Die beste Zeit des Jahres

Frohe Weihnachten!

Wie ihr sicher schon herausgefunden habt, bin ich Atheist. Trotzdem empfand ich Weihnachten immer als die beste Zeit des Jahres. Die Geschenke, das gute Essen, die tollen Filme und immer schulfrei zu haben war seit jeher eine schöne Erfahrung zum Ende des Jahres. Da spielte es keine Rolle, dass der Anlass so lächerlich war. Dieses Jahr habe ich einen Kommentar von Ayn Rand gefunden, der meine Einstellung zu Weihnachten gut wiedergibt. Rand antwortet hierbei auf die Frage, ob es für einen Atheisten angemessen ist, Weihnachten zu feiern.

Hier die deutsche Übersetzung von Philipp Damme:

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Ja, natürlich. Ein nationaler Feiertag kann in unserem Land keine ausschließlich religiöse Bedeutung haben. Die säkulare Bedeutung von Weihnachten ist umfassender als die Lehrsätze einer bestimmten Religion: Es ist guter Wille – eine Geisteshaltung, die nicht der ausschließliche Besitz der christlichen Religion ist (obwohl er Teil davon sein soll, wenn auch ein meistens unbeachteter Teil).

Der charmante Aspekt an Weihnachten ist die Tatsache, dass es guten Willen in einer fröhlichen, glücklichen, wohlmeinenden, nichtopfernden Weise ausdrückt. Man sagt: „Fröhliche Weihnachten“ – nicht „Weine und Bereue“. Und der gute Wille wird in einer materiellen, irdischen Form ausgedrückt – indem man seinen Freunden Geschenke macht oder indem man ihnen Karten als Zeichen der Verbundenheit schickt. (Das Schenken ist nur so lange charmant, wie es nichtopfernd ist. O. Henrys berühmtes „Das Geschenk des Magi“ ist eine sadistische Horrorstory, wenn er sie auch nicht so gemeint hat; diese Geschichte ist ein gutes Beispiel für die Nutzlosigkeit des Altruismus.)

Der beste Aspekt an Weihnachten ist der Aspekt, der für gewöhnlich von den Mystikern verschrien wird: Die Tatsache, dass Weihnachten kommerzialisiert worden ist. Das Kaufen von Geschenken ist gut für die Wirtschaft des Landes; aber wichtiger ist in diesem Kontext, dass es einen enormen Einfallsreichtum für die Schaffung von Produkten stimuliert, die einem einzigen Zweck dienen: Menschen Freude zu machen. Und die Straßendekorationen in Läden und anderswo – die Weihnachtsbäume, die blinkenden Lichter, die glitzernden Farben – geben der Stadt ein spektakuläres Aussehen, das nur die „kommerzielle Gier“ uns geben kann. Man müsste schon furchtbar depressiv sein, um der wunderbaren Ausgelassenheit dieses Spektakels zu widerstehen.

Fröhliche Weihnachten und Frohes Neues Jahr Ihnen allen.

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Amen! Genauso empfinde ich es auch. Das Beste an Weihnachten ist seine Kommerzialisierung. Läden, Straßen und Häuser verwandeln sich in prachtvolle Meisterwerke menschlicher Kreativität. Es wird nicht Buße und Aufopferung gefordert, sondern Freude gewünscht, und diese im besten Fall durch materielle Annehmlichkeiten demonstriert. Es ist im Grunde das Gegenteil des klassischen Kirchenbesuchs. Wahrscheinlich beklagen deswegen so viele Kleriker die Kommerzialisierung von Weihnachten – sie sehen in Buße und Aufopferung den besseren Weg.

Aber mir ist es egal. Das kommerzialisierte Weihnachten ist eine der großen Erfolgsgeschichten der Moderne. Sollen die Kleriker weiter darüber schimpfen und ihre Predigten zu Parteikonferenzen der SPD oder Grünen degenerieren lassen, in denen gegen Spekulanten gehetzt und Solidarität mit Palästina gefordert wird. Sie werden Weihnachten nie wieder zurückbekommen. Weihnachten ist säkularisiert. Also vergessen wir den lächerlichen ursprünglichen Anlass und feiern aus den wahren Gründen: Der Freude über das weltliche Dasein des Menschen mit all seinen materiellen Annehmlichkeiten.

Eine Antwort to “Die beste Zeit des Jahres”

  1. Olaf Says:

    Weihnachtsbaum, Weihnachtsmann, Schnee und die Musik von Nordeuropäern machen aus Weihnachten ein germanisches Kulturgut. Die Pfaffen die der Stasi-Merkel hinterherlaufen gehören nicht zu uns.

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