Kriminellen-Auszug statt Familiennachzug

Wie viele Araber kommen bald nach Deutschland?

Das Thema Flüchtlingskriminalität hat es nach dem Mord an der 15-jährigen Mia in Kandel ganz nach oben in die Medien geschafft (sogar im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, wenn auch widerwillig). Der Reflex, wonach man nie von einem Fall auf die Gesamtsituation schließen sollte, verfing sich schnell, denn die Gesamtsituation wird durch den Fall Kandel gut repräsentiert. Nach einem stetigen Fallen der Gewaltkriminalität ab den 2000ern hat diese ab 2016 wieder zugenommen, und der Hauptgrund dafür ist offensichtlich der Zustrom an Flüchtlingen (oder Asylbewerbern, wie es dann heißt). Allein in Niedersachen stieg die Gewaltkriminalität zwischen 2014 und 2016 um 10,4%, und 92,1% des Anstiegs geht auf die Flüchtlinge zurück. Außerdem dürfte jedem Menschen bei Verstand klar sein, dass wir einen massiven Anteil an Fake-Minderjährigen haben.

Was ist die Lösung für das Problem? Eine Reihe von Soziologen und Kriminologen hat darüber nachgedacht und eine Studie verfasst. Das Ergebnis ist: Mehr Kurse, mehr Betreuungskonzepte, mehr Praktika für Flüchtlinge. Und noch eine Sache:

Ein wichtiger Aspekt des Problems sei, dass Migranten in Deutschland häufig in Männergruppen lebten – ohne Partnerin, Mutter, Schwester oder andere weibliche Bezugsperson, wie es in der Studie heißt. „Überall wirkt sich negativ aus: der Mangel an Frauen“, sagt Kriminologe Pfeiffer dazu. Dieser Mangel erhöhe die Gefahr, dass junge Männer sich „an gewaltlegitimierenden Männlichkeitsnormen orientieren“, heißt es in der Studie. Pfeiffer hält die Idee des Familiennachzugs deshalb für „nicht dumm“.

Der Familiennachzug wird gerade jetzt scharf diskutiert. Im März soll darüber entschieden werden, ob der Familiennachzug wie bis jetzt weiter ausgesetzt bleiben soll oder ob er freigegeben wird. Die meisten Argumente, die für den Familiennachzug genannt wurden, waren bis jetzt humanitärer Natur. Familien sollten geeint werden, eine christliche Partei sollte für christliche Werte stehen (in Richtung CDU), und das psychische Wohlergehen durch die Anwesenheit der Familie wird bei der Integration helfen, wie die gelungene Integration der arabischen Familienclans in Berlin zeigt. Nun kommt ein weiteres Argument: Der Familiennachzug soll gegen die Kriminalität von Flüchtlingen helfen. Wenn man die derzeitige Situation betrachtet, wird schnell klar: An diesem Argument ist nicht wenig richtig. Sondern gar nichts.

Schauen wir uns mal die Zahlen an. Am häufigsten straffällig werden Flüchtlinge (bzw. Asylbewerber) aus Nordafrika. Asylbewerber aus Tunesien, Marokko und Algerien werden im Durchschnitt zu 40% straffällig. Was auch noch wichtig ist: Ihr Asylantrag wird mit 99,9%-iger Wahrscheinlichkeit abgelehnt, und sie haben weder vor dem Asylantrag noch nachher ein Recht zur Arbeitsaufnahme. Sie kommen, sowie es auch bei den meisten Asylbewerber aus dem Balkan und Georgien der Fall war, mehrheitlich nach Deutschland, um in der Zeit zwischen dem Asylantrag und der Ablehnung Straftaten zu begehen. Bei den Flüchtlingen aus Syrien, Irak und Afghanistan ist die Kriminalitätsrate deutlich niedriger als bei Nordafrikanern, aber es gibt auch hier eine extrem auffällige Gruppe: Die jungen Männer, ob nun die 17- jährigen, die 25- jährigen oder die 25-jährigen 17-jährigen.

Wie sollte der Familiennachzug dagegen helfen? Wird ein tunesischer oder marokkanischer Antänzer oder ein Fake-Minderjähriger aus Afghanistan, der kein Skrupel vor Raub und sexuellem Missbrauch hat, mit seiner kriminellen Karriere aufhören, wenn seine Mutter im selben Land ist? Mit Sicherheit nicht, denn das eigentliche Problem sind die kranken Anreize, die das Asylsystem setzt. Genauso wie der Drogenkrieg in Nordamerika die Drogenkartelle miterschaffen hat, hat das Asylsystem in Deutschland die Antänzer-Karrieren miterschaffen. Asylbewerbern ist es praktisch verboten, für sich selbst zu sorgen, Kriminelle werden kaum abgeschoben und als Lösung für diese Probleme werden mehr Kurse und Betreuungskonzepte vorgeschlagen. Wundert es da jemanden, dass viele Menschen als Asylbewerber getarnt nach Deutschland kommen, die nicht arbeiten wollen, kriminell werden und sich in Kursen unterhalten?

Es gibt eine gute Lösung. Kriminelle Asylbewerber werden konsequent abgeschoben. Asylbewerber bekommen vom ersten Tag an das Recht, zu arbeiten. Punkt. Das würde neue Anreize setzen: Wer kriminell wird, hat keine Chance, und wer für sich selbst sorgen kann, hat die besten Chancen. Menschen, deren Asylantrag abgelehnt wird, könnten dann durchaus ein Bleiberecht bekommen, wenn sie nicht kriminell werden und eine Arbeit finden. Besser wäre es, das Ganze durch neue Einwanderungsregeln zu lösen, die Einwanderung in den Arbeitsmarkt vereinfachen, doch letztlich ist es mir egal, wie ein Mensch, der ein friedliches, produktives Mitglied der Gesellschaft ist, ins Land gekommen ist, er hat sich sein Bleiberecht verdient. Die schlimmste Lösung wäre es dagegen, alle Kriminellen im Land zu lassen und ihre Familien ins Sozialsystem nachziehen zu lassen. Lautet nicht eine der am häufigsten wiederholten Mottos der staatlichen Behörden „Kriminalität lohnt sich nicht“?

12 Antworten to “Kriminellen-Auszug statt Familiennachzug”

  1. Olaf Says:

    Nach den Silvester-Pogromen hat der NDR ein Propaganda-Rührstück über einen verdächtigten Musel fabriziert, der in Hamburg gewütet hatte. Da erfuhr man nebenbei, dass er mit seiner Frau in Hamburg lebt, aber alleine an Silvester nach Sankt-Pauli gegangen ist, und natürlich nix Böses gemacht hat, wie er treuherzig den ReporterInnen versicherte.
    Auf jeden Fall ist hängengeblieben, vom NDR ungewollt, dass diese Typen so oder so losziehen, egal ob Familie oder nicht.

    • arprin Says:

      Ich glaube, ich habe diese Doku gesehen. Ich erinnere mich daran, dass man einem an Silvester losgezogenen Flüchtling mit Familie der Beteiligung an sexueller Belästigung verdächtigte, aber nichts nachweisen konnte. Irgendwie war angesichts der Umstände der Taten leider klar, das kaum einer der Antänzer je drangekriegt wird.

  2. Dr. Caligari Says:

    Nach einem stetigen Fallen der Gewaltkriminalität ab den 2000ern hat diese ab 2016 wieder zugenommen, und der Hauptgrund dafür ist offensichtlich der Zustrom an Flüchtlingen (oder Asylbewerbern, wie es dann heißt).

    Auf die Gefahr hin, mich extrem unbeliebt zu machen: Ein Zweifel bleibt.
    Im Extremfall könnte es sogar sein, dass eine völlig unabhängige Ursache existiert, die die Gewaltkriminalität steigen lässt. Das ist jedoch relativ unwahrscheinlich, ich würde darauf nicht wetten.

    Andere mögliche Erklärungen:
    – Das Messen der Gewaltkriminalität hat zugenommen. Man lässt den „Biodeutschen“ oder den integrierten Ausländer eine Kneipenschlägerei eher durchgehen als einem „Fremdling“,
    – Die Lebenssituation, die viele junge Männer unabhängig von Religion, Herkunft etc.pp. in enge „Flüchtlingsheime“ einsperrt wirkt als Ursache der Gewalt.
    – Die Perspektivlosigkeit, weil man als Asylant nicht arbeiten _darf_ und vom Almosen des Staates abhängt.
    – Die Solidarität der Deutschen bröckelt und sie werden selbst gewaltätiger.
    – usw.

    Außerdem dürfte jedem Menschen bei Verstand klar sein, dass wir einen massiven Anteil an Fake-Minderjährigen haben.

    Das ist klar. Viele von denen verarschen damit den Sozialstaat und nutzen die Gutmütigkeit aus. Ein fatales Signal, besonders bei Leuten, bei denen Schwäche leichte Beute bedeutet und davon gibt es in jeder Gesellschaft genug.

    Der Familiennachzug soll gegen die Kriminalität von Flüchtlingen helfen. Wenn man die derzeitige Situation betrachtet, wird schnell klar: An diesem Argument ist nicht wenig richtig. Sondern gar nichts.[…]Wird ein tunesischer oder marokkanischer Antänzer oder ein Fake-Minderjähriger aus Afghanistan, der kein Skrupel vor Raub und sexuellem Missbrauch hat, mit seiner kriminellen Karriere aufhören, wenn seine Mutter im selben Land ist?

    Die Antwort ist nicht klar. Niemand, weder ein linker Soziologe, noch ein „rechter“ Journalist kann einem das heute sagen.

    Fakt ist aber, dass in einigen dieser Länder eine eher patriarchische Kultur herrscht. Man kennt das aus gewisse katholischen Ländern ja auch, da kann das anerkannte Familienoberhaupt für Recht und Ordnung sorgen, viel besser als es der Staat jemals könnte.

    Asylbewerber bekommen vom ersten Tag an das Recht, zu arbeiten.

    Hast du eine Ahnung, wie viele Rechte dann rumheulen, dass man ihnen die Arbeitsplätze wegnimmt?
    Das ist natürlich streng genommen nicht richtig. Es sind eher die typischen Ost-Migranten, die stärkere Konkurrenz erhalten.

    • arprin Says:

      Im Extremfall könnte es sogar sein, dass eine völlig unabhängige Ursache existiert, die die Gewaltkriminalität steigen lässt. Das ist jedoch relativ unwahrscheinlich, ich würde darauf nicht wetten.

      Es gibt deutliche Hinweise, dass die Flüchtlinge der Hauptgrund dafür sind. In Niedersachsen ist das z.B. praktisch belegt.

      – Die Lebenssituation, die viele junge Männer unabhängig von Religion, Herkunft etc.pp. in enge „Flüchtlingsheime“ einsperrt wirkt als Ursache der Gewalt.
      – Die Perspektivlosigkeit, weil man als Asylant nicht arbeiten _darf_ und vom Almosen des Staates abhängt.

      Das wären Erklärungen, warum Flüchtlinge häufiger kriminell sind, aber es würde nichts an der Sache (der prozentuell höheren Flüchtlingskriminalität) ändern.

      Die Antwort ist nicht klar. Niemand, weder ein linker Soziologe, noch ein „rechter“ Journalist kann einem das heute sagen.

      Die meisten Antänzer dürften Wertvorstellungen haben, die ihre Taten rechtfertigen, ganz gleich, ob ihre Mütter und Schwestern mit ihnen wohnen.

      • Dr. Caligari Says:

        Es gibt deutliche Hinweise, dass die Flüchtlinge der Hauptgrund dafür sind. In Niedersachsen ist das z.B. praktisch belegt.

        Sie sprechen vom Bericht Herrn Pfeiffers?

        Das wären Erklärungen, warum Flüchtlinge häufiger kriminell sind, aber es würde nichts an der Sache (der prozentuell höheren Flüchtlingskriminalität) ändern.

        Das stimmt im Wesentlichen. War wohl nicht mein bester Tag, als ich diesen Kommentar schrieb, nicht?

        Die meisten Antänzer dürften Wertvorstellungen haben, die ihre Taten rechtfertigen, ganz gleich, ob ihre Mütter und Schwestern mit ihnen wohnen.

        Ich vermute aus verschiedenen Gründen, dass unsere neuen Mitbürger auf Basis eines recht patriarchischen, archaischen Wertesystems erzogen wurden. Ein Wertesystem, das dann irgendwann notwendigerweise mit dem westlichen System kollidiert.

        In diesem Wertesystem haben solche moralischen Ideale oder Werte wie die „Familienehre“, der Wunsch des Familienoberhauptes oder die Aufsicht durch Brüder und andere Verwandte einen großen Einfluss.
        Wer sich aktuell mit Alkohol volllaufen lässt und dann dein freizügigen Blondinnen hinterhersteigt, der tut das vor allem, weil er „von der Kette gelassen“ wurde. Sobald die Familie da ist, bestimmt wieder der alte Codex das Leben.

        Okay, es gibt als Gegenbeispiel Leute von dort die sowohl Familienehre als auch Rotlichtbesuche vereinbaren können… Nur ein großer Teil des Spuks wäre wahrscheinlich zu ende, zumindest vemute ich das.

      • arprin Says:

        Sie sprechen vom Bericht Herrn Pfeiffers?

        Nein, von der offiziellen Kriminalstatistik des Landes.

        Wer sich aktuell mit Alkohol volllaufen lässt und dann dein freizügigen Blondinnen hinterhersteigt, der tut das vor allem, weil er „von der Kette gelassen“ wurde. Sobald die Familie da ist, bestimmt wieder der alte Codex das Leben.

        Es gibt eine allseits bekannte Doppelmoral. Männer dürfen, was Frauen nicht dürfen. Von daher wird die Familie dem Mann meistens nichts tun, auch wenn er gegen den „Codex“ verstößt, während die Frau getötet wird.

  3. Adrian Says:

    „Asylbewerber bekommen vom ersten Tag an das Recht, zu arbeiten.“
    „Menschen, deren Asylantrag abgelehnt wird, könnten dann durchaus ein Bleiberecht bekommen, wenn sie nicht kriminell werden und eine Arbeit finden.“

    Ich würde das ganze spontan anders gestalten:
    Solange Du Asylbewerber bist, kein Recht zur Arbeit und nur das Existenzminimum vom Staat.
    Wenn Dein Asylbescheid abgelehnt wird: Abschiebung.
    Wenn Dein Asylbescheid bewilligt wird: Bleiberecht und Recht auf Arbeit für ein/zwei/drei Jahre, danach neue Evaluierung des Asylstatus oder Bewerbung auf die deutsche Staatsbürgerschaft.

    • arprin Says:

      Solange Du Asylbewerber bist, kein Recht zur Arbeit und nur das Existenzminimum vom Staat.

      Das kann mehrere Monate dauern, manchmal sogar Jahre. Fände (bzw. finde) ich schlecht.

      Wenn Dein Asylbescheid abgelehnt wird: Abschiebung.

      Es gibt so viele Menschen, bei denen das Verschwendung wäre. Warum sollte jemand, der ein produktives Mitglied der Gesellschaft geworden ist und keine Straftaten begangen hat, abgeschoben werden? Ich würde dieser Gruppe von Menschen einfach die Möglichkeit für ein Arbeitsvisum geben.

      Wenn Dein Asylbescheid bewilligt wird: Bleiberecht und Recht auf Arbeit für ein/zwei/drei Jahre, danach neue Evaluierung des Asylstatus oder Bewerbung auf die deutsche Staatsbürgerschaft.

      Ja, das ist gut. Man könnte sie aber auch als normale Einwanderer betrachten anstatt ihr Bleiberecht auf ihren Asylstatus zu kuppeln.

      • Adrian Says:

        „Das kann mehrere Monate dauern, manchmal sogar Jahre. Fände (bzw. finde) ich schlecht.“

        Alles eine Frage staatlicher Ressourcen.

        „Warum sollte jemand, der ein produktives Mitglied der Gesellschaft geworden ist und keine Straftaten begangen hat, abgeschoben werden?“

        Inwiefern ist ein Asylbewerber ein produktives Mitglied der Gesellschaft?

        „Ich würde dieser Gruppe von Menschen einfach die Möglichkeit für ein Arbeitsvisum geben.“

        Ich finde, ein Arbeitsvisum sollte an berufliche und fachliche Qualifikation geknüpft sein (GreenCard etwa). Politisch verfolgt zu sein, ist keine Leistung.

        „Man könnte sie aber auch als normale Einwanderer betrachten“

        M.E. sollte man Einwanderer streng nach ökonomischen Kriterien selektieren. Und zwar bevor man sie ins Land lässt.

      • arprin Says:

        Inwiefern ist ein Asylbewerber ein produktives Mitglied der Gesellschaft?

        Wenn er Arbeit gefunden hat und nicht kriminell war. Solche Menschen werden in Deutschland gefühlt häufiger abgeschoben als Antänzer.

        Ich finde, ein Arbeitsvisum sollte an berufliche und fachliche Qualifikation geknüpft sein (GreenCard etwa). Politisch verfolgt zu sein, ist keine Leistung.

        Es geht nicht um politisch verfolgt sein als ökonomische Leistung, sondern darum, dass niemand abgeschoben werden muss, wenn er keine ökonomische oder soziale Bürde darstellt.

        M.E. sollte man Einwanderer streng nach ökonomischen Kriterien selektieren. Und zwar bevor man sie ins Land lässt.

        Die ökonomischen Kriterien kann man einfach festlegen: Wer nicht von Sozialleistungen abhängig ist, kann bleiben. Wozu braucht es mehr? Es ist nicht so, dass nur eine staatliche Planwirtschaft weiß, wo es noch Engpässe gibt, die Individuen und Unternehmen können es selbst bestimmen.

  4. Dr. Caligari Says:

    Zitat:
    „Wenn er Arbeit gefunden hat und nicht kriminell war. Solche Menschen werden in Deutschland gefühlt häufiger abgeschoben als Antänzer.“

    Dazu hätte ich gern harte Zahlen.

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