Nach dem Verbot ist vor dem Verbot

Der Fußball steht vor dem Aus

Nach dem Anfang vom Ende des Diesels ist das nächste Verbot schon vorprogrammiert. Karl Lauterbach hat auf Twitter bereits festgestellt, dass „moderne Benziner 50-mal mehr Feinstaub produzieren als Diesel“ und „der Feinstaub von Benzinern viel gefährlicher für Herz und Hirn ist als Stickoxide.“ Nicht nur Benziner (bzw. alle Autos allgemein), auch Schiffe, Flugzeuge, so gut wie jede moderne Technik steht vor dem entweder kompletten Verbot oder der massiven Rationierung. Nicht mal der Coffee-to-go-Becher ist sicher, denn er verursacht zu viel Plastikmüll und steht deshalb unter den Grünen ganz oben auf der Liste der kommenden Verbotsforderungen. Währenddessen wird die Luft in Deutschland immer sauberer und die Globale Erwärmung kann die Erwartungen, endlich ein bisschen mehr Sonne nach Deutschland zu bringen, nicht erfüllen, doch die Apokalypse wird trotzdem nicht abgesagt.

Wie Arprin exklusiv erfuhr, plant die Große Koalition nun ein weiteres, schwerwiegendes Verbot. Um die Bevölkerung nicht zu verschrecken, sollen die Pläne erst nächstes Jahr bekannt gegeben werden. Dann sollen Beschränkungen bis zu Verboten für den Besuch von Fußballstadien eingeführt werden. Die Begründungen dafür sind der hohe Energieverbrauch von Fußballstadien: In jedem Stadion müssen ständig Wasser und Rasen beheizt werden, nachts belastet die Beleuchtung die Umwelt, außerdem müssen die Zehntausenden Fans für jedes Spiel mit menschentötenden Dieseler oder Benziner anreisen und kaufen sich im Stadion Plastikbecher, um ihr verantwortungsloses Verhalten quasi zu krönen. Damit soll ab nächstes Jahr Schluss sein. Auch wenn die Deutschen ihren Fußball mögen – genauso wie ihre Autos – wird der Staat künftig als Korrektiv eingreifen, um den kommenden Generationen einen lebenswerten Planeten zu hinterlassen.

Die konkreten Pläne sehen vor, Stadiontickets an Fahrkartentickets für den ÖPNV zu koppeln, so dass nur Fans Stadien besuchen dürfen, die für die Anreise nicht ihr eigenes Auto benutzen. Plastikbecher in Stadien sollen komplett verboten werden, in dieser Hinsicht haben die Fußballvereine bereits Kompromissbereitschaft verkündet. Der größte Streitpunkt ist die Forderung, alle Stadien CO2-neutral machen zu lassen. Die Kosten dafür sollen die Vereine selber zahlen, immerhin hätten sie zuvor jahrzehntelang die Umwelt geschädigt. An diesem Aktionsplan sollen sich nicht nur deutsche, sondern alle Fußballvereine in der Europäischen Union beteiligen. Für die Behauptung, dass CO2-neutrale Stadien den Vereinen zu hohe Kosten aufbürden würden, haben die zuständigen Politiker kein Verständnis. Karl Lauterbach verwies auf die 222 Millionen Euro, die Paris Saint-Germain für Neymar ausgegeben hätte. „Das Geld ist da“, so der SPD-Mann.

Für den Fall, dass Vereine es nicht schaffen, ihre Stadien CO2-neutral zu machen, sollen Vereine vom Fußballbetrieb ausgeschlossen werden. Dabei soll es eine fünfjährige Anpassungszeit geben, damit sich die Vereine auf diese Aufgabe vorbereiten können. Debattiert wird auch die Möglichkeit, kleinere Vereine finanziell durch größere Vereine unterstützen zu lassen, als eine Art Bundesliga-Finanzausgleich. Anstatt sich die Spieler von Borussia Dortmund oder Bayer Leverkusen zu kaufen, könnte Bayern München so diesen Vereinen helfen, ihre CO2-Bilanz zu verringern. Des Weiteren könnten sich die Vereine auch an den Kosten für die Fahrtickets für die Anreise an die Stadien beteiligen oder eigene Shuttle-Dienste bereitstellen. Dann müssten Robert Lewandowski oder Thomas Müller eben ein paar Millionen weniger verdienen.

Am stärksten umstritten ist die Forderung, die Fußballvereine im Zuge des Aktionsplans auch einer staatlich vorgegebenen Ethik-Norm zu unterziehen. Demnach sei der moderne Fußball ein Hort von Nationalismus, Sexismus und Homophobie. Um das zu bekämpfen, sollen künftig in Länderspielen keine Hymnen gespielt und Flaggen gezeigt werden, eine 1:10-Regel für Gehaltsunterschiede zwischen männlichen und weiblichen Fußballerinnen eingeführt und das Outing von Homosexuellen mit einem „Gay Pride Day“ in der Bundesliga öffentlich gefördert werden. Beim Schreien von nationalistischen, sexistischen und homophoben Slogans in Stadien soll es in Zukunft nicht nur sofort zu Spielabbrüchen kommen und die Täter mit lebenslangen Stadionverboten bestraft werden, sondern auch die „zuständigen“ Vereine mit Punktabzügen oder Zwangsabstiegen. Gerade letzteres stößt derzeit noch auf heftige Kritik seitens der Vereine.

7 Antworten to “Nach dem Verbot ist vor dem Verbot”

  1. Olaf Says:

    Merkels Eid endete heute ja auch mit: „So wahr mir der Teufel helfe“.
    Und ihre Augen leuchteten grün. Las ich im Gonzo-Spiegel.

  2. Eloman Says:

    „der Feinstaub von Benzinern viel gefährlicher für Herz und Hirn ist als Stickoxide“ Zumindest bei Lauterbach hat es gewirkt. Der Typ ist eh nicht ernst zu nehmen.

    • arprin Says:

      Ich befürchte, Lauterbach wird von zu vielen ernst genommen. Auch in Zukunft. 😦

      • Eloman Says:

        Er bekommt, im Gegensatz zu ernstzunehmenden Medizinern, zu viel Platz in den Medien eingeräumt. Das ist das Problem.

      • Olaf Says:

        Als Mediziner find ich ihn ganz vernünftig, als Sozi ist er ein faktenresistenter Spinner.

  3. Öko-Theosoph Says:

    Wir brauchen eine öko-konservative Politik.
    Es sollte lange Sabbatzeiten (u. a. für Berufsgeschädigte) anstatt Rentenzeiten geben (es gibt kein biologisches Altern). Nicht-Berufstätige sollten in relativ kleinen Orten (insbesondere in Dörfern) wohnen. Berufstätige eher (aber nicht nur) in relativ großen Orten. Es ist sinnvoll, dort zu wohnen, wo man arbeitet (in Verbindung mit wirtschaftlicher Subsidiarität). Diese und weitere Maßnahmen (Hotelaufenthalte für Weiterqualifizierungen, Fernkurse, Fahrräder, Taxis usw.) führen dazu, dass fast alle Privatfahrzeuge (nicht Firmenfahrzeuge) überflüssig werden. Es ist sinnvoll, überflüssige Dinge (hohe Bevölkerungsdichte, nicht-leistungsgerechte Vermögen, Kreditwesen, Werbung, Urlaubsindustrie, Kirchengebäude, Luxusgüter, Rüstung usw.) abzuschaffen. Der MIPS muss gesenkt werden (neue Verfahren erhöhen die Recyclingquote, ein Nano-Akku hält über 300 Jahre, ein Öko-Auto fährt über 3 Mio. km, ein 1-Liter-Zweisitzer spart Sprit usw.). Ein Mensch kann im superbilligen 3-D-Druck-Haus (klein, einstöckig, Wandstärke 9 cm) mit Nano-Wärmedämmung wohnen. Wenn die Menschen sich ökologisch verhalten, kommt es zu einer günstigen Erwärmung im Winter (siehe Wikipedia „Zeitreihe Lufttemperatur“, Messwerte in Dekaden). Das Klima ist (so wie das Leben) in der Lage, sich weiterzuentwickeln. In der Medizin sollte u. a. die Linsermethode gegen Krampfadern (auch dicke) eingesetzt werden. Es ist wichtig, den Konsum von tierischen Produkten (und Süßigkeiten und Eis) zu reduzieren oder einzustellen. Hat man eine bestimmte Reife, kann man sich vegan ernähren oder von Urkost ernähren (oder sogar fast nahrungslos leben). Die berufliche 40-Stunden-Woche kann durch die 4-Stunden-Woche ersetzt werden (ohne Lohnausgleich). Wenn die Menschen tatkräftig und klug sind, werden berufliche Probleme immer mehr – und zusätzlich beschleunigt – abnehmen.

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