenfeinde'“. (…) In einem Flugblatt wird Wagenknecht vorgeworfen, sie sei wie die AfD bemüht, den „Volkszorn“ in politische Forderungen zu übersetzen. Zwischen AfD und Linken gebe es einen „nationalen Konsens“. Wagenknecht hatte mit der Position Kritik auf sich gezogen, nicht alle Flüchtlinge könnten nach Deutschland kommen.“

Zufall? Wer’s glaubt.

6 Antworten to “Die Antifa meldet sich zum Dienst”

  1. Eloman Says:

    Wagenknecht sieht halt die Schnittmengen zwischen Linken- und AfD-Wählern. Ihre Gegner möchten lieber mit dem Kopf durch die Wand, verschwenden aber keinen Gedanken daran dass sie ohne diese Wähler nur eine Splitterpartei wie früher die DKP sind. Die leben in einem Paralleluniversum.

    • Namenlos Says:

      1. Ich würde Wagenknecht nicht ohne Weiteres rein wahlkampfstrategische Gründe unterstellen. Dazu müsste ich allerdings ihre Position näher kennen. Zumindest was ihren Ehemann angeht, begründete er seine Position doch ein wenig anders.
      2. Ich glaube desweiteren nicht, dass „ihre Gegner“ so pauschal über einen Kamm geschoren werden sollten.
      Eher würde ich mal mutmaßen, dass die Tortenschmeißer einfach eine ideologisch „keimfreie“ Linkspartei wünschen, also ohne rechte Töne oder das, was sie dafür halten (das unterliegt ja durchaus einen gewissen Wandel).
      Nciht vergessen: Die Linke ist die Europakritischste Partei im Bundestag!

      • arprin Says:

        Nciht vergessen: Die Linke ist die Europakritischste Partei im Bundestag!

        Ja, aber der EU-Skeptizismus der Linken ist so wie der der Front National: Sie möchten die EU durch etwas noch Schlimmeres ersetzen.

    • arprin Says:

      Die Idee, den Sozialismus international zu verstehen, ist in der Tat schon lange tot, zumindest unter den Angesprochenen (den Arbeitern). Die mögen sozialistisch sein, aber eben auch national.

  2. Namenlos Says:

    Im ersten Link spürt man eine Art „Rausch der Macht“, die Freude darüber, den Gegner endlich mit Gewalt das Wort verboten zu haben… Ja, sie sollen nach Hause kriechen…
    In Übrigen ist ganz klar die Rede davon, dass man zurecht mit der Gewalt anfangen will.

    Ich glaube aber nicht an einen Zusammenhang.

    • arprin Says:

      Ich glaube auch nicht, dass es einen Zusammenhang gab.

      Vielsagend finde ich, dass es keinen Aufschrei gab. Im umgekehrten Fall (Gewaltaufruf in der „Jungen Freiheit“) kann ich mir das kaum vorstellen.

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