Schock für Republikaner: Wahlprognosen für Trump so schlimm wie 2016

Es sieht für ihn so düster aus wie … 2016

Der schlimmste Präsident aller Zeiten – das ist in der Regel der letzte amtierende Präsident der Partei, der man nicht zugehört. Für Republikaner ist es Obama, für Demokraten war es früher George W. Bush und ab 2017 Trump. Da spielt es auch keine Rolle, dass es vor der Corona-Krise Vollbeschäftigung gab und Trump keine endlosen Kriege gestartet hat. Es reichte es, dass er sich bei Twitter abfällig über seine Gegner äußerte. Nun sind die USA vom Coronavirus erfasst worden und erlebten die schwersten Unruhen seit den 1990ern. Für seine Gegner steht damit klar: Nicht nur ist er der schlimmste Präsident aller Zeiten, er hat auch keine Chance mehr auf eine Wiederwahl.

In den Umfragen wird dieses Gefühl bestätigt: Biden steht überall klar vor Trump. Der Don ist am Ende, und er kann nur mit teuflischen Tricks noch nach 2021 an der Macht bleiben. Nicht nur in den USA, auch im Ausland sieht man das so. In der Talkshow „Markus Lanz“ behauptete die offenbar als Amerika-Expertin eingeladene Sandra Navidi, dass Trump die Strategie fahren könnte, möglichst viele Wahlauftritte vor großen Massen abzuhalten, um die Corona-Infiziertenzahlen zu erhöhen und damit einen Grund zu haben, die Wahlen zu verschieben. Andere befürchten gar, er könnte sich nach seiner Niederlage einfach weigern, das Amt zu verlassen (bzw. eine Diktatur ausrufen).

Wie peinlich wäre es für sie, wenn Trump am Ende einfach wieder durch den Electoral Vote an der Macht bleibt … und doch könnte es so kommen. Trump ist nicht am Ende. Es gibt gute Gründe, ihn nicht abzuschreiben. Was seine Gegner nicht bemerken: Die Wirtschaft beginnt sich langsam zu erholen, und zwar Richtung Vorkrisen-Niveau; die Black Lives Matter-Proteste und Plünderungen sind abgeflacht und bleiben in Erinnerung als größtes Virtue Signaling-Event der Geschichte und mehr nicht; und Joe Biden könnte bis November vergessen haben, dass er als Präsident kandidiert. So gesehen spricht derzeit noch vieles für den Don.

Wie alle Krisen an Trump abprallen

Die Schockzahl vom April war 14,7% – so hoch war die US-Arbeitslosenrate zu diesem Zeitpunkt. Viele erwarteten, dass sie noch weiter steigen könnte, auf 20, 25 oder 30%. Doch so kam es nicht. Im Gegensatz zu früheren Rezessionen waren die meisten Entlassungen temporär und ausschließlich auf die Quarantäne zurückzuführen. Im Mai sank die Arbeitslosenrate bereits auf 13,3% und im Juni auf 11,1%. Dieser Trend wird sich fortsetzen. Der Ökonom Lars Christensen schätzte bereits Mitte Mai, dass die Arbeitslosenrate im November bei unter 6% liegen wird. Die Quarantäne wird für den Arbeitsmarkt wie ein „großer Urlaub“ gewesen sein – die Arbeiter kehren einfach wieder zurück.

Falls es so eintrifft, wird Trump sich als größter Präsident der Geschichte stilisieren können. Er hätte den perfekten Anlass und Bescheidenheit kennt er nicht. Dazu kommt noch, dass die Zahl der Corona-Infizierten zwar steigt, aber nicht die der Corona-Toten, was politisch schlecht für Demokraten ist, aber wieder gut für Trump. Die Bewältigung der Corona-Krise wird von den Wählern viel wichtiger gewertet werden als seine Position zur Black Lives Matter-Bewegung, die es trotz Rekord-Unterstützung schafft, politisch nichts zustande zu bringen. Ein paar Statuen weniger werden Trump nicht vom Weißen Haus entfernen.

Machen wir uns nichts vor: Was wir erleben ist 2016 reloaded. Trump wird komplett abgeschrieben und die Leute bereiten sich schon darauf vor, welche gefährliche Reaktion Trump zeigen könnte, nachdem er die Wahl verliert. Dass er die Wahl gewinnt, wird gar nicht in Betracht gezogen. Dabei sollte man das als Möglichkeit in Erwägung ziehen, denn das Versagen der Demoskopie ist spätestens seit 2016 bekannt. Jetzt kommt ein kaum sympathischer Kandidat dazu, der eindeutige Anzeichen für altersbedingten Verfall von kognitiven Fähigkeiten zeigt. Man kann nur sagen: Liebe Demokraten, seid euch nicht zu sicher für November.

10 Antworten to “Schock für Republikaner: Wahlprognosen für Trump so schlimm wie 2016”

  1. Eisfunke Says:

    Ich würde ja doch gerne wissen, wo Du das her hast, dass die Zahl der Corona-Toten in den USA „nicht mehr steigt“.

    https://boogheta.github.io/coronavirus-countries/#deceased&places=Germany,Italy,Sweden,USA&alignTo=confirmed

    Das sieht für mich nicht nach „steigt nicht mehr“ aus…

    • arprin Says:

      Es geht um die täglichen/wöchentlichen Todeszahlen, diese sinken:

      Natürlich wissen wir nicht, wie es weitergeht, aber die erhöhten Infektionszahlen haben bis jetzt keine erhöhten Todeszahlen nach sich gezogen.

    • Olaf Says:

      Bei den BRD-Lügenmedien ist alles wie gehabt. Trump hat keine Chance, und Hillary wird wiedergewählt, verkündet Fake-News-Elmar aus einem Stundenhotel in Tulsa.

      • arprin Says:

        Trump hat keine Chance, und Hillary wird wiedergewählt, verkündet Fake-News-Elmar aus einem Stundenhotel in Tulsa.

        Da hast du die ÖR gut parodiert.

  2. Dr. Caligari Says:

    Ich glaube an das Ende von Trumps Amtszeit.

    • arprin Says:

      Ich glaube daran erst, wenn ich es sehe. Die Demoskopie hat zu oft versagt.

    • Olaf Says:

      Die Leute wählen wohl kaum die Mumie Biden. Ich bin auf die TV-Duelle gespannt, welche Aussetzer Creepy Joe haben wird, er hat ja jetzt schon Alzheimermäßige Wutanfälle.
      Ein junger Gegenkandidat könnte Trump gefährlich werden, aber so ist das Wahlsystem auf Donalds Seite.

      • arprin Says:

        Ich denke, es könnte schon eng werden. Trump und Biden sind beide alte Kandidaten, die nicht besonders gemocht werden. Für beide Parteianhänger sind sie mehrheitlich ein kleineres Übel.

        In 4 Monaten kann noch viel passieren, da sind noch viele Aussetzer möglich. Wenn Biden an Demenz leidet, könnte das natürlich Trump in die Hände spielen.

      • Olaf Says:

        Bidens Taktik ist es, sich im Keller zu verstecken und jeder Debatte auszuweichen. Also ein US-Merkel sozusagen.
        Aber so lassen die Amis sich nicht verarschen, zudem gibt es FOX. Im Merkel-Reich gibt es NIX außer Lügenmedien, da funktioniert diese dreckige Methode, aber nicht in den freien USA.

      • Olaf Says:

        Die Blutbad-Debatten werden heftig und bitter (wie die Assi-Jugend heute sagt), wenn sich Biden aus dem Keller traut;)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.


%d Bloggern gefällt das: